Oldenburg: Geografie

Oldenburg: Geografie, basierend v.a. auf BfN-Angaben und Wikipedia

Großlandschaft: Norddeutsches Tiefland


Landschaftssteckbrief: (109) Oldenburg: Typ: 6. Verdichtungsraum

Hydrogeographie Stadt Oldenburg:

  • Hunte: Im südlichen Stadtgebiet teilt sich die Hunte. Die Alte Hunte wird durch einen Düker oberhalb der Schleuse Oldenburg nach Norden geleitet; im Zuge einer Neugestaltung des Flussbades erhielt sie in diesem Bereich ein neues, naturnah gestaltetes Bett. Sie speist unterhalb des Stautors den Alten Hafen. Die Neue Hunte fließt südöstlich des Küstenkanals und mündet unterhalb der Realschule Osternburg in die Kanaltrasse. Mittlerer Tidenhub in Oldenburg: 2.6 m.
  • Die von Rastede kommende Haaren mündet am Stautor in die Hunte.

Vier unmittelbar an Oldenburg angrenzende Landschaften:

Im NW: (60301) Oldenburger Geest [inkl. Wiefelstede, Westerstede, Bad Zwischenahn]: Typ: 4.1 Grünlandgeprägte offene Kulturlandschaft. Zahlreiche nahezu parallel zueinander verlaufender Bäche gliedern die Geestplatte in ein System langgestreckter Rücken. Zwischenahner Meer: eutrophierter Braunwassersee mit einer typischen Verlandungszonierung; besondere Bedeutung als Rast- und Rückzugsgebiet für Wasservögel. – Hierzu:

Im SW: (60002) Vehnemoor/Fintlandsmoor [inkl. Edewecht]: Typ: 3.11 Strukturreiche Kulturlandschaft. Rest eines großen Hochmoores. Naturraumprägend sind die in der Abtorfung befindlichen Hochmoorflächen.  In zehn Naturschutzgebieten werden Restmoorflächen und wiedervernässte Torfabbauflächen geschützt. Viele floristische und faunistische Besonderheiten (Sonnentau, Wollgras, hochmoortypische Libellen und Heuschrecken). Im östlichen Teil mehrere Vogelbrutgebiete von nationaler Bedeutung. – Hierzu:

Im NO: (61201) Wesermarschen [links und rechts der Weser, inkl. Hude bis Nordenham]: Typ 4.1 Grünlandgeprägte offene Kulturlandschaft. Geestrücken bei Jaderberg: 8,9 m ü. NN. Die Weser und, solange das Sturmflutsperrwerk offen ist, auch die Hunte, unterliegen dem Gezeiteneinfluß. Die etwas erhöhten Uferwälle am Flußlauf der Weser ermöglichten schon früh die Anlage von Siedlungen (Elsfleth, Brake, Rodenkirchen). Naturschutzgebiete: Nebenarm der Weser bei Brake, u.a. – Hierzu:

  • Haupteinheitengruppe 61 = Ems- und Wesermarschen (Ems-Weser-Marsch) (BfN-Nr. D25)
  • Haupteinheit 612 = Wesermarschen

Im SO und S: (60004) Östliche Hunte-Leda-Moorniederung [inkl. Wardenburg, Friesoythe]: Typ: 4.2 Ackergeprägte offene Kulturlandschaft. Etwa 30 km breites Hochmoor- und Niederungsgebiet in einer weiten Talsandmulde, die durch heute noch wasserführende, ehemalige Schmelzwasserrinnen gegliedert ist, welche in die Jümme und Leda entwässern; langgestreckte Sand- und Dünenrücken. Mitten durch das Gebiet zieht sich in Ost-West-Richtung der Küstenkanal, der die Ems mit der Hunte verbindet. – Hierzu:


Weitere Landschaften im Oldenburger Umland (Auswahl):

Weiter im SO: (59500) Delmenhorster Geest [inkl. Ganderkesee, Hatten, Großenkneten Dötlingen]: Typ: 4.2 Ackergeprägte offene Kulturlandschaft. Wenig reliefierte Grundmoränenlandschaft, mit Wechsel von Lehminseln, Sandplatten, Dünenfeldern und Niederungsgebieten. Waldanteil mit fast 20 % ungefähr doppelt so hoch wie in den angrenzenden Geestlandschaften. Die Hunte weist noch einige Altarme auf. Reliktisch vorkommende bodensaure Eichenmischwälder. Wichtige Gebiete: der Hasbruch und das Teichgebiet “Sager Meer, Ahlhorner Teiche und Lethetal”. – Hierzu:

  • Haupteinheitengruppe 59 = Ems-Hunte-Geest; Teil von Dümmer-Geestniederung und Ems-Hunte-Geest (BfN-Nr. D30)
  • Haupteinheit 595 = Delmenhorster Geest

Weiter im O und NO: (61205) Das Weserästuar [Schutzgebietsanteil: ca. 71%]: Typ 1.1 Wattenmeerlandschaft der Nordsee. Weserästuar = der Mündungsbereich der Weser, der bei Bremen beginnt. Schifffahrtsstraße für Bremerhaven und Bremen.  Der Süßwassereinfluß schafft ein Brackwassergebiet mit Lebensräumen für speziell angepasste Arten. – Hierzu:

  • Haupteinheitengruppe 61 = Ems- und Wesermarschen (Ems-Weser-Marsch) (BfN-Nr. D25)
  • Haupteinheit 612 = Wesermarschen

Weiter im N: (61202) Watten im Elbe-Weser-Dreieck Jadebusen [links und rechts des Weserästuars, von Jadebusen bis Neuwerk; Schutzgebietsanteil: ca. 91%]: Typ 1.1 Wattenmeerlandschaft der Nordsee. Mit 360 cm hat der Jadebusen den höchsten Tidenhub in der Deutschen Bucht.  Das Watt unterliegt ständigen Veränderungen durch Strömungs- und Windverhältnisse. Der Mensch greift seit dem 9. Jahrhundert in die Morphodynamik der Küstenzonen ein, um Land zu gewinnen und zu befestigen. Nationalpark. – Hierzu:

  • Haupteinheitengruppe 61 = Ems- und Wesermarschen (Ems-Weser-Marsch) (BfN-Nr. D25)
  • Haupteinheit 612 = Wesermarschen

(Stand: 3.10.2017)