22 May 2004, Zeise-Kino: Vergiss mein nicht!

22.5.2004, Zeise-Kino: Vergiss mein nicht!

https://de.wikipedia.org/wiki/Vergiss_mein_nicht! (Stand: 16.12.2023): … Originaltitel: Eternal Sunshine of the Spotless Mind … ein romantisches Drama von Michel Gondry aus … 2004 mit … Kate Winslet … startete am 20. Mai 2004 in den deutschen Kinos … Rahmenhandlung 1 … Binnenhandlung … Rahmenhandlung 2 … Zum Hauptfilm gehört ein Vorfilm, der wie ein altmodischer Werbespot gedreht ist … macht Werbung für Lacuna Inc., die Firma/Arztpraxis, die auf Wunsch schmerzhafte Erinnerungen im Gehirn löschen kann …

Susanne Weingarten (ZEIT´Nr. 21, 13.5.2004): Wie die Liebe aus dem Tagebuch verschwand. In dem Film „Vergiss mein nicht!“ stellt Michel Gondry die Chronologie auf den Kopf. „… Die Abfolge des Erzählens hat mit der Abfolge des Erzählten nicht das geringste zu tun … eine Art kognitive Schnitzeljagd … nicht neu – im Avantgarde-…kino ist die Zeit immer wieder zersplittert worden … Alain Resnais‘ Letztes Jahr in Marienbad … Der traurige Held … erfährt, dass er seine Erinnerung selbst hat tilgen lassen …”

David Kleingers (Szene HH, Mai 2004, p.46): Vergiss mein nicht! „… In den glamourfreien Ecken New Yorks … macht Clementine einen radikalen Schnitt – sie lässt Joel durch den Neurologen Dr. Mierzwiak … und sein unorthodoxes Team komplett aus ihrem Gehirn löschen … Joel … bittet … um dieselbe Behandlung … erkennt Joel plötzlich im Koma das Einzigartige in diesen schwindenden Augenblicken … einer der schönsten Liebesfilme der letzten Jahre …”

Diedrich Diederichsen (Taz, Mai 2004): Lösch mich, Baby. Wo ich war, soll Es dämmern, nur klappt das nie so recht: Nach einem Drehbuch von Charlie Kaufman hat der Musikvideoregisseur Michel Gondry die Beziehungskomödie … gedreht. „Das Vergessen ist so ein Thema der Stunde … noch nie war der Plan für den Abstieg der Kamera ins Selbst so ausgetüftelt wie hier … schleppt der … Homunculus während der Operation die erinnerte Kate immer dahin, wohin sie in seinen bisherigen Erinnerungen nicht gewesen sein kann: zum Beispiel in die Kindheit … man verliebt sich immer in dieselben Objekte, auch nach einer Lobotomie …“ [Hierzu kommentierte ein Freund: „… Diederichsen … kann … natürlich… nicht nur einfach den Film besprechen, sondern muss etwas verfassen, was noch schlauer ist als der Film selbst …“]