12 Nov 2022, Cloud play above Hamburg / Wolkenspiel über Hamburg

12.11.2022, Cloud play above Hamburg / Wolkenspiel über Hamburg

Eggers M (2022_11_12): Unusual clouds over Hamburg: This is what a weather observer says … Unusual cloud images … asked the German Weather Service (DWD) … medium-high altocumulus clouds that … have been illuminated by the sun … / Ungewöhnliche Wolken über Hamburg: Das sagt eine Wetterbeobachterin … Ungewöhnliche Wolkenbilder … beim Deutschen Wetterdienst (DWD) nachgefragt … mittelhohe Altocumulus Wolken, die … von der Sonne angestrahlt worden sind …, www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/ungew%C3%B6hnliche-wolken-%C3%BCber-hamburg-das-sagt-eine-wetterbeobachterin/ar-AA142bDo.

Cf. concerning Hannover today: t-online (2022_11_12 ), “Hole-Punch Cloud. Hole in the sky – Rare weather phenomenon above Hannover / Vgl. zu Hannover heute: t-online (2022_11_12 ), “Hole-Punch Cloud”. Loch im Himmel – Seltenes Wetterphänomen über Hannover, www.t-online.de/region/hannover/id_100079362/-hole-punch-cloud-ueber-hannover-was-war-das-fuer-ein-loch-in-den-wolken-.html.

8-9 Nov 2022, Φ Klanggärtnern, bei 8. Konferenz „Stadt der Zukunft“ in Essen

8.-9.11.2022, Klanggärtnern, bei 8. Konferenz „Stadt der Zukunft“ in Essen

(Zur Konferenz: siehe https://rfehr.eu/2022/11/09/8-9-nov-2022-%cf%86-8-konferenz-stadt-der-zukunft-gesunde-nachhaltige-metropolen-essen/)

Konferenzort: UNESCO-Welterbe Zollverein, Essen (Halle 12).

Im Konferenz-Panel 1 „Räumliche und ästhetische Anforderungen an eine gesundheitsförderliche Umwelt“: Andres Bosshard (Klangarchitekt), urbanID GmbH, urbanidentity – mobile city studio, Zürich: Akustische Qualität und Gestaltung öffentlicher Räume.

Hierzu frühabendlicher (8.11.22) und mittelfrühmorgendlicher (9.11.22) Akustikspaziergang mit Andres Bosshard zum Thema Urban Sound Planning.

Der Beitrag von Bosshard nahm Bezug auf Klangtraditionen indischer Ureinwohner, sensibilisierte – insbesondere durch die Akustikspaziergänge – erfolgreich für die Vielzahl und Vielfalt urbaner Klänge und ließ auch die oft negativ besetzten Geräusche von Rollkoffern und Flugzeugen neu und interessant erscheinen, erst recht den „Murmelstrom“ vorüberziehender Schulkinder. Die Spaziergänge bildeten eine Art von Propädeutik zum „Klanggärtnern“.

Pylone (Verkehrs-/Leitkegel) spielten in doppelter Rolle mit: als Hörtrichter und als mechanisches Megafon.


Andres Bossard, https://de.wikipedia.org/wiki/Andres_Bosshard: Schweizer Musiker und Künstler … im Bereich der Klangkunst und Klangarchitektur … Musikprojekte … begann mit Klangexpeditionen die klingende Umgebung … zu erforschen und produzierte … umfangreiche, zum Teil weltweit vernetzte Medienprojekte … Klangarchitekturen … Klangforschung im urbanen Aussenraum in einem … Netz von Klanggärten … Klangturm … Instrumente …

A. Bossard: Stadtklang -Klangstadt, http://www.soundcity.ws/.

Urbanidentity – mobile city studio, https://urbanidentity.info/: … focused on improving the acoustic quality of the urban public realm … soundwalks and workshops as tools to initiate processes and discussions around urban qualities … deliver design principles, case studies, masterplans … and strategies which help … to make welcoming and multivoiced cities … People: Trond Maag … Andres Bosshard …

8-9 Nov 2022, Φ 8. Konferenz „Stadt der Zukunft – Gesunde & nachhaltige Metropolen“, Essen

8.-9.11.2022, 8. Konferenz „Stadt der Zukunft – Gesunde & nachhaltige Metropolen“, Essen

Konferenztitel: „Urbane Gesundheitslandschaften der Zukunft“. Veranstalterinnen:

  • Universität Duisburg-Essen, Universitätsklinikum Essen, Institut für Urban Public Health, Susanne Moebus
  • RWTH Aachen University, Institut für Städtebau und europäische Urbanistik, Christa Reicher.

Konferenzort: UNESCO-Welterbe Zollverein, Essen (Halle 12). Vgl. https://rfehr.eu/2022/10/26/26-oct-2022-%cf%86-zur-8-konferenz-stadt-der-zukunft-urbane-gesundheitslandschaften-der-zukunft-gesundheit-architektur-umwelt-8-9-nov-2022-in-essen/

Konferenzprogramm: https://inuph.uk-essen.de/8-konferenz-stadt-der-zukunfturbane-gesundheitslandschaften-der-zukunft/

(Zur Konferenzserie: siehe https://rfehr.eu/2022/10/26/26-oct-2022-%cf%86-zur-8-konferenz-stadt-der-zukunft-urbane-gesundheitslandschaften-der-zukunft-gesundheit-architektur-umwelt-8-9-nov-2022-in-essen/)

Konferenzziele lt. Programm: „Mit den vielfältigen Wechselwirkungen von Gesundheit, Architektur und Umwelt will sich die Konferenz … auseinandersetzen und [u.a.] folgende Fragen vertiefen: … Wie kann ein integrierter Handlungsansatz aus Raumgestaltung, Gesundheit und Umwelt aussehen? Wie kann eine Allianz in Forschung und Praxis aus Architektur, Urban Public Health und Umwelt auf den Weg gebracht werden?“

Programmpunkte in Auswahl:

Grußworte: Stiftung Zollverein, Essen; Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW; Rektorin der Universität Duisburg-Essen; Programmbeirat der Fritz und Hildegard Berg-Stiftung.

Aus dem Grußwort (Claudia Hornberg, Rainer Fehr) des Programmbeirates der Fritz und Hildegard Berg-Stiftung:

Das von der Berg-Stiftung im Deutschen Stiftungszentrum aufgelegte Forschungs- und Förderprogramm “Stadt der Zukunft: gesunde, nachhaltige Metropolen” hat u.a. zum Ziel, Ansätze einer transdisziplinären Stadtforschung zu stärken, vorhandene Chancen und Potenziale zu systematisieren sowie Experimentierräume und Diskursarenen zu schaffen. Als (Teil-)Antwort für diese Aufgaben ist der Ansatz „Nachhaltige StadtGesundheit“ entstanden.

Im Zentrum der Initiative steht ein Ensemble von Junior-Forschungsgruppen, Projektenund betreuendenKonsortienan der Nahtstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Ferner werden das InUPH, das Projekt „Brückenbau“ und diese Konferenzserie gefördert. Übrigens, die Ansiedlung des InUPH an einer Medizinfakultät mag manche überraschen; jedoch ist die enge Verbindung von Medizin und Stadtentwicklung seit langem angelegt (vgl. zweibändige Buchpublikation 1957: „Medizin und Städtebau“) und bietet große Chancen. Beispielsweise könnte die in der Medizin entwickelte Leitlinienkultur auch den Bereich Nachhaltige StadtGesundheit anregen.

Bemerkenswerter Weise arbeiten viele der Dokorand:innen im Bereich der StadtGesundheit weiter; einige Wissenschaftler:innen haben in den letzten Jahren den Sprung auf eine Professur geschafft; die gewünschten institutionellen Verankerungen klappen bereits in mancher Weise. Diese 8. Konferenz wird uns zeigen, inwieweit die Thematik in verschiedenen Lebenswelten hineingetragen ist und es bereits gelingt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl gesundheitsförderlich als auch ökologisch nachhaltig sind und möglichst niemanden zurücklassen. Wir sind gespannt und freuen uns drauf.

Einführung in die Thematik: Susanne Moebus, Christa Reicher.

Keynotes: Frauke Kraas, Universität zu Köln, Lehrstuhl für Stadt- und Sozialgeographie am Geographischen Institut: Die transformative Kraft der Städte – Handlungsfeld Gesundheit; Anett-Maud Joppien, TU Darmstadt: Architektur in urbanen GesundheitsLandschaften; Alice Schröder, Umweltbundesamt, Fachgebiet „Nachhaltige Raumentwicklung, Umweltprüfungen“, Dessau-Roßlau: Auf dem Weg zu umweltschonenden, klimaangepassten und gesundheitsverträglichen Städten.

Notizen zu den Keynotes: Der auf Urbanisierung ausgerichtete Beitrag von Kraas weckte den Gedanken, auch die Bedeutung ländlicher Räume nicht zu unterschätzen; positive Lebensverhältnisse auf dem Lande könnten dazu beitragen, landflüchtige Tendenzen zu mildern. Die Feststellung, eine entwickelte Gesundheitsberichterstattung (GBE) fehle in Indien, erinnerte daran, dass das Potenzial dieses Ansatzes auch in Deutschland keineswegs voll ausgeschöpft wird. Eine These des Beitrags besagte, dass – neben sozialkompensatorischer Ausrichtung von Entwicklungsmaßnahmen – die Rolle von Ober- und Mittelschichten als Treiber von Entwicklungsprozessen nicht übersehen werden sollte. – Der Beitrag von Joppien verwendete Werke von Richard Neutra (https://rfehr.eu/2017/07/21/21-jul-2017-berlin-zehlendorf-architect-richard-neutra/)und Le Corbusier (Unité d’Habitation, https://rfehr.eu/2014/03/11/11-3-14-le-corbusier-la-cite-radieuse/) als Ausgangspunkt, sprach das Sick Building Syndrome (SBS) an und forderte, den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden in den Blick zu nehmen. Im Projekt „Cubity“ (https://cubity.de/) ging es um ein experimentelles Studierendenwohnhaus mit zentralem „Marktplatz“ und (sehr kleinen) Wohnkuben. – Der Beitrag von Schröder belegte, wie breit gefächert und intensiv das UBA (www.umweltbundesamt.de) Themen bearbeitet, die auch aus der Perspektive von Stadt- und RegionalGesundheit bedeutsam sind, darunter: Nachhaltige Stadt-Land-Verbindungen, Klimaanpassung (wie vom UBA auch in die 7. Konferenz Stadt der Zukunft eingebracht), Naturbasierte Lösungen / Nature-Based Solutions (NBS), Studie GerEs V, inkl. Erreichbarkeit von Grünflächen; European Topic Center Human Health and Environment, und UBA-Eigenforschungsprojekt „Neues Europäisches Bauhaus weiterdenken: Nachhaltige Mobilität und resiliente Räume für mehr Lebensqualität“ (www.umweltbundesamt.de/forschungsprojekt-adneb-neues-europaeisches-bauhaus), als Teil des European Green Deal.

Kommentierung und Diskussionsrunde mit Annette Hafner, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Bau- und Umweltwissenschaften, Ressourceneffizientes Bauen, Bochum; Julia Frohne, Business Metropole Ruhr GmbH, Essen; Rainer Fehr, Universität Bielefeld.

Zur Frage nach drei Veränderungswünschen für die kommenden Jahre hier meine Prioritäten: (1) Gesundheitsberichterstattung (GBE) zur Entscheidungsfindung stärker nutzen; darüber hinaus das Potenzial stärker nutzen, das im gemeinsamen Blick auf GBE, Needs Assessment, Impact Assessment, Evaluationen und weiteren Formen governance-unterstützender Analysen liegt (https://academic.oup.com/eurpub/article/27/4/609/3861126?guestAccessKey=7c25f697-c70e-4fad-bab4-6f5621b4208e). (2) Naturbasierten Lösungen (NBS-Ansätze, https://en.wikipedia.org/wiki/Nature-based_solutions) den ihnen gebührenden Raum geben; auch wenn „natürlich“ nicht immer „gesundheitszuträglich“ ist, weisen NBS-Ansätze doch insgesamt den richtigen Weg. (3) Experimentelle Ansätze wie das Cubity-Projekt sind wertvoll; dafür passenden Rahmen könnten – neben Großvorhaben wie Neues Europäisches Bauhaus – auch Internationale Bauausstellungen (IBAs) mit Schwerpunkt Gesundheit bilden. Fußnote: Selbst bei der hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz ambitionierten IBA Hamburg 2006-2013 (https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Bauausstellung_Hamburg) kam, soweit erkennbar, das Thema Gesundheit kaum zur Sprache.

Panel 1 – Räumliche und ästhetische Anforderungen an eine gesundheitsförderliche Umwelt: (i) Wolfram Höfer, Rutgers University, Center for Urban Environmental Sustainability, Brunswick, New Jersey: Ästhetik, Innovation und nachhaltiges Design als Verbündete bei der Gestaltung gesundheitsförderlicher Räume; (ii) Andres Bosshard (Klangarchitekt), urbanID GmbH, urbanidentity – mobile city studio, Zürich: Akustische Qualität und Gestaltung öffentlicher Räume. Hierzu: zwei Akustikspaziergänge.

Notizen zu Panel 1: Der Beitrag von Höfer benannte u.a. New Yorks Central Park und Hamburgs Stadtpark als Beispiele moderner Parkgestaltung. Interessantes Detail: im Central-Park ist der Bethesda-Brunnen / Angel of the Waters (die einzige nicht gestiftete Skulptur im Park¸ https://de.wikipedia.org/wiki/Angel_of_the_Waters) der Versorgung mit sauberem Trinkwasser gewidmet. In New Jersey erfolgte im Rahmen der Vorbereitung des „Middlesex County’s Open Space and Recreation Plan“(https://cues.rutgers.edu/middlesex-cultural-landscapes/) ein Aufruf, Fotos einzusenden von Orten, die Menschen besonders mögen (zusammen mit sozioökonomischen Daten der Einsender). – Zum Beitrag von Bosshard samt Klangspaziergängen: siehe separater Eintrag.

Panel 2 – Krankenhauslandschaft der Zukunft: (i) Christine Nickl-Weller, Nickl & Partner Architekten AG, München: Healing Architecture, Krankenhausarchitektur für eine gesundheitsförderliche urbane Zukunft; (ii) Sacha Wiesner, Hochbauamt Kanton Zürich, Zürich: Masterplan Kantonsspital Winterthur; (iii) Magdalena Maierhofer, Technische Universität Wien, Institut für Raumplanung: Reurbanisierung der Krankenhauslandschaft

Notizen zu Panel 2: Die Beiträge machten deutlich, welche Herausforderungen in der Planung und Errichtung von „Bauten des Gesundheitswesens“ samt Krankenhausbauten liegen, u.a. durch raschen technologischen Wandel (Großgeräte und entsprechende Raumbedarfe) bei gleichzeitigem Wandel im Patient:innen- und Menschenbild. (Teil-)Antworten liegen in modularer Konzeption, in offener Verbindung mit dem urbanen Umfeld (anstelle von Abschottung) und im erweiterten Blick auf weitere (meist kleinere) Einrichtungen wie Gesundheitskioske, Testzentren und Beratungsstellen.

Keynotes (9.11.2022): (i) Lothar Wieler, Robert Koch-Institut (RKI), Berlin: Künftige Herausforderungen für Public Health in Deutschland aus Sicht des Robert Kochs-Instituts; (ii) Matthias Braubach, WHO European Centre for Environment and Health: Stadtplanung, Resilienz und Gesundheit – Report der WHO; (iii) Elisabeth Oberzaucher, Universität Wien, Department für Evolutionäre Anthropologie: Homo urbanus – gute Stadtplanung stellt die Menschen in den Mittelpunkt.

Notizen zu diesen Keynotes: Der Beitrag von Wieler (Amtsleitung seit 2015) belegte die Vielfalt und Komplexität der Aufgaben, die das RKI (www.rki.de) als nationale Public Health-Einrichtung wahrnimmt, bspw. eine anspruchsvolle GBE (samt Berechnungen zur Krankheitslast), der es auch um das soziale Gefälle im Gesundheitszustand der Bevölkerung geht. Wie eine Lupe hat die Corona-Pandemie Defizite im deutschen Public-Health-System vor Augen geführt. Aus Sicht des RKI nimmt das Zukunftsforum Public Health (https://zukunftsforum-public-health.de/) eine wichtige Aufgabe wahr. Gegenüber Kuration sollte die Rolle von Prävention und Gesundheitsförderung gestärkt werden.– Der Beitrag von Braubach stellte den WHO-Bericht „Urban planning for resilience and health“ (www.who.int/europe/publications/i/item/WHO-EURO-2022-5650-45415-64990) in den Mittelpunkt. Als zwei wesentliche Strategien für Stadtplanung und Stadtmanagement wurden benannt: (i) Modifikation und Design urbaner Infrastruktur und (ii) Governance (Stadtmanagement, Kommunikation, Partizipation); diese beiden Felder dürften generell für Stadt- und RegionalGesundheit relevante Ansätze darstellen. – Im Beitrag von Oberzaucher bildete die Prospect-Refuge-Theorie von Appleton 1975 (www.researchgate.net/publication/286123657_Prospect_and_refuge_theory_Constructing_a_critical_definition_for_architecture_and_design) einen Startpunkt. Die Bepflanzung urbaner Baumscheiben stützt nicht nur die Artenvielfalt, sondern kann eine sinnvolle soziale Interaktion einschließen. – In der Diskussion kam zur Sprache, dass ein Begriff wie „StadtLandschaft“ regional ganz unterschiedliche Popularität aufweisen kann.

Forum 1 – Urbane Energien und Impulswirkungen / Forum 1.2 – Von Leuchttürmen zu Leuchtregionen – Gesundheitsförderliche und nachhaltige Impulswirkung. Impulsgebende: (i) Peter Gorschlüter, Direktor Folkwang Museum, Essen; (ii) Frank Knospe, Stadt Essen, Amt für Geoinformation, Vermessung und Kataster, Essen; (iii) Christiane Vaeßen, Geschäftsführung Region Aachen Zweckverband, Aachen; (iv) Arnd Fittkau, Vonovia SE, Bochum

Notizen zu Forum 1.2: Der Beitrag von Fittkau fokussierte die als gelungen angesehene Sanierung und Modernisierung des Stadtteiles Dortmund-Westerfilde. Gorschlüter unterstrich die Expertise von Museen für „Sichtbarmachung“ und zeigte sich offen für neue Kooperationen. Der Beitrag von Knospe erläuterte das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus (www.copernicus.eu/en) und seine Anwendung „TreeCop“ für Bäume („Steuerungstool zur Ermittlung von Trockenstress des Stadtbaumbestandes in der Stadt Essen“, www.d-copernicus.de/daten/beispiele-und-anwendungen/wald-und-forstwirtschaft/projekte-mit-filtern/projekte-details/news/treecop/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3df4795ba2d42549ecf67bbcd5f10587): Freiwillige, die Baumpatenschaften übernommen haben, informiert die Stadt Essen darüber, wieviele Gießkannen Wasser bspw. morgen Nachmittag von welchem Baum benötigt werden. – Vaeßen erläuterte die (u.a. gesundheitswirtschaftlichen) Ambitionen einer mittelgroßen, technikaffinen Region im Grenzgebietslage (https://regionaachen.de/gesundheit/gesundheitsregion-aachen/). – In der Diskussion wurden diese Beiträge (auch) als Ausdruck gelingender Kooperation gewürdigt.

Forum 2 – Strategien für Allianzen zwischen Architektur, Urban Public Health und Umwelt / Forum 2.1 – Maßstabsebene Stadt und Region. Impulsgebende: (i) Uli Paetzel, Vorstand Emschergenossenschaft und Lippeverband, Essen; (ii) Stefan Kuczera, Regionalverband Ruhr, Essen; (iii) Thomas Claßen, Landeszentrum Gesundheit (LZG.NRW), Bochum, (iv) Elke Breidenbach, Region Aachen Zweckverband und Gesundheitsregion Aachen, Aachen

Notizen zu Forum 2.1: In der Diskussion wurde die Wirkmächtigkeit von Planung („Verteilung von Lebenschancen“) unterstrichen. – Im LZG.NRW bietet ein Spektrum von Informationswerkzeugen für Förderung von StadtGesundheit an, darunter Fachplan Gesundheit, Leitfaden Gesunde Stadt und Stadtraummonitor. Erfahrungen werden gesammelt und aufbereitet (www.lzg.nrw.de/versorgung/ges_plan/index.html). – In Deutschland habe man verlernt, über die soziale Spaltung zu sprechen. – Die Rolle der Zivilgesellschaft als Akteur werde immer noch unterschätzt.

Zusammenfassung der Ergebnisse.

Notizen zur Zusammenfassung und zur Gesamttagung:

  • Wie außerordentlich facettenreich das Thema Nachhaltige StadtGesundheit ist, haben zurückliegende Konferenzen „Stadt der Zukunft“ bereits aufgezeigt. Nun wurde durch die Fokussierung auf Architektur und Bauen die dem Thema innewohnende Komplexität erneut belegt und das Themenspektrum der Konferenzserie um einen wesentlichen Bereich erweitert. Auf diese Weise wurden zahlreiche konkrete Gestaltungsaspekte von Objekt, Quartier, Stadt und Region in ihren Bezügen zu Gesundheit und Nachhaltigkeit ins Bewusstsein gebracht.
  • Auch der Spezialaspekt der urbanen Klangwelten kam u.a. durch die Akustikspaziergänge intensiv ins Bewusstsein; hier könnte eine sinnvolle Ergänzung zum Thema urbaner Lärmbelastungen angelegt sein.
  • Die engagierte Beteiligung auch hochrangiger Akteure aus unterschiedlichsten Sektoren und wissenschaftlichen Disziplinen belegt, dass aktuell eine hohe „transdisziplinäre“ Gesprächsbereitschaft zu diesem Thema besteht, die bspw. auf lokaler Ebene von Katasteramt bis Kunstmuseum reicht und auch einen Oberbürgermeister als Diskutanten einschließen kann.
  • Ein Fundus gemeinsamer Sprache und gemeinsamer Bilder ist vorhanden; dazu eine gemeinsame Überzeugung „Wandel ist nötig – und möglich“. All dieses sollte ausgebaut werden.
  • Neben weiteren Analysen (gerne auch mit einem modernisierten Werkzeugkasten) ist vor allem die Umsetzung vorhandenen Wissens gefragt, insbesondere solcher Ansätze, die gesundheitliche, ökologische und soziale Ziele miteinander verbinden – bspw. sensibel gestaltete und genutzte urbane Grün-/Blau-/Freiflächen.
  • Hilfreich ist zum einen ein verstärkter Austausch über bestehende Modelle guter Praxis (u.a. zur intersektoralen Zusammenarbeit), wie sie auch auf dieser Konferenz zur Sprache kamen.
  • Weiterreichende strukturelle Veränderungen – von Gesundheitskiosken bis zur Fortschreibung gesetzlicher Rahmenbedingungen – sind ebenfalls gefragt.
  • Bauliche Experimente / Reallabore und Demonstrationsprojekte bis hin zu Bauausstellungen (welche die Lebenszyklen von Gebäuden in den Blick nehmen sollten) machen uns klüger und tragen zur Vermittlung bei.
  • Nachhaltige StadtGesundheit ist auch ein Thema der Zivilgesellschaft; auch hier besteht – bei sporadisch vorliegenden Erfahrungen – ein umfangreicher Entwicklungsbedarf.

20 Oct 2022, HH-Radrunde, Teil 03: Henstedt-Ulzburg bis Tornesch, inkl. Himmelmoor (Kreise Segeberg und Pinneberg)

20.10.2022, Hamburger Radrunde, Teilstrecke 03: Henstedt-Ulzburg bis Tornesch, inkl. Himmelmoor (Kreise Segeberg und Pinneberg)

Hamburger Radrunde, siehe https://rfehr.eu/2022/08/25/25-aug-2022-hamburger-radrunde-01/. Dazu: Die BVA-Radwanderkarte „Radwandern auf der Hamburger Radrunde“ (1:75.000) wurde von BVA Bielefelder Verlag GmbH & Co. KG (Bielefeld) in Zusammenarbeit mit Verein Naherholung im Umland Hamburg e.V. (Bad Segeberg) herausgegeben; im Karten-Begleittext heißt es: “… Die Hamburger Radrunde umschließt die traditionellen Naherholungsgebiete der Hansestadt mit einem insgesamt 220 Kilometer langen Rundkurs. Das Besondere: Zubringerrouten aus dem Stadtgebiet sind mit dem Schnell- und Regionalbahnnetz verknüpft … Die Hamburger Radrunde ist im Umland durchgängig beschildert … Die Radwegweiser werden im Laufe des Jahres 2010 mit einem Zusatzschild ausgerüstet …“ – Auf der Kartenrückseite werden 40 ausgewählte Orte durch Text und Bild kurz vorgestellt.


Heutige Radeltour: Von Henstedt-Ulzburg nach Westen

Hinfahrt zum Bhf. Eidelstedt; per AKN-Eisenbahn nach Henstedt-Ulzburg; nach Westen via Langeln zum Himmeltour; Extrarunde um das Himmelmoor (im Gegen-Uhrzeigersinn); weiter via Ellerhoop, dort Arboretum nur zur Einkehr genutzt; nach Tornesch; per Regionalbahn RB71 von Tornesch nach Altona; Rückfahrt vom Bhf. Altona. (ca. 25 km auf der Radrunde; Tagesstrecke ca.57 km)

  • Henstedt-Ulzburg, Gemeinde im Kreis Segeberg;siehe 25.8.2022, https://rfehr.eu/2022/08/25/25-aug-2022-hamburger-radrunde-01/
  • Kreis Segeberg, https://de.wikipedia.org/wiki/Kreis_Segeberg: … gehört zur Metropolregion Hamburg. Kreisstadt ist Bad Segeberg … Der Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkt des Kreises liegt im Südwesten auf der Siedlungsachse Norderstedt – Henstedt-Ulzburg – Kaltenkirchen … größte wissenschaftliche Einrichtung… ist das international anerkannte Forschungszentrum Borstel … https://de.wikipedia.org/wiki/Forschungszentrum_Borstel: … eine Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft, die sich der interdisziplinären biomedizinischen Forschung auf dem Gebiet der Pneumologie … verschrieben hat … Untersuchungen zu Fragen der Infektion, der Allergie und des Asthma sowie der chronischen Entzündungen der Lunge … 1947 als Tuberkulose-Forschungsinstitut Borstel gegründet …
  • Langeln, https://de.wikipedia.org/wiki/Langeln_(Holstein): im Nordosten des Kreises Pinneberg … auf der sandigen Geest … das Gebiet des heutigen Langeln schon vor der Zeitenwende besiedelt … zahlreiche Hügelgräber, die die ihren Ursprung in der Bronzezeit haben (Gräberfeld von Langeln) …
  • Kreis Pinneberg, https://de.wikipedia.org/wiki/Kreis_Pinneberg: … der flächenkleinste und zugleich bevölkerungsreichste Kreis des Landes Schleswig-Holstein … gehört zur Metropolregion Hamburg. Die Kreisverwaltung hat ihren Amtssitz in Elmshorn, offizielle Kreisstadt ist die Stadt Pinneberg … Der Kreis gilt als eines der größten geschlossenen Baumschulgebiete der Welt … Zum Kreis … gehören auch die Elbinsel Bishorster Sand, der größte Teil von Pagensand sowie … die Nordseeinsel Helgoland … Landschaftsschutzgebiet Holmer Sandberge … Haseldorfer Marsch … Seestermüher Marsch … Besonders im östlichen Kreisgebiet lagen ausgedehnte Moorgebiete … Himmelmoor … Das Gebiet war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt … Auch der Ochsenweg … führte von Wedel über Uetersen nach Elmshorn durch das Kreisgebiet …
  • Ochsenweg, https://de.wikipedia.org/wiki/Ochsenweg: … auch Heerweg (… niederdeutsch Ossenpadd) … ein historischer Landweg auf der Kimbrischen Halbinsel von Viborg in Dänemark nach … Vom 16. bis 18. Jahrhundert verlief über seine Trassen die Ochsendrift, ein bedeutender Viehtrieb … viele größere Städte Schleswig-Holsteins entlang des Weges, so Flensburg, Schleswig … Wikingersiedlung Haithabu … Rendsburg … Ziel des Ochsenweges … Ochsenmarkt in Wedel … Am Eintritt des Ochsenweges in Hamburger Gebiet befand sich der Ochsenzoll … Die Ursprünge des Ochsenweges liegen wahrscheinlich in der Bronzezeit … – Hierzu Infotafel in Heede an der Straße Rieloh: „Die erste schriftliche Erwähnung … stammt aus der Zeit um 1070 … In der Zeit von 1350 bis 1860 werden jährlich in wenigen Wochen bis zu 52.000 Ochsen zu den Märkten im Süden … getrieben … Geschichte dieses faszinierenden Weges, der kulturgeschichtlichen Wirbelsäule Nordeuropas …
  • Bilsbek, https://de.wikipedia.org/wiki/Bilsbek: ein rechter Bach der Pinnau … entspringt im Himmelmoor … Die Bilsbek-Niederung stellt einen wichtigen Naturraum dar, obwohl die Bilsbek in früheren Jahren in Teilbereichen reguliert wurde … noch Feuchtwiesen und Überschwemmungsgebiete … Hierzu Infotafel: Stiftungsland Bilsbekniederung … Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein … Seit 1994 kauft die Stiftung … Flächen und sichert durch eine extensive Grünlandnutzung die Kulturlandschaft mit ihrer besonderen Vielfalt …
  • Himmelmoor, https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelmoor: … in Quickborn und angrenzenden Gemeinden im Kreis Pinneberg … war … das größte Hochmoor Schleswig-Holsteins … Bis 2018 wurde … noch Torf abgebaut … schrittweise Renaturierung …
  • Ellerhoop, https://de.wikipedia.org/wiki/Ellerhoop: … Gemeinde im Kreis Pinneberg … im Bereich der naturräumlichen Haupteinheit Hamburger Ring an der Bilsbek … Überregional bekannt ist das Arboretum Ellerhoop-Thiensen …
  • Tornesch, https://de.wikipedia.org/wiki/Tornesch:Stadt im Kreis Pinneberg … am Rande der Marschgebiete auf der in die Marsch hineinragenden Geest …

Weitere Teilstrecken der Hamburger Radrunde:

6 Oct 2022, München: Isar-Renaturierung (Isar-Plan 2000-2011)

6.10.2022, München: Isar-Renaturierung (Isar-Plan 2000-2011)

https://de.wikipedia.org/wiki/Isar-Plan: … ein abgeschlossenes Projekt zur Renaturierung der Isar in München. Von 2000 bis 2011 wurde die Flusslandschaft … in dem acht Kilometer langen Abschnitt … zwischen Großhesseloher Brücke und Deutschem Museum … mit großem Aufwand naturnah gestaltet … Anfang des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, die Ufer zu befestigen … Wehre, Ufermauern und ein eingeengtes Flussbett sollten die Gefahr eines Hochwassers für die angrenzenden Stadtteile eindämmen … Erste Pläne, die Isar im Stadtgebiet … zu renaturieren, entstanden im Zuge der Umweltbewegung in den 1980er Jahren … 1995 riefen die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern die Arbeitsgruppe Isar-Plan ins Leben …

Im Rahmen der Renaturierung wurde das Flussbett erweitert … Die steinernen Ufer sind flachen, teilweise terrassenförmigen, begehbaren Ufern gewichen. Unter der Wasserlinie baute man Störsteine und Steingruppen ein … verbesserte den Lebensraum von Fauna und Flora … Die Badegewässerqualität der Isar im Einzugsbereich von München ist einmalig in ganz Europa … Die drei Projektziele Hochwasserschutz, Renaturierung und Freizeitnutzung waren nicht immer ohne Probleme zu vereinbaren …