18 Aug 2019, ♣ Augsburg: Fuggerei

18.8.19 Augsburg: Fuggerei

Faltblatt der Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen, Die Fuggerei – Die älteste Sozialsiedlung der Welt: Die Fuggerei stiftete Jakob Fugger der Reiche 1521 als Wohnsiedlung für bedürftige Bürger Augsburgs. Die Jahres(kalt)miete beträgt … aktuell 0.88 Euro … sowie täglich drei Gebete für den Stifter und die Familie Fugger. In den 140 Wohnungen der 67 Häuser wohnen derzeit 150 Menschen …

Siehe auch: www.fugger.de/fuggerei.html; https://de.wikipedia.org/wiki/Fuggerei

15-18 Aug 2019, Via Claudia Augusta, mit Mithräum (Königsbrunn) und Campodunum (Kempten)

15.-18.8.19 Römerstraße Via Claudia Augusta, mit Mithräum (Königsbrunn) und Campodunum (Kempten)

Forggensee (NO von Füssen): bei niedrigem Wasserstand ist die Trasse der Via Claudia Augusta gut sichtbar.

Römerstadt Augsburg (Faltblatt „Römerstadt Augsburg – Römerfunde und Römerstraßen“):

  • Augusta Vindelicum – die glanzvolle Provinzhauptstadt des römischen Raetien … ist Augsburg nach Trier und Kempten älteste Stadt Deutschlands
  • Ausstellung zur Antike: „Römerlager- Das römische Augsburg in Kisten“ … [gegenwärtig, während der Sanierung des Römischen Museums, ausgestellt in der Toskanischen Säulenhalle im Zeughaus]
  • Römische Götter in der Renaissancestadt – die drei Augsburger Monumentalbrunnen
  • An der Römerstraße in Königsbrunn: das bayernweit einzigartige Mithraeum … durch eine Überbauung geschützt

Kempten: Archäologischer Park Cambodunum (APC): auf dem östlichen Hochufer der Iller, unter Kaiser Augustus um die Zeitenwende gegründet. APC umfasst: den gallo-römischen Tempelbezirk, die „Kleinen Thermen“, das Areal von Forum und Basilika. Dazu Schaugrabung zur Siedlungsgeschichte eines Häuserblocks von Cambodunum.

  • Weber G, Kata B (1996): Cambodunum geht baden. Ein Begleitheft zum 2. Abschnitt des Archäologischen Parks Cambodunum – APC, den Kleinen Thermen. Stadt Kempten, Kulturamt – Stadtarchäologie; Abschnitte: Thermae et balnea … Cambodunum geht baden … Das „Thermenhaus“: Taverne, Bad und Tempelbezirk … Die „Großen Thermen“: Das städtische Bad für jedermann … Die „Kleinen Thermen“: Vom Privatbad des Statthalterpalastes zum Gästebad … Alte und neue Fragen zum Thema Thermen … Ruhestörung …

Weitere Quellen:

  • Faltblatt “Via Claudia Augusta – 4 Karten über die Jahrtausende”, Abschnitt Altenstadt bis Heiterwanger See/Plansee“ (inkl. Forggensee, Füssen)
  • Faltblatt “Via Claudia Augusta – 4 Karten über die Jahrtausende”, Abschnitt Augsburg bis Obermeitingen“ (inkl. Königsbrunn, Graben)

Siehe auch:


Die Via Claudia Augusta berührt oder durchquert u.a. Verona – Trento – Bozen – Meran – Füssen – Forggensee – Schongau – Landsberg – Graben – Königsbrunn – Augsburg – Donauwörth.

14 Aug 2019, Füssen mit Totentanz

14.8.19 Füssen mit Totentanz

Füssen, im sogen. Königswinkel: Ursprünge der Siedlungsgeschichte in der Römerzeit, als die Via Claudia Augusta nach Augsburg gebaut wurde. Der St.Gallener Wandermönch Magnus wurde im 8. Jh. hierher entsandt; Mitte des 9. Jh.s das Benediktinerkloster St.Mang gegründet. – Magnus (gest. um 750) gilt als Schutzpatron gegen Ungeziefer. – Hohes Schloss: mit seinen farbigen Illusionsmalereien gilt es als eine der bedeutendsten spätgotischen Schlossanlagen in Deutschland (mult. Quellen). Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCssen

„… Benediktinerklosterkirche St. Mang …als romanischer Bau 1143 geweiht … Aus ihr wurde durch Johann Jakob Herkomer … ein Barock-Bau, in dem der Architekt selbst als Stukkateur und Freskenmaler tätig war …“ (p.243) – Gerhard Eckert (1980/1983): Oberbayern. Kultur, Geschichte, Landschaft zwischen Donau und Alpen, Lech und Salzach. DuMont Kunst-Reiseführer, DuMont Buchverlag, Köln (4. Aufl.)


Im Süd- und Westflügel des Barockklosters St.Mang: Museum der Stadt Füssen.

Lechhalde 3, 87629 Füssen. Enthält u.a. folgende Bereiche:

  • Kaisersaal
  • Füssener Lauten- und Geigenmacher
  • Seilerwarenfabrik
  • Füssener Totentanz (Jakob Hiebeler, 1602). Museums-Info (2018): Unter dem Motto „Sagt Ja Sagt Nein, Getanzt Muess sein“ folgen … zwanzig Stände … dem Tod … Das Motiv des Tanzes drückt die Ambivalenz zwischen Lebenslust und Todesangst aus und beschreibt die Gratwanderung des Lebens … Der Füssener Totentanz stellt den ältesten erhaltenen Totentanz in Bayern dar … – Teiltafel “Der Arzt”: Gleich drei Skelette holen ihn ab – vielleicht wegen seiner lebensrettenden Heilkunst (Erläuterungstext).

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCssener_Totentanz

14 Aug 2019, Wieskirche

14.8.19 Wieskirche

„1730 stellten zwei Mönche des Prämonstratenserklosters Steingaden für die Karfreitagsprozession aus Holzteilen einen „Gegeißelten Heiland“ her … wirkte so realistisch, dass man das Bildnis seit 1734 lieber auf dem Dachboden … stehen ließ. Hier entdeckte es die Bäuerin Maria Lory … Als … 1738 das Gesicht des gegeißelten Tränen zeigte, war das Wunder geschehen, das die Wallfahrt einleitete … baute man zunächst eine kleine Kapelle, dann ein Langhaus aus Holz … große Wallfahrtskirche … Deckenfresko … der Himmel selbst ist in die Kirche gekommen … vier Kirchenväter im Schiff… spielt … keine Rolle für die Wirkung der Kirche, dass ihr äußerer Anlass – das Gnadenbild des Gegeißelten Heilands – jede künstlerische Aussage vermissen lässt“ (pp.277-280).

  • Gerhard Eckert (1980/1983): Oberbayern. Kultur, Geschichte, Landschaft zwischen Donau und Alpen, Lech und Salzach. DuMont Kunst-Reiseführer, DuMont Buchverlag, Köln (4. Aufl.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Wieskirche:

  • Vollständiger Name: Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies
  • Gnadenbild: Gegeißelter Heiland auf der Wies
  • Die vier Gestalten der großen Theologen des Abendlandes (Hieronymus, Ambrosius, Augustinus und Gregor der Große) sind das … Alterswerk des Tiroler Bildhauers Anton Sturm.

www.steingaden.de/Wieskirche-UNESCO-Weltkultur.16014.0.html: Die Wieskirche bei Steingaden ist eine der berühmtesten Rokokokirchen der Welt. Seit 1983 … UNESCO-Welterbestätte.

UNESCO (2015): Welterbe Deutschland. Welterbe Nr.76, Juni 2015 (Sonderausgabe), p.59: Wallfahrtskirche „Die Wies“ (1983) … Die Harmonie zwischen Kunst und Landschaft ist eine einzigartige Besonderheit. Alle verwendeten Kunstformen und Techniken – Architektur, Bildhauerei, Malerei, Stuckarbeiten, Schnitzereien, Schmiedearbeiten – wurden vom Architekten zu einem perfekten Ganzen verschmolzen, um eine diaphane räumliche Struktur aus Licht und Form zu erschaffen. Die … Innendekoration ist in ihrer Fülle und Feinheit unerreicht … Die vergoldeten Stuckgirlanden und das komplizierte Trompe-l’oeil-Fresko an der Kuppeldecke sind Meisterwerke menschlicher Kreativität …

8 Aug 2019, ♣ Römerpark Ruffenhofen, mit Limeseum

8.8.19, Römerpark Ruffenhofen, mit Limeseum

Ruffenhofen: ein Ortsteil des Marktes Weiltingen im Landkreis Ansbachin Mittelfranken; nahe dem Hesselberg.

Römerpark, archäologischer Park als Verbindung von Kulturwissenschaft und Ökologie:

  • Ehemaliges Reiterkastell, mit Vegetation visualisiert: Hainbuchenhecke mit Bussardstangen veranschaulicht die Lage der Kastellmauer 1:1; die Bussardstangen deuten die Mauerhöhe an
  • Mini-Kastell 1:10, mit Lazarett
  • Vicus (Lagerdorf)
  • Augsburger Siegesaltar (Steinabguss): 1992 in Augsburg gefunden; der Siegesgöttin Victoria geweiht (dargestellt rechts über einem Germanen; links der römische Kriegsgott Mars). Inschrift: In h(onorem) d(omus) d(ivinae) Deae sanctae Victoriae … / Zu Ehren des göttlichen Kaiserhauses der geheiligten Göttin Victoria … – Für das Original: siehe 15.-18.8.19 Römerstraße Via Claudia Augusta [Link]
  • Brunnen, visualisiert durch Himbeerpflanzung (Rubus idaeus); Römische Autoren schätzten die Himbeere als Heilpflanze … (Infotafel).

Museum „Limeseum

Vier Themeninseln:

  • „Typisch Rom!“ Um 100 n.Chr. halten die Römer Einzug in das Gebiet rund um den Hesselberg
  • „Antike Topographie rund um den Hesselberg“
  • „Eine Grenze für Rom“ – Der Raetische Limes wurde schrittweise ausgebaut … vgl. Dendrochronologie
  • „Soldaten für Rom“: Am Limes verrichteten Hilfstruppen in Kastellen mit durchschnittlich 500 Mann ihren Dienst …

Analoges Modell von Kastell und Vicus, 1:200

Methodik: Lesefunde, Luftbildarchäologie, Laser/LiDAR (Light Detection and Ranging), Geomagnetik, Geoelektrik, Ausgrabungen.

Lit.: M. Pausch (Hg.) (2013): Limeseum Rufenhofen. An den Grenzen des Römischen Reiches. Museumsführer. Schriften aus dem Limeseum Ruffenhofen, Bd. 1. Verlag Oliver Heinl, Rednitzhembach

Siehe auch: https://roemerpark-ruffenhofen.de; www.limeseum.de; https://de.wikipedia.org/wiki/Kastell_Ruffenhofen


Zusatz: „Römer. Macht. Umwelt. Landschaftsveränderung rund um eine Limessiedlung.“

Pausch, C. Brutscher (Hg.) (2019): Römer. Macht. Umwelt. Landschaftsveränderung rund um eine Limessiedlung. Schriften aus dem Limeseum Ruffenhofen, Bd. 3. Nünnerich-Asmus Verlag & Media, Oppenheim am Rhein

Inhaltsauswahl:

  • Landschaft und Umwelt(verhalten) in der Römerzeit; (p.6); hierzu Plinius, Seneca
  • Müllentsorgung am Limes (p.22)
  • Tierwelt im Römischen Reich und am raetischen Limes (p.30), inkl. Archäozoologie
  • Von Feigen und Walnüssen – Veränderung von Landwirtschaft und Speiseplan zur Römerzeit (p. 42), inkl. Archäobotanik; „…der Ausbau der Gartenkultur … eng mit der römischen Okkupation verknüpft … Apfel, Birne, Süß- und Sauerkirsche, Pflaume, Zwetschge, Pfirsich und Weinrebe … erst durch die römische Landwirtschaft in den Provinzen kultiviert (p.46); Geomagnetische Prospektion (p.52)