2 Apr 2020, Φ Sustainable Urban Health at the Patriotic Society Hamburg: Web entry

2.4.2020, Nachhaltige StadtGesundheit bei der Patriotischen Gesellschaft von 1765: jetzt mit Web-Eintrag und Downloads / Sustainable Urban Health at the Patriotic Society Hamburg: now featuring a web entry and download files

Die im März 2019 gestartete Themengruppe „Nachhaltige StadtGesundheit“ der Patriotischen Gesellschaft von 1765 trifft sich – außer in Corona-Zeiten – regelmäßig am 1. Montag im Monat / The thematic group „Sustainable Urban Health“ of the Patriotic Society Hamburg started working in March 2019 and holds monthly meetings on each first Monday – excepting Corona times.

Auf der Webseite der Patriotischen Gesellschaft ist für die Themengruppe eine Unterseite eingerichtet / The Patriotic Society’s website features an entry describing the thematic group (www.patriotische-gesellschaft.de/de/ueber-uns/arbeitskreise-und-projektgruppen/themengruppe-nachhaltige-stadtgesundheit.html, in German):

  • Kurzbeschreibung / Brief description of the group
  • Eckpunkte / Key points
  • Posterserie: Stadtverkehr, Gesundheit, Nachhaltigkeit / Poster series: Urban transport, health, sustainability
  • Arbeitsbericht / Work report 2019
  • Tandem-Veranstaltung Okt. 2020 / Tandem event Oct. 2020.

Kontakt auch über / Contact options include: gesundheit@patriotische.gesellschaft.de.


Vgl. / Cf.:

31 Mar 2020, Φ Projekt Brückenbau: Coronavirus / ‘Building bridges’ project: Corona virus

31.3.2020, Projekt Brückenbau: Web-Eintrag zu Coronavirus / ‘Building bridges’ project: Web entry concerning the Corona virus

2020_03_31 StadtG & Corona screenshotDie Webseite des Projektes Brückenbau (www.stadt-und-gesundheit.de) wurde um folgenden Eintrag ergänzt: „StadtGesundheit und Corona – Infolinks und erste Einordnung“ / The website of the project ‚Building bridges‘ now includes the following entry (in German): “Urban Health and the Corona virus – Infolinks and preliminary conceptual response”.

Dort zu finden / It includes:

  • Auswahl von Webseiten vertrauenswürdiger Institutionen mit Informationen zur Epidemiologie, Hygiene und Risikobewertung sowie Handlungsempfehlungen / Selection of Websites provided by trustworthy institutions, providing information on epidemiology, hygiene, risk assessment and recommendations
  • Gesundheitsperspektiven“ / Health perspectives: zum Verständnis der Corona-Pandemie ist ein Spektrum unterschiedlicher Perspektiven nötig; die human-ökologische Perspektive kann eine integrative Rolle spielen / Understanding the Corona pandemic requires a range of diverse perspectives; the human ecology perspective can play an integrative role
  • Health in all Policies“: Die aktuelle COVID-19-Pandemie belegt mit aller Deutlichkeit, wie die Verflechtungen aller Politikbereiche mit Gesundheit in beiden Richtungen wirken und wie außerordentlich weitreichend diese Wechselwirkungen sein können / The current COVID-19 pandemic illustrates in a dramatic way how health is intertwined with all policy sectors, in both directions, and how sweeping the interactions can be
  • Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung“ / Health protection and Health promotion: Gesundheitsschutz ist kein antiquiertes Konzept; neue Formen der Verbindung zwischen Gesundheitsschutz und -förderung werden gefragt sein / Health protection is not at all out of date; we need to find new ways of integrating health protection and health promotion.

Der genannte Eintrag beruht in Teilen auf dem hiesigen Post vom 11.3.20 / The entry described above is partially based on a draft posted here on 11 Mar 2020.

12 Mar 2020, Φ Greening the European Public Health (EPH) conferences. Report for the EUPHA Green Club

12.3.20 Greening the European Public Health (EPH) conferences. Report for the European Public Health Organization (EUPHA)’s Green Club

This report (dated 24 Jan 2020) documents recent developments and summarizes current discussions: Greening EPH confs report 2020_01_24.

From the content:

  • The impacts on health and environment which emerge from scientific conferences receive increasing attention … For EUPHA, such conferences are an essential element for pursuing its goals, providing crucial opportunities for scientific exchange and debate. During the last few years, EUPHA has strived to “green” the European Public Health conferences, especially to minimize negative impacts. This paper aims to document main lines of activities since 2016, identify current challenges, and sketch potential solutions (p. 2).
  • What measures are apt for EUPHA to undertake? Certainly, the extraordinary scale of the problem needs to be acknowledged … Minimizing the footprint from conferences (and other activities) should be include into a new EUPHA strategy and workplan. EUPHAnxt, EUPHAS “next generation network”, should obviously be a protagonist. It is reasonable to continue monitoring conference practices, exchanging experiences and learning from each other … Climate compensation should be integrated into the conference registration process. However, upscaling and involving EUPHA executive bodies will be needed. A decision on when and where exploring simultaneous multicentric hybrid conferencing will have to be made; … regional hubs could be located all over Europe, based on 1-day train ride distances. A better European train system can become an issue for Public Health advocacy … Beyond the conferences, we need to bring Public Health and sustainability issues more closely together, in both theory and practice, and start working on personal CO2 budgets … This is unfinished business, bound to require attention and energy also from Public Health professionals for years to come (pp. 11-12).

Concerning this report, the comprehensive cooperation with the EUPHA executive director, the EUPHA Green Club president and the HIA Section president is gratefully acknowledged. The responsibility, however, for opinions expressed, errors and omissions lies with RF.


Cf.:

11 Mar 2020, Φ Coronavirus (II) und StadtGesundheit

11.3.2020 Coronavirus COVID-19 (Post II) und StadtGesundheit

Durch das Coronavirus COVID-19 beherrscht „Gesundheit“ gegenwärtig die Schlagzeilen der Medien; siehe bspw. Conradi M (SZ, 10.3.2020): „Land im Ausnahmezustand. Erste Tote in Deutschland, Kurssturz an den Börsen, Fußballspiele ohne Fans im Stadion und geschlossene Schulen. Wie das Coronavirus das Leben verändert“, www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-im-ausnahmezustand-1.4837899 und Uhlman B (SZ, 11.3.2020): „Die große Leere. Veranstaltungen in Deutschland und vielen Ländern werden abgesagt. Die Angst vor der Ausbreitung des Coronavirus lähmt das öffentliche Leben auf der ganzen Welt“.

Die aktuelle Popularität des Themas „Gesundheit“ gründet sich auf eine Epidemie mit rasch wachsenden Zahlen von Erkrankungs- und Todesfällen in zahlreichen Ländern der Erde. Sie ist mit Leiden, Einschränkungen und Verunsicherungen verbunden. Das volle Ausmaß der Folgewirkungen der Epidemie dürfte sich erst nach und nach abschätzen lassen.

Unabhängig davon illustrieren die letzten Wochen in dramatischer Weise, wie „Gesundheit“ in kürzester Zeit zu einem beherrschen Thema für Individuum, Gesellschaft und unterschiedlichste Lebensbereiche werden kann. Hier folgt eine provisorische Einordnung aus Sicht von StadtGesundheit, anknüpfend an die zwei ersten Bände unserer Edition „Nachhaltige Gesundheit in Stadt und Region“.

Schon jetzt ist erkennbar, dass diese COVID-19 Epidemie das ganze Spektrum unterschiedlicher Gesundheitsperspektiven (vgl. Editionsband 1, p.60ff): zum Tragen bringt:

  • biomedizinisch: hier stehen im Mittelpunkt Virologie, Hygiene, Diagnostik, Bemühen um Immunisierung und Therapie, Rolle von Alter und Co-Morbidität.
  • gesundheitssoziologisch: Auswirkungen der Epidemie betreffen diverse soziale und gesellschaftliche Einrichtungen, alle Lebenswelten, unterschiedlichste Zusammenkünfte und Unternehmungen; (amtliche) Empfehlungen werden ausgesprochen; Alternativen zur Präsenz am Arbeitsplatz werden in großem Umfang erprobt.
  • gesundheitspsychologisch: die Epidemie verursacht Sorgen und Ängste – um eigene Gesundheit, um Familienangehörige und befreundete Personen; sie beeinflusst u.a. das persönliche (Hygiene-) Verhalten, Ortsbewegung/Reiseverhalten, Bevorratung; zu mehreren dieser Aspekte liegen ebenfalls (amtliche) Empfehlungen vor.
  • gesundheitsökonomisch: Diagnose-/Behandlungs-/Versorgungkosten lassen sich noch nicht abschätzen; die wirtschaftlichen Folgewirkungen, u.a. durch Produktionsausfälle, werden bedeutend sein.
  • human-ökologisch: diese integrierende Gesundheitsperspektive versucht, dem komplexen und fragilen Verhältnis zwischen Mensch, Gesundheit und Umwelt gerecht zu werden. Ausdrücklich geht es bei diesem Ansatz auch um „die vielfältigen Folgewirkungen von Gesundheit und Krankheit auf den einzelnen Menschen, seine Umwelt und die Gesellschaft“ (pp.66-67).

Dieser humanökologische Blick auf Gesundheit und Krankheit, der ja auch der bekannten Ottawa-Charta von 1986 zugrunde liegt, liefert die Grundlage für (Nachhaltige) StadtGesundheit. Er dürfte auch helfen, die verschiedenen Dimensionen der COVID-19 Epidemie und die Wucht ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft zu verstehen.

Stadtsektoren, Gesundheit und Nachhaltigkeit

Konstituierende Elemente von Nachhaltiger StadtGesundheit sind Blickfelderweiterung und Brückenbau. Unter der Überschrift Blickfelderweiterung liegt besonderes Augenmerk auf den Stadtsektoren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwendet in diesem Sinne das Konzept „Gesundheit in allen Politikbereichen“ („Health in all Policies“). Dieses wird oftmals allein auf die förderlichen oder hemmenden Einfl üsse bezogen, die die unterschiedlichen Politikbereiche auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Was hier fehlt sind die Auswirkungen von (eingeschränkter) Gesundheit für Bereiche wie Bildung, Arbeit und Mobilität. Die Verflechtung von Gesundheit mit allen Politikbereichen gilt real in beiden Richtungen: auf Gesundheit und von Gesundheit (Fehr & Hornberg 2017). Die Stadtsektoren mit ihren unterschiedlichen „Policies“ üben einerseits vielfältige Einflüsse auf Gesundheit aus und bekommen gleichzeitig die Auswirkungen gesundheitlicher Einschränkungen zu spüren.

Bd01_p139Im Editionsband 1 ist in der umfangreichen Tabelle 6.1 (pp.139-141) exemplarisch angesprochen, wie sich Gesundheit (und ihr Fehlen) auf Stadtsektoren auswirken kann. Hier ist die Vielfalt der Bezüge zu den 18 dargestellten Sektoren deutlich erkennbar. Die aktuelle COVID-19 Epidemie macht klar, wie außerordentlich weitreichend diese Auswirkungen sein können, u.a. für die (dargestellten) Stadtsektoren Arbeitswelt, (Stadt-)Ökonomie, Bildung und Erziehung, Freizeit, Justiz, Kommunikation, Soziales, Sport, Verbraucherschutz und Verkehr.

Im Editionsband 2 kommen u.a. Öffentlicher Gesundheitheitsdienst (Kap. 3.4), Hafen- und Flughafenärztlicher Dienst (in Kap. 3.5) und Präventive Infekt(i)ologie (Kap. 6.7) zur Sprache. Das Gesundheitsamt „setzt … Bundesgesetze wie das Infektionsschutzgesetz um und stellt bei infektiösen Lagen … nicht nur den ersten Ansprechpartner dar, sondern trägt auch zur Krisenbewältigung bei … Der Bereich des Infektionsschutzes stellt einen elementaren Bestandteil im Aufgabenspektrum eines Gesundheitsamtes dar” (p.137). Im hafen- und flughafenärztliche Dienst ist es „notwendig, … neue Infektionserreger wie SARS … zu erkennen“ (p.147). „Infektionskrankheiten sind wegen ihrer Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch (oder auch von Tier zu Mensch) traditionell besonders gefürchtet, tragen auch in Europa weiterhin zur Krankheitslast bei und dürften diese Rolle ungeachtet gewisser Verschiebungen in absehbarer Zukunft nicht verlieren“ (p.315).

Vorläufiges Fazit:

  • Infektionskrankheiten bleiben ein ernstzunehmendes Thema für die Menschheit; von einer vollständigen Verdrängung durch chronische Krankheiten kann (auch z.B. in Mitteleuropa) nicht die Rede sein. Programme der Prävention, Gesundheitsförderung und -bildung sowie StadtGesundheit benötigen auch infektionsprophylaktische Elemente.
  • Eine Epidemie wie diese COVID-19 bezogene kann für das Versorgungssystem zur bedeutenden Herausforderung werden, u.a. durch Erkrankung (oder auch nur Quarantäne) von medizinischem und Pflegepersonal sowie durch Schließung von Kindergärten und Schulen mit Folgewirkungen auch für kritisch benötigtes Personal.
  • Eine integrierende, human-ökologische Gesundheitsperspektive, wie sie der Konzeption von StadtGesundheit zugrunde liegt, kann helfen, die vielfältigen gesellschaftlichen Auswirkungen der CORVID-19 Epidemie zu verstehen. Gleichzeitig gibt diese Epidemie Anlass zum „Nacharbeiten“, bspw. zur weiteren Verdeutlichung der Auswirkungen von fehlender bzw. gefährdeter Gesundheit auf die Gesellschaft.

Lit.

  • Fehr, R., Hornberg, C. (2017): Brückenbau für Nachhaltige StadtGesundheit. „Stadtpunkte-Thema“ der Hamburger Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsförderung (HAG): „Gesundheitsförderung und Prävention in der Kommune“, Ausgabe 02, Nov. 2017, pp.3-5, hag-gesundheit.de/uploads/docs/1687.pdf
  • Fehr R, Hornberg C (Hrsg.) (2018): Stadt der Zukunft – Gesund und nachhaltig. Brückenbau zwischen Disziplinen und Sektoren. Edition Nachhaltige Gesundheit in Stadt und Region, Band 1. Oekom Verlag, München, ISBN 978-3-96238-074-8, oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/nachhaltige-stadtgesundheit-hamburg.html, mit Kapitel 6: Nachhaltige StadtGesundheit als “Blickfelderweiterung” und “Brückenbau” (pp.131-167)
  • Fehr R, Trojan A (Hrsg.) (2018): Nachhaltige StadtGesundheit Hamburg. Bestandsaufnahme und Perspektive. Edition Nachhaltige Gesundheit in Stadt und Region, Band 2. Oekom Verlag, München, ISBN 978-3-96238-059-5, oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/nachhaltige-stadtgesundheit-hamburg.html

15 Feb 2020, Φ Probabilistic Methods in Toxicology

15 Feb 2020, Φ Probabilistic Methods in Toxicology (updated version published)

Based on predecessors (2004 in German, 2014 in English), an updated version of the book chapter was published online today:

  • Mekel O, Fehr R (2020): Probabilistic Methods in Toxicology. Chapter in: Reichl F.-X. , Schwenk M. (eds.), Regulatory Toxicology. Rev. edition. Springer-Verlag GmbH Germany, part of Springer Nature, https://doi.org/10.1007/978-3-642-36206-4_47-2. For the chapter: first online 15 Feb 2020. [12-03]

This is a revised version of: Mekel, O., Fehr, R. (2014): Probabilistic methods in toxicology. Chapter in: Reichl, F.X., Schwenk, M. (eds.): Regulatory toxicology. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, pp.253-259. Originally: Mekel, O., Fehr, R. (2004): Probabilistische Methoden. Kapitel 2.3.4 In: Reichl, F.-X., Schwenk, M. (Hrsg.): Regulatorische Toxikologie – Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Verbraucherschutz. Springer, Berlin, pp.202-209.

Chapter structure:

  • Background
  • Methods for Quantifying Variability and Uncertainty in Risk Assessmen
    • Point Estimates
    • Probabilistic Estimates
    • Sensitivity Analysis
  • Application Potential in Dose–Response Assessment
  • Software for Probabilistic Exposure and Risk Assessment
  • Cross-Reference
  • References