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The posts relate to the field of human ecology and health, e.g. urban life and urban health, in subjective selection and interpretation / Die Notizen betreffen das weite Themenfeld Humanökologie & Gesundheit wie z.B. Stadtleben und Stadtgesundheit, in subjektiver Auswahl und Interpretation.

Topics include site visits; attendance of meetings, conferences, and exhibitions; as well as a mélange of other issues / Aufgenommen sind Feldbegehungen; Teilnahmen an Arbeitstreffen und Konferenzen; Besuch von Ausstellungen; und eine bunte Mischung weiterer Themen.

Posts more closely related to Public Health are marked with “Φ in the headline / Notizen mit besonders deutlichem Bezug zu Public Health sind mit “Φ” in der Überschrift markiert.

Current coverage: Jan 2006 onwards; plus selected earlier entries 1954ff / Zeitraum: seit Jan. 2006, plus ausgewählte frühere Einträge 1954ff.

3 Aug 2020, Φ Projekt „Gesunde Orte – Therapeutische Landschaften“, mit Stellenausschreibungen der Med. Fakultät (U Bielefeld)

3.8.2020, Projekt „Gesunde Orte – Therapeutische Landschaften“, mit Stellenausschreibungen der Med. Fakultät (U Bielefeld)

In dem von der Peter Beate Heller-Stiftung geförderten Projekt „Gesunde Orte – Therapeutische Landschaften“ arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (darunter 7 Stipendiatinnen und Stipendiaten) der Universität Bielefeld, der Ruhr Universität Bochum und der Freien Universität Bozen (Südtirol) zusammen, www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/medizin/fakultaet/arbeitsgruppen/ag1-environment/ag1-forschung/index.xml.

“Das Konzept der ‘Therapeutischen Landschaften’ hebt die heilende Wirkung von Umwelten sowie Orten zur Erholung von Krankheit bzw. deren Einfluss auf die psychische oder mentale Gesundheit hervor … Die Juniorforschungsgruppe … untersucht die Lebensumwelten von psychisch erkrankten Menschen im Setting psychiatrischer Einrichtungen in Deutschland … Potenziale und Risiken von Therapieräumen im Inneren der Kliniken und begrünte Außenanlagen werden als Therapeutische Landschaften untersucht. Auch virtuelle Landschaften sind … Gegenstand der Untersuchung.”

Beteiligungen: Prof. Dr. med. Claudia Hornberg; Diplom-Biologin, Diplom-Ökologin (Projektleitung) und Dr. PH. Timothy McCall (Projektkoordinator & Leiter der Juniorforschungsgruppe), beide: Universität Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL, AG 1 Sustainable Environmental Health Sciences; PD Dr. med. Christine Norra, Ärztliche Direktorin LWL-Klinik Paderborn, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik Ruhr-Universität Bochum, Medizinische Fakultät/ LWL-Universitätsklinikum Bochum; Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Stefan Zerbe, Freie Universität Bozen, Fakultät für Naturwissenschaften und Technik; Kooperation mit Akteurinnen und Akteuren der LWL-Kliniken Paderborn und Gütersloh. Laufzeit: 1.3.2020-31.8.2023.

Aktuell sind an der Medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld drei Promotionsstipendien ausgeschrieben zu folgenden Themen:

sowie ein Postdoktorandenstipendium.

31 Jul 2020, Φ Coronavirus (XI)

31.7.20, Coronavirus (XI)

Diverse Quellen – Süddeutsche Zeitung (SZ): Titelstories – SZ sonst

Diverse Quellen inkl. Dt. Ärzteblatt

Süddeutsche Zeitung (SZ): Titelstories

  • [1.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [2.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [3.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Cassidy A (SZ, 4.7.20): In Trümmern. Die Corona-Epidemie außer Kontrolle, die Wirtschaft am Boden, die gesellschaftliche Stimmung historisch schlecht: Amerika zahlt den Preis für Trumps Präsidentschaft.
  • [6.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Stegemann J (SZ, 7.7.20): Gericht kippt Corona-Regeln. Die Einschränkungen für den Kreis Gütersloh seien unverhältnismäßig, so die Richter. Forderungen, die Maskenpflicht zu lockern, erteilt die Bundesregierung eine Absage.
  • Finke B, Meiler O (SZ, 8.7.20): Rezession in Europa starker als erwartet. In der EU könnte die Wirtschaftsleistung dieses Jahr um 8,3 Prozent sinken. Italien plant ein gewaltiges Reformpaket, um die Folgen der Pandemie abzufedern und das Land zu modernisieren.
  • Beisel KM et al (SZ, 9.7.20): Merkel mahnt Europa zur Einheit. Demokratische Prinzipien dürften auch aufgrund der Pandemie nicht ausgehebelt werden, sagt die Kanzlerin in Brüssel. Die Krise könne nur durch Zusammenhalt überwunden werden.
  • [10.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Gasser H (SZ, 11.7.2020): Auf nach Deutschland. Für die meisten Länder Europas gilt keine Reisewarnung mehr, doch die Urlaubslust der Bundesbürger hält sich in Grenzen. Viele sind unsicher, was sie am Ferienort erwartet.
  • [13.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [14.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Schneider J, Stegemann J (SZ, 15.7.20): Merkel und Söder für Ausreiseverbote. Bei lokalen Corona-Ausbrüchen könnte Bürgern untersagt werden, ihre Region zu verlassen. Ein Funke reicht, um ein großes Feuer zu entfachen“, sagt der CSU-Chef zur Begründung.
  • [16.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [17.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [18.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Finke B et al. (SZ, 20.7.20): Streit ums Geld entzweit Europa- Auch nach dreitägigen Verhandlungen können sich die Staats- und Regierungschefs der EU zunächst nicht auf einen 750-Milliarden-Fonds für den Kampf gegen die Corona-Krise einigen.
  • Finke B et al. (SZ, 21.7.20): Corona-Hilfen fallen kleiner aus. Klar ist auf dem Sondergipfel in Brüssel zunächst nur eines: Die Zuschüsse der EU zur Linderung der Krise werden viel geringer sein, als Deutschland und Frankreich das anstrebten.
  • Finke B et al. (SZ, 22.7.20): Ein Plan für Europa. Die Erwartungen an den historischen Kompromiss von Brüssel sind immens. Doch nun geht der Streit woanders weiter.
  • [23.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [24.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Deuber L et al. (SZ, 25.7.20): Am Tiefpunkt. Zwischen den USA und China gab es immer Feindschaft, Misstrauen – und gegenseitige Abhängigkeit. Aber so schlecht wie jetzt waren die Beziehungen lange nicht mehr.
  • [27.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Rossbach H et al. (SZ, 28.7.20): Spahn will Testpflicht einführen. Alle Reisenden, die aus Corona-Risikogebieten zurückkehren, sollen auf das Virus getestet werden. Die Verordnung des Gesundheitsministers tritt in der kommenden Woche in Kraft.
  • Berndt C et al. (SZ, 29.7.20): „Die Entwicklung macht große Sorgen“. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts zeigt sich beunruhigt über die steigende Zahl der Corona-Infizierten. Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Nordspanien ab.
  • [30.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Hagelüken A (SZ, 31.7.20): Deutsche Wirtschaft bricht ein. Noch nicht einmal in der Finanzkrise ist die Konjunktur hierzulande so stark zurückgegangen wie im letzten Vierteljahr. Auch die Vereinigten Staaten melden historisch schlechte Zahlen.

Süddeutsche Zeitung (SZ): sonst

  • Krass S (SZ, 3.7.20, S. 26 [München – Bayern] – Interview): „Wir sehnen uns nach der sinnlichen Stadt“. Neue Radwege, Biertische auf Parkplätzen und Sommer-Straßen: Stadtplanerin Agnes Förster sieht die Nutzung des öffentlichen Raums in der Corona-Krise als große Chance und wünscht sich noch mehr Experimente. „Es gibt neue temporäre Radwege an fünf Stellen in der Stadt. Überall werden Parkplätze zu Freischankflächen umgewandelt, und es soll bis zu 15 ,Sommerstraßen‘ geben, die vorübergehend für den Verkehr gesperrt werden … Förster erklärt, warum solche Experimente der Stadt gut tun … [Förster:] Ich glaube, dass die Münchner in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen ihre öffentlichen Räume noch mehr schätzen gelernt haben … Die Erfahrung mit so viel digitaler Welt … hat uns vor Augen geführt, wie sehr wir uns nach dem analogen Raum sehnen, wir sehnen uns nach der sinnlichen Stadt … dabei geht es nicht nur um Schönheit, sondern auch um Kommunikation … Die Menschen wollen ihre Stadt hegen und pflegen. Man sieht das ja an den Mini-Beeten … an Straßenrändern … Durch die Corona-Krise haben wir ein besonderes Klima, ein ‚window of opportunity‘. Das sollte man nutzen … [,pocket parks‘] … in den Stadtteil eingeflochtene Miniparks, wie kleine Oasen. In München … gibt es noch viele Flächen, die grün sind … im Duktus des Abstandsgrüns, also flacher Rasen, der keine Lebensqualität vermittelt … ich fände es gut, wenn man einen Plan macht, wie München seine Freiräume zurückerobert …“
  • Klute H (SZ, 4.7.20, S. 51): Abgespeckt. In der Krise entdecken viele Leute, dass man für ein gutes Leben viel weniger braucht, als man bisher dachte. Über den neuen Hedonismus, der den blinden Konsum ersetzt. „… Mit der Corona-Krise begann der große Kassensturz unserer Alltagswerte … der Zweifel am ungezähmten Genuss größer geworden … Zwei Elendsnarrative kamen zueinander in Gütersloh … die jede Ethik verleugnende, das Tier verdinglichende Serienschlachtung … die rücksichtslose Inanspruchnahme von Arbeitern … Gesundheit ist der neue soziale Soßenbinder … Mit fünfzig kann man es sich im Verzicht bequemer machen als mit zwanzig … Wenn wir klug sind, werden wir aus Corona … aus Tönnies und … der herkömmlichen Art, unsere Grillpartys zu veranstalten, Lehren ziehen … könnte ja dazu führen, dass wir bereit sind, wie … Emerson in seinem … Essay über die Natur schreibt, ‚Natur als Erscheinung und nicht als Substanz zu begreifen‘ …“
  • Berndt C et al. (SZ, 11.7.20, S. 35): Das Masken-Drama. Ein Mund-Nasen-Tuch schützt Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2. Belege dafür gab es früh, doch Gesundheitsbehörden ignorierten sie lange. Das dürfte viele Leben gekostet haben.
  • Balser M (SZ, 16.7.20, S. 17): Bitte einsteigen! Nur wenige Menschen fahren wieder Bahn, zu groß ist die Angst vor dem Coronavirus. Nun will der Konzern nachhelfen, bestellt 30 neue ICEs und verspricht bessere Leistung – ja sogar Handyempfang.
  • Fromm T (SZ, 17.7.20, S. 17): Bleibt doch zu Hause. Mit Siemens zieht einer der größten deutschen Konzerne die Lehren aus der Corona-Krise: 140 000 Mitarbeiter dürfen künftig bis zu drei Tage die Woche daheim arbeiten. Das soll nicht die Mietkosten drücken, sondern im Fachkräfte-Wettbewerb mit Google und Apple helfen.
  • Uhlmann B (SZ, 20.7.20, S. 13 – Interview): „Kein Gesundheitssystem war vorbereitet“. WHO-Europa-Direktor Hans Kluge über Fehler und Unsicherheit im Umgang mit dem Corona-Virus und den anfänglichen Reflex vieler Staaten, sich vor allem selbst zu helfen. „Es muss künftig einen Krisenmechanismus geben, in den man sofort umschalten kann … Es sollte keine Debatte um Gesundheit versus Ökonomie geben. Es ist möglich, Covid-19 im Land zu haben und trotzdem Wirtschaft und Bildung aufrechtzuerhalten … Die WHO ist es gewohnt, Empfehlungen auf der Basis von Evidenz zu geben. Die Geschwindigkeit dieser Pandemie macht es jedoch nötig, auf der Grundlage unvollständiger Evidenz Rat zu geben. Das führt dazu, dass manche Empfehlungen mit der Zeit wieder angepasst werden. Die Menschen sagen dann: ‚Jetzt ändert die WHO schon wieder ihre Ansicht.‘“
  • Couzin-Frankel J et al (SZ, 24.7.20, S. 13): Auf oder zu? Überall auf der Welt ringen Schulen mit der Frage, wie man Kinder und Lehrer am besten vor der Pandemie schützt. Allmählich zeichnet sich ab, wie das gelingen kann, ohne auf Präsenzunterricht und soziale Kontakte zu verzichten. „Als sich im Frühjahr weltweit die Schultore schlossen, blieb eine atemberaubende Zahl von 1,5 Milliarden Schülerinnen und Schülern plötzlich zu Hause – als Teil der Beschränkungen, um die Bevölkerung vor dem neuen Coronavirus zu schützen. Vielerorts wirkten die drastischen Maßnahmen … Doch als aus einigen Wochen Monate wurden, äußerten Kinderärzte und Lehrer Bedenken … Fernunterricht ist … oft nur ein blasses Abbild echter Schulstunden. Viele Eltern mussten Jobs und Kinderbetreuung jonglieren. Lehrer und Betreuer konnten nicht mehr auf Anzeichen von Misshandlungen achten: Der Ruf … wurde lauter, die Kinder zurück in die Schule zu bringen. Und viele Länder haben das getan. Es ist ein gewaltiges, unkontrolliertes Experiment … Ob und welche dieser Maßnahmen wirkt, sollen regelmäßig wiederholte Tests in den Schulen zeigen. Drei solcher Studien haben in England, Berlin und in Bayern begonnen … Das Experiment „Schulöffnung“ geht … weiter … sieht es so aus, als ob eine Kombination von kleinen Schülergruppen, Masken und Abstand die Schulen und Gemeinden schützt … Dieser Text erschien im Original im Wissenschaftsmagazin Science. Übersetzung: Kathrin Zinkant -> Couzin-Frankel J, Vogel G, Weiland M (2020): School openings across globe suggest ways to keep coronavirus at bay, despite outbreaks. Science, 7 Jul 2020, sciencemag.org/news/2020/07/school-openings-across-globe-suggest-ways-keep-coronavirus-bay-despite-outbreaks: … The experiment will continue. Yet scientists lament that as before, it may not generate the details they crave about infection patterns and paths of transmission. “There just isn’t really a culture of research” in schools … Gathering data from schoolchildren comes with layers of complexity beyond those of traditional pediatric research. In addition to seeking consent from parents and children, it often requires buy-in from teachers and school administrators who are already overwhelmed by their new reality. Integrating research – the only sure way to gauge the success of their varied strategies – may be too much to ask.
  • Buchwald S (SZ, 24.7.20, S. 28 – München/Bayern – Interview): “Diese Krise beschleunigt viel“. Die Corona-Pandemie hat das Einkaufsverhalten der Menschen stark verändert, die Folgen sind auch in der Münchner Innenstadt zu spüren, wo immer mehr Geschäfte zusperren. Alain Thierstein, Professor für Stadtentwicklung, plädiert deshalb für einen radikalen Wandel … [Frage] Wollen die Kunden noch Parkplätze vor den Läden? [Antwort] Das ist ein Argument aus dem vergangenen Jahrhundert … Man weiß eigentlich: Überall, wo es gemischt genutzte Straßenräume gibt, geht der Umsatz hoch … Die Industrie- und Handelskammer, … Gewerbeverbände sind extrem … verzögernd. Die Transformation der Sendlinger Straße ist so ein Beispiel. Die kommt zehn Jahre zu spät … Das wichtigste Symbol des Neudenkens ist die Tatsache, dass das Oktoberfest ausfällt … wunderbar, weil endlich die alljährliche Selbstbeweihräucherung wegfällt … Das ist das Fanal, um endlich strategisch darüber nachzudenken, wohin man will.“
  • Meier M (SZ, 29.7.20): Ein Gespenst, das alles durcheinanderwirbelte. Vor anderthalb Jahrtausenden suchte eine Pest-Pandemie den Mittelmeerraum heim. Es war ein Stresstest für die soziale Ordnung. „Nur wenige Ereignisse vermögen das Vertraute, die alltäglichen Routinen und geläufigen Orientierungsmuster derart infrage zu stellen wie eine plötzlich ausbrechende Epidemie.“
  • Schulte von Drach MC (SZ, 31.7.20, S. 13): Erwünschte Nebenwirkungen. Wegen der Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus sind die Fälle anderer Infektionskrankheiten stark gesunken. Welche Lehren lassen sich daraus ziehen? „Die Maßnahmen gegen Infektionen mit dem Coronavirus haben nicht nur die Ausbreitung dieses Erregers gebremst … hatten auch einen starken Nebeneffekt: Seit der Einführung von Abstandsregeln und anderen Vorschriften hat das Robert Koch Institut … einen ,extrem ungewöhnlichen‘ Abfall der Häufigkeit von akuten Atemwegserkrankungen beobachte[t]. So war die Influenzasaison 2019/20 etwa zwei Wochen früher vorüber als erwartet … liegt es nahe, darüber nachzudenken, was sich aus der Coronapandemie zum Umgang mit Grippeviren lernen lässt. ,Es wäre zum Beispiel vernünftig, zumindest in der Grippesaison in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen eine Maskenpflicht einzuführen‘, sagt Thomas Mertens, Virologe an der Universität Ulm. Auch Personen, die privat oder beruflich viel mit Senioren zu tun haben, sollten in dieser Zeit im öffentlichen Nah- und Fernverkehr Masken tragen. ‚In vielen Ländern Asiens … gehört das Tragen von Masken in der Influenza-Saison in der Öffentlichkeit zur Gewohnheit und sozialen Pflicht …‘. Wieso sollte das nicht auch in Deutschland funktionieren?“

30 Jun 2020, Φ Coronavirus (X)

30.6.20, Coronavirus (X)

Süddeutsche Zeitung (SZ) – Titelstories

  • Brössler D et al. (SZ, 25.5.20): „Eine einzige Provokation“. Vier EU-Mitgliedstaaten wollen den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern nur mit Krediten statt mit Zuschüssen helfen. Sie ernten heftigen Widerspruch.
  • Herrmann B et al. (SZ, 26.5.20): Merkel pocht auf Corona-Regeln. Thüringens Ministerpräsident Ramelow löst mit dem Plan, alle verbindlichen Beschränkungen aufzuheben, breite Kritik aus. Die Bundesregierung hält an Maskenpflicht und Mindestabstand fest.
  • Gammelin C et al (SZ, 27.5.2020): Koalition streitet über Ende des Soli. Teile der Unionsfraktion würden den Zuschlag am liebsten sofort für alle abschaffen, die SPD will Besserverdiener dagegen weiter zahlen lassen. Auch beim Mindestlohn gibt es Ärger. [Soweit erkennbar: Seit geraumer Zeit die erste SZ-Titelstory ohne Corona-Bezug]
  • Finke B (SZ, 28.5.20): 750 Milliarden Euro gegen die Krise. Die EU soll nach dem Willen von Kommissionspräsidentin von der Leyen in großem Stil Schulden aufnehmen, um Staaten in der Pandemie zu helfen. Das gefällt nicht allen.
  • Finke B, Gammelin C (SZ, 29.5.20): Bundestag unterstützt EU-Krisenfonds. Bis auf die AfD befürworten alle Fraktionen die milliardenschwere Wiederaufbauhilfe aus Brüssel. Sie verlangen aber Nachbesserungen, vor allem bei Höhe und Verteilung des Geldes.
  • Braun S et al. (SZ, 30.5.20): Kompliziertes Doppel. Angela Merkel und Ursula von der Leyen verbindet eine wechselvolle Geschichte. In einem für Europa historischen Moment müssen sie gemeinsame Sache machen. Das wird schwierig.
  • Wetzel H (SZ, 2.6.20): Amerika kommt nicht zur Ruhe. Die gewalttätigen Proteste in den USA gehen weiter, einer der Brennpunkte ist Washington. Präsident Donald Trump heizt die Stimmung mit mehreren Tweets an.
  • Hagelüken A, Rossbach H (SZ, 4.6.20): Viel mehr Arbeitslose durch Corona-Krise. Die Zahl der Menschen ohne Job ist in einem Jahr um 600 000 gestiegen. Doch Ökonomen verbreiten Hoffnung: Mit Kurzarbeit und einem Konjunkturpaket könne es bald wieder besser werden.
  • Fried N (SZ, 5.6.20): Für alle etwas dabei. Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände, Opposition: Das Konjunkturpaket der Regierung wird weitgehend wohlwollend aufgenommen. Nur die Autoindustrie ist unzufrieden.
  • Wetzel H (SZ, 6.6.2020): Die unvereinigten Staaten. Die USA befinden sich in Aufruhr. Doch in diesem Jahr hat das Land noch die Chance, sein Schicksal zum Besseren zu wenden.
  • Braun S (SZ, 8.6.20): Neue Sorge nach Großdemonstrationen. Am Wochenende protestieren Zehntausende gegen Rassismus. Spahn lobt das Engagement und mahnt zur Vorsicht wegen Corona. Bayerns Innenminister rechtfertigt das Verhalten der Polizei.
  • SZ (SZ, 9.6.20): USA streiten um Polizeigesetze. Während die Demokraten im Kongress und in den Stadtparlamenten umfassende Reformen wollen, kündigen die Republikaner unter Führung des Präsidenten Widerstand an.
  • [10.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [12.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Fried N (SZ, 13.6.20): Doppelt hält besser. Olaf Scholz und Peter Altmaier haben die Chance, sich als Krisenduo zu beweisen. Wie schnell sich Deutschlands Wirtschaft erholt, hängt aber nicht nur von ihrem Konjunkturpaket ab.
  • [15.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Bauchmüller M, Gammelin C (SZ. 16.6.20): Bund steigt bei Impfstoff-Entwickler ein. Um das Coronavirus zu bekämpfen, beteiligt sich Deutschland an der Tübinger Firma Curevac. Insgesamt plant die Regierung mit neuen Rekord-Schulden in Höhe von 218 Milliarden Euro.
  • [17.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [19.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Hütten F, Rossbach H (SZ, 20.6.20): Ein Virus spaltet die Gesellschaft. Die Corona-Pandemie trifft die ohnehin benachteiligten Menschen besonders hart: Sie haben ein höheres Risiko, schwer zu erkranken und leiden stärker unter den Einschränkungen.
  • Heidenreich U (SZ, 22.6.20): “Enormes Pandemie-Risiko“. Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies schließt NRW-Ministerpräsident Laschet einen regionalen Lockdown nicht aus. Arbeiter sollen trotz Quarantäne in ihre Heimat abgereist sein.
  • [23.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Stegemann J (SZ, 24.6.20): NRW muss Notbremse ziehen. Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies sieht sich Ministerpräsident Laschet nun doch gezwungen. Das öffentliche Leben in Gütersloh und Warendorf massiv einzuschränken.
  • Ludwig K (SZ, 25.6.20): Streit um Urlauber aus NRW. In einige Bundesländer dürfen Menschen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf nur noch unter strengen Auflagen fahren. Österreich verhängt eine Reisewarnung für ganz Nordrhbein-Westfalen.
  • [26.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Brössler D, Kornelius S (SZ, 27.6.20): Merkels Masterplan. Die Bundeskanzlerin wurde häufig für ihre Nüchternheit gegenüber Europa kritisiert. Nun kämpft sie für ein nie dagewesenes Rettungspaket. Im Interview erklärt sie, warum.
  • Fuchs F, Rattenhuber E (SZ, 29.6.20): Corona-Tests für alle in Bayern. Der Freistaat will mit dem Ausbau der Prüfkapazitäten die Pandemie weiter eindämmen. Weltweit steigt die Zahl der Infizierten auf mehr als zehn Millionen. Am stärksten betroffen sind die USA.
  • [30.6.20: Ohne Corona-Bezug]

Süddeutsche Zeitung (SZ) – sonst

  • Bartens W (SZ, 26.5.20, S.13): Alarm aus dem Klärwerk. Virenreste im Abwasser könnten auf Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 hinweisen. Die Menge von Erreger-RNA würde das Seuchengeschehen der Umgebung transparent machen. [„ … Im Abwasser von Paris konnten Virologen das Auf und Ab der Infektionen erkennen … Weil auch symptomfreie Infizierte den Erreger ausscheiden, wäre das Bild der Lage vollständig …“]
  • Bullion C von et al (SZ, 27.5.20, S. 2): Immer hinterher. Durch die Lockerungen der Corona-Auflagen kommt auf die Gesundheitsämter noch mehr Arbeit zu, denn jeder Bürger darf sich mit viel mehr Menschen treffen als bisher. Die Behörden sehen sich dafür schlecht gerüstet.
  • Vollmuth H (SZ, 30.5.20, S.13-15): Alles drin. Omas, die mit den Enkeln skypen. Kollegen, die übers Internet zusammenarbeiten. Paare, die sich online lieben – die Corona-Krise hat die Digitalisierung explodieren lassen. Was wird davon bleiben? (S.15:) „Mindestens eine große Offenheit für das Digitale. Aber womöglich sehr viel mehr. Je länger der Ausnahmezustand dauert – das lehrt uns die Sozialpsychologie –, desto unwahrscheinlicher ist es, dass all die Online-Aktivitäten … wieder fallengelassen werden. Gut möglich, dass Geschäftsreisen weniger werden, weil sich kaum jemand mehr vorstellen kann, für einen 90-Minuten-Termin von Berlin nach München zu fahren … Die Digitalisierung der Schulen und Universitäten wird sich weiter beschleunigen. Online auch Lebensmittel einzukaufen, wird wohl bald die Regel sein. Was sich also abzeichnet, ist eine hybride Welt aus Offline und Online-Sphäre … würde … bedeuten, dass das Internet als virtual space, als anderer Ort, langsam … verschwindet … Und dass man dann in immer fließenderen Übergängen hin- und herwechselt – je nachdem, wo etwas gerade praktischer, angenehmer, umweltfreundlicher oder überhaupt möglich ist …“
  • Strittmatter K (SZ, 4.6.20, S. 6): Bröckelnder Burgfrieden. Die Opposition begehrt in Schweden gegen den eigenwilligen Kurs in der Corona-Krise auf – und selbst der Staatsepidemiologe äußert sanfte Selbstkritik.
  • Völklein M (SZ, 6.6.20, S. 46): Boom auf zwei Rädern. Zuerst vermieste die Corona-Pandemie vielen Fahrradhändlern den Saisonstart, doch mittlerweile steigt die Nachfrage. Die Branche dürfte gestärkt aus der Krise hervorgehen. Ein Problem bleibt: Auf den Radwegen geht es extrem eng zu.
  • Meiler O (SZ, 9.6.20, S. 3): Da sind wir wieder. Die schönste Zeit, um nach Venedig zu fahren? Jetzt, weil die anderen Touristen noch nicht da sind. Von Venezianern, die ihre leere Stadt gerade lieben und doch sehnlichst erwarten, dass der Irrsinn wieder anfängt. „Venedig hat schon viele Krisen erlebt in seiner Geschichte, auch Seuchen. Die Pest von 1630 dezimierte die Bevölkerung, danach baute man auf der Punta della Dogana die Kirche Santa Maria della Salute, gleich gegenüber der Piazza San Marco. Die Basilika steht noch immer da wie ein Mahnmal … Doch diese neuzeitliche Krise ist vielleicht noch größer, eine doppelte, eine Wirtschafts- und eine Sinnkrise. Ausgelöst von der schnellen Abfolge zweier Schicksalsschläge, wie man sie nicht für möglich gehalten hätte. Einige Monate vor Corona traf Venedig ein wirklich hohes Hochwasser. Das ,,Acqua alta” in der Nacht zum 13. November 2019 erreichte 1,87 Meter … Auch Monate danach hatte die Welt vor allem diese Bilder im Kopf. Viele stornierten ihre Buchungen … Nach dem ,,Rekordhochwasser” … gerade als man sich wieder etwas gesammelt hatte, kam also Corona … Der Turbotourismus, das Modell Venedigs, er implodierte. Die Massen? Weggesperrt. Von mehr als durchschnittlich 80 000 Besuchern am Tag auf null, fast über Nacht … 30 Millionen Touristen kamen zuletzt jedes Jahr, völlig irrwitzig. Alles über sieben Millionen, ergab eine Studie, ist zu viel … Und dann kam gar niemand mehr …
  • (SZ, 10.6.20, S.1): Ein Mythos am Boden. Die Lufthansa war ein Symbol für Aufschwung und Fortschritt. Nun fliegt sie aus dem Dax und braucht Staatshilfe. Wird der Konzern je wieder abheben? -> Deininger R, Flottau J (SZ, 10.6.20, S.3): Million Euro Baby. So viel Geld verbrennt die Lufthansa gerade in jeder Stunde. Es gab definitiv schon mal bessere Zeiten für die Airline – vor Corona. Von einer deutschen Legende am Boden.
  • Charisiu H (SZ, 10.6.20, S.13): Lockdown nutzlos? Von wegen: Laut einer Studie verhinderten Anti-Corona-Maßnahmen 3,1 Millionen Todesfälle … Forscherteam um Solomon Hsiang von der University of California in Berkeley, dass die Maßnahmen in den sechs von ihnen beobachteten Ländern bis zum 6. April rund 530 Millionen Infektionen verhindert hätten …“
  • Völklein M (SZ, 13.6.20, S. 42): Nahverkehr in Schieflage. Wegen der Corona-Krise sind den Betreibern von Bussen und Bahnen die Einnahmen weggebrochen. Nun springt der Staat zwar mit einem rettungspaket ein. Doch eine bange Frage bleibt: Kommen die Fahrgäste zurück?
  • (SZ, 17.6.20, S.1) Sie ist da. Voller Stolz stellt die Bundesregierung die lang erwartete Corona-Warn-App vor. Was kann das Programm gegen die Pandemie ausrichten? -> Brühl J et al. (SZ, 17.6.20, S.2): Und jetzt alle zusammen. Zur Vorstellung der App präsentiert sich die Bundesregierung harmonisch wie selten. So mancher Initiator aber hadert mit dem Projekt.
  • Matzig G (SZ,17.6.20, S. 11): Shoppen und lieben. „My Home is My Parcel”: Was Online-Konsum und Corona für die Zukunft der Stadt bedeuten.
  • Kunkel C (SZ, 17.6.20, S.16): Was Masken wirklich bringen. Immer mehr Studien belegen, wie das Bedecken von Mund und Nase Corona-Infektionen verhindert.
  • Kirchner T (SZ, 18.6.20, S.6): Der Verdacht. Trotz eines Dementis scheint die niederländische Regierung noch immer der riskanten Theorie der Herdenimmunität anzuhängen. Ihre Äußerungen dazu sind verwirrend. Spät regt sich jetzt Protest.
  • Berndt C (SZ, 19.6.20, S.14): Das Virus fliegt mit. In Flugzeugen ist es kaum möglich, Abstand zu halten. Experten halten das für problematisch.
  • Stegemann J et al. (SZ, 22.6.20, S. 3): Es geht um die Wurst. Mehr als tausend Sars-CoV-2-Infizierte, ganze Wohnviertel abgeriegelt. Erschrocken schauen die Deutschen auf das Gemetzel in den Schlachthöfen von Tönnies. Aber bei einem Kilo Grillrippe für 4,44 Euro – wer würde da Nein sagen.
  • Ludwig K (SZ, 23.6.20, S.5): Schutzlos und ahnungslos. Hunderttausende haben in der Krise keine Krankenversicherung.
  • Müller-Hansen S (SZ, 26.6.20, S.6): Viel hilf viel. Eine Woche nach ihrer Einführung ist die Corona-Warn-App bereits 13 Millionen Mal heruntergeladen worden – und es sind schon die ersten Infektionsmeldungen eingegangen. Drei Faktoren entscheiden nun, ob die Pandemie-Bekämpfung per Handy ein Erfolg wird. „Faktor 1: Zeit. Faktor 2: Anzahl der Nutzer. Faktor 3: Fehleranfälligkeit.“
  • Matzig G (SZ, 26.6.20, S. 12): Odyssee im Stadtraum. Zwischen Demo, Randale, Party und Home-Office: Der Baukulturbericht über den öffentlichen Raum kommt zum richtigen Zeitpunkt. [Vgl. bundesstiftung-baukultur.de/sites/default/files/medien/8349/downloads/bsbk_bkb_2021_0.pdf]