About posts (795+)

The posts relate to the field of human ecology and health, e.g. urban life and urban health, in subjective selection and interpretation / Die Notizen betreffen das weite Themenfeld Humanökologie & Gesundheit wie z.B. Stadtleben und Stadtgesundheit, in subjektiver Auswahl und Interpretation.

Topics include site visits; attendance of meetings, conferences, and exhibitions; as well as a mélange of other issues / Aufgenommen sind Feldbegehungen; Teilnahmen an Arbeitstreffen und Konferenzen; Besuch von Ausstellungen; und eine bunte Mischung weiterer Themen.

Posts more closely related to Public Health are marked with “Φ in the headline / Notizen mit besonders deutlichem Bezug zu Public Health sind mit “Φ” in der Überschrift markiert.

Current coverage: Jan 2006 onwards; plus selected earlier entries 1954ff / Zeitraum: seit Jan. 2006, plus ausgewählte frühere Einträge 1954ff

(Rev. 20 May 2019)

29 Mar 2020, Φ Coronavirus (VI): Aktuelles

Deutscher Ethikrat, 27.3.20: Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise, www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Ad-hoc-Empfehlungen/deutsch/ad-hoc-empfehlung-corona-krise.pdf:

  • p.2: Die gegenwärtige Pandemie fordert unsere Gesellschaft in beispielloser Form heraus. Zumindest aus der jüngeren Geschichte gibt es keine Erfahrungen mit entsprechenden gesundheitlichen Gefahren. Gleiches gilt für die aktuellen rigorosen, massiv und flächendeckend freiheitsbeschränkenden staatlichen Maßnahmen … ethische Kernkonflikt …: Ein dauerhaft hochwertiges, leistungsfähiges Gesundheitssystem muss gesichert und zugleich müssen schwerwiegende Nebenfolgen für Bevölkerung und Gesellschaft durch die Maßnahmen abgewendet oder gemildert werden … Je länger die Pandemie andauert, desto stärker sind … auch die vielfältigen … Folgelasten sozialer und ökonomischer Art zu berücksichtigen.
  • p.4: … Nach … Auskünften von Virologen und Epidemiologen könnte die Pandemie in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit erforderlicher Medikamente und Impfstoffe noch ein bis zwei Jahre dauern … stellt sich die Frage, wie lange die Maßnahmen zur zeitlichen Verzögerung des pandemischen Verlaufs und dabei insbesondere die zur Reduktion körperlicher Kontakte gerechtfertigt sind …
  • p.6: Systemgefährdungen durch die Beschränkungen lassen sich in nahezu allen gesellschaftlichen Teilsystemen prognostizieren: In der Wissenschaft …, wenn weder die Forschungsinfrastrukturen aufrecht erhalten werden können noch der fachliche Austausch im erforderlichen Maß gepflegt werden kann … das Bildungssystem wird seiner … Funktion nicht mehr gerecht. Sport und Kultur sind erheblich beeinträchtigt. Von besonderer Bedeutung sind darüber hinaus: Sozialpsychologische Folgen: … erwartete Nebenwirkungen bedrohen die Gesundheit, möglicherweise … das Leben insbesondere solcher Personen, die vulnerablen Gruppen angehören. Dazu gehören:Patienten, deren medizinische Behandlung als derzeit nicht zwingend notwendig ausgesetzt wird, Personen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Sozialpsychiatrie und in Pflegeheimen … Frauen und Kinder, die von häuslicher, durch sozialen Stress induzierter Gewalt bedroht sind … Ökonomische Folgen: … die wirtschaftliche Existenz vor allem von Kleinunternehmern und Selbstständigen gefährdet … Zugleich verlieren viele Menschen, gerade auch in prekären Arbeitsverhältnissen, ihre Arbeit. Neben absehbaren Wohlstandsverlusten … Probleme der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs … Versorgung medizinischer Einrichtungen …
  • p.7: … eine Reihe von Vorgehensweisen … empfohlen …: Stärkung und Stabilisierung der Kapazitäten des Gesundheitswesens insbesondere der Pflege … Bessere Vernetzung der Akteure im Gesundheitssystem und mit anderen relevanten Gesellschaftsbereichen. Weiterer Ausbau der Testkapazitäten … Weitere kontinuierliche Datensammlung zu individueller und Gruppenimmunität … weitere Modellentwicklung, um Effektivität von Interventionen abschätzen zu können. Breite Förderung/Unterstützung von Forschung zu Impfstoffen und Therapeutika … Unterstützung von interdisziplinärer Forschung … zu sozialen und psychischen Folgen der Covid-19-Pandemie … Kontinuierliche Re-Evaluation von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen; wo vertretbar, deren schrittweise Zurücknahme und eine Wiederaufnahme sozialer und ökonomischer Aktivität. Entwicklung von effektiven und erträglichen Schutz-/Isolationsstrategien für Risikogruppen … und in bestimmten Institutionen … Fundierte Informationsstrategie … Berechnungen der zu erwartenden Kosten durch ergriffene Maßnahmen und Alternativszenarien. Krisen, so heißt es oft, seien die „Stunde der Exekutive“. Das greift zu kurz … Die Corona-Krise ist die Stunde der demokratisch legimitierten Politik.

Bundesregierung (22.3.20): Leitlinien – Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 22. März 2020, www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/besprechung-der-bundeskanzlerin-mit-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-laender-1733248, (als pdf-Datei: www.bundesregierung.de/resource/blob/975226/1733246/e6d6ae0e89a7ffea1ebf6f32cf472736/2020-03-22-mpk-data.pdf?download=1)

Deutsches Ärzteblatt

  • DÄB, 20.3.20: Coronakrise: Lehren für die Zukunft der Krankenhäuser, aerzteblatt.de/nachrichten/111230/Coronakrise-Lehren-fuer-die-Zukunft-der-Krankenhaeuser: „… Eine klarere Abstimmung zwischen den Krankenhäusern forderte … Reinhard Busse von der Technischen Universität Berlin. ‘Es muss klar sein, wer die Versorgung koordiniert und wer wofür … verantwortlich ist’, forderte er. Es dürfe nicht jedem Krankenhaus überlassen bleiben, was es anbiete. ‚Ein solcher Plan, wie die Krankenhäuser in einem Pandemiefall zusammenarbeiten, lag nicht in der Schublade’, sagte Busse … schlug vor, dass die 50 bis 60 größten Krankenhäuser des Landes … die Versorgung in ihrem Bereich koordinieren. … forderte, die Krise zu nutzen, um das System mit dem Fokus auf Qualität umzustrukturieren‘…“
  • DÄB, 27.3.20: Deutsches Rotes Kreuz will Ausbau von Katastrophenschutz, aerzteblatt.de/nachrichten/111429/Deutsches-Rotes-Kreuz-will-Ausbau-von-Katastrophenschutz?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9
  • DÄB, 27.3.20: Hochschulen – Wissenschaftler sammeln Erinnerungen an Coronakrise, /www.aerzteblatt.de/nachrichten/111448/Wissenschaftler-sammeln-Erinnerungen-an-Coronakrise?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9: … Über ein Onlineportal wollen Wissenschaftler Material zur Dokumentation der Coronakrise sammeln. Dazu haben die Universitäten Hamburg, Gießen und Bochum das Projekt „Coronarchiv“ ins Leben gerufen. Das Portal solle die Pandemie aus Sicht der Bürger dokumentieren – und jeder sei aufgerufen, sich zu beteiligen, erklärten die Hochschulen gemeinsam … Mit dem Archiv entstehe eine zentrale Anlaufstelle, die nicht nur eine spätere Rückschau auf die Ereignisse ermögliche, sondern auch für die künftige Forschung zur Verfügung stehe, erklärte Thorsten Logge, Juniorprofessor an der Universität Hamburg.

Aufruf des Medizinhistorischen Museums Hamburg: Corona-Exponate, www.uke.de/kliniken-institute/institute/geschichte-und-ethik-der-medizin/medizinhistorisches-museum/index.html: … Eine Flasche Desinfektionsmittel erinnert … an die Cholera von 1892 … Welche Objekte und Dokumente werden wohl in 100 Jahren die aktuelle Krisensituation rund um das Corona-Virus vermitteln? Ob Warnhinweise, Einsatzpläne …, gemeinsam von Kindern und Eltern gemalte Virus-Bilder, selbstgebastelte Mundschutzmasken … – bewahren Sie diese Objekte … und Dokumente für uns auf, sodass wir sie nach dem Ende der “Corona-Zeit” in einer Ausstellung zeigen können! Den Aufruf starten wir gemeinsam mit der Morgenpost …

Fischedick M, Schneidewind U (Wuppertal-Institut, März 2020): Folgen der Corona-Krise und Klimaschutz –Langfristige Zukunftsgestaltung im Blick behalten. Wirtschaftliche Hilfen geschickt lenken und Synergiepotenziale für dringend notwendige Zukunftsinvestitionen ausschöpfen. Diskussionspapier, https://wupperinst.org/fa/redaktion/downloads/publications/Corona-Krise_Klimaschutz.pdf:

  • p.4, Abb.1, Die vier Dimensionen der Zukunftskunst als Orientierungsraster für Zukunftsgestaltung in der Corona-Krise: technologisch, ökonomisch, kulturell, institutionell
  • p.5, Abb.2, Drei-Phasen-Modell des Umgangs mit der Corona-Krise: (1) Gesundheitsvorsorge, (2) kurzfristige ökonomische Krisenabwehr, (3) langfristige Transformation
  • p.9, Mit Blick auf die langfristigen Transformationsherausforderungen gilt es … die Chance zu nutzen, aus der Corona-Krise … Lehren zu ziehen. Dies gilt: 1. für das Reflektieren von Konsum- und Verhaltensmustern, 2. die Reduktion von Verletzlichkeiten durch global vernetze Wertschöpfungsketten in zentralen Produktionsbereichen und 3. die krisenfeste Sicherstellung von Produkten und Dienstleistungen der Daseinsvorsorge und Grundversorgung, beispielsweise Güter für das Gesundheitssystem.
  • p.10-11: … können zwei Lektionen aus der Wirtschaftskrise 2009 gelernt werden: Erstens: … Bei einer klugen politischen Flankierung kann ein stockendes ökonomisches System zeitnah wieder mobilisiert werden. Deshalb sind die angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung wichtig und richtig. Zweitens: Auch im Zeitraum der Wirtschafts-…krise ist es zu einem deutlichen Rückgang der Treibhausgasemissionen gekommen, die danach implementierten Maßnahmen und staatlichen Anreize haben aber zu einem … starken Reboundeffekt geführt … Dies gilt es in diesem Fall zu vermeiden.

International


SZ-Titelstories

  • Busse C et al. (SZ, 20.3.20): Sturz in die Rezession. Die stark Einschränkungen des öffentlichen Lebens könnten viele kleine Firmen in die Pleite treiben, erwarten Ökonomen. Bund und Länder wollen mit hohen Zuschüssen dagegenhalten.
  • Braun S et al. (SZ, 21.3.20): Innen leben. Bayern und weitere Bundesländer verhängen Ausgangsbeschränkungen. Es drohen Bußgelder bis zu 25 000 Euro. Die Zahl der Infizierten wächst weiterhin stark.
  • Fried N et al. (SZ, 23.3.20): Merkel in Quarantäne. Kanzlerin hatte Kontakt zu einem infizierten Arzt und muss zuhause bleiben. Bund und Länder untersagen im Kampf gegen das Coronavirus Treffen von mehr als zwei Personen. Dies gilt nicht für Familie und Beruf. Milliardenhilfen sollen die Wirtschaft stützen.
  • Bauchmüller M et al. (SZ, 24.3.20): Milliarden gegen den Absturz. Um Arbeitsplätze und Unternehmen in der Corona-Krise zu retten, beschließt die Koalition ein beispielloses Hilfspaket. Auch die Einschnitte ins öffentliche Leben scheinen erste Wirkung zu zeigen.
  • Auer K et al. (SZ, 25.3.20): Länder verstärken kampf gegen die Krise. Während sich das Coronavirus weiter ausbreitet, legen nach der Bunderegierung nun auch die Bundesländer Hilfsprogramme auf. Bayern erwartet Kurzarbeit für ein Viertel der Arbeitnehmer.
  • Rossbach H (SZ, 26.3.20): „Dafür gibt es kein Drehbuch“. In einer historischen Sitzung verabschieden die Abgeordneten des Bundestags ein gewaltiges Wirtschaftspaket – und sie applaudieren stehend allen Helfern in der Krise.
  • Balser M et al. (SZ, 27.3.20): Diskussion über „Exit-Strategie“. Erste Stimmen in Berlin und Brüssel fordern eine baldige Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Doch wann und wie dies geschehen soll, itst noch völlig offen.
  • Charisius H et al. (SZ, 28.3.20): Wie lange noch? Um den Kampf gegen das Coronavirus zu beschleunigen, fordert das Innenministerium mehr Tests. Ein Land im Stillstand – und wie es diese Zeit nutzen kann.

SZ sonst

  • Meiler O (SZ, 23.3.20): Entscheidung ohne Alternative. Italiens Premier Conte lässt Ämter, Fabriken und Unternehmen schließen – viele davon wird es danach wohl nicht mehr geben. Doch der rasante Anstieg der Todesopfer lässt ihm keine Wahl.
  • Diamond J et al. (SZ, 23.3.20): Der Virenmarkt. Wenn der Handel mit Wildtieren nicht gestoppt wird, droht der Welt die nächste Pandemie.
  • Wetzel H (SZ, 26.3.20, p.3): Im Fieberwahn. Die Amerikaner haben Kriege, Krisen, Terror überstanden. Aber da waren oft Präsidenten mit Größe und Autorität im Amt. Jetzt sitzt Trump im Weißen Haus. Das kommt zum Virus noch dazu.
  • Mascolo G et al. (SZ, 27.3.20, p.2): Gehört, gestaunt, vergessen. Seit der Jahrtausendwende forderten die WHO und Experten immer wieder, sich gegen eine Pandemie zu wappnen. Doch die Mahner wurden nur bedingt ernst genommen – und anderes erschien dringlicher. „… Pandemien unterschätzt … Erklärungen … Es sei generell schwer, massive Ressourcen und Aufmerksamkeit für etwas zu mobilisieren, das … eben doch mehr nach Hollywood klinge als nach dem wirklichen Leben … Eigentlich stehe in jedem Pandemie-Plan, dass Vorsorge zu treffen sei, überall in den Ländern, Landkreisen, Städten, Krankenhäusern …“
  • Hampel L et al. (SZ, 28.3.20, p.23): Am Abgrund. Die Corona-Krise trifft besonders die sozial Schwachen: Geringverdiener, Teilzeitkräfte, Alleinerziehende. Millionen fürchten um ihre Gesundheit und ihre Existenz. Die Sutuation könnte für sie gefährlicher werden als in der Finanzkrise.

Weiteres

19 Mar 2020, Φ Coronavirus (V), aus Fachquellen: Aktuelles

19.3.20, Coronavirus (V), aus Fachquellen: aktuelle Auswahl

  • World Health Organization (WHO), Regional Office for Europe: Statement to the press by Dr Hans Henri P. Kluge, WHO Regional Director for Europe; Copenhagen, 17 March 2020: Every country needs to take boldest actions to stop COVID-19. “The lives of millions of people in the WHO European Region are undergoing radical change. This is … a new reality. The role of public health services is understood. The value of health workers is appreciated like never before … 152 countries across the globe are affected by this new virus and over 7000 people have lost their lives to it … Europe is the epicenter of the first pandemic of COVID-19 and every country … needs to take their boldest actions to stop or slow down the spread of this virus … all should work to: (1) prepare and be ready; (2) detect, protect and treat; (3) reduce transmission; and (4) innovate and learn, while protecting vulnerable people … These are unprecedented times … The virus can be beaten back by solidarity within communities, within nations and within our Region, together with individual psychological resilience …, euro.who.int/en/about-us/regional-director/statements/statement-every-country-needs-to-take-boldest-actions-to-stop-covid-19
  • World Health Organization (WHO), OpenWHO: “interactive, web-based, knowledge-transfer platform offering online courses to improve the response to health emergencies … enables the Organization and its key partners to transfer life-saving knowledge to large numbers of frontline responders”; topics: Novel Coronavirus (COVID-19), Ebola virus disease, Cholera, Poliomyelitis, https://openwho.org/
  • London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM), Centre for Mathematical Modelling of Infectious Diseases (CMMID), Repository: Multiple members of CMMID are working on the ongoing Covid-19 … outbreak caused by the SARS-CoV-2 virus. This page shows an overview of our work … Our group has made multiple interactive applications where some of our work can be explored further … divided our work … under the following categories: Current patterns of transmission; Severity of Covid-19; Control measures; Early outbreak dynamics. – Sample post: Temporal variation in transmission during the COVID-19 outbreak.To identify changes in the reproduction number, rate of spread, and doubling time during the course of the COVID-19 outbreak whilst accounting for potential biases due to delays in case reporting. First online: 02-03-2020, Last update: 18-03-2020.
  • London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM), Centre for Mathematical Modelling of Infectious Diseases (CMMID): [WEBINAR] Disease modelling for public health policy. 20.3.2020, 17-18:30, lshtm.ac.uk/newsevents/events/webinar-disease-modelling-public-health-policy
  • Ferguson NM et al. (16.3.2020): Impact of non-pharmaceutical interventions (NPIs) to reduce COVID-19 mortality and healthcare demand. On behalf of the Imperial College COVID-19 Response Team. Summary: … results of epidemiological modelling which has informed policymaking in the UK and other countries in recent weeks. … we assess the potential role of a number of public health measures … aimed at reducing contact rates in the population and thereby reducing transmission of the virus …we apply a … microsimulation model to … Great Britain … and the US … the effectiveness of any one intervention in isolation is likely to be limited, requiring multiple interventions to be combined … Two fundamental strategies …: (a) mitigation, which focuses on slowing but not necessarily stopping epidemic spread …, and (b) suppression, which aims to reverse epidemic growth, reducing case numbers to low levels and maintaining that situation indefinitely. Each policy has major challenges … optimal mitigation policies (combining home isolation of suspect cases, home quarantine of those living in the same household as suspect cases, and social distancing of the elderly and others at most risk of severe disease) might reduce peak healthcare demand by 2/3 and deaths by half. However, the resulting mitigated epidemic would still likely result in hundreds of thousands of deaths and health systems … being overwhelmed many times over. For countries able to achieve it, this leaves suppression as the preferred policy option … in the UK and US context, suppression will minimally require a combination of social distancing of the entire population, home isolation of cases and household quarantine of their family members. This may need to be supplemented by school and university closures …The major challenge of suppression is that this type of intensive intervention package… will need to be maintained until a vaccine becomes available (potentially 18 months or more) … while experience in China and now South Korea show that suppression is possible in the short term, it remains to be seen whether it is possible long-term, and whether the social and economic costs of the interventions adopted thus far can be reduced. DOI: https://doi.org/10.25561/77482
  • American Public Health Association (APHA) / Community Health Planning & Policy Development (CHPPD) Section, Circular letter of 17 Mar 2020: … “Our daily lives have changed in a way we never imagined. No one is exempt as we are all impacted in some manner regardless of your race, gender, sexual orientation, political beliefs, or religious beliefs. … I encourage each of you to utilize technology to check on each other during this period. More especially, check on our sick and elderly during this time. Please ensure that they have ample food, medical supplies, and essentials necessary to survive during this difficult period … During this period of uncertainty, … I caution you to only rely on guidance from credible sources as opposed to information circulating on the internet …”, CDC Website: cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/index.html, APHA Covid-19 Website: https://apha.org/topics-and-issues/communicable-disease/coronavirus
  • Johns Hopkins University & Medicine (Baltimore), Coronavirus Resource Center: “Johns Hopkins experts in global public health, infectious disease, and emergency preparedness have been at the forefront of the international response to COVID-19. This website is a resource to help advance the understanding of the virus, inform the public, and brief policymakers in order to guide a response, improve care, and save lives …”, https://coronavirus.jhu.edu/, incl.: COVID-19 Basics, e.g. “What is social distancing and how can it slow the spread of COVID-19?”
  • Ärzteblatt (16.3.2020): Interview mit Dr. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD): „Die Kollegen brauchen dringend Unterstützung“. – Teichert: “ … zu wenig Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern. Schon ohne Corona müssen viele Ämter Abstriche bei den Pflichtaufgaben machen. Für die umfangreichen Aufgaben während einer Pandemie … reichen die Kapazitäten auch dann nicht, wenn alle anderen Tätigkeiten zurückgestellt werden … Die Mitarbeit in den Krisenstäben und die Beratung und Information der anderen Behörden, die mitwirken, ist … extrem wichtig … Jemand muss die Behandlungsmöglichkeiten in den Regionen … überblicken und koordinieren … eine originäre Aufgabe des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Doch dafür fehlt vielfach die Zeit … Diese Krise muss … auch mittel- und langfristige Folgen haben: … die Arbeit der Gesundheitsämter durch Aufstockung des ärztlichen Personals, eine angemessene Bezahlung und … eine Aufwertung unseres Fachgebietes in der Ausbildung durch eine universitäre Verankerung besserstellen …, www.aerzteblatt.de/nachrichten/111073/Die-Kollegen-brauchen-dringend-Unterstuetzung
  • Ärzteblatt (18.3.2020): Entscheidungshilfe für COVID-19-Test. „… Ein Online-Fragebogen der Charité soll helfen, sich für oder gegen einen Arztbesuch oder einen COVID-19-Test zu entscheiden. Nach der Beantwortung gibt das Programm individuelle Handlungsempfehlungen. So sollen Patientenströme besser gesteuert werden … https://covapp.charite.de/ … Gefragt wird … nach Symptomen, Reisen und möglichen Kontakten, … Vorerkrankungen. Die Antworten … werden nur auf dem eigenen Gerät gespeichert und als anonymer QR-Code ausgegeben. Alternativ … ausgedruckt …, www.aerzteblatt.de/nachrichten/111158/Entscheidungshilfe-fuer-COVID-19-Test

Siehe auf dieser Webseite auch:

  • 19 Mar 2020, Φ Coronavirus (IV), journalistische Quellen
  • 15 Mar 2020, Φ Corona-Virus (III), inkl. Allgemeinverfügung der Gesundheitsbehörde Hamburg
  • 11 Mar 2020, Φ Coronavirus (II) und StadtGesundheit
  • 11 Mar 2020, Φ Coronavirus (I): Autoritative Quellen für aktuelle Informationen zum Thema

19 Mar 2020, Φ Coronavirus (IV), aus journalistischen Quellen: Aktuelles

19.3.20, Coronavirus (IV), aus journalistische Quellen: Aktuelle Auswahl

Süddeutsche Zeitung (SZ), Titelstories

  • Bullion, C von et al. (SZ, 16.3.20): Deutschland macht Grenzen dicht. Von Montagmorgen an gelten strikte Beschränkungen für die Einreise aus einigen Nachbarländern. Bayern will Geschäfte und Bars schließen. Inseln in Nord- und Ostsee werden für Touristen gesperrt. „Das Leben in Deutschland steht vor radikalen Einschnitten …“
  • Esslinger, D et al. (SZ, 17.3.20): Öffentliches Leben muss pausieren. Bundesregierung und Ministerpräsidenten erlauben nur noch die Öffnung von Läden für die Grundversorgung, alle anderen müssen schließen. Auf Urlaubsreisen sollen Deutsche verzichten. „In Deutschland gilt nun das ‚Primat der Medizin‘ – mit diesen Worten hat … Söder (CSU) zusammengefasst, was am Montag geschah …“
  • Brössler, D. et al. (SZ, 18.3.20): Das Risiko ist jetzt hoch. Im Kampf gegen die Corona-Epidemie wollen Bund und Länder die zahl der Intensivbetten durch provisorische Kliniken verdoppeln. Deutschland lässt Nicht-EU-Bürger ab sofort nicht mehr einreisen.
  • Schneider, J. (SZ, 19.3.20): „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.“ In einer Fernsehansprache appelliert Angela Merkel an die Bürger, soziale Kontakte zu minimieren. Eine bundesweite Ausgangssperre gibt es nicht. Im Kampf gegen das Virus sollen Handydaten helfen.

SZ, Weiteres

  • Giesen, C et al. (SZ, 16.3.20, p.2): Wenn Hoffnung ansteckt. Taiwan, Hongkong und Singapur, inzwischen aber auch Südkorea, sind der Krise Herr geworden, ohne das soziale Leben komplett einzufrieren. Wie haben ausgerechnet Chinas Nachbarn das geschafft?
  • Dostert, E. et al. (SZ, 16.3.20, p.5): Unmoralisches Angebot. US-Präsident Donald Trump will einen Impfstoff gegen das Coronavirus exklusiv für seine Landsleute. Um es zu ergattern, bietet er dem deutschen Biotechnologie-Unternehmen Curevac hohe Summen an.
  • Gertz, H. (SZ, 17.3.30, p.3): Macht’s gut. Womöglich verabschieden sich die Menschen gerade voneinander, für Wochen, Monate. Wer weiß das schon. München, Corona und die letzten Tage der Freiheit.
  • Dostert, E. et al. (SZ, 17.3.30, p.17): Impfstoff für alle. Curevac, das Biotech-Unternehmen aus Tübingen, erteilt de, amerikanischen Präsidenten Trump eine Absage – und weckt Hoffnungen.
  • Uhlman, B. (SZ, 18.3.20, p.14): Vom Primärfall zur Latenzzeit. Mit dem Fortschreiten der Covid-19-Pandemie steigt auch das Bedürfnis der Öffentlichkeit nach wissenschaftlichen Informationen. Ein epidemiologisches Glossar … – Ansteckung: Basisreproduktionszahl; Herdenimmunität; Vom Ausbruch zur Pandemie: Ausbruch, Epidemie, Pandemie, Gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite; Verlauf der Infektion: Inkubationszeit, Latenzzeit; Die Betroffenen: Indexfälle, „Patient 0“, Primärfall, Fall(definition); Tödlichkeit: Letalität, Mortalität.
  • Kirchner, T. (SZ, 19.3.20, p.7): Das Hochrisiko-Experiment. Die niederländische Regierung will, dass sich viele Menschen mit dem Virus infizieren. – „… Niederländer … ihre Regierung macht es … anders als die anderen. Sie hängt … der Theorie der ‚Herden-‘ oder ‚Gruppenimmunität‘ an. Demnach soll sich der widerstandsfähige Teil der Bevölkerung möglichst umfassend anstecken …“

SPIEGEL online

  • Berres, I. (Spiegel 15.3.20, 12:39h): Interview mit dem Infektiologen John Ziebuhr, Leiter des Instituts für Medizinische Virologie, Universität Gießen: Corona-Pandemie. Wie sieht die Zukunft nach dem Ausbruch aus? „Die Maßnahmen sind dazu da, den Ausbruch so weit wie möglich zu verlangsamen …, damit unser eigentlich gut funktionierendes Krankenhaussystem nicht aufgrund der großen Anzahl an Patienten zusammenbricht, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen … davon ausgehen, dass es nicht mehr gelingt, dieses Virus komplett zu eliminieren. Selbst wenn sich ein großer Anteil der Bevölkerung weltweit infiziert und eine Immunität gegen das Virus aufbaut, wird diese innerhalb weniger Jahre wieder nachlassen … wird eine ganz schwierige Frage sein, ob man sicherstellen kann, infiziertes Personal durch regelmäßige Tests zu identifizieren, und ob man infiziertes Personal, das keine Erkrankungssymptome zeigt, vielleicht noch in ausgewählten, weniger kritischen Bereichen einsetzen muss, um die Arbeitsfähigkeit einer Klinik zu erhalten. spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-wie-sieht-die-zukunft-nach-dem-ausbruch-aus-a-4f1f91c6-eb02-4423-acbf-06fa25987914
  • Soeder, S. (Spiegel 18.3.20, 18:46h): Coronavirus: Epidemiologen empfehlen monatelange [in der vereinfachten Druckversion heißt es: rechnen mit monatelangen] Einschränkungen. Ein paar Wochen Ausnahmezustand, dann ist die Covid-19-Epidemie unter Kontrolle? So einfach wird die Sache nicht, sagen Forscher. Wir werden unsere Kontakte über lange Zeit reduzieren müssen. „… welche Maßnahmen zu welchem Zeitpunkt den besten Erfolg bringen, diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Epidemiologen arbeiten an Empfehlungen für die besten Strategien … Forschergruppe des Covid-19 Response Team am Imperial College in London … “Wir kommen … zu dem Schluss, dass die Unterdrückung von Epidemien zum gegenwärtigen Zeitpunkt der einzig gangbare Weg ist” … Das ist der Ansatz, der in Deutschland verfolgt wird … allerdings: Die Einschränkungen brächten nicht nur “enorme soziale und wirtschaftliche Kosten”, sie müssten … auch so lange beibehalten werden, bis ein Impfstoff verfügbar wird … Welchen Effekt die Eingriffe in unser Sozialleben auf die Verbreitung des Virus haben könnten, das kann jeder Interessierte mit einem Simulator im Netz … selbst ausprobieren. Entwickelt haben das Programm die Epidemiologen Martin Eichner (Uni Tübingen und Epimos GmbH) und Markus Schwehm (ExploSYS GmbH) zusammen mit Gesundheitsbehörden in Baden-Württemberg … Parameter … neben der Größe der simulierten Bevölkerung … auch die Anzahl der eingeschleppten Fälle und … der Faktor, wie viele Gesunde ein an Covid-19 Erkrankter infizieren kann … Ausmaß der … Social-Distancing-Maßnahmen … Effektivität der Isolation von Kranken … spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronakrise-epidemiologen-rechnen-mit-monatelangen-einschraenkungen-a-a7743f7f-83e3-44fd-91b0-29f645130207
  • Hoffmann, C. (Spiegel 19.3.20, 00:21h): Interview mit der Vorsitzenden des Europäischen Ethikrats, Prof. Dr. Christiane Woopen, Medizinethikerin: “Wenn die Ressourcen knapp werden, stellen sich existenzielle Fragen”. – Woopen: „Wir erleben ein Wegbrechen von Strukturen, die uns ansonsten Sicherheit vermitteln, auf ganz vielen Ebenen … Wir erleben das Ende verlässlicher Planbarkeit, existenzielle Nöte, … Grenzschließungen und Reiseverbote. Dies erfordert von allen Menschen, aber auch von den gesellschaftlichen und politischen Institutionen eine erhebliche Kreativität und Widerstandskraft … Eindruck, dass wir im Moment eine gute Geschichte der Solidarität, der Offenheit, des Zusammenrückens schreiben … unsere Bewegungsspielräume werden kleiner, aber es gibt auch sehr viel Positives … an Unterstützung und Zuwendung. Die äußere Begrenzung geht mit innerer Öffnung einher … ‚Krise‘ ist von seiner Herkunft her das Wort für Entscheidung. Wir alle … müssen es entscheiden: Was für eine Gesellschaft wollen wir sein? Wie wollen wir auf dieser Welt zusammenleben? spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-krise-und-ethik-wie-aerzte-entscheiden-welche-schwerkranken-versorgt-werden-und-welche-nicht-a-0f03e241-211a-4531-b338-28e34f866f60

15 Mar 2020, Φ Coronavirus (III), inkl. Allgemeinverfügung der Gesundheitsbehörde Hamburg

15.3.20, Coronavirus COVID-19 (Post III), inkl. Allgemeinverfügung der Gesundheitsbehörde Hamburg; Beiträge der Süddeutschen Zeitung (SZ)

www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/13721208/2020-03-15-bgv-coronavirus-aktuell/: Neue Allgemeinverfügung der Gesundheitsbehörde schränkt öffentliches Leben stark ein – alle Veranstaltungen untersagt, viele Einrichtungen müssen schließen. 15. März 2020 17:00 Uhr.

Aktuelle neue Fälle mit positiver COVID-19-Infektion: „ … die Zahl der in Hamburg gemeldeten Fälle … auf insgesamt 196 angestiegen … Wegen der derzeitigen Rückreisewelle aus Risikogebieten sowie aus der Schweiz und Österreich erwarten wir in den kommenden Tagen einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen … “

Neue Allgemeinverfügung der Gesundheitsbehörde: „ … Dazu sagt Gesundheitssenatorin … Prüfer Storcks: ‚ … Es handelt sich um den umfassendsten Eingriff in das öffentliche Leben Hamburgs seit vielen Jahrzehnten‘ “.

www.hamburg.de/contentblob/13721244/478958bdded12fd2f8ebc6769f327079/data/2020-03-15-pdf-allgemeinverfuegung.pdf: Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus in Hamburg. „Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist hochinfektiös … Der Senat hat der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz … am 11. März 2020 die Zuständigkeit für den Erlass von Allgemeinverfügungen gemäß § 28 Absatz 1 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 nach § 42 Satz 4 Bezirksverwaltungsgesetz in Verbindung mit § 1 Absatz 4 des Gesetzes über Verwaltungsbehörden übertragen. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz trifft auf dieser Grundlage im Einvernehmen mit … [9 Behörden] … und der Senatskanzlei in Ergänzung der Allgemeinverfügung über das Verbot von Veranstaltungen und Versammlungen zur Eindämmung des Coronavirus vom 12. März 2020 für das gesamte Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg folgende Allgemeinverfügung

  • 1. Soweit nachstehend nichts anderes bestimmt ist, sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen, bei denen es zu einer Begegnung von Menschen kommt,sowie Versammlungen unabhängig von der Zahl der Teilnehmenden untersagt. Ausgenommen von dieser Untersagung sind Veranstaltungen der Bürgerschaft, des Senats …, des Verfassungsgerichts, der Gerichte, der Fachbehörden, der Bezirksämter, anderer Hoheitsträger … sowie anderer Stellen oder Einrichtungen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen. Ausgenommen von der Untersagung sind zudem Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der öffentlich-rechtlichen Leistungserbringung, der Versorgung der Bevölkerung oder der Gesundheitsfürsorge der Bevölkerung dienen …
  • 2. Gewerbebetriebe im Sinne der Gewerbeordnung … der folgenden Arten dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden:a) Tanzlustbarkeiten (wie z.B. Clubs, Diskotheken, …), b) Messen, Ausstellungen, c) Spezialmärkte und Jahrmärkte, d) Volksfeste, e) Spielhallen, f) Spielbanken … und ähnliche Unternehmen. Es wird darauf hingewiesen, dass Wochenmärkte im Sinne der Gewerbeordnung von der Untersagung nicht erfasst sind.
  • 3. Gaststätten im Sinne des Gaststättengesetzes … dürfen nur für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn die Plätze für die Gäste so angeordnet werden, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist …
  • 5. Folgende Einrichtungen oder Angebote dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden: a) Theater (einschließlich Musiktheater), b) Filmtheater (Kinos), c) Konzerthäuser und -veranstaltungsorte, d) Museen, e) Ausstellungshäuser, f) Angebote in Stadtteilkulturzentren und Bürgerhäusern, g) Angebote der offenen Kinder und Jugendarbeit, h) öffentliche Bibliotheken, i) Planetarien, j) zoologische Ausstellungen in geschlossenen Räumen, k) Angebote von Volkshochschulen, l) Angebote von Sprach- und Integrationskursen der Integrationskursträger, m) Angebote von Musikschulen, n) Angebote in Literaturhäusern, o) Angebote privater Bildungseinrichtungen, p) Schwimmbäder …, q) Saunas und Dampfbäder, r) Fitness- und Sportstudios, s) Seniorentreffpunkte, t) Mensen und Cafés …
  • 6. Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist untersagt. Dies gilt sowohl für Sportanlagen im Freien als auch in geschlossenen Räumen …
  • 7. Prostitutionsstätten im Sinne des Prostituiertenschutzgesetzes … dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden.
  • 10. Diese Allgemeinverfügung gilt zunächst bis einschließlich 30. April 2020.

Begründung [generell] … Die Beschränkungen unter Ziffern 1 bis 7 sind erforderlich, um nach dem Stand der medizinischen Erkenntnisse besonders vulnerable Personengruppen vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 zu schützen. Wegen der dynamischen Ausbreitung … sind bei der Entscheidung die medizinalfachlichen und epidemiologischen Erkenntnisse zu berücksichtigen, dass bei Menschenansammlungen die latente und erhöhte Gefahr einer Ansteckung besteht. Die unter Ziffern 1 bis 7 aufgeführten Beschränkungen tragen dem Schutz der Bevölkerung Rechnung, da sie eine Ansteckung einer größeren Anzahl von Menschen zumindest verzögern können. Die dadurch zu erreichende Verzögerung des Eintritts von weiteren Infektionen ist erforderlich, um das Gesundheitswesen nicht zu überlasten und die erforderlichen Kapazitäten für die Behandlung der Erkrankten, aber auch sonstiger Krankheitsfälle bereit zu halten.

Begründung zu Ziffer 1-11


SZ-Titelstories

  • Hermann, B (SZ, 12.3.20): Merkel: Wir müssen Zeit gewinnen. Erstmals äußert sich die Kanzlerin ausführlich zur Corona-Epidemie. Ziel sei, die Ausbreitung zu verlangsamen. Gesundheitsminister Spahn lehnt flächendeckende Schließung von Schulen ab. sueddeutsche.de/politik/coronavirus-merkel-wir-muessen-zeit-gewinnen-1.4840925
  • Schwinn, M (SZ, 13.3.20): Welt im Fieber. Immer mehr Grenzen und Schulen werden geschlossen., die Kurse an den Börsen stürzen weiter ab. Um die Folgen des Coronavirus einzudämmen, sehen sich viele Staaten zu scharfen Maßnahmen gezwungen. sueddeutsche.de/politik/coronavirus-welt-im-fieber-1.4842417
  • Kristiana, L (SZ, 14.3.29): Die Verwundbarsten. Warum Schulschließungen vor allem diejenigen schützen sollen, die am meisten gefährdet sind: Alte und Kranke. „… Besonders schwierig … wird es für diejenigen, die in dieser Krise schon jetzt unter dem größten Druck stehen: die Mitarbeiter des Gesundheitswesens … Während sich … in ganz Deutschland die Schulen, Kongresshallen und Büros leeren, beginnt für das medizinische Personal ein Arbeiten unter Hochdruck.“
  • SZ, 14.3.20 [Verweise auf der Titelseite]: Unsichtbarer Feind. Das Coronavirus versetzt die Welt in Alarm. Die Folgen werden immer dramatischer … (i) So geht es weiter – Kinderbetreuung, Schulschließung, Verwandtenbesuch, Home-Office. Ein Wegweiser durch die kommenden Wochen … (ii) So hält man es zu Hause aus – Streaming, Musik und Spiele, die die Zeit vertreiben und Familien zusammenbringen … (iii) So war es schon mal – Seit Jahrtausenden versucht man, ansteckende Kranke zu isolieren – oft auf grausame Weise. Sieben historische Beispiele …

SZ, Weiteres

  • Linnartz, M (SZ, 12.3.20, p.8): Schützt dir Großeltern! Das Kind ist krank, jetzt muss Oma ran – dieses Grundprinzip funktioniert in der Corona-Krise nicht mehr. Warum genau darin eine Chance liegen könnte. „Corona-Ferien … so ziemlich das Gegenteil … von Ferien, nämlich: eine Zerreißprobe … Über Whatsapp-Gruppen geben Eltern einander Tipps gegen den Lagerkoller … … Diskussionen angeschoben …, die überfällig sind: Was bedeutet familienfreundliches Arbeiten wirklich? …“
  • SZ, 12.3.20, p.9: Die Künste in Zeiten des Virus. Noch nie zuvor ist das Kulturleben in Friedenszeiten und demokratischen Ländern so umfassend eingeschränkt worden … (Etho) Oberammer-GAU …Die Passionsspiele in Oberammergau … 1634 als Einlösung eines Versprechens nach einer überstandenen Pestepidemie das erste Mal aufgeführt. Seit 1680 gilt ein zehnjähriger Aufführungsrhythmus, der in diesem Jahr eine ganz besondere Bedeutung erhalten könnte … Massenszenen sind zur Zeit von den Proben ausgesetzt … guter Dinge, dass das Wunder auch in diesem Jahr eintritt.
  • Uhlman, B (SZ, 13.3.20, p.6): Ohne Beispiel. Noch nie ist das moderne soziale Leben so eingeschränkt worden: Was Abschottung bringt. „… Abschottung … ist selbst bei großen gesundheitlichen Notlagen ein heikles Thema. Es verlangt, zwei Aspekte gegeneinander abzuwägen: den Nutzen für die Gesundheit einerseits und die ökonomischen wie sozialen Risiken andererseits. Beides ist derzeit nur schwer abzuschätzen. … Erfahrungswerte aus den vergangenen Jahrzehnten gibt es nicht …“
  • Fischhaber, A et al. (SZ, 14.3.20, p.10): Es rappelt in der Kiste. Fünf Wochen keine Schule, keine Kita: Wie sollen Eltern jetzt daheim arbeiten und gleichzeitig die Kinder bespaßen? „…Plan machen … Und zwischendurch: Disco … Singen macht glücklich … Mit Essen spielt man … Fenster bemalen … Pizza-Spiel … Von der Rolle … Eier. Wir brauchen Eier! … Sinnvolles tun … Urlaub daheim …“
  • Babayigit, G et al (SZ, 14.3.20, S.11-13): Geschlossene Gesellschaft. In dieser Woche ist die Corona-Krise endgültig im Alltag der Deutschen angekommen. Chronik einer Überwältigung. [Bildunterschrift:] Was macht die Angst mit uns? Auf absehbare Zeit wird das Leben ein anderes sein.
  • Fromm, T et al. (SZ, 14.3.20, p.23): Wie Lehmann, nur gefährlicher. Ein Vergleich mit der Finanzkrise 2008 zeigt, dass das Coronavirus für die Wirtschaft eine große Bedrohung ist: Die Notenbanken können nicht viel tun. Und es gibt diesmal nicht nur einen Brandherd, sondern unzählige.
  • Stadler, R (SZ, 14.3.20, p.55): In den Häusern der Siechen. Die Ausbreitung des Coronavirus zeigt: Selbst moderne Gesellschaften tun sich sehr schwer damit, eine Quarantäne zu verhängen. Der Versuch, ansteckende Kranke zu isolieren, ist jahrtausendealt – und war oft sehr grausam. Sieben Beispiele. [i] „So viel Hässlichkeit“: Die Leprakolonie, [ii] „Denen Elenden nichts“: Das Siechenhaus, [iii] 40 Tage vor dem Hafen: Venedig 1377, [iv] „Pesthöhlen und Brutstätten“: Die Cholera in Hamburg 1892, [v] Die Freiheitsstatue vor Augen: Ellis Island, [vi] „Mogens krank, abends tot“: Die Spanische Grippe 1918/19, [vii] „Wir durften nichts mitnehmen“: Die Pocken im Sauerland 1970.