9 Dec 2020, Φ RF, AT: Nachhaltige StadtGesundheit in Corona-Zeiten. In: HAG Stadtpunkte Thema

9.12.2020, Rainer Fehr, Alf Trojan: Nachhaltige StadtGesundheit in Corona-Zeiten. In: HAG Stadtpunkte Thema, Ausgabe 02, Nov. 2020, S.9-11 [20-08]

Zur Zeitschriftenausgabe 02-20: hier.

Nachhaltige StadtGesundheit in Corona-Zeiten

  • Corona in allen Stadtsektoren: Ohne es bei diesem Namen zu nennen, ist das Konzept „Gesundheit in allen Politikbereichen“ (Health in All Policies … jetzt nahezu universell akzeptiert …
  • „Blickfelderweiterung“ und Corona: Wie selten zuvor sind historische Rückblicke auf frühere Epi- und Pandemien jetzt gefragt. Enorm gewachsen ist der Bedarf an Vorausschau und Vorsorge …
  • „Brückenbau“ und Corona: … Wie gut an der Nahtstelle von Wissenschaft und Politik der Austausch u.a. über Trends, Prognosen und die Wirksamkeit durchgeführter Maßnahmen funktioniert, ist nicht immer leicht zu erkennen. Unverkennbar besteht ein großer Bedarf, erwartbare Haupt- und Nebenwirkungen von Maßnahmen im Vorwege abzuschätzen. Mit … Folgenabschätzungen im Sinne von „Was wäre, wenn“-Analysen hat man sich in Wissenschaft und Praxis bisher schwergetan; eine entsprechende Kultur ist wenig entwickelt …
  • Corona und Nachhaltigkeit: … Der beginnende Klimawandel erfordert ähnlich radikal neue Prioritäten, wie sie jetzt zu beobachten sind. Es ist ermutigend … zu erkennen, in welchem Maße … positive Veränderungen in kürzester Zeit politisch und finanziell machbar sind. Gleichwohl stellt das Umschwenken auf nachhaltigen Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz eine immens große, ungelöste Aufgabe dar.
  • Resümee: Dass wir künftig auf Pandemien und andere gesundheits- und gesellschaftsbedrohliche Ausnahmesituationen besser vorbereitet sein müssen, steht außer Frage. Das Wissen über die Verschränkung von Gesundheit mit allen Stadtsektoren sollte bewahrt werden und eine Grundlage auch für Prävention und Gesundheitsförderung bilden …

20 Nov 2020, Φ Dt. Stiftungszentrum: Jahresbericht 2020 „Lichtblicke“, inkl. „Stadt der Zukunft“

20.11.2020, Dt. Stiftungszentrum: Jahresbericht 2020 „Lichtblicke“, inkl. „Stadt der Zukunft“

Das Deutsche Stiftungszentrum (DSZ) hat seinen Jahresbericht 2019/2020 unter dem Titel „Lichtblicke“ veröffentlicht, www.deutsches-stiftungszentrum.de/medien/dsz-jahresbericht-2020: “Lichtblicke sind in diesen schwierigen Zeiten besonders wichtig. Der aktuelle Jahresbericht des Deutschen Stiftungszentrums setzt daher den derzeitigen Herausforderungen bewusst etwas Positives entgegen …“

Im Bericht wird u.a. die Arbeit von ungefähr einem Dutzend Stiftungen näher vorgestellt, darunter (S.11) die Arbeit der Fritz und Hildegard Berg-Stiftung. Unter der Überschrift „Städte der Zukunft – Orte der Gesundheit“ heißt es dazu: „Um die ‘Stadt der Zukunft’ … gesünder, lebens- und … liebenswerter zu machen, hat die … Stiftung … in den vergangenen Jahren mehrere interdisziplinäre Juniorforschungsgruppen gefördert. Diese haben … innovative Konzepte zur Stadtentwicklung erarbeitet, etwa zur Gestaltung von Grünflachen, zur Erreichbarkeit von medizinischen Einrichtungen oder zum Zugang zu Sport- und Kulturangeboten … wurde die Initiative in diesem Jahr institutionell an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen verankert – durch die Förderung der Gründung des Instituts für Urban Public Health (InUPH) … Leiterin, die Gesundheitswissenschaftlerin und Biologin Susanne Moebus … Auch für die Verknüpfung und Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele 2030 ‚Gesundheit und Wohlergehen‘ und ‚Nachhaltige Städte und Gemeinden‘ – ein übergeordnetes, zentrales Anliegen der Stiftung – ist das neue Institut ideal aufgestellt …“

Als „Wirkung“ benennt der Bericht folgende Punkte:

  • Bedeutender Impuls für die systematische und kooperative Erforschung des Themas Stadt und Gesundheit
  • Erarbeitung von regional und international umsetzbaren Transformationsstrategien für Städte
  • Verfolgung der UN-Nachhaltigkeitsziele 2030: mehr Gesundheit und Wohlergehen der Bevölkerung in nachhaltigen Städten und Gemeinden.

Deutsches Stiftungszentrum, www.deutsches-stiftungszentrum.de/: Im Deutschen Stiftungszentrum hat der Stifterverband seine Kompetenz in Sachen Beratung und Management von Stiftungen gebündelt. Rund 670 Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von mehr als 3,2 Milliarden Euro bauen aktuell auf den Service des DSZ …

Vgl. (Auswahl):

13 Nov 2020, Φ Urban health project “Building bridges” – 2-year extension granted -> part V

Project “Building bridges”: 2-year extension granted / Projekt “Brückenbau“: 2jährige Fortsetzung bewilligt [12-04]

Today, the Fritz und Hildegard Berg Foundation (http://stiftungen.stifterverband.info/t133_berg/) which is managed within the Stifterverband (www.stifterverband.org/english), granted another 2-year extension of our project “Building bridges across disciplines and sectors” / Heute bewilligte die Fritz und Hildegard Berg-Stiftung (http://stiftungen.stifterverband.info/t133_berg/), die dem Stifterverband (www.stifterverband.org) angehört, erneut eine zweijährige Fortsetzung unseres Projektes “Disziplinärer und sektoraler Brückenbau”.

The project is located at Universität Bielefeld, School of Public Health, Department Environmental Health (Prof. Dr. Claudia Hornberg), and is part of the Berg foundation’s research program “City of the Future – Healthy, sustainable metropolises” (www.urban-health.de) / Das Projekt ist angesiedelt an der Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Arbeitsgruppe Umwelt und Gesundheit (Prof. Dr. Claudia Hornberg) und gehört zum Förderprogramm der Berg-Stiftung „Stadt der Zukunft: Gesunde, nachhaltige Metropolen“ (www.stadt-und-gesundheit.de).

11 Nov 2020, Φ Böhm et al. (Hg.): Gesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe – Druckausgabe

11.11.2020, Φ Böhm et al. (Hg.): Gesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe – Druckausgabe

18_17 Böhm et al 2020 cover

K. Böhm, S. Bräunling, R. Geene, H. Köckler (Hrsg.): „Gesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Konzept Health in All Policies und seine Umsetzung in Deutschland.“ Springer / VS, ISBN 978-3-658-30504-8.

Vgl. 1 Nov 2020 für e-Buch: nun liegt auch die Druckausgabe vor.

Unter „Grundlagen“ kommen im Buch zur Sprache: die Entwicklungsgeschichte von Gesundheit in allen Politikbereichen (HiaP) als ein Kernkonzept der Gesundheitsförderung; internationale Entwicklungen zu HiaP, Umsetzungsbeispiele und Perspektiven für Deutschland.

Zu den dargestellten „Politikfeldern“ gehören: Kinder- und Jugendhilfe, Bildung, Familienpolitik, Soziales, Einwanderung, Arbeitsmarkt, Arbeitsschutz, Verbraucherschutz, Umwelt, Klimapolitik, Wasserwirtschaft, Energieversorgung, Mobilität und Verkehr, Stadtentwicklung, Wohnen, Innere Sicherheit. Engagementpolitik.

Unter „Praxisbeispielen“ werden u.a. folgende Themen behandelt: Nationale Präventionsstrategie, Ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt, Pakt für Prävention Hamburg, Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Rheinland-Pfalz, Präventionsnetzwerke, Koordinierungsstellen, Fachplan Gesundheit und Leitfaden Gesunde Stadt NRW.

Der Abschnitt „Abschluss“ enthält zwei Beiträge: „Wie kommt Gesundheit auf die Agenda der Politikfelder? Das Beispiel der Stadtentwicklung“ (R.Fehr); „Health in All Policies: Wo stehen wir und was braucht es für die weitere Entwicklung?“ (K.Böhm, J.Lahn, H.Köckler, R.Geene, S.Bräunling).

6 Nov 2020, Φ MedEcon Ruhr: Stadt & Gesundheit

6.11.2020, MedEcon Ruhr: Stadt & Gesundheit

Die Ausgabe Oktober 2020 des MedEcon Ruhr-Magazins behandelt als Themenschwerpunkt „Stadt & Gesundheit“.

MedEcon Ruhr magazin Nr.36, Okt. 2020, https://medecon.ruhr/wp-content/uploads/downloads/mm36_web.pdf

p.4-5 Stadt & Gesundheit – Eine Metropole stellt sich auf

… Übergreifende Herausforderungen bestehen in Bezug auf … benachteiligte bzw. vulnerable Gruppen … eine stärkere Integration zwischen der Stadtentwicklung als Ganzes und der Entwicklung des Gesundheitssystems als Teil der urbanen Infrastruktur …

Drei Stoßrichtungen zeichnen sich ab: • Health in All Policies: Gesundheitsförderung … als integrierte Aufgabe aller urbanen Politikfelder … • Urban Health Care: … Verzahnung von medizinischer Versorgung und sozialen Hilfe- und Infrastrukturen … • Digital Urban Health: … intelligentes Datenmanagement …

Neue Entwicklungen in der Gesundheitsmetropole Ruhr

  • … Aufbau gesundheitswissenschaftlicher Einrichtungen mit expliziten Stadtentwicklungsbezügen, namentlich das Institut für Public Urban Health an der Universität Duisburg-Essen und das an der Hochschule für Gesundheit vorgesehene Forschungszentrum Urban Health Ruhr
  • sozialräumliche Konzept- und Projektentwicklungen … Gesundheitskioske, Gesundheitszentren, Gesundheitsnetze
  • digitale Entwicklungsvorhaben mit gesamträumlicher Perspektive für die Gesundheitsmetropole Ruhr … Mit der Digital Health Factory Ruhr soll … eine Plattform für digitale Lösungen für „Urban Health“ geschaffen werden
  • das … Dekadenprojekt „Ruhr Academy on Smart Sustainable Transformation“, in dem „Gesundheit“ als … Querschnittsthema des Umbaus der regionalen Stadtgesellschaft vorgesehen ist …

p.5-6 Forschungszentrum Urban Health Ruhr (FUHR)

… Das Konzept sieht vor, dass die Hochschule für Gesundheit auf dem Gesundheitscampus Bochum gemeinsam mit den Universitäten der Universitätsallianz Ruhr – also der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen – sowie der Hochschule Bochum, der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, MedEcon Ruhr, dem Landeszentrum Gesundheit und dem ILS-Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung das FUHR bildet …

“Inhaltlich leitend sind hier die Ansätze von StadtGesundheit, umweltbezogener Gerechtigkeit und Gesundheit in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung (Health in All Policies). Wir sehen … im FUHR das Potential, ein realer Lehr- und Lernort im internationaler Themenfeld Urban Health zu sein“, erklärte Heike Köckler, Professorin für Sozialraum und Gesundheit … Das FUHR besteht aus vier Elementen, dem stadtregionalen Strategieprozess RUHR 2050, … der International School of Urban Health …, einem Graduiertenzentrum … und einem Transfer- und Gründerzentrum.

p.6 Gesundheitskioske und neue urbane Versorgungsformen

… Gesundheitskioske: … sollen Anlaufstellen zur Beratung sein, aber auch Lotsenfunktionen durch das Gesundheits- und Sozialwesen wahrnehmen …

p.7 Institut für Urban Public Health (InUPH)

Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen gründet … das Institut für Urban Public Health (InUPH). Zukünftig wird hier systematisch und kooperativ erforscht, welchen Einfluss das städtische Umfeld auf die Gesundheit der Menschen hat und wie es optimal gestaltet werden kann. Die Fritz und Hildegard Berg-Stiftung im Stifterverband fördert die Institutsgründung mit 750.000 Euro über 5 Jahre. Seit mehr als 10 Jahren setzt sich die Stiftung … dafür ein, interdisziplinäre, praxisorientierte Ansätze zur gesunden, nachhaltigen Entwicklung urbaner Räume zu identifizieren und weiterzuentwickeln … Als Epidemiologin und Biologin wünscht sich die Institutsleiterin Prof. Dr. Susanne Moebus eine Rückkehr der sogenannten sozialen Medizin, die bereits im 19. Jahrhundert für mehr Synergien zwischen Stadtplanung und öffentlicher Gesundheit stand.

p.7 Digital Health Factory Ruhr

… Digitale Innovationspotenziale sieht das Bündnis • in der patientenzentriert vernetzten sozialräumlichen Versorgung, • in der Stärkung bürgerschaftlicher Gesundheitskompetenzen und • in der datenbasierten regionalen Gesundheitsforschung und Gesundheitsplanung …

p.8 Ruhr Academy on Smart Sustainable Metropolitan Transformation

„Gesundheit“ ist eines von fünf Innovationsfeldern der Ruhr …, die in einer Innovationsallianz zwischen Wissenschaft und Praxis Maßstäbe für den nachhaltigen ökologisch-sozialen Umbau von Ballungsräumen setzen will … geht es auch um … die Zukunftsfestigkeit der urbanen Gesundheitsversorgung wie auch der gesamten sozialen Infrastrukturen.