24 May 2020, Φ Coronavirus (IX)

24.5.20, Coronavirus (IX)

  • Cobey S (2020_04_25: Modeling infectious disease dynamics. The spread of the coronavirus SARS-CoV-2 has predictable features. Viewpoint: COVID-19. Science 368 (6492), 713-714, DOI: 10.1126/science.abb5659, https://science.sciencemag.org/content/368/6492/713?utm_campaign=toc_sci-mag_2020-05-14&et_rid=274816204&et_cid=3326757: … The emergence of … SARS-CoV-2 … has offered the world a crash course in modern epidemiology, starting with lessons in case detection and exponential growth … also reminded scientists of the challenges of communicating effectively during uncertainty … More than a century studying the size and timing of outbreaks … has given rise to a … quantitative and partially predictive theory of the dynamics of infectious diseases … SARS-CoV-2 is likely to circulate in humans for many years to come … Mathematical modeling and historical influenza pandemics provide a warning about comparing the effects of interventions in different populations. A rapid decline in … COVID-19 … cases … might be taken as evidence that interventions have been especially effective … But simple models show that epidemic dynamics become deeply unintuitive when there is seasonal variation in susceptibility or transmission, and especially when there is movement between populations … The scientific challenge now is to identify, through inference and simulation, measures that could provide as-good or better protection with less social cost …
  • Dellweg et al. (2020_05_08): Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) zur Auswirkung von Nase-Mund-Masken auf den Eigen- und Fremdschutz bei aerogen übertragbaren Infektionen in der Bevölkerung, https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/COVID-19/2020-05-08_DGP_Masken.pdf: … Kernaussage 1: Nicht medizinische Mund-Nasenmasken bieten einen nachgewiesenen Fremdschutz. Ein Selbstschutz ist nicht nachgewiesen, aber wahrscheinlich. Kernaussage 2: Durch das Tragen von Mund-Nasenmasken wird die exspirierte Aerosolwolke in ihrer Ausdehnung zu einer gegenüberstehenden Person reduziert, jedoch nach lateral und cranial in geringem Maße umgeleitet. Der propagierte Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern erscheint … ausreichend zu sein. Kernaussage 3: Der schützende Effekt der Maske kommt vor allem innerhalb von geschlossenen Räumen zum Tragen. Unter freiem Himmel kann bei Einhalten des Sicherheitsabstandes auf den Mundschutz verzichtet werden. Kernaussage 4: Masken mit Exspirationsventil sollten zum gegenseitigen Schutz nicht eingesetzt werden … Kernaussage 9: Bei Patienten mit Herz- und Lungenerkrankungen und vorhandener Ruhe- oder Belastungsdyspnoe und/oder eingeschränkter Lungenfunktion … sollte eine Blutgasanalyse bei anliegender Maske, idealerweise unter Belastung durchgeführt werden.
  • Marston C, Renedo A, Miles S (2020_05_04): Community participation is crucial in a pandemic. Comment. The Lancet, Online first, DOI: https://doi.org/10.1016/S0140-6736(20)31054-0, thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)31054-0/fulltext
  • Nationale Forschungsplattform für Zoonosen; Forschungsnetz zoonotische Infektionskrankheiten (2020_03_27): Coronavirus-Pandemie zeigt Notwendigkeit von “One Health”-Ansätzen, zoonosen.net/coronavirus-pandemie-zeigt-notwendigkeit-von-one-health-ansaetzen: Das neuartige Coronavirus …, welches momentan die Welt lähmt, ist vom Tier auf den Menschen übergegangen … Solche zoonotischen Ereignisse sind keine Seltenheit. Etwa zwei Drittel aller neuen Infektionskrankheiten stammen vom Tier … die Prävention und Bekämpfung dieser Infektionskrankheiten nur im Schulterschluss verschiedener Fachbereiche möglich … nur mit einem “One Health”-Ansatz können die komplexen Zusammenhänge der Gesundheit von Tier, Mensch und Umwelt berücksichtigt … und … wirksame und nachhaltige Maßnahmen getroffen werden …
  • Zielasek J et al (2020_05_22): COVID-19-Pandemie – Psychische Störungen werden zunehmen. Deutsches Ärzteblatt 117, H.21:A1114-7 + Lit., aerzteblatt.de/archiv/214109?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9: … Die Erfahrungen mit früheren Virusepidemien … und Wirtschaftskrisen … zeigen, dass soziale Isolation und abzusehende wirtschaftliche Folgen ungünstige Faktoren für die seelische Gesundheit … sind … ist mit einem Anstieg psychischer Störungen sowohl bei COVID-19-Erkrankten als auch in der Allgemeinbevölkerung zu rechnen. Dabei dürften Anpassungsstörungen, Angsterkrankungen, Depressionen und Traumafolgestörungen im Vordergrund stehen … Nach einer initial verringerten Inanspruchnahme … ist mit einer lang dauernden Phase zunehmender und erst sehr langsam wieder abnehmender Inanspruchnahme des psychiatrischen Versorgungssystems … zu rechnen. Entscheidend sind dann Prävention …, Früherkennung und Frühbehandlung … folgende Vorschläge: ● Verstetigung und Evaluation telepsychiatrischer Videokonsultationen und Online-Therapien ● Primärprävention sowie Förderung der Früherkennung und Frühbehandlung psychischer Erkrankungen durch … Informationskampagnen für die Bevölkerung, für COVID-19-Betroffene und ihre Familien, und für medizinisches Personal ● Initiativen zur Verbesserung der somatischen Versorgung psychisch Erkrankter …

SZ-Titelstories:

  • Bauchmüller M et al. (SZ, 4.5.2020): Die Wirtschaft wird ungeduldig. Nach fast zwei Monaten Shutdown und Milliardenverlusten fordern Verbandschefs und Ökonomen, die Beschränkungen zu lockern. Ein Stufenplan sei nötig, um die Zukunft nicht zu gefährden.
  • Rossbach H (SZ, 5.5.20): Ende der Einigkeit. Immer mehr Bundesländer möchten die Maßnahmen gegen das Coronavirus eigenständig lockern. Damit verstoßen sie gegen eine Verabredung untereinander – und mit Kanzlerin Merkel.
  • Gammelin C et al. (SZ, 6.5.20): EZB handelt teilweise verfassungswidrig. Karlsruhe fordert, dass die Europäische Zentralbank ihren Kauf von Staatsanleihen nachvollziehbar begründet und auch die Interessen von Sparern berücksichtigt.
  • Bullion C von (SZ, 7.5.20): „Wir können uns ein Stück Mut leisten“. Kanzlerin Merkel stellt weitgehende Lockerungen im öffentlichen Leben vor. Sollten die Infektionen aber wieder stark zunehmen, müssen lokal erneut Beschränkungen eingeführt werden.
  • Beisel KM et al. (SZ, 8.5.20): Seehofer soll die Grenzen öffnen. Unions-Abgeordnete fordern den Innenminister auf, die Kontrollen zu beenden. Diese seien für den Kampf gegen das Coronavirus nicht mehr nötig.
  • Endt C et al. (SZ, 9.5.20): Die verflixte 50. Experten halten den neuen Corona-Plan von Bund und Ländern für gefährlich, weil der Grenzwert zu hoch angesetzt sei. Die Epidemie könnte schnell wieder außer Kontrolle geraten.
  • Illinger P (SZ, 11.5.20): Sehnsucht nach Lockerung. Die Pandemie ist längst nicht gebannt, doch steigt das Verlangen nach einem Ende der Corona-Beschränkungen. Nur noch ein Viertel der Deutschen macht sich große Sorgen.
  • Esslinger D et al. (SZ, 12.5.20): Kritik an Corona-Protesten. In zahlreichen deutschen Städten demonstrierten Tausende gegen die Schutzmaßnahmen. Viele Politiker sehen in einer Allianz aus Verschwörungstheoretikern und Radikalen eine Gefahr.
  • Brössler D et al. (SZ, 13.5.20): Druck auf Seehofer wächst. Angesichts sinkender Infektionszahlen dringen immer mehr Politiker auf eine Lockerung der Reisebeschränkungen. Doch der Innenminister hält es für zu riskant, die Kontrollen generell aufzuheben.
  • Beisel KM et al. (SZ, 14.5.20): Deutschland will die Grenzen öffnen. Die Kontrollen an den Übergängen sollen von Samstag an langsam gelockert werden. Freien Reiseverkehr wird es laut Innenminister Seehofer aber frühestens Mitte Juni geben.
  • Gammelin C (SZ, 15.5.20): “Nicht gegen die Krise ansparen“. Obwohl Deutschland in diesem Jahr wegen der Pandemie fast 100 Milliarden Euro Steuereinnahmen wegbrechen werden, will Finanzminister Scholz an allen Vorhaben der Koalition festhalten.
  • Bielicki J et al (SZ, 16.5.20): Diffuse Unruhe. Ärger über die Corona-Beschränkungen treibt Tausende auf die Straße. Politiker erinnert der Protest an den Flüchtlingsherbst 2015. Einfache Lösungen gab es damals wie heute nicht.
  • Gammelin C (SZ, 18.5.20): Streit über Hilfspaket für Kommunen. Finanzminister Olaf Scholz will mit 57 Milliarden Euro Städte und Gemeinden unterstützen und sie von ihren Altschulden befreien – die CDU sowie etliche Bundesländer protestieren.
  • Fried N (SZ, 19.5.20): 500 Milliarden für den Aufschwung. Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron fordern ein weiteres EU-Programm. Es soll besonders von der Corona-Krise betroffenen Staaten bei der wirtschaftlichen Erholung helfen.
  • Charisius H et al. (SZ, 20.5.20): Die große Hoffnung. Forscher versprechen im Moment viel. Doch bis die Menschheit durch einen Impfstoff vor dem Coronavirus geschützt ist, wird es noch dauern. Und das Gezerre um die Patente beginnt schon.
  • Gurk C et al. (SZ, 22.5.20): Das Virus befällt die ganze Welt. Die WHO registriert 106 000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden – so viele wie noch nie. Vor allem in den Schwellenländern breitet sich der Erreger rasant aus.
  • Berndt C et al. (SZ, 23.5.20): Was Kinder brauchen. Verhaltensauffälligkeiten und Gewalt: Die Jüngsten leiden unter den Corona-Maßnahmen. Dabei wachsen Zweifel, ob die Einschränkungen bei Schul- und Kitabesuch gerechtfertigt sind.

SZ sonst

  • SZ, 12.5.20 (S. 1): Gesundheitsämter fordern Reformen. Kommunen und Ärzte kritisieren Ausstattung der Behörden.
  • Szymanski M (SZ, 12.5.20, S. 1): Piks mit der Finanzspritze. Kommunen, Landkreise und Ärzte sind unzufrieden mit der Hilfe des Bundes für örtliche Gesundheitsbehörden.
  • Schmidt M (SZ, 12.5.20, S.9): Alice hinter den Masken. Dem Coronavirus soll jeder Mensch kühl und strategisch begegnen. Aber ohne Gefühle und Metaphern kommt niemand unbeschadet durch eine Pandemie. — Hierzu S. 1: Wunderland der Wut. Wirken strenge Schutzregelungen, tobt das Coronavirus nicht so heftig – es erscheint aber auch weniger gefährlich. An „Alice im Wunderland“, Heldin aller Paradoxe, zeigt sich die Reaktion: Verwirrung, Trauer und Trotz.
  • Daum AW (SZ, 16.5.20): Vermessung der Seuche. Bereits Alexander von Humboldt spürte Infektionskrankheiten nach – und sah in ihnen eine gesellschaftliche Herausforderung: Was man in Corona-Zeiten von dem berühmten Naturforscher lernen kann.
  • Hulverscheidt C et al. (SZ, 20.5.20, S. 17): Sinnkrise im Büro. Nicht nur die Zwillingstürme der Deutschen Bank in Frankfurt wirken zu Corona-Zeiten wie verwaist – weltweit prüfen Firmenchefs, ob sie ihre teuren Immobilien noch brauchen, wenn Home-Office so gut funktioniert. Das Arbeitsleben wird sich radikal verändern.
  • Freund N (SZ, 22.5.20, S.9): Die Dramaturgie des Risikos. Wir brauchen eine Umgangsroutine mit dem Coronavirus.

19 May 2020, Φ (Urban) Public Health: conferences, programs / (Stadt-)Gesundheit: Konferenzen, Programmatik

19.5.2020, (Urban) Public Health: conferences, programs / (Stadt-)Gesundheit: Konferenzen, Programmatik

During the last 50 years, a variety of institutions held (international) conferences and generated programmatic documents concerning (urban) public health, health promotion, cities and settlements, the environment, environmental health, and sustainability / In den letzten 50 Jahren veranstalteten unterschiedliche Institutionen (internationale) Konferenzen zum Themenfeld (Stadt-)Gesundheit, Gesundheitsförderung, Städte und Siedlungswesen, Umwelt und umweltbezogener Gesundheitsschutz sowie Nachhaltigkeit, und verabschiedeten entsprechende Resolutionen und Programme.

Some of the conferences are considered as “serial”, including the WHO health promotion conferences, 1986ff (www.who.int/healthpromotion/conferences/en/) and the conferences taking place within the WHO European Ministerial Environment and Health process, 1989ff (www.euro.who.int/en/health-topics/environment-and-health/pages/european-environment-and-health-process-ehp/past-conferences-and-high-level-events-of-the-european-environment-and-health-process-1989-2017) / Einige Konferenzen bilden “Serien”, darunter die WHO-Konferenzen zur Gesundheitsförderung seit 1986 und die Konferenzen im Rahmen des WHO-Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa seit 1989.

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While a large fraction of these recommendations and resolutions was not implemented, both the consultations and the programmatic statements are likely to have influenced the global development in favor of health and sustainability / Bei weitem nicht alle Empfehlungen und Beschlüsse wurden umgesetzt; dennoch dürften die Beratungen und programmatischen Äußerungen die Gesamtentwicklung positiv zugunsten von Gesundheit und Nachhaltigkeit beeinflusst haben.

This compilation’s focus is on UN, WHO, EC and German processes. It also features a selection of analysing texts, including from my own working groups and personal work / Der Fokus dieser Zusammenstellung liegt bei Veranstaltungen und Produkten der Vereinten Nationen, der WHO, der Europäischen Kommission, ferner bei deutschen Entwicklungen. Angeführt sind auch ausgewählte Sekundärtexte, einschließlich solcher aus meinen Arbeitsgruppen sowie aus eigener Produktion.

Many developments mentioned below are integrative: they aim to jointly address health issues of various populations as well as the interaction of different resources and exposures. Therefore, they may be called “integrated programs” / Viele der hier angesprochenen Entwicklungen haben integrativen Charakter: sie sind darauf angelegt, die Gesundheit verschiedener Menschengruppen sowie das Zusammenwirken unterschiedlicher Ressourcen und Belastungen gemeinsam zu adressieren. Sie werden deshalb auch als „integrierte Programme“ bezeichnet.

Tab.: (Urban) Public Health, health promotion, cities and settlements, the environment, environmental health, and sustainability: (international) conferences and programmatic documents / (Stadt-)Gesundheit, Gesundheitsförderung, Städte und Siedlungswesen, Umwelt und umweltbezogener Gesundheitsschutz sowie Nachhaltigkeit: Resolutionen und Programme.

  Document Links
1972 UN Conference on Environment and Development, Stockholm www.un.org/ga/search/view_doc.asp?symbol=A/CONF.48/14/REV.1
1976 UN Conference on Human Settlements, Vancouver (BC): The Vancouver declaration on human settlements https://undocs.org/A/CONF.70/15
1977 World Health Assembly: Health for All
1978 WHO & UNICEF (in Alma Ata, Kasachstan, UdSSR): Declaration of Alma-Ata (Primary health care) / Erklärung von Alma-Ata www.who.int/publications/almaata_declaration_en.pdf
1980 WHO-Regionalbüro für Europa: Europäische Regionalstrategie „Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000“ (kurz: Gesundheit 2000) www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0006/109761/EHFA5-G.pdf
1985 WHO-Regionalbüro für Europa: Einzelziele zur Unterstützung der europäischen Regionalstrategie
1985 World Bank: The Environment, Public Health, and Human Ecology
1986 1986 WHO, Health & Welfare Canada, Canadian Public Health Association in Ottawa, Ontario, Canada: An International Conference for Health Promotion -> Ottawa Charter for Health Promotion www.who.int/healthpromotion/conferences/previous/ottawa/en/
1987 WHO-Regionalbüro für Europa: Programm “Gesunde Städte“
1987 UN World commission on Environment and Development: “Our common future” (“Brundtland Report”) Oxford University Press, Oxford (UK); https://sustainabledevelopment.un.org/content/documents/5987our-common-future.pdf
1988 WHO, in Adelaide: 2nd International Conference on Health Promotion -> Adelaide Recommendations” (commitment to Global Public Health) www.who.int/healthpromotion/conferences/previous/adelaide/en/
1988 WHO-Regionalbüro für Europa: Environment and Health in Europe. A regional strategy
1988 Ständige Konferenz der Gemeinden und Regionen Europas des Europarates, WHO-Regionalbüro für Europa, Stadt Wien: Gesundheit in Städten – Neue kommunalpolitische Ansätze zur Förderung der öffentlichen Gesundheit-> “Wiener Empfehlungen zur Gesundheit in Städten
1989 WHO, Frankfurt/M.: 1st European Ministerial Conference on Environment and Health -> “Europäische Charta Umwelt und Gesundheit www.euro.who.int/en/health-topics/environment-and-health/pages/european-environment-and-health-process-ehp/past-conferences-and-high-level-events-of-the-european-environment-and-health-process-1989-2017/first-ministerial-conference-on-environment-and-health,-frankfurt-am-main,-1989
1991 WHO, Nordic Council of Minister, United Nations Environment Programme (UNEP) in Sundsvall, Schweden: 3rd lnternational Conference on Health Promotion: Action for Public Health. Supportive Environments for Health www.who.int/healthpromotion/conferences/previous/sundsvall/en/
1991 WHO-Regionalbüro für Europa: Revision des HFA-Programms (publiz. 1993); HFA-Ziel 24: Humanökologie und Siedlungswesen
1992 WHO Commission on Health and Environment: ,,Our planet. our health https://apps.who.int/iris/handle/10665/37933
1992 Rio de Janeiro: (2nd) UN Conference on Environment and Development (UNCED, “Earth Summit”): ,,Rio Declaration”, ,,Agenda 21” (inkl. nachhaltige Siedlungsentwicklung; Baustoffe, Verkehr, Energie); Einrichtung der Commission on Sustainable Development (CSD) https://de.wikipedia.org/wiki/Rio-Erkl%C3%A4rung_%C3%BCber_Umwelt_und_Entwicklunghttps://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_21
1992 Council of the European communities, Commission of the European Communities: Treaty on European Union (Treaty of Maastricht), Title X = Public Health, Titel XVl = Environment; Art. 129: Implications of policies https://europa.eu/european-union/sites/europaeu/files/docs/body/treaty_on_european_union_en.pdf
1992 BMU: Umweltschutz in Deutschland. Nationalbericht der Bundesrepublik Deutschland für die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Brasilien im Juni 1992
1993 San Francisco: International Healthy Cities and Healthy Communities conference Fehr R (1994): Conference report … (s.Lit.liste)
1993 Gesunde-Städte-Netzwerk (GSN): 9-Punkte-Programm / Beitrittskriterien; mit Mindeststandards (1999); Punkt 9 modifiziert in 2000 https://gesunde-staedte-netzwerk.de/9-punkte-programm/
1993 46th World Health Assembly: WHO Global Strategy for Health and Environment WHO Geneva (1994): Healthy and productive lives in harmony with nature. A WHO global strategy for health and environment. WHO/EHE/94.1
1994 WHO et al, Helsinki: 2nd European Ministerial Conference on Environment and Health -> Helsinki Declaration; Environmental Health Action Plan for Europe; (1995) “Concern for Europe’s Tomorrow” www.euro.who.int/en/health-topics/environment-and-health/pages/european-environment-and-health-process-ehp/past-conferences-and-high-level-events-of-the-european-environment-and-health-process-1989-2017/second-ministerial-conference-on-environment-and-health,-helsinki,-1994
1994 Aalborg: 1. Europäische Konferenz über zukunftsbeständige Städte und Gemeinden -> Charta von Aalborg; auch: Aalborg process for local sustainability www.apug.de/archiv/pdf/aalborg_charta.pdf
1996 Istanbul: UN Conference Habitat II -> (i) The Habitat agenda goals and principles, commitments and the global plan of action, (ii) Istanbul declaration on human settlements www.un.org/ruleoflaw/wp-content/uploads/2015/10/istanbul-declaration.pdf
1996 Lissabon: 2. Europäische Konferenz über zukunftsbeständige Städte und Gemeinden -> Lissabonner Aktionsplan www.apug.de/archiv/pdf/lissabonner_aktionsplan.pdf
1997 WHO, in Jakarta: 4th International Conference on Health Promotion: New Players for a New Era – Leading Health Promotion into the 21st Century www.who.int/healthpromotion/conferences/previous/jakarta/declaration/en/
1998 WHO, in Athens: International Healthy Cities conference -> Athens declaration for Healthy Cities www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0007/376963/athens-declaration-healthy-cities.pdf
1998 WHO-Regionalbüro für Europa: Gesundheit 21 – Gesundheit für alle im 21. Jahrhundert. Eine Einführung Europäische Schriftenreihe „Gesundheit für alle“, Nr.5 und Nr.6, www.euro.who.int/de/publications/abstracts/health21-the-health-for-all-policy-framework-for-the-who-european-region
1999 WHO et al., London: 3rd European Ministerial Conference on Environment and Health -> (u.a.) Charter on Transport, Environment and Health www.euro.who.int/en/health-topics/environment-and-health/pages/european-environment-and-health-process-ehp/past-conferences-and-high-level-events-of-the-european-environment-and-health-process-1989-2017/third-ministerial-conference-on-environment-and-health,-london,-united-kingdom,-1999
1999 Bundesumweltministerium (BMU) und Bundesministerium für Gesundheit (BMG): Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) www.apug.de
2000 WHO, in Mexico: 5th Global Conference on Health Promotion: Bridging the Equity Gap, Mexico City, June 5th, 2000 -> Mexico Ministerial Statement for the Promotion of Health www.who.int/healthpromotion/conferences/previous/mexico/statement/en/
2002 UN Economic Commission for Europe (UN-ECE): Transport, Health and Environment Pan-European Programme (THE PEP) www.unece.org/trans/theme_pep.html
2003 Arbeitsgruppe gesundheitsfördernde Gemeinde- und Stadtentwicklung (AGGSE): Fünf Thesen
2004 WHO et al., Budapest: 4th European Ministerial Conference on Environment and Health www.euro.who.int/en/health-topics/environment-and-health/pages/european-environment-and-health-process-ehp/past-conferences-and-high-level-events-of-the-european-environment-and-health-process-1989-2017/fourth-ministerial-conference-on-environment-and-health,-budapest,-hungary,-2004
2005 WHO, in Bangkok: 6th … conference … -> The Bangkok Charter for Health Promotion in a Globalized World (11 August 2005) www.who.int/healthpromotion/conferences/6gchp/bangkok_charter/en/
2007 Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt. Angenommen anlässlich des Informellen Ministertreffens zur Stadtentwicklung und zum territorialen Zusammenhalt in Leipzig am 24./25. Mai 2007 www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Nationale_Stadtentwicklung/leipzig_charta_de_bf.pdf
2008 WHO Ministerial conference, Tallinn: The Tallinn Charter: Health systems for health and wealth www.euro.who.int/en/media-centre/events/events/2008/06/who-european-ministerial-conference-on-health-systems/documentation/conference-documents/the-tallinn-charter-health-systems-for-health-and-wealth
2009 WHO, in Nairobi: 7th Global Conference on Health Promotion -> Nairobi Call to Action www.who.int/healthpromotion/conferences/7gchp/en/
2010 Studiengruppe Gesundheitsförderung und -management in Europa (E. Göpel, A. Hofmeister), Hochschule Magdeburg-Stendal: Gesundheit nachhaltig fördern, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Forderungen an Bund, Länder und Kommunen. Magdeburger Strategiepapier zur Gesundheitsförderung http://fc.quarternet.de/download/Magdeburger-Strategiepapier.pdf
2010 WHO et al., Parma: 5th European Ministerial Conference on Environment and Health www.euro.who.int/en/media-centre/events/events/2010/03/fifth-ministerial-conference-on-environment-and-health
Parma conf.erence side event: Symposium organized by WHO Regions for Health Network (RHN): “European Regional Perspectives on Environment and Health”, 11 March, 18:00-19:30
2013 WHO, in Helsinki: The 8th Global Conference on Health Promotion, 10-14 June 2013 -> The Helsinki statement on Health in All Policies www.who.int/healthpromotion/conferences/8gchp/en/
2014 Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL): Umwelt- und Gesundheitsaspekte im Programm Soziale Stadt – Plädoyer für eine stärkere Integration https://shop.arl-net.de/media/direct/pdf/pospaper_97.pdf
2014 Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL): Charta Zukunft Stadt und Grün www.die-gruene-stadt.de/charta-zukunft-stadt-und-gruen.aspx
2015 Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK): Den Tsunami der chronischen Krankheiten stoppen: vier Maßnahmen für eine wirkungsvolle und bevölkerungsweite Prävention. Strategiepapier www.dank-allianz.de/files/content/dokumente/150612_DANK-Strategiepapier.pdf
2015 Walter U, Nöcker G, Pawils S, Robra B-P, Trojan A, Franz M et al.: Memorandum – Prävention und Gesundheitsförderung nachhaltig stärken: Herausforderungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene Gesundheitswesen 2015; 77:382-388
2016 People, planet and participation: the Kuching statement on healthy, just and sustainable urban development. International Institute for Global Health, United Nations University, Kuala Lumpur, Malaysia Health Promotion International 2018; 33:149-151; Advance access publication date: 29 June 2016, https://academic.oup.com/heapro/article/33/1/149/2555389
2016 Nationale Präventionskonferenz: Bundesrahmenempfehlungen der Nationale Präventionskonferenz nach § 20d Abs.3 SGB V www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/presse/pressemitteilungen/2016/Praevention_NPK_BRE_verabschiedet_am_19022016.pdf
2016 WHO, in Shanghai: 9th Global Conference on Health Promotion: The future of public health lies in cities -> Shanghai declaration on promoting health in the 2030 agenda for Sustainable Development [incl.: Cities and communities are critical settings for health] www.who.int/healthpromotion/conferences/9gchp/en/
2017 GKV-Spitzenverband: Leitfaden Prävention www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/praevention_selbsthilfe_beratung/praevention_und_bgf/leitfaden_praevention/leitfaden_praevention.jsp
2017 WHO European Healthy Cities Network: Pécs declaration www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0005/334643/Pecs-Declaration.pdf
2017 Strategies for disease prevention and health promotion in urban areas: The Erice 50 charter Ann.Ig. 2017; 29:481-493, www.researchgate.net/publication/321712668_Strategies_for_Disease_Prevention_and_Health_Promotion_in_Urban_Areas_The_Erice_50_Charter
2017 WHO et al., Ostrava (Czech Rep.): 6th European Ministerial Conference on Environment and Health www.euro.who.int/en/media-centre/events/events/2017/06/sixth-ministerial-conference-on-environment-and-health
2018 European Commission: Horizon 2020. Work programme 2018-2020. Ch.8. Health, demographic change and wellbeing https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/h2020-sections
2019 Deutscher Städtetag: Grün in der Stadt. Positionspapier des Deutschen Städtetages www.staedtetag.de/publikationen/materialien/090700/index.html
2019_10_01 Paritätischer Gesamtverband: Sozial-ökologische Wende – Paritätische Grundsätze erfolgreicher Klimapolitik www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Seiten/Verband/doc/Positionierung_Klimapolitik_final.pdf
2019_05 Düsseldorfer Erklärung zum Städtebaurecht – Reform der städtebaulichen Gesetzgebung.Dazu Baumgart et al. (2019_07): Gegen die Düsseldorfer Deregulierung! www.stadtbaukunst.de/homepage-2-2/konferenz-no-10-4/www.bundesstiftung-baukultur.de/sites/default/files/medien/8349/downloads/d-e_widerspruch_2019-07-09-1.pdf
2019_06_11-13 WHO European Healthy Cities network & WHO Regions for Health network: Statement at the High-level Conference on Accelerating Progress on Equity in Health in the WHO European Region, 11-13 June 2019, Ljubljana, Slovenia www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0003/422634/HEC-Meeting-report.pdf
2019 Charta der Neurourbanistik https://neurourbanistik.de/charta-der-neurourbanistik/
2019 European Public Health Association (EUPHA), Societé Francaise de Santé Publique et al.: The Marseille statement: Building bridges for solidarity in health https://eupha.org/repository/advocacy/Marseille_statement_2019/Marseille_statement_-_Building_bridges_for_solidarity_in_public_health_November_2019.pdf
2019 Zukunftsforum Public Health / Geene R, Gerhardus A, Grossmann B, Kuhn J, Kurth BM, Moebus S, Philipsborn P von, Pospiech S, Matusall S: Health in All Policies – Entwicklungen, Schwerpunkte und Umsetzungsstrategien für Deutschland. In Kooperation mit der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung und Gesundheit Berlin-Brandenburg https://zukunftsforum-public-health.de/health-in-all-policies/
2020_03 Arbeitsgruppe Gesundheitsfördernde Gemeinde- und Stadtentwicklung (AGGSE): Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Stadtentwicklung. Fünf Thesen. Berlin https://difu.de/sites/difu.de/files/archiv/projekte/aggse_thesen_2020-03-09.pdf

Analysing literature / Analysierende Literatur:

  • Arbeitsgruppe “Umwelt und Gesundheit” der Fakultät für Gesundheitswissenschaften: Initiative für eine Regionale Agenda 21 OWL. Bielefeld, 1996. Materialien “Umwelt und Gesundheit”, lögd NRW, Bielefeld, Mai 2001 (iv+77 Seiten), Band 29.
  • Fehr R (1994): Conference report: First International Healthy Cities Conference, San Francisco, Dec. 8-11, 1993. Z.f.Gesundheitswiss., 2. Jg., H.3:271-275.
  • Fehr R (2001): Ökologische Gesundheitsförderung. Analysen – Strategien – Umsetzungswege. Hans Huber Verlag, Bern Kap. 4.3 Integrierte Programme: Gesundheit für alle; Agenda 21; Deutsches Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit; Tab. 4.3 (p.154-155): Internationale Programmatik- und Berichterstattungsdokumente (mit 23 Einträgen).
  • Fehr R (forthcoming, 2021): Wie kommt Gesundheit auf die Agenda der Politikfelder? Das Beispiel der Stadtentwicklung. Kapitel in: Böhm K, Bräunling S, Geene R, Köckler H (Hrsg.): Gesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe – Das Konzept Health in All Policies in Deutschland. Springer Wissenschaftsverlag [18-17]. Im Beitrag zahlreiche Bezüge zu Programmatik, insbesondere zu integrierten Programmen.
  • Fehr R, Busse M, Gabler W, Kobusch A-B, Moebus S, Rohr M, Serwe H-J (1996): „Agenda 21“ of the Rio conference – from Public Health and Environmental Sciences perspective [seven theses, with annotations]. Z.f.Gesundheitswiss. 1996, 4.Jg., H.2, 184-188.
  • Fehr R, Hornberg C, Wichmann H-E (2012): Umwelt und Gesundheit. Beitrag (pp.573-608) in: Hurrelmann K, Razum O (Hrsg.): Handbuch Gesundheitswissenschaften, 5. Aufl. Beltz-Juventa, Weinheim und Basel. Darin (pp. 601-603): 4.4 Integrierte Programme; inkl. Gemeinsamkeiten und Unterschiede; Stärken und Schwächen.
  • Fehr R, Neus H, Heudorf U (2005): Integration, Integrierte Programme. Kap. 5.2 (pp.370-382) in: Fehr R, Neus H, Heudorf U (Hrsg.): Gesundheit und Umwelt. Ökologische Prävention und Gesundheitsförderung. Huber, Bern : Gemeinsamkeiten und Unterschiede; Möglichkeiten und Grenzen; Forschungs- und Entwicklungsbedarfe; Tab. 5.2-1 (pp.374-375): Integrierte Programme für Gesundheit, Umwelt und Entwicklung, initiiert 1988-1999: Healthy City, (Lokale) Agenda 21, Aktionspläne Umwelt und Gesundheit, Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ (Synopse inkl. Zielsetzungen, Adressaten, Umfang, Mechanismen/Infrastruktur, Evaluation).
  • Göpel E (2012): Internationale Leitlinien und Konzepte für Gesundheit und Stadtentwicklung. Kap. 4 (pp.49-58) in: Böhme C, Kliemke C, Reimann B, Süß W (Hrsg.): Handbuch Stadtplanung und Gesundheit. Hans Huber / Hogrefe Verlag, Bern Tab. 4-1 (p.51): Übersicht zur internationalen Programmentwicklung; Kategorien: Stadt-Entwicklungs-Programme, Bereich Umwelt und Gesundheit/Nachhaltige Entwicklung, Gesundheitsförderung und WHO (mit 31 Einträgen)
  • Kaba-Schönstein L (aktualisiert 2018_06_15): Gesundheitsförderung 2: Entwicklung vor Ottawa 1986, leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/gesundheitsfoerderung-2-entwicklung-vor-ottawa-1986/, in: Trojan A, Kaba-Schönstein L, Plaumann M et al. (Hrsg.): Leitbegriffe der Prävention und Gesundheitsförderung. Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), www.leitbegriffe.bzga.de
  • Kaba-Schönstein L (aktualisiert 2018_06_15): Gesundheitsförderung 3: Entwicklung nach Ottawa, leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/gesundheitsfoerderung-3-entwicklung-nach-ottawa/, in: Trojan A, Kaba-Schönstein L, Plaumann M et al. (Hrsg.): Leitbegriffe der Prävention und Gesundheitsförderung. Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), www.leitbegriffe.bzga.de
  • Köckler H, Fehr R: Health in All Policies: Gesundheit als integrales Thema von Stadtplanung und –entwicklung, https://shop.arl-net.de/media/direct/pdf/fb/fb_008/05_health_in_all_policies.pdf [08-09] i Tab. 1 (pp.72-76): “Health in All Policies” als Thema von Fachkonferenzen (mit 13 Einträgen). Beitrag (pp.70-86) in: Baumgart S, Köckler H, Ritzinger A, Rüdiger A (Hrsg.) (2018): Planung für gesundheitsfördernde Städte. Forschungsberichte der ARL 08, https://shop.arl-net.de/planung-fuer-gesundheitsfoerdernde-staedte.html. See also: https://rfehr.eu/2018/06/19/19-jun-2018-%cf%86-arl-report-planning-for-healthy-cities/.
  • Philippsen D, Möller H, Fehr R (2003): Gesundheit in der Lokalen Agenda 21: Praxisbeispiele. Infoband 2. Projekt “Agenda 21 und Umweltmedizin”. Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld und Landesinstitut für den öffentlichen Gesundheitsdienst (lögd) NRW. Siehe: https://rfehr.eu/portfolio/1999-2002-nrw-funded-project-agenda-21-and-health/.
  • Stricker S: Das Gesunde-Städte-Projekt der WHO und die Lokale Agenda 21 – Gemeinsamkeiten und Kooperationsmöglichkeiten. Diplomarbeit 1999, Fak. f. Gesundheitswissenschaften, Univ. Bielefeld. Materialien “Umwelt und Gesundheit”, lögd NRW, Bielefeld, Nov. 2000 (viii+104 Seiten), Band 14.
  • Waldeck J: Agenda 21 und Gesundheit – Auswahl geeigneter Nachhaltigkeitsindikatoren für gesundheitsrelevante Projekte, dargestellt an einem Beispiel aus dem Bergischen Städtedreieck. Diplomarbeit 1999, Fak. f. Gesundheitswissenschaften, Univ. Bielefeld. Materialien “Umwelt und Gesundheit”, lögd NRW, Bielefeld, Mai 2001 (iv+108 Seiten), Band 26.
  • Wolf U, Fehr R (2002): Aktionspläne Umwelt und Gesundheit im internationalen Vergleich: Aufstellung der Pläne. Materialien “Umwelt und Gesundheit”, Nr. 22, Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst Nordrhein-Westfalen (lögd NRW).
  • Wolf U, Fehr R: Aktionspläne Umwelt und Gesundheit im internationalen Vergleich: Aufstellung der Pläne. Materialien “Umwelt und Gesundheit”, lögd NRW, Bielefeld, April 2002 (xi+115 Seiten), Band 34.
  • Wolf U, Mekel O, Fehr R (Hrsg.) (2002): Dokumentation der Veranstaltungsreihe “Integrierte Programme für Gesundheit, Umwelt und Entwicklungsplanung” im Jahre 2001. Materialien “Umwelt und Gesundheit”, Nr. 37, Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst Nordrhein-Westfalen (lögd NRW) gemeinsam mit Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld – Arbeitsgruppe Prävention und Gesundheitsförderung. Inkl. (pp.59-66): Wolf U, Fehr R (2002): Aktionspläne Umwelt und Gesundheit (NEHAPs) in Europa: Aktueller Stand und Übertragbarkeit der Erfahrungen. Siehe: https://rfehr.eu/portfolio/2000-2003-nrw-funded-project-apug-nrw/.
  • Wolf U, Mekel O, Fehr R: Dokumentation der Veranstaltungsreihe “Integrierte Programme für Gesundheit, Umwelt und Entwicklungsplanung im Jahre 2001”. Materialien “Umwelt und Gesundheit”, lögd NRW, Bielefeld, Oktober 2002 (vi+159 Seiten), Band 37.
  • Wolf U, Philippsen D, Fehr R (2000/rev.2001): Agenda 21 und Gesundheit. Infoband. Projekt „Agenda 21 und Gesundheit“. Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld und Landesinstitut für den öffentlichen Gesundheitsdienst (lögd) NRW, 20 Thesen „Agenda 21 und Gesundheit“ zu: Agenda-Prozess, Gesundheit im Agenda-Prozess: Status quo; Gesundheit im Agenda-Prozess: Potenziale; Nächste Schritte. Siehe: https://rfehr.eu/portfolio/1999-2002-nrw-funded-project-agenda-21-and-health/.
  • Wolf U, Philippsen D, Fehr R: Agenda 21 und Gesundheit – Kooperationen, Schwerpunkte, Instrumente. Dokumentation der Tagung vom 21.6.00 in Düsseldorf. Materialien “Umwelt und Gesundheit”, lögd NRW, Bielefeld, Okt. 2000 (64 Seiten), Band 7.
  • Wolf U, Schimpf S: Aktionspläne Umwelt und Gesundheit – Umsetzung der Pläne. Materialien „Umwelt und Gesundheit“, lögd NRW, Bielefeld, September 2003 (ix+66 Seiten), Band 42.

12 May 2020, Φ Paper on Sustainable Urban Health accepted for Bundesgesundheitsblatt

12.5.2020 Paper on Sustainable Urban Health accepted for Bundesgesundheitsblatt / Beitrag zu Nachhaltiger StadtGesundheit akzeptiert für Bundesgesundheitsblatt

A paper on „Sustainable Urban Health: Conceptual foundations and current initiatives” (A. Trojan, R. Fehr) had been submitted to Bundesgesundheitsblatt / Ein Beitrag “Nachhaltige StadtGesundheit: konzeptionelle Grundlagen und aktuelle Initiativen“ (A. Trojan, R. Fehr) war beim Bundesgesundheitsblatt eingereicht worden.

The paper was accepted for publication and is to be included into an upcoming issue on Urban Health / Der Beitrag wurde zur Veröffentlichung akzeptiert und soll in einem Themenheft „Stadt und Gesundheit“ erscheinen [20-02].

5 May 2020, Φ Institut für Urban Public Health (InUPH) in Essen

5.5.2020, Institut für Urban Public Health (InUPH) in Essen

Wie die Universität Duisburg-Essen mitteilt (www.uni-due.de/med/meldung.php?id=983), gründet die dortige Medizinische Fakultät am Universitätsklinikum Essen das Institut für Urban Public Health (InUPH). Zukünftig werde hier systematisch und kooperativ erforscht, welchen Einfluss das städtische Umfeld auf die Gesundheit der Menschen hat und wie es optimal gestaltet werden kann. Die Fritz und Hildegard Berg-Stiftung im Stifterverband fördert die Institutsgründung mit 750.000 Euro über 5 Jahre. Die Mitteilung vom 5.5.20 trägt die Überschrift: „Neues Institut erforscht Einfluss von Stadtplanung auf die Gesundheit der Bewohner“.

Eine stark gekürzte Fassung des Informationsdienstes Wissenschaft (idw) vom 5.5.20 (https://idw-online.de/de/news746864) trägt die Überschrift: „Institut für Urban Public Health: Wie Stadtplanung die Gesundheit beeinflusst”.


Cf.: 27 May 2019, Φ Research program 2019 „City of the Future – Healthy, sustainable metropolises”: concept outline due 20 July 2019.

2 May 2020, Φ Coronavirus (VIII)

2.5.20, Coronavirus (VIII)

Exzerpiert (s.u.):

  • DÄB: Spahn verspricht „ … Update“ des Öffentlichen Gesundheitsdienstes
  • DÄB: NAKO Gesundheitsstudie bindet COVID-19 in Untersuchung ein
  • Schneidewind et al.: Eckpfeiler einer resilienten „Post-Corona-Stadt“
  • Rosenbloom D et al.: A COVID-19 recovery for climate (Editorial, Science)
  • Lu, MC: Future pandemics can be prevented … (Washington Post)
  • IAIA: COVID-19 Pandemic Statement
  • BfArM: Hinweise zur Verwendung von „Community-Masken“

Gelistet (s.u.):

  • Beiträge
  • SZ-Titelstories
  • SZ sonst

Deutsches Ärzteblatt (DÄB) 20.4.20: Spahn verspricht „personelles und digitales Update“ des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, www.aerzteblatt.de/nachrichten/112118/Spahn-verspricht-personelles-und-digitales-Update-des-Oeffentlichen-Gesundheitsdienstes?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9: „Angesichts der Corona-Pandemie soll der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) in Deutschland personell verstärkt und digital besser ausgestattet werden … Spahn … bezog sich dabei auf Ergebnisse einer Arbeitsbesprechung, die Bundeskanzlerin Angela Merkel … gestern mit dem sogenannten Coronakabinett geführt hatte. In dem Kabinett sind neben Merkel die Minister für Gesundheit, Forschung und Verteidigung, der Bundesaußen- und der Bundesinnenminister sowie der Chef des Bundeskanzleramts vertreten. Der ÖGD spiele für die Kontrolle und Eindämmung der Coronaepidemie eine entscheidende Rolle, erklärte Spahn … Der ÖGD sei der Dreh- und Angelpunkt für den Umgang mit der Epidemie. Damit dessen Leistungsfähigkeit auch bei möglicherweise wieder steigenden Infektionszahlen erhalten bleibe, benötige er ein „personelles und digitales Update“, sagte der Minister und räumte zugleich ein, dass der ÖGD nicht immer die Aufmerksamkeit erhalten habe, die er verdiene …“

Deutsches Ärzteblatt (DÄB) 30.4.20: NAKO Gesundheitsstudie bindet COVID-19 in Untersuchung ein, www.aerzteblatt.de/nachrichten/112443/NAKO-Gesundheitsstudie-bindet-COVID-19-in-Untersuchung-ein?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9: „ … ein Zusatzmodul zur Studie … soll neue Erkenntnisse über Verbreitung, Verlauf und Auswirkungen von COVID-19 in Deutschland ergeben … Der neue Fragebogen setzt sich etwa zur Hälfte aus infektionsepidemiologischen Fragen zum Gesundheitszustand, zum Infektionsstatus, zu Verhaltensänderungen aufgrund der Pandemie und zu den Sozialkontakten während der Pandemie zusammen. Weitere Fragen erfassen die psychosozialen Auswirkungen der Pandemiesituation, darunter mögliche Veränderungen des Erwerbsstatus, des Lebensstils und des Soziallebens … Die NAKO Gesundheitsstudie ist eine deutschlandweite Gesundheitsstudie mit 200.000 Teilnehmern und 18 über auf ganz Deutschland verteilten Studienzentren …“


Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Dr. Carolin Baedeker, Anja Bierwirth, Dr. Anne Caplan, Hans Haake (2020): „Näher“ – „Öffentlicher“ – „Agiler“. Eckpfeiler einer resilienten „Post-Corona-Stadt“. Diskussionspapier, Wuppertal-Institut. April 2020, https://wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/5051/

  • “Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass die Corona-Krise eine Zeitenwende markiert – politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich, sozial und individuell. Auch die Zukunft der Städte und ihrer Lebensbezüge zum Umland gilt es neu zu denken … Die „Post-Corona-Stadt“ wird „näher“, „öffentlicher“ und „agiler“ sein und kann Impulse für eine „Post-Corona-Welt“ geben – sozialer, grüner, vielfältiger. Der vorliegende Beitrag zeigt die Eckpunkte der Post-Corona-Stadt auf.
  • (p.4) „Näher“ – Zusammenrücken in Zeiten des Social Distancing
  • (p.5) Lokale Wirtschaftskreisläufe ausbauen
  • (p.6) Multifunktionale Innenstädte
  • (p.7) Nah-Erholungsmöglichkeiten stärken
  • Öffentlicher
  • (p.8) Daseinsvorsorge in kommunaler Hand
  • Nachhaltige und gesunde Stadt zusammendenken
  • In den letzten Jahren werden die Verbindungen zwischen der „nachhaltigen“ und „gesunden“ Stadt immer deutlicher (Fehr/Hornberg 2018). Vorausblickende Stadtplanung denkt heute beides zusammen. Das gilt umso mehr im demographischen Wandel. Die Gestaltung von Parks und Erholungsflächen, das Schaffen von „walkable cities“ dienen der Gesundheit der in ihnen lebenden Menschen genauso wie dem Klimaschutz. Dies gilt auch insbesondere für die sozial-ökologisch differenzierten Lagen der Bewohnerinnen und Bewohner, die sich sehr unterscheiden … Hier gilt es, ausgleichende Funktionen in den Städten selbst zu schaffen und dies für den sozialen Ausgleich und Zugang zu gestalten. Städtische Gesundheits-, Sozial-, Umwelt- und Grünflächenpolitik sollten künftig noch stärker zusammengedacht und auch institutionell in Stadtverwaltungen noch enger aufeinander bezogen werden.
  • (p.9) Agiler
  • Digitale Potenziale in Bildung/Arbeiten/Verwaltung ausbauen
  • (p.10) Nachhaltige Mobilität stärken
  • (p.11) Demokratische Prozesse etablieren
  • Experimentiermut und die Rolle der Wissenschaft im kommunalen Kontext stärken
  • (p.12) Fazit: Wohlstand und Stadtentwicklung weiterdenken

Rosenbloom D, Markard J (2020_05_01): A COVID-19 recovery for climate. Editorial, Science Vol. 368, Issue 6490, pp. 447, DOI: 10.1126/science.abc4887, https://science.sciencemag.org/content/368/6490/447?utm_campaign=toc_sci-mag_2020-04-30&et_rid=274816204&et_cid=3309105: “… countries are launching economic recovery programs to mitigate unemployment and stabilize core industries … important to remember that we face another major crisis that threatens human prosperity – climate change. Leveraging COVID-19 recovery programs to simultaneously advance the climate agenda presents a strategic opportunity … The German Council of Economic Experts submitted a 110-page report on the coronavirus crisis without mentioning climate change or sustainability. By contrast, 17 European climate and environment ministers called on the European Commission to make the Green Deal central to the recovery following the pandemic … One strategy would be to use recovery funds to stimulate innovation for the low-carbon energy transition … There may also be opportunities to build on social changes catalyzed by COVID-19 such as remote working, video conferencing, e-commerce, and reduced air travel. Science must explore how such changes can be made durable and contribute to low-carbon pathways … … circumstances can be harnessed to transition away from fossil fuels toward clean alternatives. To drive this change, it is important not to bail out fossil fuel companies and industries. Support must instead flow to affected workers and communities in the form of temporary relief, retraining … COVID-19 recovery programs can lay the foundation for a more sustainable and prosperous future …”


Lu, Michael C (2020_04_17): Future pandemics can be prevented, but that’ll rely on unprecedented global cooperation. [Category: Health / Perspective] Washington Post, www.washingtonpost.com/health/future-pandemics-can-be-prevented-but-thatll-rely-on-unprecedented-global-cooperation/2020/04/16/0caca7b8-7e6d-11ea-8013-1b6da0e4a2b7_story.html: “In a mere four months, the world has been brought to its knees by a previously unknown virus. But covid-19 won’t be the last … pandemic. An estimated 650,000 to 840,000 unknown viral species capable of infecting humans lurk in wildlife. At the same time, population growth, urbanization, globalization, climate change, the … destruction of wildlife habitats and the harvesting of wild species have brought these viruses in closer contact with humans than ever before … But … Pandemics are preventable … the world can do three things to prevent them.”

  • “First, … a global early warning system … would gather intelligence through a combination of zoonotic reconnaissance, artificial intelligence (AI) surveillance and outbreak investigation …“
  • “Second, … by strengthening public health. Early warnings would be useless if local, national and global public health systems cannot mount an effective response to an outbreak …”
  • “Third, … minimizing the risk of spillovers. Protecting natural habitats … and creating buffer zones around protected areas are important long-term goals … stop wildlife trade … Preventing future pandemics will require an unprecedented level of global cooperation …”

International Association for Impact Assessment (IAIA), www.iaia.org/news-details.php?ID=116: IAIA COVID-19 Pandemic Statement, 23.4.2020: … expresses solidarity with all who are working to slow and to halt the spread of COVID-19 … and with people around the world who are experiencing hardship and pain as a result of COVID-19 … sets out the importance of a clear scrutiny of investment decisions and of policies, plans, programs, and projects … we make the case for impact assessment and for its centrality to good decision making … an enormous task in the months and years ahead to restart our economies and to rebuild our confidence and trust … Policy decisions … should meet the short-term goal of getting things moving again without compromising longer-term goals of sustainability, social justice, and environmental management … decisions taken now will have implications for years to come. Impact assessment professionals are … playing important roles in this rebuilding. Less haste. More speed … IAIA will (1) Survey impact assessment practitioners to develop a global picture of actions being taken. (2) Scan for COVID-19 relevant impact assessment resources and/or adaptations to IA policy and practice … (4) Develop capacity building and training. (5) Develop COVID-19 publications … (7) Continue to work with civil society, governments, institutions, and companies to make the case for sustainable development … We must take this opportunity to build a more just and sustainable world for people and the environment to benefit our children, grandchildren, and the generations to come. [Signed by: IAIA President, Past President, President Elect, Future President Elect.]


Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) (Stand: 2020_03_21): Hinweise des BfArM zur Verwendung von selbst hergestellten Masken (sog. „Community-Masken“), medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3) im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2 / Covid-19), www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

  • „… Zu unterscheiden sind … Masken, die als Behelfs-Mund-Nasen-Masken aus handelsüblichen Stoffen hergestellt werden (1. „Community-Masken“) und solche, die aufgrund der Erfüllung einschlägiger gesetzlicher Vorgaben und technischer Normen Schutzmasken mit ausgelobter Schutzwirkung darstellen (2. Medizinischer Mund-Nasen-Schutz und 3. Filtrierende Halbmasken) …“
  • Hinweise für Anwender zur Handhabung von „Community-Masken“
  • „Den besten Schutz vor einer potentiellen Virusübertragung bietet nach wie vor das konsequente Distanzieren von anderen, potentiell virustragenden Personen. Dennoch kann die physische Barriere, die das richtige Tragen einer Community-Maske darstellt, eine gewisse Schutzfunktion vor größeren Tröpfchen und Mund-/Nasen-Schleimhautkontak mit kontaminierten Händen bieten … Personen, die eine entsprechende Maske tragen möchten, sollten … unbedingt folgende Regeln berücksichtigen…“ (s. dort)

Diverse Beiträge:


SZ-Titelstories

  • Meiler O (SZ, 20.4.20): Conte fordert „ganze Feuerkraft“ der EU. Der italienische Premier zeigt sich „absolut entschlossen“, für Corona-Bonds zu kämpfen. Er kritisiert mangelnde Solidarität – und sieht Deutschland als wirtschaftliche bremse Europas.
  • Balser M et al. (SZ, 21.4.2020): Kampf um Konjunkturhilfen. Um die Krise zu bewältigen, wird Berlin Milliarden ausschütten. Schon jetzt entbrennt Streit, ob mit dem vielen Geld nicht auch eine andere Form des Wirtschaftens gefördert werden sollte.
  • Bullion C von et al. (SZ, 22.4.2020): Gestrichen. Die Absage des Münchner Oktoberfests ist ein spektakuläres Symbol: Großveranstaltungen wird es vorerst nicht geben. In Gefahr ist auch die Feier zum Tag der Deutschen Einheit. Immerhin nimmt die Bundeliga den Spielbetrieb bald wieder auf – ohne Fans im Stadium.
  • Gammelin C (SZ, 23.4.2020): Regierung erwartet hohe Schulden. Wegbrechende Einnahmen und immer neue Ausgaben: Die Berechnungen zum Bundeshaushalt sind schon jetzt düsterer als während der Finanzkrise 2009. Und weitere Hilfspakete sind in Arbeit.
  • Beisel KM et al. (SZ, 24.4.2020): “Eine demokratische Zumutung“. Bundekanzlerin Merkel verteidigt ihren Widerstand gegen schnelle Lockerungen und mahnt zu Geduld. Europäischen Corona-Bonds erteilt sie auf einem EU-Videogipfel erneut eine Absage.
  • Mayr S et al (SZ, 25.4.2020): Gedämpfte Kauflaune. Seit einer Woche sind die Geschäfte wieder geöffnet. Doch die Kunden halten sich noch zurück. Wenn das so weitergeht, wird es schwer für Händler.
  • Brössler D et al. (SZ, 27.4.2020): Regierung einigt sich auf Tracing-App. Gesundheitsminister und Kanzleramt sprechen sich für eine Anti-Corona-Anwendung aus, die Kontakte dezentral speichert. Die Software müsse bald zur Verfügung stehen, fordert die Opposition.
  • Ludwig K et al. (SZ, 28.4.2020): Politik dämpft Hoffnung auf Lockerung. Bund und Länder beraten darüber, wie Gottesdienste und Schulunterricht aussehen und wann Lokale wieder öffnen können. Das Kanzleramt hält nun regionale Regelungen für möglich
  • Munzinger P (SZ, 29.4.2020): Bis Sommer kein regulärer Unterricht. Die Kultusminister halten einen Normalbetrieb vor den großen Ferien für ausgeschlossen. Dennoch sollen Kinder und Jugendliche zumindest zeitweise wieder die Schule besuchen
  • Esslinger D (SZ, 30.4.2020): Großer Applaus, Kleiner Lohn. Pflegekräfte und Verkäufer sind kaum in Gewerkschaften organisiert. Das macht es schwierig, höhere Einkommen für sie durchzusetzen
  • Fried N et al. (SZ, 2.5.2020): Was für ein Zustand. Angela Merkel hat ihren Kurs in der Corona-Politik nicht immer glücklich erklärt. Dabei ist ihr Ziel eigentlich eindeutig: wieder in eine Phase zu gelangen, in der man im Januar schon war

SZ sonst

  • Uhlmann B (SZ, 21.4.2020, S.13): Interview mit Nico Dragano. „Psychische Krisen können zunehmen.“ Stress, Herzkrankheiten, Infektionen: Die Corona-Pandemie wird auch indirekte Folgen für die Gesundheit haben. Erfahrungen aus der Finanzkrise könnten helfen, Nebenwirkungen abzufedern. „… Die Betrachtung der indirekten Folgen soll … vor allem der Vorbereitung auf mögliche gesundheitliche Konsequenzen des globalen Shutdowns dienen, und dazu, einen Plan zu entwickeln, wie Gesundheits- und Sozialsysteme krisenfest gemacht werden können“.
  • Deuber L et al (SZ, 23.4.2020, S. 6): Ursprungsfrage ungelöst. China behauptet, das Coronavirus sei auf einem Markt in Wuhan auf den Menschen übergesprungen. Die USA prüfen, ob es ein Laborunfall war. Rufe nach einer internationalen Untersuchung werden lauter.
  • Weissmüller L (SZ, 24.4.2020, S. 12): Gesellschaft bauen. In der Krise wird deutlicher denn je, dass die meisten Wohnungen den Bedürfnissen ihrer Bewohner immer weniger gerecht werden.
  • Uhlmann B (SZ, 24.4.2020, S. 16): Missachtete Helfer. In der Krise entdeckt die Politik das Gesundheitsamt. Zuvor galt die Behörde als wenig bedeutend. „… Gesundheitsämter … ein Gebiet, bei dem Bedeutung und öffentliche Wahrnehmung auseinanderklaffen wie selten … wie umfassend das Schattendasein der Behörden noch ist, zeigt sich auch daran, dass sie in die Planungen zu ihrer eigenen Stärkung offenbar nicht einbezogen waren …
  • Charisius H et al. (SZ, 25.4.2020, S. 11-14): Schwerer Verlauf. Drei Monate nur liegen zwischen einer kleinen Meldung aus China und einer tödlichen Pandemie. Drei Monate, in denen die deutsche Politik mit dem Virus ringt und Millionen Menschen eine neues Leben verordnet. Rekonstruktion eines Abwehrkampfes.
  • Bauchmüller M (SZ, 28.4.20202, S. 1): Schulze: Beim Klima kennen wir den Impfstoff schon. Die Umweltministerin verlangt grüne Konjunkturprogramme – und erhält Unterstützung aus weiten Teilen der Wirtschaft.