19 Apr 2020, Φ Coronavirus (VII)

19.4.20, Coronavirus (VII)

Leopoldina (13.4.2020): Dritte Ad-hoc-Stellungnahme: Coronavirus-Pandemie – Die Krise nachhaltig überwinden, www.leopoldina.org/presse-1/nachrichten/ad-hoc-stellungnahme-coronavirus-pandemie/:

  • (p.5) 2. Entscheidungsgrundlagen mit Daten und Modellen optimieren
  • Die Erhebung des Infektions- und Immunitätsstatus der Bevölkerung muss substantiell verbessert werden
  • … möglichst gute Quantifizierung der Infektionsprozesse, um … eine Modellierung der epidemiologischen Entwicklung … zu ermöglichen …
  • Eine verbesserte Kenntnis der gegenwärtigen Situation muss durch longitudinale Testung regional unter-schiedlicher Kohorten erreicht werden
  • … reale Anteil Infizierter, Erkrankter, Verstorbener und immuner Personen …
  • (p.6) Der Prozess der Datenerfassung, Datenaufbereitung, Standardisierung und Integration in prognostische Modelle muss substantiell beschleunigt werden
  • … tagesaktuell und regional hochaufgelöste Vorhersagen … berechnen …
  • Traditionelle Melde- und Monitoringsysteme sollten durch innovative Methoden aus der digitalen Epidemiologie ergänzt werden
  • … Ansätze zur „digitalen Datenspende“ …
  • (p.7) 3. Risikokommunikation verbessern und verantwortliches individuelles Verhalten fördern
  • Um Risiken realistisch einschätzen zu können, müssen absolute Zahlen durch aussagekräftige Vergleiche ergänzt werden
  • … Informationsdichte und … selektive Präsentation … absoluter Zahlen … erschweren den Blick auf die tatsächlichen Risiken …
  • (p.9) Das zivilgesellschaftliche Leben muss schrittweise wieder ermöglicht werden
  • … Das öffentliche Leben ist … durch die geltenden Einschränkungen tiefgreifend gestört und weitgehend stillgestellt …
  • 4. Psychische und soziale Folgen der Krise abfedern
  • Den eigenverantwortlichen Umgang mit der Situation fördern
  • … Alles, was Menschen selbst aktiv tun können, steigert ihr Kontrollgefühl …
  • (p.10) Mit Betreuungs-, Beratungs- und Hilfsangeboten sollten Familien unterstützt werden
  • … Zu den besonderen Risikogruppen gehören Alleinerziehende, Migrantinnen und Migranten ohne Sprachkenntnisse, alleinlebende Ältere, psychisch Erkrankte, Pflegefälle und Arbeitslose …
  • 5. Abwägungs- und Entscheidungsprozesse transparent gestalten
  • (p.11) … Die Grundrechtseingriffe müssen in Maß und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zu Ziel und Zweck der Maßnahmen stehen
  • … müssen … auch die nicht-intendierten Nebenfolgen der Grundrechtseingriffe berücksichtigt werden …
  • Die Risikobewertung muss unterschiedliche Ziele und Folgen berücksichtigen
  • … Erst die Einbeziehung der nicht-intendierten Nebenfolgen macht die ganze Komplexität dieser Aufgabe der Abwägung kollidierender Güter deutlich.
  • Zielkonflikte müssen identifiziert und bei der Entscheidungsfindung abgewogen werden
  • (p.12) Zielkonflikte … bilden die Struktur einer funktional differenzierten Gesellschaft ab, in der sich … Logiken des Handelns unterscheiden … die Differenzierung … macht die Leistungsfähigkeit der modernen Gesellschaft … aus. Gleichzeitig erschwert sie der Politik eine … übergeordnete Handlungskoordination. Diese Struktur findet sich … spiegelbildlich auf der Seite von wissenschaftlicher Expertise und Beratung, die in der Regel der jeweiligen disziplinären Perspektive verhaftet bleibt. Die dringliche Frage … ist … in welchen … Abwägungsverfahren sich hier konsistente Entscheidungen treffen lassen …
  • (p.13) 6. Bildungsbereiche schrittweise öffnen
  • (p.14) 7. Mit nachhaltigen ökonomischen Maßnahmen die Krise überwinden
  • (p.16) Auf nationaler und europäischer Ebene die Krise nachhaltig bewältigen
  • … wegen der mindestens ebenso bedrohlichen Klima- und Biodiversitäts-Krise kann es nicht einfach eine Wiederherstellung des vorherigen Status geben … aus den Erfahrungen mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Ursachen Lehren für die Zukunft … ziehen. Die generelle Zunahme der Bevölkerung, Urbanisierung und globale Mobilität, die … Abnahme der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen durch Landnutzungsänderungen und der Klimawandel tragen wesentlich zum Ausbruch von Epidemien … bei. Staatliche Maßnahmen … sollten … Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen … Wahrnehmung dieser historischen Chance …
  • (p.17) … sollten strukturpolitische Zielsetzungen, etwa im Hinblick auf die öffentliche Daseinsvorsorge und den Schutz von Gemeinschaftsgütern speziell in den Bereichen Gesundheits-, Klima- und Ökosystemschutz, vorrangig berücksichtigt werden.

Zu dieser dritten Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina:

Rosol C, Renn J, Schlögl R (SZ, 15.4.20, S.9): Der Schock hat System. Warum gerade jetzt die Zeit ist für verstärkten Klima- und Artenschutz. Ein Gastbeitrag von Co-Autoren der Leopoldina-Stellungnahme. „… zeichnet sich … ein direkter Zusammenhang zwischen Gesundheits-, Klima- und Biodiversitätskrise ab. Eine wesentlich Ursache für den … Anstieg von neuen, zwischen Tier und Mensch übertragenen Infektionskrankheiten ist die rasant voranschreitende Zerstörung des Lebensraums von Wildtieren … Biologen sehen … die wirksamste Prophylaxe gegen Epidemien … der Art, wie wir sie mit Corona … global durchleben, in einem … Schutz der natürlichen Vielfalt und dem Aufrechthalten räumlicher Barrieren zwischen Wirtstier und Mensch … Menschen leben in einer defossilisierten Gesellschaft gesünder und länger … Neue Konzepte in der Gesundheitsforschung wie ,One Health‘ und ,Planetary Health‘ tragen dem Umstand des elementaren Zusammenhangs zwischen Tier-, Umwelt- und menschlicher Gesundheit bereits Rechnung … etablieren sich neuere Forschungsansätze im Kooperationsbereich von Natur- und Kulturwissenschaften … eine Art ,,Geoanthropologie” oder Erde-Mensch-Wissenschaft des Anthropozäns … die notwendige Anpassung an die systemischen Risiken der Gegenwart und die Beseitigung ihrer Ursachen effektiv zusammenbringen … sind wir gut beraten, die zu setzenden wirtschaftlichen Impulse nachhaltig zu gestalten … – – – Christoph Rosol ist Leiter der Forschungsgruppe ,Anthropozän‘ am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Haus der Kulturen der Welt. Jürgen Renn ist Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Robert Schlögl ist Direktor am Fritz-Haber Institut sowie am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion. Die Autoren waren an der Erstellung der dritten Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina … beteiligt.“


Schrappe M (ehem. Stellv. Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit), François-Kettner H, Gruhl M, Knieps F, Pfaff H, Glaeske G (5.4.20): Thesenpapier zur Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19. Datenbasis verbessern – Prävention gezielt weiterentwickeln – Bürgerrechte wahren, http://matthias.schrappe.com/einzel/thesenpapier_corona.pdf

  • (p.3) Präambel. „Der vorliegende Text stellt sich der Aufgabe, die epidemiologische Problemlage wissenschaftlich zu klären und … Empfehlungen für wirksame Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Die Vorschläge … werden in einen gesellschaftspolitischen Rahmen gestellt …“
  • (p.8) Vorbemerkung. „Das Ausmaß der weltweiten Bedrohung durch die SARS-CoV-2/Covid-19-Pandemie ist bislang nicht zuverlässig einzuschätzen … Interaktion zwischen Politik und Wissenschaft ist zur Bewältigung einer solchen Krise wünschenswert … jedoch nur dann ein sinnvolles Vorgehen … wenn die Breite der relevanten wissenschaftlichen Ansätze und fachlichen Expertisen zutreffend abgebildet wird … die in erster Linie nachgefragten naturwissenschaftlichen bzw. diagnostischen Erkenntnisse … alleine nicht hinreichend … müssen Erkenntnisse aus den Bereichen Epidemiologie, Verhaltenspsychologie, Kognitionswissenschaften, Public Health, Soziologie, Ökonomie, Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft mit herangezogen werden.“
  • (p.17) „These 1: Die zur Verfügung stehenden epidemiologischen Daten (gemeldete Infektionen, Letalität) sind nicht hinreichend, … die Ausbreitung und das Ausbreitungsmuster der SARS-CoV-2/Covid-19-Pandemie zu beschreiben, und können daher nur eingeschränkt zur Absicherung weitreichender Entscheidungen dienen.
  • … Die Zahl der gemeldeten Infektionen hat nur eine geringe Aussagekraft, da kein populationsbezogener Ansatz gewählt wurde … Die Zahlen zur Sterblichkeit (Case Fatality Rate) überschätzen derzeit das Problem und können nicht valide interpretiert werden … SARS-CoV-2 kann als nosokomiale Infektion in Krankenhäusern und Pflege- bzw. Betreuungseinrichtungen … übertragen werden … SARS-CoV-2/Covid-19 stellt ein lokales Herdgeschehen (Cluster) mit nicht vorhersehbarem Muster des Auftretens dar.
  • (p.22) These 2: Die allgemeinen Präventionsmaßnahmen (z.B. social distancing) sind theoretisch schlecht abgesichert, ihre Wirksamkeit ist beschränkt und … sie sind hinsichtlich ihrer Kollateralschäden nicht effizient … müssen… ergänzt und allmählich ersetzt werden durch Zielgruppen-orientierte Maßnahmen, die sich auf die vier Risikogruppen hohes Alter, Multimorbidität, institutioneller Kontakt und Zugehörigkeit zu einem lokalen Cluster beziehen.
  • (p.26) These 3: Entstehung und Bekämpfung einer Pandemie sind in gesellschaftliche Prozesse eingebettet. Die derzeitig angewandte allgemeine Präventionsstrategie (partieller shutdown) … birgt … die Gefahr, die soziale Ungleichheit und andere Konflikte zu verstärken … Risiko eines Konfliktes mit den normativen und juristischen Grundlagen der Gesellschaft. Demokratische Grundsätze dürfen nicht gegen Gesundheit und Bürgerrechte ausgespielt werden. Die Einbeziehung von Experten aus Wissenschaft und Praxis muss in einer Breite erfolgen, die einer solchen Entwicklung entgegenwirkt.“

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (Update vom 15.04.2020): COVID-19: Wo ist die Evidenz? Stellungnahme des EbM-Netzwerks, www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19

  • … Die mediale Berichterstattung berücksichtigt … in keiner Weise die von uns geforderten Kriterien einer evidenzbasierten Risikokommunikation …
  • … Es gibt nach wie vor keine zuverlässigen Zahlen zu der Letalität von COVID-19 …
  • Es gibt insgesamt noch sehr wenig belastbare Evidenz, weder zu COVID-19 selbst noch zur Effektivität der derzeit ergriffenen Maßnahmen … nicht auszuschließen, dass die COVID-19 Pandemie eine ernstzunehmende Bedrohung darstellt, und NPIs [Nicht-pharmakologische Interventionen] – trotz weitgehend fehlender Evidenz – das einzige sind, was getan werden kann. Es ist aber ebenso möglich, dass durch die derzeit durchgeführten NPIs viel größerer Schaden angerichtet wird als durch die Epidemie selbst. NPIs … sollten nicht ohne akribische Begleitforschung durchgeführt werden … erforderlich … umgehend Kohorten und Register aufzubauen … Zufallsstichproben der Gesamtbevölkerung auf SARS-CoV-2 zu untersuchen, um die wahre Durchseuchungsrate zu erfassen.

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V., Stellungnahme 27.03.2020: Covid-19 Pandemie: So viel Zeit muss sein! Keine Experimente mit der alten und chronisch kranken Bevölkerung ohne wissenschaftliche Begleitung, www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/pdf/stn-20200327-covid19-begleitforschung


Kompetenznetzwerk Public Health COVID-19, www.public-health-covid19.de/: “ein Ad hoc-Zusammenschluss von über 15 wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden aus dem Bereich Public Health, die hier ihre methodische, epidemiologische, statistische, sozialwissenschaftliche und (bevölkerungs-)medizinische Fachkenntnis bündeln … Die Informationen richten sich primär an Behörden, Institutionen und politische Entscheidungsträger*innen. Angehörigen der Heilberufe empfehlen wir die Seiten des RKI und der jeweiligen medizinischen Fachgesellschaften. Für die Öffentlichkeit empfehlen wir die Seiten der BZgA.

  • Arbeitsgruppen: Modellierung; Riskokommunikation und -wahrnehmung; Gesundheitskompetenz; Ethik; Übergangsstrategien; Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Nicht-Pharmakologischen Interventionen (NPI); Gesundheit und Arbeit; Vulnerabilität; Anforderungen an das deutsche Gesundheitssystem; Gesundheitliche Aspekte der sozialen Isolation; Indirekte Gesundheitsfolgen von Maßnahmen des Infektionsschutzes

DÄB 9.4.20: Hohe Dunkelziffer: Zahl der Infizierten in Deutschland möglicherweise schon bei 460.000, www.aerzteblatt.de/nachrichten/111854/Hohe-Dunkelziffer-Zahl-der-Infizierten-in-Deutschland-moeglicherweise-schon-bei-460-000?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9

DÄB 14.4.20: Coronakrise wird Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, www.aerzteblatt.de/nachrichten/111915/Coronakrise-wird-Schwerpunkt-der-deutschen-EU-Ratspraesidentschaft?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9

DÄB 17.4.20: Gesamtüberblick über Studien zu SARS-CoV-2 in Deutschland, www.aerzteblatt.de/nachrichten/112047/Gesamtueberblick-ueber-Studien-zu-SARS-CoV-2-in-Deutschland


Telefonkonferenz der Bundeskanzlerin mit den RegierungschefInnen der Länder am 15. April 2020, Beschluss TOP 2, Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der COVID19-Epidemie, www.bundesregierung.de/resource/blob/973812/1744226/bcf47533c99dc84216eded8772e803d4/2020-04-15-beschluss-bund-laender-data.pdf?download=1


SZ-Titelstories

  • Braun S (SZ, 30.3.2020): Merkel bittet: „Seien Sie geduldig“. Die Kanzlerin lobt die Bevölkerung, sieht aber keinen Anlass, die Beschränkungen zu lockern. Die Zahl der Corona-Infektionen steigt weltweit – Politiker fordern Debatte über die Zeit danach.
  • Bauchmüller M et al. (SZ, 31.3.2020): Wirtschaft könnte 2021 wieder wachsen. Deutschland rutscht in die Rezession, da sind sich Ökonomen einig. Doch der Sachverständigenrat hält eine schnelle Erholung für möglich. Für kleine Betriebe dürfte es allerdings eng werden.
  • Beise M et al. (SZ, 1.4.2020): Berlin ringt um Corona-Bonds. Die Bundesregierung lehnt es ab, für die Schulden anderer Staaten zu haften. Doch der Druck, sich solidarisch zu zeigen, ist groß. In der SPD deutet sich eine Öffnung für gemeinsame Anleihen an.
  • Endt C et al. (SZ, 2.4.2020): Merkel: “Eine großartige Leistung“. Die Bundeskanzlerin bedankt sich bei den Bürgern dafür, dass sie sich an die Kontaktbeschränkungen halten. Diese werden bis nach Ostern verlängert. Das Virus breitet sich etwas langsamer aus.
  • Balser M et al. (SZ, 3.4.2020): Autobranche will EU-Klimapläne bremsen. Die wichtigste deutsche Industrie leidet massiv unter der Corona-Krise. Nun hofft sie auf Zugeständnisse bei den geplanten CO2-Grenzwerten. Doch Brüssel bleibt hart.
  • Grill M et al. (SZ, 4.4.2020): Trügerische Sicherheit. Im Internet und in Apotheken bieten Firmen immer häufiger Corona-Schnelltests an. Doch die sind äußerst unzuverlässig. Mediziner und Behörden warnen – einschreiten können sie nicht.
  • Auer K et al. (SZ, 6.4.20): Der Rettungsschirm wird immer größer. Das Hilfspaket zur Bewältigung der Corona-Krise summiert sich inzwischen auf 1173 Milliarden Euro. Die Kreditvergabe soll noch mal erleichtert werden, Pflegekräfte erhalten Bonuszahlungen.
  • Bullion C von et al. (SZ, 7.4.20): EU vor „größter Bewährungsprobe“. Kanzlerin Merkel betont in der Corona-Krise den europäischen Zusammenhalt. Um die Verbreitung des Virus in Deutschland einzudämmen, soll Quarantäne für Einreisende beschlossen werden.
  • Finke B et al. (SZ, 8.4.20): Corona-Anleihen spalten die EU. Europas Finanzminister sind sich nur einig, dass es ein Hilfspaket geben muss. Fraglich ist aber, ob die Länder gemeinsam für die Schulden haften sollen. Auch in Berlin ist man darüber uneins.
  • Janisch W (SZ, 9.4.20): Verhältnismäßig frei. Vor den Feiertagen wächst der Unmut der Bürger über die tiefen Einschnitte in ihr Leben. Einige versuchen, die Verbote mit Klagen zu Fall zu bringen. Könnten sie Erfolg haben.
  • Finke B. (SZ, 11.4.20, Ostersamstag): 500 000 000 000 Euro. Die EU-Finanzminister einigen sich auf ein Hilfspaket für klamme Staaten in der Corona-Krise. Der Streit über gemeinsame Anleihen bleibt, in zwei Wochen beraten die Regierungschefs.
  • Deininger R et al. (SZ, 14.4.20): Mit Vorsicht zurück in den Alltag. Experten empfehlen, Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie in Deutschland zu lockern. Vor allem Grundschulen sollen bald wieder öffnen. Politiker reagieren uneinheitlich.
  • Ludwig K (SZ, 15.4.20): Suche nach gemeinsamer Exit-Strategie. Bund und Länder wollen am Mittwoch einen einheitlichen Rahmen für mögliche Lockerungen finden. Vor dem Treffen mit der Kanzlerin schmieden einige Ministerpräsidenten aber schon eigene Pläne.
  • Beisel KM et al. (SZ, 16.4.20): Ein wenig Alltag kehrt zurück. Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen geeinigt. Kleinere Geschäfte sollen wieder öffnen, dich beim Einkaufen werden Masken „dringend empfohlen“.
  • Balser M et al. (SZ, 17.4.20): Wenn alles stillsteht. Wann läuft die Wirtschaft wieder an? Die Ungeduld bei deutschen Unternehmen wächst. Aber Experten warnen vor falschen Hoffnungen.
  • Berndt C et al. (SZ, 18.4.20): Fieberkurven. Die Corona-Infizierten in Deutschland stecken weniger Menschen an als noch vor Tagen. Aber was bedeutet das? Und wie aussagekräftig sind die anderen Zahlen zur Epidemie?

SZ sonst

  • Bauchmüller M (SZ, 30.3.2020, S.5): „Wir stolpern von Krise zu Krise“ … Wie Corona auch die Umweltpolitik ändern kann. Die Krise als Chance – nach Auffassung des Umweltbundesamtes kann das in Corona-Zeiten auch fürs Klima gelten … – Dirk Messner, 57, … Präsident des Umweltbundesamtes … [Messner:] Krisen sind … oft Knotenpunkte von Entwicklungen … Deshalb müssen wir jetzt zeigen, welche Lösungen wir haben, die in eine nachhaltige Zukunft führen … da sollten wir solche Investitionen nach vorne schieben, bei denen wir sowohl die Folgen der Corona-Krise bekämpfen als auch den Klimaschutz voranbringen … Beispiele: Wir brauchen eine Elektrifizierung des Verkehrs, um ihn klimafreundlicher zu machen. Teile eines Konjunkturpakets könnten wir dafür verwenden … In allen … Bereichen würden neue Jobs, wirtschaftliche Entwicklung einhergehen mit Klimaschutz … Es wird … auch um die Deutungshoheit über die Zukunft gehen. … Wege in eine bessere Zukunft … die können und müssen wir beschreiben … Vielleicht hilft uns die Corona-Krise dabei, kulturelle Innovationen zu ermöglichen: Lebensstile, die Wohlbefinden mit den Grenzen der Ökosysteme in Einklang bringen … Wir lernen wieder, wie wichtig öffentliche Institutionen sind … wir üben uns in Solidarität …“
  • Weissmüller L (SZ, 31.3.2020, S. 9): Die Kehrseite der Urbanisierung. Das Coronavirus macht keinen Unterschied zwischen Stadt und Land, trotzdem trifft es Städte deutlich härter. Wie die Pandemie alles, was Metropolen lebenswert und erfolgreich gemacht hat, in ein Horrorszenario verwandelt. „… Das Versprechen der Stadt war die Dichte an Menschen und die Möglichkeiten, die sich daraus ergaben … Vorbei … In Krankheitszeiten war die Dichte der Stadt schon immer ihr größtes Problem …“
  • Matzig G (SZ, 2.4.2020, S.9): Wie Lego. Die Münchner Architektin Christine Nickl-Weller spricht über das Geheimnis guter Krankenhäuser – und warum Deutschland in manchem besser und in manchem schlechter ist als andere Länder
  • Richter P (SZ, 6.4.20, S. 9): Stress im Schutzraum. Ein Gespräch mit Beatriz Colomina, Architekturhistorikerin in Princeton, über modernes Bauen als Seuchenbekämpfung, Häuslichkeit im Bunker und Familienbildern wie aus den Fünfzigern.
  • Piper N (SZ, 11.4.20, S.21): Die Ökonomie des Todes. Die Pestepidemie im europäischen Mittelalter war eine der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte. Trotzdem hat sie langfristig der wirtschaftlichen Entwicklung genutzt. Über die paradoxen Spätfolgen von Seuchen.
  • Gammelin C (SZ,15.4.20, S.1): „Diese Krise ist wie keine zuvor“. Der IWF rechnet mit dem größten Wirtschaftseinbruch seit fast 100 Jahren. Die Euro-Zone kann es besonders stark treffen.

Weiteres

  • Allmendinger J (10.4.20): Folgen der Coronakrise Der Schuldenberg des Vertrauens. Ein Gastbeitrag von Jutta Allmendinger. Die Coronakrise offenbart das Solidaritätspotenzial unserer Gesellschaft. Das reicht aber nicht. Viele Menschen haben Vorleistungen erbracht, die nun eingelöst werden müssen.

16 Apr 2020, Φ Aktuelles bei Patriotischer Gesellschaft, inkl. StadtGesundheit und Corona

16.4.2020, Aktuelles bei Patriotischer Gesellschaf, inkl. StadtGesundheit und Corona

http://www.patriotische-gesellschaft.de/de/aktuelles/

Pat-Ges 2020_04_16 StadtGesundheit und Corona

  • 16.4.20, StadtGesundheit und Corona (Rainer Fehr und Alf Trojan, Sprecher der Themengruppe Nachhaltige StadtGesundheit)
  • 16.4.20, Bürgerbeteiligung und öffentliches Leben (Willfried Maier, Sprecher des Arbeitskreises Gutes Leben)
  • 8.4.20, Der Salon in Zeiten von Corona (Veronika Klosa, Sprecherin der Projektgruppe Salon)
  • 8.4.20, Corona-Krise und Gemeinwohl (Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft)

30 Mar 2020, Between Hamburg and … , as reflected in 800 posts / Zwischen Hamburg und …, gespiegelt in 800 Postings

30.3.2020, Between Hamburg and … , as reflected in 800 posts, etc. / Zwischen Hamburg und …, gespiegelt in 800 Postings, etc.

This “work & life” sketchbook now contains 800 posts / Dieses Skizzenbuch “Arbeit & Leben” enthält jetzt 800 Postings.

Each post is assigned to one (or more) categories / Jedem Posting ist eine (oder sind mehrere) Kategorie(n) zugeordnet.

Post categories, in descending frequency of mention / Postings-Kategorien, nach abnehmender Häufigkeit:

  • Site visit / Ortsbesuch: 425
  • Exhibition visit / Besuch einer Ausstellung: 234
  • Work-related output / Arbeits-Resultat: 146
  • Work-related meeting / Arbeits-Treffen: 146
  • Performance visit incl. concert, theatre, movie / Veranstaltungsbesuch inkl. Konzert, Theater, Kino: 129
  • Horticulture / Gartenbau: 75
  • Other / Sonstiges: 40.

Selected additional statistics / Ausgewählte weitere Kenndaten:

  • Time period covered (with gaps) / Zeitraum (mit Lücken): 1954-2020
  • Published pages / Veröffentlichte Seiten: 232
  • Published items (so-called “projects”) in Portfolio / Veröffentliche Einträge (sogen. Projekte) im Portfolio: 50
  • Media items / (Audio-)visuelle Objekte: 2,681, incl. images / Bilder: 2,480, documents / Dokumente: 200, video / Video: 1
  • All-time website visitors: from 82 countries / Webseiten-Besucher insgesamt: aus 82 Ländern
  • Most popular post in 2018, 2019, 2020 (so far) / Meistbesuchtes Posting 2018, 2019, 2020 (bisher): 21 Jul 2017 Berlin-Zehlendorf: Architect Richard Neutra, https://rfehr.eu/2017/07/21/21-jul-2017-berlin-zehlendorf-architect-richard-neutra/
  • Third-party post / Posting-Gastbeitrag: 1.

Portfolio thumbnails:


„Zwischen Hamburg und Haiti“ – Broadcasting, produced since 1951 / Rundfunksendung seit 1951 – Music / Musik: Fiesta in Belo Horizonte, www.youtube.com/watch?v=EJKe2ymNdP0.

29 Mar 2020, Φ Coronavirus (VI): Aktuelles

Deutscher Ethikrat, 27.3.20: Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise, www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Ad-hoc-Empfehlungen/deutsch/ad-hoc-empfehlung-corona-krise.pdf:

  • p.2: Die gegenwärtige Pandemie fordert unsere Gesellschaft in beispielloser Form heraus. Zumindest aus der jüngeren Geschichte gibt es keine Erfahrungen mit entsprechenden gesundheitlichen Gefahren. Gleiches gilt für die aktuellen rigorosen, massiv und flächendeckend freiheitsbeschränkenden staatlichen Maßnahmen … ethische Kernkonflikt …: Ein dauerhaft hochwertiges, leistungsfähiges Gesundheitssystem muss gesichert und zugleich müssen schwerwiegende Nebenfolgen für Bevölkerung und Gesellschaft durch die Maßnahmen abgewendet oder gemildert werden … Je länger die Pandemie andauert, desto stärker sind … auch die vielfältigen … Folgelasten sozialer und ökonomischer Art zu berücksichtigen.
  • p.4: … Nach … Auskünften von Virologen und Epidemiologen könnte die Pandemie in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit erforderlicher Medikamente und Impfstoffe noch ein bis zwei Jahre dauern … stellt sich die Frage, wie lange die Maßnahmen zur zeitlichen Verzögerung des pandemischen Verlaufs und dabei insbesondere die zur Reduktion körperlicher Kontakte gerechtfertigt sind …
  • p.6: Systemgefährdungen durch die Beschränkungen lassen sich in nahezu allen gesellschaftlichen Teilsystemen prognostizieren: In der Wissenschaft …, wenn weder die Forschungsinfrastrukturen aufrecht erhalten werden können noch der fachliche Austausch im erforderlichen Maß gepflegt werden kann … das Bildungssystem wird seiner … Funktion nicht mehr gerecht. Sport und Kultur sind erheblich beeinträchtigt. Von besonderer Bedeutung sind darüber hinaus: Sozialpsychologische Folgen: … erwartete Nebenwirkungen bedrohen die Gesundheit, möglicherweise … das Leben insbesondere solcher Personen, die vulnerablen Gruppen angehören. Dazu gehören:Patienten, deren medizinische Behandlung als derzeit nicht zwingend notwendig ausgesetzt wird, Personen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Sozialpsychiatrie und in Pflegeheimen … Frauen und Kinder, die von häuslicher, durch sozialen Stress induzierter Gewalt bedroht sind … Ökonomische Folgen: … die wirtschaftliche Existenz vor allem von Kleinunternehmern und Selbstständigen gefährdet … Zugleich verlieren viele Menschen, gerade auch in prekären Arbeitsverhältnissen, ihre Arbeit. Neben absehbaren Wohlstandsverlusten … Probleme der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs … Versorgung medizinischer Einrichtungen …
  • p.7: … eine Reihe von Vorgehensweisen … empfohlen …: Stärkung und Stabilisierung der Kapazitäten des Gesundheitswesens insbesondere der Pflege … Bessere Vernetzung der Akteure im Gesundheitssystem und mit anderen relevanten Gesellschaftsbereichen. Weiterer Ausbau der Testkapazitäten … Weitere kontinuierliche Datensammlung zu individueller und Gruppenimmunität … weitere Modellentwicklung, um Effektivität von Interventionen abschätzen zu können. Breite Förderung/Unterstützung von Forschung zu Impfstoffen und Therapeutika … Unterstützung von interdisziplinärer Forschung … zu sozialen und psychischen Folgen der Covid-19-Pandemie … Kontinuierliche Re-Evaluation von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen; wo vertretbar, deren schrittweise Zurücknahme und eine Wiederaufnahme sozialer und ökonomischer Aktivität. Entwicklung von effektiven und erträglichen Schutz-/Isolationsstrategien für Risikogruppen … und in bestimmten Institutionen … Fundierte Informationsstrategie … Berechnungen der zu erwartenden Kosten durch ergriffene Maßnahmen und Alternativszenarien. Krisen, so heißt es oft, seien die „Stunde der Exekutive“. Das greift zu kurz … Die Corona-Krise ist die Stunde der demokratisch legimitierten Politik.

Bundesregierung (22.3.20): Leitlinien – Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 22. März 2020, www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/besprechung-der-bundeskanzlerin-mit-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-laender-1733248, (als pdf-Datei: www.bundesregierung.de/resource/blob/975226/1733246/e6d6ae0e89a7ffea1ebf6f32cf472736/2020-03-22-mpk-data.pdf?download=1)

Deutsches Ärzteblatt

  • DÄB, 20.3.20: Coronakrise: Lehren für die Zukunft der Krankenhäuser, aerzteblatt.de/nachrichten/111230/Coronakrise-Lehren-fuer-die-Zukunft-der-Krankenhaeuser: „… Eine klarere Abstimmung zwischen den Krankenhäusern forderte … Reinhard Busse von der Technischen Universität Berlin. ‘Es muss klar sein, wer die Versorgung koordiniert und wer wofür … verantwortlich ist’, forderte er. Es dürfe nicht jedem Krankenhaus überlassen bleiben, was es anbiete. ‚Ein solcher Plan, wie die Krankenhäuser in einem Pandemiefall zusammenarbeiten, lag nicht in der Schublade’, sagte Busse … schlug vor, dass die 50 bis 60 größten Krankenhäuser des Landes … die Versorgung in ihrem Bereich koordinieren. … forderte, die Krise zu nutzen, um das System mit dem Fokus auf Qualität umzustrukturieren‘…“
  • DÄB, 27.3.20: Deutsches Rotes Kreuz will Ausbau von Katastrophenschutz, aerzteblatt.de/nachrichten/111429/Deutsches-Rotes-Kreuz-will-Ausbau-von-Katastrophenschutz?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9
  • DÄB, 27.3.20: Hochschulen – Wissenschaftler sammeln Erinnerungen an Coronakrise, /www.aerzteblatt.de/nachrichten/111448/Wissenschaftler-sammeln-Erinnerungen-an-Coronakrise?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9: … Über ein Onlineportal wollen Wissenschaftler Material zur Dokumentation der Coronakrise sammeln. Dazu haben die Universitäten Hamburg, Gießen und Bochum das Projekt „Coronarchiv“ ins Leben gerufen. Das Portal solle die Pandemie aus Sicht der Bürger dokumentieren – und jeder sei aufgerufen, sich zu beteiligen, erklärten die Hochschulen gemeinsam … Mit dem Archiv entstehe eine zentrale Anlaufstelle, die nicht nur eine spätere Rückschau auf die Ereignisse ermögliche, sondern auch für die künftige Forschung zur Verfügung stehe, erklärte Thorsten Logge, Juniorprofessor an der Universität Hamburg.

Aufruf des Medizinhistorischen Museums Hamburg: Corona-Exponate, www.uke.de/kliniken-institute/institute/geschichte-und-ethik-der-medizin/medizinhistorisches-museum/index.html: … Eine Flasche Desinfektionsmittel erinnert … an die Cholera von 1892 … Welche Objekte und Dokumente werden wohl in 100 Jahren die aktuelle Krisensituation rund um das Corona-Virus vermitteln? Ob Warnhinweise, Einsatzpläne …, gemeinsam von Kindern und Eltern gemalte Virus-Bilder, selbstgebastelte Mundschutzmasken … – bewahren Sie diese Objekte … und Dokumente für uns auf, sodass wir sie nach dem Ende der “Corona-Zeit” in einer Ausstellung zeigen können! Den Aufruf starten wir gemeinsam mit der Morgenpost …

Fischedick M, Schneidewind U (Wuppertal-Institut, März 2020): Folgen der Corona-Krise und Klimaschutz –Langfristige Zukunftsgestaltung im Blick behalten. Wirtschaftliche Hilfen geschickt lenken und Synergiepotenziale für dringend notwendige Zukunftsinvestitionen ausschöpfen. Diskussionspapier, https://wupperinst.org/fa/redaktion/downloads/publications/Corona-Krise_Klimaschutz.pdf:

  • p.4, Abb.1, Die vier Dimensionen der Zukunftskunst als Orientierungsraster für Zukunftsgestaltung in der Corona-Krise: technologisch, ökonomisch, kulturell, institutionell
  • p.5, Abb.2, Drei-Phasen-Modell des Umgangs mit der Corona-Krise: (1) Gesundheitsvorsorge, (2) kurzfristige ökonomische Krisenabwehr, (3) langfristige Transformation
  • p.9, Mit Blick auf die langfristigen Transformationsherausforderungen gilt es … die Chance zu nutzen, aus der Corona-Krise … Lehren zu ziehen. Dies gilt: 1. für das Reflektieren von Konsum- und Verhaltensmustern, 2. die Reduktion von Verletzlichkeiten durch global vernetze Wertschöpfungsketten in zentralen Produktionsbereichen und 3. die krisenfeste Sicherstellung von Produkten und Dienstleistungen der Daseinsvorsorge und Grundversorgung, beispielsweise Güter für das Gesundheitssystem.
  • p.10-11: … können zwei Lektionen aus der Wirtschaftskrise 2009 gelernt werden: Erstens: … Bei einer klugen politischen Flankierung kann ein stockendes ökonomisches System zeitnah wieder mobilisiert werden. Deshalb sind die angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung wichtig und richtig. Zweitens: Auch im Zeitraum der Wirtschafts-…krise ist es zu einem deutlichen Rückgang der Treibhausgasemissionen gekommen, die danach implementierten Maßnahmen und staatlichen Anreize haben aber zu einem … starken Reboundeffekt geführt … Dies gilt es in diesem Fall zu vermeiden.

International


SZ-Titelstories

  • Busse C et al. (SZ, 20.3.20): Sturz in die Rezession. Die stark Einschränkungen des öffentlichen Lebens könnten viele kleine Firmen in die Pleite treiben, erwarten Ökonomen. Bund und Länder wollen mit hohen Zuschüssen dagegenhalten.
  • Braun S et al. (SZ, 21.3.20): Innen leben. Bayern und weitere Bundesländer verhängen Ausgangsbeschränkungen. Es drohen Bußgelder bis zu 25 000 Euro. Die Zahl der Infizierten wächst weiterhin stark.
  • Fried N et al. (SZ, 23.3.20): Merkel in Quarantäne. Kanzlerin hatte Kontakt zu einem infizierten Arzt und muss zuhause bleiben. Bund und Länder untersagen im Kampf gegen das Coronavirus Treffen von mehr als zwei Personen. Dies gilt nicht für Familie und Beruf. Milliardenhilfen sollen die Wirtschaft stützen.
  • Bauchmüller M et al. (SZ, 24.3.20): Milliarden gegen den Absturz. Um Arbeitsplätze und Unternehmen in der Corona-Krise zu retten, beschließt die Koalition ein beispielloses Hilfspaket. Auch die Einschnitte ins öffentliche Leben scheinen erste Wirkung zu zeigen.
  • Auer K et al. (SZ, 25.3.20): Länder verstärken kampf gegen die Krise. Während sich das Coronavirus weiter ausbreitet, legen nach der Bunderegierung nun auch die Bundesländer Hilfsprogramme auf. Bayern erwartet Kurzarbeit für ein Viertel der Arbeitnehmer.
  • Rossbach H (SZ, 26.3.20): „Dafür gibt es kein Drehbuch“. In einer historischen Sitzung verabschieden die Abgeordneten des Bundestags ein gewaltiges Wirtschaftspaket – und sie applaudieren stehend allen Helfern in der Krise.
  • Balser M et al. (SZ, 27.3.20): Diskussion über „Exit-Strategie“. Erste Stimmen in Berlin und Brüssel fordern eine baldige Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Doch wann und wie dies geschehen soll, itst noch völlig offen.
  • Charisius H et al. (SZ, 28.3.20): Wie lange noch? Um den Kampf gegen das Coronavirus zu beschleunigen, fordert das Innenministerium mehr Tests. Ein Land im Stillstand – und wie es diese Zeit nutzen kann.

SZ sonst

  • Meiler O (SZ, 23.3.20): Entscheidung ohne Alternative. Italiens Premier Conte lässt Ämter, Fabriken und Unternehmen schließen – viele davon wird es danach wohl nicht mehr geben. Doch der rasante Anstieg der Todesopfer lässt ihm keine Wahl.
  • Diamond J et al. (SZ, 23.3.20): Der Virenmarkt. Wenn der Handel mit Wildtieren nicht gestoppt wird, droht der Welt die nächste Pandemie.
  • Wetzel H (SZ, 26.3.20, p.3): Im Fieberwahn. Die Amerikaner haben Kriege, Krisen, Terror überstanden. Aber da waren oft Präsidenten mit Größe und Autorität im Amt. Jetzt sitzt Trump im Weißen Haus. Das kommt zum Virus noch dazu.
  • Mascolo G et al. (SZ, 27.3.20, p.2): Gehört, gestaunt, vergessen. Seit der Jahrtausendwende forderten die WHO und Experten immer wieder, sich gegen eine Pandemie zu wappnen. Doch die Mahner wurden nur bedingt ernst genommen – und anderes erschien dringlicher. „… Pandemien unterschätzt … Erklärungen … Es sei generell schwer, massive Ressourcen und Aufmerksamkeit für etwas zu mobilisieren, das … eben doch mehr nach Hollywood klinge als nach dem wirklichen Leben … Eigentlich stehe in jedem Pandemie-Plan, dass Vorsorge zu treffen sei, überall in den Ländern, Landkreisen, Städten, Krankenhäusern …“
  • Hampel L et al. (SZ, 28.3.20, p.23): Am Abgrund. Die Corona-Krise trifft besonders die sozial Schwachen: Geringverdiener, Teilzeitkräfte, Alleinerziehende. Millionen fürchten um ihre Gesundheit und ihre Existenz. Die Sutuation könnte für sie gefährlicher werden als in der Finanzkrise.

Weiteres

19 Mar 2020, Φ Coronavirus (V), aus Fachquellen: Aktuelles

19.3.20, Coronavirus (V), aus Fachquellen: aktuelle Auswahl

  • World Health Organization (WHO), Regional Office for Europe: Statement to the press by Dr Hans Henri P. Kluge, WHO Regional Director for Europe; Copenhagen, 17 March 2020: Every country needs to take boldest actions to stop COVID-19. “The lives of millions of people in the WHO European Region are undergoing radical change. This is … a new reality. The role of public health services is understood. The value of health workers is appreciated like never before … 152 countries across the globe are affected by this new virus and over 7000 people have lost their lives to it … Europe is the epicenter of the first pandemic of COVID-19 and every country … needs to take their boldest actions to stop or slow down the spread of this virus … all should work to: (1) prepare and be ready; (2) detect, protect and treat; (3) reduce transmission; and (4) innovate and learn, while protecting vulnerable people … These are unprecedented times … The virus can be beaten back by solidarity within communities, within nations and within our Region, together with individual psychological resilience …, euro.who.int/en/about-us/regional-director/statements/statement-every-country-needs-to-take-boldest-actions-to-stop-covid-19
  • World Health Organization (WHO), OpenWHO: “interactive, web-based, knowledge-transfer platform offering online courses to improve the response to health emergencies … enables the Organization and its key partners to transfer life-saving knowledge to large numbers of frontline responders”; topics: Novel Coronavirus (COVID-19), Ebola virus disease, Cholera, Poliomyelitis, https://openwho.org/
  • London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM), Centre for Mathematical Modelling of Infectious Diseases (CMMID), Repository: Multiple members of CMMID are working on the ongoing Covid-19 … outbreak caused by the SARS-CoV-2 virus. This page shows an overview of our work … Our group has made multiple interactive applications where some of our work can be explored further … divided our work … under the following categories: Current patterns of transmission; Severity of Covid-19; Control measures; Early outbreak dynamics. – Sample post: Temporal variation in transmission during the COVID-19 outbreak.To identify changes in the reproduction number, rate of spread, and doubling time during the course of the COVID-19 outbreak whilst accounting for potential biases due to delays in case reporting. First online: 02-03-2020, Last update: 18-03-2020.
  • London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM), Centre for Mathematical Modelling of Infectious Diseases (CMMID): [WEBINAR] Disease modelling for public health policy. 20.3.2020, 17-18:30, lshtm.ac.uk/newsevents/events/webinar-disease-modelling-public-health-policy
  • Ferguson NM et al. (16.3.2020): Impact of non-pharmaceutical interventions (NPIs) to reduce COVID-19 mortality and healthcare demand. On behalf of the Imperial College COVID-19 Response Team. Summary: … results of epidemiological modelling which has informed policymaking in the UK and other countries in recent weeks. … we assess the potential role of a number of public health measures … aimed at reducing contact rates in the population and thereby reducing transmission of the virus …we apply a … microsimulation model to … Great Britain … and the US … the effectiveness of any one intervention in isolation is likely to be limited, requiring multiple interventions to be combined … Two fundamental strategies …: (a) mitigation, which focuses on slowing but not necessarily stopping epidemic spread …, and (b) suppression, which aims to reverse epidemic growth, reducing case numbers to low levels and maintaining that situation indefinitely. Each policy has major challenges … optimal mitigation policies (combining home isolation of suspect cases, home quarantine of those living in the same household as suspect cases, and social distancing of the elderly and others at most risk of severe disease) might reduce peak healthcare demand by 2/3 and deaths by half. However, the resulting mitigated epidemic would still likely result in hundreds of thousands of deaths and health systems … being overwhelmed many times over. For countries able to achieve it, this leaves suppression as the preferred policy option … in the UK and US context, suppression will minimally require a combination of social distancing of the entire population, home isolation of cases and household quarantine of their family members. This may need to be supplemented by school and university closures …The major challenge of suppression is that this type of intensive intervention package… will need to be maintained until a vaccine becomes available (potentially 18 months or more) … while experience in China and now South Korea show that suppression is possible in the short term, it remains to be seen whether it is possible long-term, and whether the social and economic costs of the interventions adopted thus far can be reduced. DOI: https://doi.org/10.25561/77482
  • American Public Health Association (APHA) / Community Health Planning & Policy Development (CHPPD) Section, Circular letter of 17 Mar 2020: … “Our daily lives have changed in a way we never imagined. No one is exempt as we are all impacted in some manner regardless of your race, gender, sexual orientation, political beliefs, or religious beliefs. … I encourage each of you to utilize technology to check on each other during this period. More especially, check on our sick and elderly during this time. Please ensure that they have ample food, medical supplies, and essentials necessary to survive during this difficult period … During this period of uncertainty, … I caution you to only rely on guidance from credible sources as opposed to information circulating on the internet …”, CDC Website: cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/index.html, APHA Covid-19 Website: https://apha.org/topics-and-issues/communicable-disease/coronavirus
  • Johns Hopkins University & Medicine (Baltimore), Coronavirus Resource Center: “Johns Hopkins experts in global public health, infectious disease, and emergency preparedness have been at the forefront of the international response to COVID-19. This website is a resource to help advance the understanding of the virus, inform the public, and brief policymakers in order to guide a response, improve care, and save lives …”, https://coronavirus.jhu.edu/, incl.: COVID-19 Basics, e.g. “What is social distancing and how can it slow the spread of COVID-19?”
  • Ärzteblatt (16.3.2020): Interview mit Dr. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD): „Die Kollegen brauchen dringend Unterstützung“. – Teichert: “ … zu wenig Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern. Schon ohne Corona müssen viele Ämter Abstriche bei den Pflichtaufgaben machen. Für die umfangreichen Aufgaben während einer Pandemie … reichen die Kapazitäten auch dann nicht, wenn alle anderen Tätigkeiten zurückgestellt werden … Die Mitarbeit in den Krisenstäben und die Beratung und Information der anderen Behörden, die mitwirken, ist … extrem wichtig … Jemand muss die Behandlungsmöglichkeiten in den Regionen … überblicken und koordinieren … eine originäre Aufgabe des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Doch dafür fehlt vielfach die Zeit … Diese Krise muss … auch mittel- und langfristige Folgen haben: … die Arbeit der Gesundheitsämter durch Aufstockung des ärztlichen Personals, eine angemessene Bezahlung und … eine Aufwertung unseres Fachgebietes in der Ausbildung durch eine universitäre Verankerung besserstellen …, www.aerzteblatt.de/nachrichten/111073/Die-Kollegen-brauchen-dringend-Unterstuetzung
  • Ärzteblatt (18.3.2020): Entscheidungshilfe für COVID-19-Test. „… Ein Online-Fragebogen der Charité soll helfen, sich für oder gegen einen Arztbesuch oder einen COVID-19-Test zu entscheiden. Nach der Beantwortung gibt das Programm individuelle Handlungsempfehlungen. So sollen Patientenströme besser gesteuert werden … https://covapp.charite.de/ … Gefragt wird … nach Symptomen, Reisen und möglichen Kontakten, … Vorerkrankungen. Die Antworten … werden nur auf dem eigenen Gerät gespeichert und als anonymer QR-Code ausgegeben. Alternativ … ausgedruckt …, www.aerzteblatt.de/nachrichten/111158/Entscheidungshilfe-fuer-COVID-19-Test

Siehe auf dieser Webseite auch:

  • 19 Mar 2020, Φ Coronavirus (IV), journalistische Quellen
  • 15 Mar 2020, Φ Corona-Virus (III), inkl. Allgemeinverfügung der Gesundheitsbehörde Hamburg
  • 11 Mar 2020, Φ Coronavirus (II) und StadtGesundheit
  • 11 Mar 2020, Φ Coronavirus (I): Autoritative Quellen für aktuelle Informationen zum Thema