25 May 2020, Φ Greening scientific conferences: ISEE statement

25.5.2020, Greening scientific conferences: ISEE statement

As mentioned in their May 2020 newsletter (www.iseepi.org/Public/About_Us/Newsletters_for_ISEE/May_2020_Newsletter.aspx), the International Society for Environmental Epidemiology (ISEE) has passed a statement on “greening” ISEE (www.youreventinfo.org/ISEE/Documents/Greening_ISEE_statement_approved_May_2020.pdf). The title of this (9-page) document is: “ISEE Statement – Greening the International Society for Environmental Epidemiology”, and the subheadings are:

  • Introduction: Why it is critical to fight climate change and other environmental disruptions
  • The need for individual AND collective actions
  • Values, knowledge, willingness to act and action
  • The environmental and social responsibility of ISEE: every gram of CO2 matters
  • Virtual conference versus physical conferences; which one is a real “loss of chance” for humanity?
  • Development of a long-term strategy to obtain carbon neutral ISEE conferences
  • Issues to consider when organizing a physical conference
  • Issues to consider when organizing a virtual conference
  • Future Considerations for ISEE
  • (15 references).

The last item (Future considerations…) includes this announcement: “… ISEE will also explore the following: … Network of simultaneous conferences set together at different venues easily accessible without planes, and connected together through the internet (+: less travel, possibility of contacts, -; limitations of the possible venues, lack of mixing between continents) …

Such network may be one of the most relevant approaches towards greening conferences without sacrificing major benefits of current conference practices. Discussions in the European Public Health Association (EUPHA) had produced similar ideas, as documented in the recent (March 2020) Report for the EUPHA Green Club (https://rfehr.eu/2020/03/12/12-mar-2020-%cf%86-greening-the-european-public-health-eph-conferences-report-for-the-eupha-green-club/): “simultaneous multicentric hybrid conferencing … regional hubs could be located all over Europe, based on 1-day train ride distances“.

As a co-benefit, due to smaller numbers of participants, the regional hubs should also be in a better position to comply with Corona standards.

24 May 2020, Φ Coronavirus (IX)

24.5.20, Coronavirus (IX)

  • Cobey S (2020_04_25: Modeling infectious disease dynamics. The spread of the coronavirus SARS-CoV-2 has predictable features. Viewpoint: COVID-19. Science 368 (6492), 713-714, DOI: 10.1126/science.abb5659, https://science.sciencemag.org/content/368/6492/713?utm_campaign=toc_sci-mag_2020-05-14&et_rid=274816204&et_cid=3326757: … The emergence of … SARS-CoV-2 … has offered the world a crash course in modern epidemiology, starting with lessons in case detection and exponential growth … also reminded scientists of the challenges of communicating effectively during uncertainty … More than a century studying the size and timing of outbreaks … has given rise to a … quantitative and partially predictive theory of the dynamics of infectious diseases … SARS-CoV-2 is likely to circulate in humans for many years to come … Mathematical modeling and historical influenza pandemics provide a warning about comparing the effects of interventions in different populations. A rapid decline in … COVID-19 … cases … might be taken as evidence that interventions have been especially effective … But simple models show that epidemic dynamics become deeply unintuitive when there is seasonal variation in susceptibility or transmission, and especially when there is movement between populations … The scientific challenge now is to identify, through inference and simulation, measures that could provide as-good or better protection with less social cost …
  • Dellweg et al. (2020_05_08): Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) zur Auswirkung von Nase-Mund-Masken auf den Eigen- und Fremdschutz bei aerogen übertragbaren Infektionen in der Bevölkerung, https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/COVID-19/2020-05-08_DGP_Masken.pdf: … Kernaussage 1: Nicht medizinische Mund-Nasenmasken bieten einen nachgewiesenen Fremdschutz. Ein Selbstschutz ist nicht nachgewiesen, aber wahrscheinlich. Kernaussage 2: Durch das Tragen von Mund-Nasenmasken wird die exspirierte Aerosolwolke in ihrer Ausdehnung zu einer gegenüberstehenden Person reduziert, jedoch nach lateral und cranial in geringem Maße umgeleitet. Der propagierte Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern erscheint … ausreichend zu sein. Kernaussage 3: Der schützende Effekt der Maske kommt vor allem innerhalb von geschlossenen Räumen zum Tragen. Unter freiem Himmel kann bei Einhalten des Sicherheitsabstandes auf den Mundschutz verzichtet werden. Kernaussage 4: Masken mit Exspirationsventil sollten zum gegenseitigen Schutz nicht eingesetzt werden … Kernaussage 9: Bei Patienten mit Herz- und Lungenerkrankungen und vorhandener Ruhe- oder Belastungsdyspnoe und/oder eingeschränkter Lungenfunktion … sollte eine Blutgasanalyse bei anliegender Maske, idealerweise unter Belastung durchgeführt werden.
  • Marston C, Renedo A, Miles S (2020_05_04): Community participation is crucial in a pandemic. Comment. The Lancet, Online first, DOI: https://doi.org/10.1016/S0140-6736(20)31054-0, thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)31054-0/fulltext
  • Nationale Forschungsplattform für Zoonosen; Forschungsnetz zoonotische Infektionskrankheiten (2020_03_27): Coronavirus-Pandemie zeigt Notwendigkeit von “One Health”-Ansätzen, zoonosen.net/coronavirus-pandemie-zeigt-notwendigkeit-von-one-health-ansaetzen: Das neuartige Coronavirus …, welches momentan die Welt lähmt, ist vom Tier auf den Menschen übergegangen … Solche zoonotischen Ereignisse sind keine Seltenheit. Etwa zwei Drittel aller neuen Infektionskrankheiten stammen vom Tier … die Prävention und Bekämpfung dieser Infektionskrankheiten nur im Schulterschluss verschiedener Fachbereiche möglich … nur mit einem “One Health”-Ansatz können die komplexen Zusammenhänge der Gesundheit von Tier, Mensch und Umwelt berücksichtigt … und … wirksame und nachhaltige Maßnahmen getroffen werden …
  • Zielasek J et al (2020_05_22): COVID-19-Pandemie – Psychische Störungen werden zunehmen. Deutsches Ärzteblatt 117, H.21:A1114-7 + Lit., aerzteblatt.de/archiv/214109?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9: … Die Erfahrungen mit früheren Virusepidemien … und Wirtschaftskrisen … zeigen, dass soziale Isolation und abzusehende wirtschaftliche Folgen ungünstige Faktoren für die seelische Gesundheit … sind … ist mit einem Anstieg psychischer Störungen sowohl bei COVID-19-Erkrankten als auch in der Allgemeinbevölkerung zu rechnen. Dabei dürften Anpassungsstörungen, Angsterkrankungen, Depressionen und Traumafolgestörungen im Vordergrund stehen … Nach einer initial verringerten Inanspruchnahme … ist mit einer lang dauernden Phase zunehmender und erst sehr langsam wieder abnehmender Inanspruchnahme des psychiatrischen Versorgungssystems … zu rechnen. Entscheidend sind dann Prävention …, Früherkennung und Frühbehandlung … folgende Vorschläge: ● Verstetigung und Evaluation telepsychiatrischer Videokonsultationen und Online-Therapien ● Primärprävention sowie Förderung der Früherkennung und Frühbehandlung psychischer Erkrankungen durch … Informationskampagnen für die Bevölkerung, für COVID-19-Betroffene und ihre Familien, und für medizinisches Personal ● Initiativen zur Verbesserung der somatischen Versorgung psychisch Erkrankter …

SZ-Titelstories:

  • Bauchmüller M et al. (SZ, 4.5.2020): Die Wirtschaft wird ungeduldig. Nach fast zwei Monaten Shutdown und Milliardenverlusten fordern Verbandschefs und Ökonomen, die Beschränkungen zu lockern. Ein Stufenplan sei nötig, um die Zukunft nicht zu gefährden.
  • Rossbach H (SZ, 5.5.20): Ende der Einigkeit. Immer mehr Bundesländer möchten die Maßnahmen gegen das Coronavirus eigenständig lockern. Damit verstoßen sie gegen eine Verabredung untereinander – und mit Kanzlerin Merkel.
  • Gammelin C et al. (SZ, 6.5.20): EZB handelt teilweise verfassungswidrig. Karlsruhe fordert, dass die Europäische Zentralbank ihren Kauf von Staatsanleihen nachvollziehbar begründet und auch die Interessen von Sparern berücksichtigt.
  • Bullion C von (SZ, 7.5.20): „Wir können uns ein Stück Mut leisten“. Kanzlerin Merkel stellt weitgehende Lockerungen im öffentlichen Leben vor. Sollten die Infektionen aber wieder stark zunehmen, müssen lokal erneut Beschränkungen eingeführt werden.
  • Beisel KM et al. (SZ, 8.5.20): Seehofer soll die Grenzen öffnen. Unions-Abgeordnete fordern den Innenminister auf, die Kontrollen zu beenden. Diese seien für den Kampf gegen das Coronavirus nicht mehr nötig.
  • Endt C et al. (SZ, 9.5.20): Die verflixte 50. Experten halten den neuen Corona-Plan von Bund und Ländern für gefährlich, weil der Grenzwert zu hoch angesetzt sei. Die Epidemie könnte schnell wieder außer Kontrolle geraten.
  • Illinger P (SZ, 11.5.20): Sehnsucht nach Lockerung. Die Pandemie ist längst nicht gebannt, doch steigt das Verlangen nach einem Ende der Corona-Beschränkungen. Nur noch ein Viertel der Deutschen macht sich große Sorgen.
  • Esslinger D et al. (SZ, 12.5.20): Kritik an Corona-Protesten. In zahlreichen deutschen Städten demonstrierten Tausende gegen die Schutzmaßnahmen. Viele Politiker sehen in einer Allianz aus Verschwörungstheoretikern und Radikalen eine Gefahr.
  • Brössler D et al. (SZ, 13.5.20): Druck auf Seehofer wächst. Angesichts sinkender Infektionszahlen dringen immer mehr Politiker auf eine Lockerung der Reisebeschränkungen. Doch der Innenminister hält es für zu riskant, die Kontrollen generell aufzuheben.
  • Beisel KM et al. (SZ, 14.5.20): Deutschland will die Grenzen öffnen. Die Kontrollen an den Übergängen sollen von Samstag an langsam gelockert werden. Freien Reiseverkehr wird es laut Innenminister Seehofer aber frühestens Mitte Juni geben.
  • Gammelin C (SZ, 15.5.20): “Nicht gegen die Krise ansparen“. Obwohl Deutschland in diesem Jahr wegen der Pandemie fast 100 Milliarden Euro Steuereinnahmen wegbrechen werden, will Finanzminister Scholz an allen Vorhaben der Koalition festhalten.
  • Bielicki J et al (SZ, 16.5.20): Diffuse Unruhe. Ärger über die Corona-Beschränkungen treibt Tausende auf die Straße. Politiker erinnert der Protest an den Flüchtlingsherbst 2015. Einfache Lösungen gab es damals wie heute nicht.
  • Gammelin C (SZ, 18.5.20): Streit über Hilfspaket für Kommunen. Finanzminister Olaf Scholz will mit 57 Milliarden Euro Städte und Gemeinden unterstützen und sie von ihren Altschulden befreien – die CDU sowie etliche Bundesländer protestieren.
  • Fried N (SZ, 19.5.20): 500 Milliarden für den Aufschwung. Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron fordern ein weiteres EU-Programm. Es soll besonders von der Corona-Krise betroffenen Staaten bei der wirtschaftlichen Erholung helfen.
  • Charisius H et al. (SZ, 20.5.20): Die große Hoffnung. Forscher versprechen im Moment viel. Doch bis die Menschheit durch einen Impfstoff vor dem Coronavirus geschützt ist, wird es noch dauern. Und das Gezerre um die Patente beginnt schon.
  • Gurk C et al. (SZ, 22.5.20): Das Virus befällt die ganze Welt. Die WHO registriert 106 000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden – so viele wie noch nie. Vor allem in den Schwellenländern breitet sich der Erreger rasant aus.
  • Berndt C et al. (SZ, 23.5.20): Was Kinder brauchen. Verhaltensauffälligkeiten und Gewalt: Die Jüngsten leiden unter den Corona-Maßnahmen. Dabei wachsen Zweifel, ob die Einschränkungen bei Schul- und Kitabesuch gerechtfertigt sind.

SZ sonst

  • SZ, 12.5.20 (S. 1): Gesundheitsämter fordern Reformen. Kommunen und Ärzte kritisieren Ausstattung der Behörden.
  • Szymanski M (SZ, 12.5.20, S. 1): Piks mit der Finanzspritze. Kommunen, Landkreise und Ärzte sind unzufrieden mit der Hilfe des Bundes für örtliche Gesundheitsbehörden.
  • Schmidt M (SZ, 12.5.20, S.9): Alice hinter den Masken. Dem Coronavirus soll jeder Mensch kühl und strategisch begegnen. Aber ohne Gefühle und Metaphern kommt niemand unbeschadet durch eine Pandemie. — Hierzu S. 1: Wunderland der Wut. Wirken strenge Schutzregelungen, tobt das Coronavirus nicht so heftig – es erscheint aber auch weniger gefährlich. An „Alice im Wunderland“, Heldin aller Paradoxe, zeigt sich die Reaktion: Verwirrung, Trauer und Trotz.
  • Daum AW (SZ, 16.5.20): Vermessung der Seuche. Bereits Alexander von Humboldt spürte Infektionskrankheiten nach – und sah in ihnen eine gesellschaftliche Herausforderung: Was man in Corona-Zeiten von dem berühmten Naturforscher lernen kann.
  • Hulverscheidt C et al. (SZ, 20.5.20, S. 17): Sinnkrise im Büro. Nicht nur die Zwillingstürme der Deutschen Bank in Frankfurt wirken zu Corona-Zeiten wie verwaist – weltweit prüfen Firmenchefs, ob sie ihre teuren Immobilien noch brauchen, wenn Home-Office so gut funktioniert. Das Arbeitsleben wird sich radikal verändern.
  • Freund N (SZ, 22.5.20, S.9): Die Dramaturgie des Risikos. Wir brauchen eine Umgangsroutine mit dem Coronavirus.

5 May 2020, Φ Institut für Urban Public Health (InUPH) in Essen

5.5.2020, Institut für Urban Public Health (InUPH) in Essen

Wie die Universität Duisburg-Essen mitteilt (www.uni-due.de/med/meldung.php?id=983), gründet die dortige Medizinische Fakultät am Universitätsklinikum Essen das Institut für Urban Public Health (InUPH). Zukünftig werde hier systematisch und kooperativ erforscht, welchen Einfluss das städtische Umfeld auf die Gesundheit der Menschen hat und wie es optimal gestaltet werden kann. Die Fritz und Hildegard Berg-Stiftung im Stifterverband fördert die Institutsgründung mit 750.000 Euro über 5 Jahre. Die Mitteilung vom 5.5.20 trägt die Überschrift: „Neues Institut erforscht Einfluss von Stadtplanung auf die Gesundheit der Bewohner“.

Eine stark gekürzte Fassung des Informationsdienstes Wissenschaft (idw) vom 5.5.20 (https://idw-online.de/de/news746864) trägt die Überschrift: „Institut für Urban Public Health: Wie Stadtplanung die Gesundheit beeinflusst”.


Cf.: 27 May 2019, Φ Research program 2019 „City of the Future – Healthy, sustainable metropolises”: concept outline due 20 July 2019.

2 May 2020, Φ Coronavirus (VIII)

2.5.20, Coronavirus (VIII)

Exzerpiert (s.u.):

  • DÄB: Spahn verspricht „ … Update“ des Öffentlichen Gesundheitsdienstes
  • DÄB: NAKO Gesundheitsstudie bindet COVID-19 in Untersuchung ein
  • Schneidewind et al.: Eckpfeiler einer resilienten „Post-Corona-Stadt“
  • Rosenbloom D et al.: A COVID-19 recovery for climate (Editorial, Science)
  • Lu, MC: Future pandemics can be prevented … (Washington Post)
  • IAIA: COVID-19 Pandemic Statement
  • BfArM: Hinweise zur Verwendung von „Community-Masken“

Gelistet (s.u.):

  • Beiträge
  • SZ-Titelstories
  • SZ sonst

Deutsches Ärzteblatt (DÄB) 20.4.20: Spahn verspricht „personelles und digitales Update“ des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, www.aerzteblatt.de/nachrichten/112118/Spahn-verspricht-personelles-und-digitales-Update-des-Oeffentlichen-Gesundheitsdienstes?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9: „Angesichts der Corona-Pandemie soll der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) in Deutschland personell verstärkt und digital besser ausgestattet werden … Spahn … bezog sich dabei auf Ergebnisse einer Arbeitsbesprechung, die Bundeskanzlerin Angela Merkel … gestern mit dem sogenannten Coronakabinett geführt hatte. In dem Kabinett sind neben Merkel die Minister für Gesundheit, Forschung und Verteidigung, der Bundesaußen- und der Bundesinnenminister sowie der Chef des Bundeskanzleramts vertreten. Der ÖGD spiele für die Kontrolle und Eindämmung der Coronaepidemie eine entscheidende Rolle, erklärte Spahn … Der ÖGD sei der Dreh- und Angelpunkt für den Umgang mit der Epidemie. Damit dessen Leistungsfähigkeit auch bei möglicherweise wieder steigenden Infektionszahlen erhalten bleibe, benötige er ein „personelles und digitales Update“, sagte der Minister und räumte zugleich ein, dass der ÖGD nicht immer die Aufmerksamkeit erhalten habe, die er verdiene …“

Deutsches Ärzteblatt (DÄB) 30.4.20: NAKO Gesundheitsstudie bindet COVID-19 in Untersuchung ein, www.aerzteblatt.de/nachrichten/112443/NAKO-Gesundheitsstudie-bindet-COVID-19-in-Untersuchung-ein?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9: „ … ein Zusatzmodul zur Studie … soll neue Erkenntnisse über Verbreitung, Verlauf und Auswirkungen von COVID-19 in Deutschland ergeben … Der neue Fragebogen setzt sich etwa zur Hälfte aus infektionsepidemiologischen Fragen zum Gesundheitszustand, zum Infektionsstatus, zu Verhaltensänderungen aufgrund der Pandemie und zu den Sozialkontakten während der Pandemie zusammen. Weitere Fragen erfassen die psychosozialen Auswirkungen der Pandemiesituation, darunter mögliche Veränderungen des Erwerbsstatus, des Lebensstils und des Soziallebens … Die NAKO Gesundheitsstudie ist eine deutschlandweite Gesundheitsstudie mit 200.000 Teilnehmern und 18 über auf ganz Deutschland verteilten Studienzentren …“


Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Dr. Carolin Baedeker, Anja Bierwirth, Dr. Anne Caplan, Hans Haake (2020): „Näher“ – „Öffentlicher“ – „Agiler“. Eckpfeiler einer resilienten „Post-Corona-Stadt“. Diskussionspapier, Wuppertal-Institut. April 2020, https://wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/5051/

  • “Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass die Corona-Krise eine Zeitenwende markiert – politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich, sozial und individuell. Auch die Zukunft der Städte und ihrer Lebensbezüge zum Umland gilt es neu zu denken … Die „Post-Corona-Stadt“ wird „näher“, „öffentlicher“ und „agiler“ sein und kann Impulse für eine „Post-Corona-Welt“ geben – sozialer, grüner, vielfältiger. Der vorliegende Beitrag zeigt die Eckpunkte der Post-Corona-Stadt auf.
  • (p.4) „Näher“ – Zusammenrücken in Zeiten des Social Distancing
  • (p.5) Lokale Wirtschaftskreisläufe ausbauen
  • (p.6) Multifunktionale Innenstädte
  • (p.7) Nah-Erholungsmöglichkeiten stärken
  • Öffentlicher
  • (p.8) Daseinsvorsorge in kommunaler Hand
  • Nachhaltige und gesunde Stadt zusammendenken
  • In den letzten Jahren werden die Verbindungen zwischen der „nachhaltigen“ und „gesunden“ Stadt immer deutlicher (Fehr/Hornberg 2018). Vorausblickende Stadtplanung denkt heute beides zusammen. Das gilt umso mehr im demographischen Wandel. Die Gestaltung von Parks und Erholungsflächen, das Schaffen von „walkable cities“ dienen der Gesundheit der in ihnen lebenden Menschen genauso wie dem Klimaschutz. Dies gilt auch insbesondere für die sozial-ökologisch differenzierten Lagen der Bewohnerinnen und Bewohner, die sich sehr unterscheiden … Hier gilt es, ausgleichende Funktionen in den Städten selbst zu schaffen und dies für den sozialen Ausgleich und Zugang zu gestalten. Städtische Gesundheits-, Sozial-, Umwelt- und Grünflächenpolitik sollten künftig noch stärker zusammengedacht und auch institutionell in Stadtverwaltungen noch enger aufeinander bezogen werden.
  • (p.9) Agiler
  • Digitale Potenziale in Bildung/Arbeiten/Verwaltung ausbauen
  • (p.10) Nachhaltige Mobilität stärken
  • (p.11) Demokratische Prozesse etablieren
  • Experimentiermut und die Rolle der Wissenschaft im kommunalen Kontext stärken
  • (p.12) Fazit: Wohlstand und Stadtentwicklung weiterdenken

Rosenbloom D, Markard J (2020_05_01): A COVID-19 recovery for climate. Editorial, Science Vol. 368, Issue 6490, pp. 447, DOI: 10.1126/science.abc4887, https://science.sciencemag.org/content/368/6490/447?utm_campaign=toc_sci-mag_2020-04-30&et_rid=274816204&et_cid=3309105: “… countries are launching economic recovery programs to mitigate unemployment and stabilize core industries … important to remember that we face another major crisis that threatens human prosperity – climate change. Leveraging COVID-19 recovery programs to simultaneously advance the climate agenda presents a strategic opportunity … The German Council of Economic Experts submitted a 110-page report on the coronavirus crisis without mentioning climate change or sustainability. By contrast, 17 European climate and environment ministers called on the European Commission to make the Green Deal central to the recovery following the pandemic … One strategy would be to use recovery funds to stimulate innovation for the low-carbon energy transition … There may also be opportunities to build on social changes catalyzed by COVID-19 such as remote working, video conferencing, e-commerce, and reduced air travel. Science must explore how such changes can be made durable and contribute to low-carbon pathways … … circumstances can be harnessed to transition away from fossil fuels toward clean alternatives. To drive this change, it is important not to bail out fossil fuel companies and industries. Support must instead flow to affected workers and communities in the form of temporary relief, retraining … COVID-19 recovery programs can lay the foundation for a more sustainable and prosperous future …”


Lu, Michael C (2020_04_17): Future pandemics can be prevented, but that’ll rely on unprecedented global cooperation. [Category: Health / Perspective] Washington Post, www.washingtonpost.com/health/future-pandemics-can-be-prevented-but-thatll-rely-on-unprecedented-global-cooperation/2020/04/16/0caca7b8-7e6d-11ea-8013-1b6da0e4a2b7_story.html: “In a mere four months, the world has been brought to its knees by a previously unknown virus. But covid-19 won’t be the last … pandemic. An estimated 650,000 to 840,000 unknown viral species capable of infecting humans lurk in wildlife. At the same time, population growth, urbanization, globalization, climate change, the … destruction of wildlife habitats and the harvesting of wild species have brought these viruses in closer contact with humans than ever before … But … Pandemics are preventable … the world can do three things to prevent them.”

  • “First, … a global early warning system … would gather intelligence through a combination of zoonotic reconnaissance, artificial intelligence (AI) surveillance and outbreak investigation …“
  • “Second, … by strengthening public health. Early warnings would be useless if local, national and global public health systems cannot mount an effective response to an outbreak …”
  • “Third, … minimizing the risk of spillovers. Protecting natural habitats … and creating buffer zones around protected areas are important long-term goals … stop wildlife trade … Preventing future pandemics will require an unprecedented level of global cooperation …”

International Association for Impact Assessment (IAIA), www.iaia.org/news-details.php?ID=116: IAIA COVID-19 Pandemic Statement, 23.4.2020: … expresses solidarity with all who are working to slow and to halt the spread of COVID-19 … and with people around the world who are experiencing hardship and pain as a result of COVID-19 … sets out the importance of a clear scrutiny of investment decisions and of policies, plans, programs, and projects … we make the case for impact assessment and for its centrality to good decision making … an enormous task in the months and years ahead to restart our economies and to rebuild our confidence and trust … Policy decisions … should meet the short-term goal of getting things moving again without compromising longer-term goals of sustainability, social justice, and environmental management … decisions taken now will have implications for years to come. Impact assessment professionals are … playing important roles in this rebuilding. Less haste. More speed … IAIA will (1) Survey impact assessment practitioners to develop a global picture of actions being taken. (2) Scan for COVID-19 relevant impact assessment resources and/or adaptations to IA policy and practice … (4) Develop capacity building and training. (5) Develop COVID-19 publications … (7) Continue to work with civil society, governments, institutions, and companies to make the case for sustainable development … We must take this opportunity to build a more just and sustainable world for people and the environment to benefit our children, grandchildren, and the generations to come. [Signed by: IAIA President, Past President, President Elect, Future President Elect.]


Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) (Stand: 2020_03_21): Hinweise des BfArM zur Verwendung von selbst hergestellten Masken (sog. „Community-Masken“), medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3) im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2 / Covid-19), www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

  • „… Zu unterscheiden sind … Masken, die als Behelfs-Mund-Nasen-Masken aus handelsüblichen Stoffen hergestellt werden (1. „Community-Masken“) und solche, die aufgrund der Erfüllung einschlägiger gesetzlicher Vorgaben und technischer Normen Schutzmasken mit ausgelobter Schutzwirkung darstellen (2. Medizinischer Mund-Nasen-Schutz und 3. Filtrierende Halbmasken) …“
  • Hinweise für Anwender zur Handhabung von „Community-Masken“
  • „Den besten Schutz vor einer potentiellen Virusübertragung bietet nach wie vor das konsequente Distanzieren von anderen, potentiell virustragenden Personen. Dennoch kann die physische Barriere, die das richtige Tragen einer Community-Maske darstellt, eine gewisse Schutzfunktion vor größeren Tröpfchen und Mund-/Nasen-Schleimhautkontak mit kontaminierten Händen bieten … Personen, die eine entsprechende Maske tragen möchten, sollten … unbedingt folgende Regeln berücksichtigen…“ (s. dort)

Diverse Beiträge:


SZ-Titelstories

  • Meiler O (SZ, 20.4.20): Conte fordert „ganze Feuerkraft“ der EU. Der italienische Premier zeigt sich „absolut entschlossen“, für Corona-Bonds zu kämpfen. Er kritisiert mangelnde Solidarität – und sieht Deutschland als wirtschaftliche bremse Europas.
  • Balser M et al. (SZ, 21.4.2020): Kampf um Konjunkturhilfen. Um die Krise zu bewältigen, wird Berlin Milliarden ausschütten. Schon jetzt entbrennt Streit, ob mit dem vielen Geld nicht auch eine andere Form des Wirtschaftens gefördert werden sollte.
  • Bullion C von et al. (SZ, 22.4.2020): Gestrichen. Die Absage des Münchner Oktoberfests ist ein spektakuläres Symbol: Großveranstaltungen wird es vorerst nicht geben. In Gefahr ist auch die Feier zum Tag der Deutschen Einheit. Immerhin nimmt die Bundeliga den Spielbetrieb bald wieder auf – ohne Fans im Stadium.
  • Gammelin C (SZ, 23.4.2020): Regierung erwartet hohe Schulden. Wegbrechende Einnahmen und immer neue Ausgaben: Die Berechnungen zum Bundeshaushalt sind schon jetzt düsterer als während der Finanzkrise 2009. Und weitere Hilfspakete sind in Arbeit.
  • Beisel KM et al. (SZ, 24.4.2020): “Eine demokratische Zumutung“. Bundekanzlerin Merkel verteidigt ihren Widerstand gegen schnelle Lockerungen und mahnt zu Geduld. Europäischen Corona-Bonds erteilt sie auf einem EU-Videogipfel erneut eine Absage.
  • Mayr S et al (SZ, 25.4.2020): Gedämpfte Kauflaune. Seit einer Woche sind die Geschäfte wieder geöffnet. Doch die Kunden halten sich noch zurück. Wenn das so weitergeht, wird es schwer für Händler.
  • Brössler D et al. (SZ, 27.4.2020): Regierung einigt sich auf Tracing-App. Gesundheitsminister und Kanzleramt sprechen sich für eine Anti-Corona-Anwendung aus, die Kontakte dezentral speichert. Die Software müsse bald zur Verfügung stehen, fordert die Opposition.
  • Ludwig K et al. (SZ, 28.4.2020): Politik dämpft Hoffnung auf Lockerung. Bund und Länder beraten darüber, wie Gottesdienste und Schulunterricht aussehen und wann Lokale wieder öffnen können. Das Kanzleramt hält nun regionale Regelungen für möglich
  • Munzinger P (SZ, 29.4.2020): Bis Sommer kein regulärer Unterricht. Die Kultusminister halten einen Normalbetrieb vor den großen Ferien für ausgeschlossen. Dennoch sollen Kinder und Jugendliche zumindest zeitweise wieder die Schule besuchen
  • Esslinger D (SZ, 30.4.2020): Großer Applaus, Kleiner Lohn. Pflegekräfte und Verkäufer sind kaum in Gewerkschaften organisiert. Das macht es schwierig, höhere Einkommen für sie durchzusetzen
  • Fried N et al. (SZ, 2.5.2020): Was für ein Zustand. Angela Merkel hat ihren Kurs in der Corona-Politik nicht immer glücklich erklärt. Dabei ist ihr Ziel eigentlich eindeutig: wieder in eine Phase zu gelangen, in der man im Januar schon war

SZ sonst

  • Uhlmann B (SZ, 21.4.2020, S.13): Interview mit Nico Dragano. „Psychische Krisen können zunehmen.“ Stress, Herzkrankheiten, Infektionen: Die Corona-Pandemie wird auch indirekte Folgen für die Gesundheit haben. Erfahrungen aus der Finanzkrise könnten helfen, Nebenwirkungen abzufedern. „… Die Betrachtung der indirekten Folgen soll … vor allem der Vorbereitung auf mögliche gesundheitliche Konsequenzen des globalen Shutdowns dienen, und dazu, einen Plan zu entwickeln, wie Gesundheits- und Sozialsysteme krisenfest gemacht werden können“.
  • Deuber L et al (SZ, 23.4.2020, S. 6): Ursprungsfrage ungelöst. China behauptet, das Coronavirus sei auf einem Markt in Wuhan auf den Menschen übergesprungen. Die USA prüfen, ob es ein Laborunfall war. Rufe nach einer internationalen Untersuchung werden lauter.
  • Weissmüller L (SZ, 24.4.2020, S. 12): Gesellschaft bauen. In der Krise wird deutlicher denn je, dass die meisten Wohnungen den Bedürfnissen ihrer Bewohner immer weniger gerecht werden.
  • Uhlmann B (SZ, 24.4.2020, S. 16): Missachtete Helfer. In der Krise entdeckt die Politik das Gesundheitsamt. Zuvor galt die Behörde als wenig bedeutend. „… Gesundheitsämter … ein Gebiet, bei dem Bedeutung und öffentliche Wahrnehmung auseinanderklaffen wie selten … wie umfassend das Schattendasein der Behörden noch ist, zeigt sich auch daran, dass sie in die Planungen zu ihrer eigenen Stärkung offenbar nicht einbezogen waren …
  • Charisius H et al. (SZ, 25.4.2020, S. 11-14): Schwerer Verlauf. Drei Monate nur liegen zwischen einer kleinen Meldung aus China und einer tödlichen Pandemie. Drei Monate, in denen die deutsche Politik mit dem Virus ringt und Millionen Menschen eine neues Leben verordnet. Rekonstruktion eines Abwehrkampfes.
  • Bauchmüller M (SZ, 28.4.20202, S. 1): Schulze: Beim Klima kennen wir den Impfstoff schon. Die Umweltministerin verlangt grüne Konjunkturprogramme – und erhält Unterstützung aus weiten Teilen der Wirtschaft.

19 Apr 2020, Φ Coronavirus (VII)

19.4.20, Coronavirus (VII)

Leopoldina (13.4.2020): Dritte Ad-hoc-Stellungnahme: Coronavirus-Pandemie – Die Krise nachhaltig überwinden, www.leopoldina.org/presse-1/nachrichten/ad-hoc-stellungnahme-coronavirus-pandemie/:

  • (p.5) 2. Entscheidungsgrundlagen mit Daten und Modellen optimieren
  • Die Erhebung des Infektions- und Immunitätsstatus der Bevölkerung muss substantiell verbessert werden
  • … möglichst gute Quantifizierung der Infektionsprozesse, um … eine Modellierung der epidemiologischen Entwicklung … zu ermöglichen …
  • Eine verbesserte Kenntnis der gegenwärtigen Situation muss durch longitudinale Testung regional unter-schiedlicher Kohorten erreicht werden
  • … reale Anteil Infizierter, Erkrankter, Verstorbener und immuner Personen …
  • (p.6) Der Prozess der Datenerfassung, Datenaufbereitung, Standardisierung und Integration in prognostische Modelle muss substantiell beschleunigt werden
  • … tagesaktuell und regional hochaufgelöste Vorhersagen … berechnen …
  • Traditionelle Melde- und Monitoringsysteme sollten durch innovative Methoden aus der digitalen Epidemiologie ergänzt werden
  • … Ansätze zur „digitalen Datenspende“ …
  • (p.7) 3. Risikokommunikation verbessern und verantwortliches individuelles Verhalten fördern
  • Um Risiken realistisch einschätzen zu können, müssen absolute Zahlen durch aussagekräftige Vergleiche ergänzt werden
  • … Informationsdichte und … selektive Präsentation … absoluter Zahlen … erschweren den Blick auf die tatsächlichen Risiken …
  • (p.9) Das zivilgesellschaftliche Leben muss schrittweise wieder ermöglicht werden
  • … Das öffentliche Leben ist … durch die geltenden Einschränkungen tiefgreifend gestört und weitgehend stillgestellt …
  • 4. Psychische und soziale Folgen der Krise abfedern
  • Den eigenverantwortlichen Umgang mit der Situation fördern
  • … Alles, was Menschen selbst aktiv tun können, steigert ihr Kontrollgefühl …
  • (p.10) Mit Betreuungs-, Beratungs- und Hilfsangeboten sollten Familien unterstützt werden
  • … Zu den besonderen Risikogruppen gehören Alleinerziehende, Migrantinnen und Migranten ohne Sprachkenntnisse, alleinlebende Ältere, psychisch Erkrankte, Pflegefälle und Arbeitslose …
  • 5. Abwägungs- und Entscheidungsprozesse transparent gestalten
  • (p.11) … Die Grundrechtseingriffe müssen in Maß und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zu Ziel und Zweck der Maßnahmen stehen
  • … müssen … auch die nicht-intendierten Nebenfolgen der Grundrechtseingriffe berücksichtigt werden …
  • Die Risikobewertung muss unterschiedliche Ziele und Folgen berücksichtigen
  • … Erst die Einbeziehung der nicht-intendierten Nebenfolgen macht die ganze Komplexität dieser Aufgabe der Abwägung kollidierender Güter deutlich.
  • Zielkonflikte müssen identifiziert und bei der Entscheidungsfindung abgewogen werden
  • (p.12) Zielkonflikte … bilden die Struktur einer funktional differenzierten Gesellschaft ab, in der sich … Logiken des Handelns unterscheiden … die Differenzierung … macht die Leistungsfähigkeit der modernen Gesellschaft … aus. Gleichzeitig erschwert sie der Politik eine … übergeordnete Handlungskoordination. Diese Struktur findet sich … spiegelbildlich auf der Seite von wissenschaftlicher Expertise und Beratung, die in der Regel der jeweiligen disziplinären Perspektive verhaftet bleibt. Die dringliche Frage … ist … in welchen … Abwägungsverfahren sich hier konsistente Entscheidungen treffen lassen …
  • (p.13) 6. Bildungsbereiche schrittweise öffnen
  • (p.14) 7. Mit nachhaltigen ökonomischen Maßnahmen die Krise überwinden
  • (p.16) Auf nationaler und europäischer Ebene die Krise nachhaltig bewältigen
  • … wegen der mindestens ebenso bedrohlichen Klima- und Biodiversitäts-Krise kann es nicht einfach eine Wiederherstellung des vorherigen Status geben … aus den Erfahrungen mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Ursachen Lehren für die Zukunft … ziehen. Die generelle Zunahme der Bevölkerung, Urbanisierung und globale Mobilität, die … Abnahme der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen durch Landnutzungsänderungen und der Klimawandel tragen wesentlich zum Ausbruch von Epidemien … bei. Staatliche Maßnahmen … sollten … Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen … Wahrnehmung dieser historischen Chance …
  • (p.17) … sollten strukturpolitische Zielsetzungen, etwa im Hinblick auf die öffentliche Daseinsvorsorge und den Schutz von Gemeinschaftsgütern speziell in den Bereichen Gesundheits-, Klima- und Ökosystemschutz, vorrangig berücksichtigt werden.

Zu dieser dritten Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina:

Rosol C, Renn J, Schlögl R (SZ, 15.4.20, S.9): Der Schock hat System. Warum gerade jetzt die Zeit ist für verstärkten Klima- und Artenschutz. Ein Gastbeitrag von Co-Autoren der Leopoldina-Stellungnahme. „… zeichnet sich … ein direkter Zusammenhang zwischen Gesundheits-, Klima- und Biodiversitätskrise ab. Eine wesentlich Ursache für den … Anstieg von neuen, zwischen Tier und Mensch übertragenen Infektionskrankheiten ist die rasant voranschreitende Zerstörung des Lebensraums von Wildtieren … Biologen sehen … die wirksamste Prophylaxe gegen Epidemien … der Art, wie wir sie mit Corona … global durchleben, in einem … Schutz der natürlichen Vielfalt und dem Aufrechthalten räumlicher Barrieren zwischen Wirtstier und Mensch … Menschen leben in einer defossilisierten Gesellschaft gesünder und länger … Neue Konzepte in der Gesundheitsforschung wie ,One Health‘ und ,Planetary Health‘ tragen dem Umstand des elementaren Zusammenhangs zwischen Tier-, Umwelt- und menschlicher Gesundheit bereits Rechnung … etablieren sich neuere Forschungsansätze im Kooperationsbereich von Natur- und Kulturwissenschaften … eine Art ,,Geoanthropologie” oder Erde-Mensch-Wissenschaft des Anthropozäns … die notwendige Anpassung an die systemischen Risiken der Gegenwart und die Beseitigung ihrer Ursachen effektiv zusammenbringen … sind wir gut beraten, die zu setzenden wirtschaftlichen Impulse nachhaltig zu gestalten … – – – Christoph Rosol ist Leiter der Forschungsgruppe ,Anthropozän‘ am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Haus der Kulturen der Welt. Jürgen Renn ist Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Robert Schlögl ist Direktor am Fritz-Haber Institut sowie am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion. Die Autoren waren an der Erstellung der dritten Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina … beteiligt.“


Schrappe M (ehem. Stellv. Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit), François-Kettner H, Gruhl M, Knieps F, Pfaff H, Glaeske G (5.4.20): Thesenpapier zur Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19. Datenbasis verbessern – Prävention gezielt weiterentwickeln – Bürgerrechte wahren, http://matthias.schrappe.com/einzel/thesenpapier_corona.pdf

  • (p.3) Präambel. „Der vorliegende Text stellt sich der Aufgabe, die epidemiologische Problemlage wissenschaftlich zu klären und … Empfehlungen für wirksame Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Die Vorschläge … werden in einen gesellschaftspolitischen Rahmen gestellt …“
  • (p.8) Vorbemerkung. „Das Ausmaß der weltweiten Bedrohung durch die SARS-CoV-2/Covid-19-Pandemie ist bislang nicht zuverlässig einzuschätzen … Interaktion zwischen Politik und Wissenschaft ist zur Bewältigung einer solchen Krise wünschenswert … jedoch nur dann ein sinnvolles Vorgehen … wenn die Breite der relevanten wissenschaftlichen Ansätze und fachlichen Expertisen zutreffend abgebildet wird … die in erster Linie nachgefragten naturwissenschaftlichen bzw. diagnostischen Erkenntnisse … alleine nicht hinreichend … müssen Erkenntnisse aus den Bereichen Epidemiologie, Verhaltenspsychologie, Kognitionswissenschaften, Public Health, Soziologie, Ökonomie, Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft mit herangezogen werden.“
  • (p.17) „These 1: Die zur Verfügung stehenden epidemiologischen Daten (gemeldete Infektionen, Letalität) sind nicht hinreichend, … die Ausbreitung und das Ausbreitungsmuster der SARS-CoV-2/Covid-19-Pandemie zu beschreiben, und können daher nur eingeschränkt zur Absicherung weitreichender Entscheidungen dienen.
  • … Die Zahl der gemeldeten Infektionen hat nur eine geringe Aussagekraft, da kein populationsbezogener Ansatz gewählt wurde … Die Zahlen zur Sterblichkeit (Case Fatality Rate) überschätzen derzeit das Problem und können nicht valide interpretiert werden … SARS-CoV-2 kann als nosokomiale Infektion in Krankenhäusern und Pflege- bzw. Betreuungseinrichtungen … übertragen werden … SARS-CoV-2/Covid-19 stellt ein lokales Herdgeschehen (Cluster) mit nicht vorhersehbarem Muster des Auftretens dar.
  • (p.22) These 2: Die allgemeinen Präventionsmaßnahmen (z.B. social distancing) sind theoretisch schlecht abgesichert, ihre Wirksamkeit ist beschränkt und … sie sind hinsichtlich ihrer Kollateralschäden nicht effizient … müssen… ergänzt und allmählich ersetzt werden durch Zielgruppen-orientierte Maßnahmen, die sich auf die vier Risikogruppen hohes Alter, Multimorbidität, institutioneller Kontakt und Zugehörigkeit zu einem lokalen Cluster beziehen.
  • (p.26) These 3: Entstehung und Bekämpfung einer Pandemie sind in gesellschaftliche Prozesse eingebettet. Die derzeitig angewandte allgemeine Präventionsstrategie (partieller shutdown) … birgt … die Gefahr, die soziale Ungleichheit und andere Konflikte zu verstärken … Risiko eines Konfliktes mit den normativen und juristischen Grundlagen der Gesellschaft. Demokratische Grundsätze dürfen nicht gegen Gesundheit und Bürgerrechte ausgespielt werden. Die Einbeziehung von Experten aus Wissenschaft und Praxis muss in einer Breite erfolgen, die einer solchen Entwicklung entgegenwirkt.“

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (Update vom 15.04.2020): COVID-19: Wo ist die Evidenz? Stellungnahme des EbM-Netzwerks, www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19

  • … Die mediale Berichterstattung berücksichtigt … in keiner Weise die von uns geforderten Kriterien einer evidenzbasierten Risikokommunikation …
  • … Es gibt nach wie vor keine zuverlässigen Zahlen zu der Letalität von COVID-19 …
  • Es gibt insgesamt noch sehr wenig belastbare Evidenz, weder zu COVID-19 selbst noch zur Effektivität der derzeit ergriffenen Maßnahmen … nicht auszuschließen, dass die COVID-19 Pandemie eine ernstzunehmende Bedrohung darstellt, und NPIs [Nicht-pharmakologische Interventionen] – trotz weitgehend fehlender Evidenz – das einzige sind, was getan werden kann. Es ist aber ebenso möglich, dass durch die derzeit durchgeführten NPIs viel größerer Schaden angerichtet wird als durch die Epidemie selbst. NPIs … sollten nicht ohne akribische Begleitforschung durchgeführt werden … erforderlich … umgehend Kohorten und Register aufzubauen … Zufallsstichproben der Gesamtbevölkerung auf SARS-CoV-2 zu untersuchen, um die wahre Durchseuchungsrate zu erfassen.

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V., Stellungnahme 27.03.2020: Covid-19 Pandemie: So viel Zeit muss sein! Keine Experimente mit der alten und chronisch kranken Bevölkerung ohne wissenschaftliche Begleitung, www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/pdf/stn-20200327-covid19-begleitforschung


Kompetenznetzwerk Public Health COVID-19, www.public-health-covid19.de/: “ein Ad hoc-Zusammenschluss von über 15 wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden aus dem Bereich Public Health, die hier ihre methodische, epidemiologische, statistische, sozialwissenschaftliche und (bevölkerungs-)medizinische Fachkenntnis bündeln … Die Informationen richten sich primär an Behörden, Institutionen und politische Entscheidungsträger*innen. Angehörigen der Heilberufe empfehlen wir die Seiten des RKI und der jeweiligen medizinischen Fachgesellschaften. Für die Öffentlichkeit empfehlen wir die Seiten der BZgA.

  • Arbeitsgruppen: Modellierung; Riskokommunikation und -wahrnehmung; Gesundheitskompetenz; Ethik; Übergangsstrategien; Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Nicht-Pharmakologischen Interventionen (NPI); Gesundheit und Arbeit; Vulnerabilität; Anforderungen an das deutsche Gesundheitssystem; Gesundheitliche Aspekte der sozialen Isolation; Indirekte Gesundheitsfolgen von Maßnahmen des Infektionsschutzes

DÄB 9.4.20: Hohe Dunkelziffer: Zahl der Infizierten in Deutschland möglicherweise schon bei 460.000, www.aerzteblatt.de/nachrichten/111854/Hohe-Dunkelziffer-Zahl-der-Infizierten-in-Deutschland-moeglicherweise-schon-bei-460-000?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9

DÄB 14.4.20: Coronakrise wird Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, www.aerzteblatt.de/nachrichten/111915/Coronakrise-wird-Schwerpunkt-der-deutschen-EU-Ratspraesidentschaft?rt=e129c00bc51fea261963a14add9c8ee9

DÄB 17.4.20: Gesamtüberblick über Studien zu SARS-CoV-2 in Deutschland, www.aerzteblatt.de/nachrichten/112047/Gesamtueberblick-ueber-Studien-zu-SARS-CoV-2-in-Deutschland


Telefonkonferenz der Bundeskanzlerin mit den RegierungschefInnen der Länder am 15. April 2020, Beschluss TOP 2, Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der COVID19-Epidemie, www.bundesregierung.de/resource/blob/973812/1744226/bcf47533c99dc84216eded8772e803d4/2020-04-15-beschluss-bund-laender-data.pdf?download=1


SZ-Titelstories

  • Braun S (SZ, 30.3.2020): Merkel bittet: „Seien Sie geduldig“. Die Kanzlerin lobt die Bevölkerung, sieht aber keinen Anlass, die Beschränkungen zu lockern. Die Zahl der Corona-Infektionen steigt weltweit – Politiker fordern Debatte über die Zeit danach.
  • Bauchmüller M et al. (SZ, 31.3.2020): Wirtschaft könnte 2021 wieder wachsen. Deutschland rutscht in die Rezession, da sind sich Ökonomen einig. Doch der Sachverständigenrat hält eine schnelle Erholung für möglich. Für kleine Betriebe dürfte es allerdings eng werden.
  • Beise M et al. (SZ, 1.4.2020): Berlin ringt um Corona-Bonds. Die Bundesregierung lehnt es ab, für die Schulden anderer Staaten zu haften. Doch der Druck, sich solidarisch zu zeigen, ist groß. In der SPD deutet sich eine Öffnung für gemeinsame Anleihen an.
  • Endt C et al. (SZ, 2.4.2020): Merkel: “Eine großartige Leistung“. Die Bundeskanzlerin bedankt sich bei den Bürgern dafür, dass sie sich an die Kontaktbeschränkungen halten. Diese werden bis nach Ostern verlängert. Das Virus breitet sich etwas langsamer aus.
  • Balser M et al. (SZ, 3.4.2020): Autobranche will EU-Klimapläne bremsen. Die wichtigste deutsche Industrie leidet massiv unter der Corona-Krise. Nun hofft sie auf Zugeständnisse bei den geplanten CO2-Grenzwerten. Doch Brüssel bleibt hart.
  • Grill M et al. (SZ, 4.4.2020): Trügerische Sicherheit. Im Internet und in Apotheken bieten Firmen immer häufiger Corona-Schnelltests an. Doch die sind äußerst unzuverlässig. Mediziner und Behörden warnen – einschreiten können sie nicht.
  • Auer K et al. (SZ, 6.4.20): Der Rettungsschirm wird immer größer. Das Hilfspaket zur Bewältigung der Corona-Krise summiert sich inzwischen auf 1173 Milliarden Euro. Die Kreditvergabe soll noch mal erleichtert werden, Pflegekräfte erhalten Bonuszahlungen.
  • Bullion C von et al. (SZ, 7.4.20): EU vor „größter Bewährungsprobe“. Kanzlerin Merkel betont in der Corona-Krise den europäischen Zusammenhalt. Um die Verbreitung des Virus in Deutschland einzudämmen, soll Quarantäne für Einreisende beschlossen werden.
  • Finke B et al. (SZ, 8.4.20): Corona-Anleihen spalten die EU. Europas Finanzminister sind sich nur einig, dass es ein Hilfspaket geben muss. Fraglich ist aber, ob die Länder gemeinsam für die Schulden haften sollen. Auch in Berlin ist man darüber uneins.
  • Janisch W (SZ, 9.4.20): Verhältnismäßig frei. Vor den Feiertagen wächst der Unmut der Bürger über die tiefen Einschnitte in ihr Leben. Einige versuchen, die Verbote mit Klagen zu Fall zu bringen. Könnten sie Erfolg haben.
  • Finke B. (SZ, 11.4.20, Ostersamstag): 500 000 000 000 Euro. Die EU-Finanzminister einigen sich auf ein Hilfspaket für klamme Staaten in der Corona-Krise. Der Streit über gemeinsame Anleihen bleibt, in zwei Wochen beraten die Regierungschefs.
  • Deininger R et al. (SZ, 14.4.20): Mit Vorsicht zurück in den Alltag. Experten empfehlen, Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie in Deutschland zu lockern. Vor allem Grundschulen sollen bald wieder öffnen. Politiker reagieren uneinheitlich.
  • Ludwig K (SZ, 15.4.20): Suche nach gemeinsamer Exit-Strategie. Bund und Länder wollen am Mittwoch einen einheitlichen Rahmen für mögliche Lockerungen finden. Vor dem Treffen mit der Kanzlerin schmieden einige Ministerpräsidenten aber schon eigene Pläne.
  • Beisel KM et al. (SZ, 16.4.20): Ein wenig Alltag kehrt zurück. Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen geeinigt. Kleinere Geschäfte sollen wieder öffnen, dich beim Einkaufen werden Masken „dringend empfohlen“.
  • Balser M et al. (SZ, 17.4.20): Wenn alles stillsteht. Wann läuft die Wirtschaft wieder an? Die Ungeduld bei deutschen Unternehmen wächst. Aber Experten warnen vor falschen Hoffnungen.
  • Berndt C et al. (SZ, 18.4.20): Fieberkurven. Die Corona-Infizierten in Deutschland stecken weniger Menschen an als noch vor Tagen. Aber was bedeutet das? Und wie aussagekräftig sind die anderen Zahlen zur Epidemie?

SZ sonst

  • Bauchmüller M (SZ, 30.3.2020, S.5): „Wir stolpern von Krise zu Krise“ … Wie Corona auch die Umweltpolitik ändern kann. Die Krise als Chance – nach Auffassung des Umweltbundesamtes kann das in Corona-Zeiten auch fürs Klima gelten … – Dirk Messner, 57, … Präsident des Umweltbundesamtes … [Messner:] Krisen sind … oft Knotenpunkte von Entwicklungen … Deshalb müssen wir jetzt zeigen, welche Lösungen wir haben, die in eine nachhaltige Zukunft führen … da sollten wir solche Investitionen nach vorne schieben, bei denen wir sowohl die Folgen der Corona-Krise bekämpfen als auch den Klimaschutz voranbringen … Beispiele: Wir brauchen eine Elektrifizierung des Verkehrs, um ihn klimafreundlicher zu machen. Teile eines Konjunkturpakets könnten wir dafür verwenden … In allen … Bereichen würden neue Jobs, wirtschaftliche Entwicklung einhergehen mit Klimaschutz … Es wird … auch um die Deutungshoheit über die Zukunft gehen. … Wege in eine bessere Zukunft … die können und müssen wir beschreiben … Vielleicht hilft uns die Corona-Krise dabei, kulturelle Innovationen zu ermöglichen: Lebensstile, die Wohlbefinden mit den Grenzen der Ökosysteme in Einklang bringen … Wir lernen wieder, wie wichtig öffentliche Institutionen sind … wir üben uns in Solidarität …“
  • Weissmüller L (SZ, 31.3.2020, S. 9): Die Kehrseite der Urbanisierung. Das Coronavirus macht keinen Unterschied zwischen Stadt und Land, trotzdem trifft es Städte deutlich härter. Wie die Pandemie alles, was Metropolen lebenswert und erfolgreich gemacht hat, in ein Horrorszenario verwandelt. „… Das Versprechen der Stadt war die Dichte an Menschen und die Möglichkeiten, die sich daraus ergaben … Vorbei … In Krankheitszeiten war die Dichte der Stadt schon immer ihr größtes Problem …“
  • Matzig G (SZ, 2.4.2020, S.9): Wie Lego. Die Münchner Architektin Christine Nickl-Weller spricht über das Geheimnis guter Krankenhäuser – und warum Deutschland in manchem besser und in manchem schlechter ist als andere Länder
  • Richter P (SZ, 6.4.20, S. 9): Stress im Schutzraum. Ein Gespräch mit Beatriz Colomina, Architekturhistorikerin in Princeton, über modernes Bauen als Seuchenbekämpfung, Häuslichkeit im Bunker und Familienbildern wie aus den Fünfzigern.
  • Piper N (SZ, 11.4.20, S.21): Die Ökonomie des Todes. Die Pestepidemie im europäischen Mittelalter war eine der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte. Trotzdem hat sie langfristig der wirtschaftlichen Entwicklung genutzt. Über die paradoxen Spätfolgen von Seuchen.
  • Gammelin C (SZ,15.4.20, S.1): „Diese Krise ist wie keine zuvor“. Der IWF rechnet mit dem größten Wirtschaftseinbruch seit fast 100 Jahren. Die Euro-Zone kann es besonders stark treffen.

Weiteres

  • Allmendinger J (10.4.20): Folgen der Coronakrise Der Schuldenberg des Vertrauens. Ein Gastbeitrag von Jutta Allmendinger. Die Coronakrise offenbart das Solidaritätspotenzial unserer Gesellschaft. Das reicht aber nicht. Viele Menschen haben Vorleistungen erbracht, die nun eingelöst werden müssen.