24 Jan 2015, Bröhan-Museum: Schrill, Bizarr, Brachial

Bröhan Museum (State Museum for Jugendstil, Art Deco and Functionalism), Berlin: Fancy Bizarre Brute. New German Design of the 1980s, 17 oct 2014 – 1 Feb 2015 / Bröhan-Museum (Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus), Berlin: Schrill, Bizarr, Brachial. Das neue Deutsche Design der 80er Jahre, 17.10.2014-1.2.2015

“In the eighties, artists and designers in Westgerman cities caused a sensation with fancy, bizarre, brute and ironic furniture and objects. The movement was called … New German Design …, stood for a radical new approach …: design was made outside the framework of industrial production and influenced by all kinds of cultural and subcultural sources” / “In den 80er Jahren machten in den westdeutschen Großstädten Künstler und Designer mit schrillen, bizarren, brachialen, ironischen und zum Teil kitschigen Möbeln und Objekten Furore. Die Bewegung, die Neues Deutsches Design genannt wurde, stand … für einen radikal neuen Ansatz: Design außerhalb des Systems der industriellen Produktion und gespeist aus allen möglichen kulturellen und subkulturellen Quellen.”

“… this phenomenon …had just a short peak: from 1982, when the first exhibition titled … ‘Furniture perdu – Living more beautiful’ … took place in Hamburg, until the German reunification” / “… dieses Phänomen … [hatte] nur eine kurze Hochphase …: von 1982, als in Hamburg eine erste Ausstellung mit dem Titel „Möbel perdu – Schöneres Wohnen“ stattfand, bis zur Wiedervereinigung.”

“Established by the … German Association of Craftsmen … before World War I, shaped by the Bauhaus and brought to perfection after World War II by the Ulm School of Design, German design was all about ideas like ‘the good form’ or ‘the simple line’ “ / “Vom Deutschen Werkbund vor dem Ersten Weltkrieg begründet, vom Bauhaus meisterhaft exerziert und nach dem Zweiten Weltkrieg von der Hochschule für Gestaltung Ulm zur Perfektion gebracht, hatte das deutsche Design unter den Schlagworten ‘die Gute Form’ oder ‘die Linie der Vernunft’ einen ganz eigenen Designansatz geprägt…”

“Due to the protests of 1968, social changes, and the political circumstances in the seventies, rational and industrial fabricated design got into a crisis. Now, furniture and objects had to tell stories, to reflect the social situation or to encourage thinking about the German self-image” / “Mit der 68er-Bewegung und den gesellschaftlichen Veränderungen …in den 70er Jahren … war diese auf Rationalität und industrielle Fertigung fixierte Designhaltung in die Krise geraten. Nun sollten die Möbel und Objekte Geschichten erzählen, die gesellschaftliche Situation reflektieren, oder zum Nachdenken über das deutsche Selbstverständnis anregen.”

Examples / Beispiele:

  • Schulz-Pilath: table Tarantula which looks like a spider crawling through the living room / Tisch Tarantula, wie eine durchs Wohnzimmer krabbelnde Spinne
  • Stiletto: Consumer’s Rest Lounge Chair, a transformed shopping cart / transformierter Einkaufswagen
  • V. Albus: floor lamp A 59 that brings the German Autobahn into the living room /  Stehleuchte A59, welche die Autobahn in die Wohnung bringt
  • Kunstflug group: floor lamps combining nature and artificiality, looking like trees / Baumleuchten, in denen sich Natur und Künstlichkeit verbinden.

Links:

18 Jan 2015, Hamburg: KZ Fuhlsbüttel

Memorial place: Concentration camp and jails Fuhlsbüttel 1922-1945 / Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945

Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

“Bereits wenige Wochen nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten richtete die Hamburger Staatspolizei in Gebäuden der Fuhlsbüttler Strafanstalten ein Konzentrationslager ein. Hier wies sie zunächst kommunistische und sozialdemokratische Regimegegner ein … Übertragung der Leitung an besonders brutale und skrupellose SS- und SA-Angehörige. Das im zeitgenössischen Sprachgebrauch als ‘Kola-Fu’ bezeichnete KZ Fuhlsbüttel wurde … zu einem Inbegriff für Grauen, Leiden und Sterben. Bis zur Befreiung im Mai 1945 kamen über 250 Frauen und Männer ums Leben …

Nahezu alle verhafteten Hamburger WiderstandskämpferInnen kamen in das ‘Kola-Fu’, ebenso wie Zeugen Jehovas und Juden, mit dem Regime Unzufriedene, Swing-Jugendliche und Menschen, die die Nationalsozialisten als ‘Asoziale’ und ‘Volksschädlinge’ verfolgten. Während des Krieges waren auch viele ausländische WiderstandskämpferInnen und ZwangsarbeiterInnen im ‘Kola-Fu’ inhaftiert.”

Die Gedenkstätte wurde 1987 im ehemaligen Eingangsgebäude der noch heute in Betrieb befindlichen Justizvollzugsanstalten eingerichtet.

23 Dec 2014, Museum der Arbeit: The bicycle / Das Fahrrad

Museum der Arbeit, Hamburg: Exhibition „The bicycle. Culture, technology, mobility“ / AusstellungDas Fahrrad. Kultur, Technik, Mobilität“, 9.5.14-1.3.15

The bicycle is today’s adequate means of transport. Based on >100 bicycle icons of the last 200 years, the exhibition presents the technological development, design, multiple bike-related scenes and mobility features of present and future times – from draisienne to Hamburg CityBike and from high wheeler to cargo bikes / „Das Fahrrad ist … das Fortbewegungsmittel der Stunde. Die Schau präsentiert … anhand von über 100 Fahrrad-Ikonen der letzten 200 Jahre die technische Entwicklung, das Design, die vielfältigen Fahrradszenen sowie Mobilitätsaspekte der Gegenwart und Zukunft – vom Laufrad … bis zum Hamburger ‘StadtRAD’ und vom Hochrad … bis zum Lastenrad“.

29 Nov 2014, HKW: Anthropocene

Haus der Kulturen der Welt (HKW), Berlin: Anthropocene Observatory -Documentation, Films, Exhibition, Archive 2013/2014 / Anthropocene Observatory -Dokumentation, Filme, Ausstellung, Archiv 2013/2014. Armin Linke, Territorial Agency (John Palmesino and Ann-Sofi Rönnskog), and Anselm Franke

img_0075a“Anthropocene Observatory explores the destabilizing conditions entailed by the new geological epoch that reverberate across polities, institutions, law, international organizations, infrastructures, war, land, practices of scientific investigation, the sea, cities, markets, and planning institutions” / “Anthropocene Observatory beobachtet die durch die neue geologische Epoche ausgelösten destabilisierenden Verhältnisse, die sich auf verschiedene Bereiche erstrecken: politische Ordnungen, Institutionen, Recht, internationale Organisationen, Infrastrukturen, Krieg, Land, die Praxis wissenschaftlicher Forschung, das Meer, Städte, Märkte und Planungsinstitutionen.”


Episode #4 The dark abyss  of time: “investigates how these conditions reshape territories: human spaces and their material counterparts” / Episode #4 The dark abyss  of time: “untersucht, wie diese Bedingungen Landschaften umgestalten: menschliche Räume ebenso wie ihr materielles Gegenüber.”

EN: www.hkw.de/en/programm/projekte/2014/anthropozaenobservatorium20132014/start_anthropozaen_observatorium_2013_2014.php

DE: www.hkw.de/de/programm/projekte/2014/anthropozaenobservatorium20132014/start_anthropozaen_observatorium_2013_2014.php

29 Nov 2014, Ephraim-Palais: „West:Berlin – Eine Insel auf der Suche nach Festland“

Berlin City Museum, Ephraim Palais, Berlin: West:Berlin – An island searching for the mainland / Stadtmuseum Berlin, Ephraim-Palais, Berlin: West:Berlin – Eine Insel auf der Suche nach Festland, 14 Nov 2014 – 28 Jun 2015

For more than 40 years, West-Berlin was the „Island of Freedom“, strongly subsidized “Showcase of the West”, biotope as well as cosmopolitan city. With Germany’s re-unification, West-Berlin lost its prestige, special status and symbolic supercharge. Nowadays, however, the City West has re-startet shining brightly / West-Berlin – das war über vierzig Jahre die „Insel der Freiheit“, hochsubventioniertes „Schaufenster des Westens“, Biotop und Weltstadt zugleich. Mit dem Ende der deutschen Spaltung verlor die Teilstadt ihr Prestige, ihren Sonderstatus und ihre symbolische Aufladung … Doch inzwischen beginnt die City West wieder zu leuchten…

www.stadtmuseum.de/ausstellungen/westberlin