Wendelstein: 1.838m; im Mangfallgebirge = östlicher Teil der Bayrischen (Vor-)Alpen; besteht hauptsächlich aus Wettersteinkalk aus der oberen Trias mit Dasycladaceen, d.h. marinen Algen, deren Habitat flache Lagunen tropischen Klimas sind. – Mit Observatorium (Institut für Astronomie und Astrophysik LMU München), Sendeanlage (Bayrischer Rundfunk), bis 2012: Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes, https://de.wikipedia.org/wiki/Wendelstein_(Berg). – Erste dokumentierte Besteigung 1780 (Flyer).
2019_05_17 Vom Wendelstein: Kaisergebirge
2019_05_17 Vom Wendelstein: Wettersteingebirge & Allgäuer Alpen
2019_05_17 Vom Wendelstein: Kaisergebirge, Hohe Tauern & Venediger-Gruppe
2019_05_17 Wendelstein Seilbahn Bergstation
2019_05_17 Wendelstein Seilbahn Blick auf das Dorf “Dorf”
2019_05_17 Wendelstein vom Inntal aus
Besuch: Vom Inntal / Brannenburg über Tatzelwurmstraße (Teilstrecke ist mautpflichtige Privatstraße) nach Bayrischzell. Von Osterhofen (Gemeinde Bayrischzell) per Seilbahn zur Bergstation, ca.1.730m Höhe. Gipfelweg witterungsbedingt noch nicht zugänglich. Wendelsteinhaus. Aussichtskanzel „Gacher Blick“.
„Um die ökologischen Bedingungen im Fußbergmoos durch Pflegemaßnahmen zu verbessern, ist viel manueller Einsatz notwendig. Seit mehr als 15 Jahren lassen wir uns von unseren Heckrindern bei der Landschaftspflege unterstützen. Heckrinder sind eine Rückzüchtung der vor über 300 Jahren ausgestorbenen Auerochsen. Sie sind robuste und genügsame Wildrinder, die ganzjährig auf den Weiden verbleiben können … Beweidungszonen … Verbuschung in diesen Bereichen verhindert …“ „Die Tiere werden von einem Team aus ehrenamtlichen Helfern betreut“ (Aushang des LBV Fürstenfeldbruck).
Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV): „Bayerns ältester und größter Arten- und Biotopschutzverband mit 95 000 Mitgliedern und 250 Kreis- und Ortsgruppen … vertritt Naturschutzinteressen auf allen Ebenen … auch ganz praktisch mit konkreten Projekten vor Ort“.
11.5.2019, Bamberg mit Dom und E.T.A. Hoffmann-Haus
Bamberg
Hydrogeografie: Rechter Regnitzarm = Main-Donau-Kanal; Linker Regnitzarm mit dem „Alten Kanal“
Altes Rathaus (umgestaltet Mitte 18. Jh.)
Schloss Geyerswörth (1587), ehemaliges fürstbischöfliches Stadtschloss
2019_05_11 Bamberg Altes Rathaus
2019_05_11 Bamberg Dom Fürstenportal
2019_05_11 Bamberg E.T.A.Hoffmann-Haus
Bamberger Dom
„Der erste Bamberger Dom wurde von Heinrich II. erbaut und 1012 eingeweiht … 1081 … brannte er völlig aus … 1185 … Brandkatastrophe … 1237 … Weihe des jetzigen Domes … barockisiert … 1828-1837 entfernte man die barocke Ausstattung … neuromanische Einrichtung … Bamberger Reiter … um 1235 von einem unbekannten Meister geschaffen … Hochgrab des … Kaiserpaares … Das doppelte Heiligengrab Heinrichs II. und seiner Gemahlin Kunigunde wurde 1513 von Tilman Riemenschneider geschaffen … An den Seiten … 5 Reliefs, die Szenen aus dem Legendenleben der beiden erzählen … Marienaltar des Veit Stoß … Pabstgrab im Westchor … das einzige erhaltene Grab eines Pabstes nördlich der Alpen … Chorgestühl im Westchor … Ecclesia als Personifikation der Kirche … Synagoge, Personifikation des Judentums. Ihr Stab ist zerbrochen, die Gesetzestafeln entfallen ihrer Hand, und ihre Augen sind verbunden, weil sie Christus nicht als Messias erkennt … Abgüsse am Fürstenportal, ihrem originalen Ort … Das romanisch-gotische Fürstenportal wurde mit dem Bau des jetzigen Domes (…1237) vollendet … die Szene des Weltgerichtes im Tympanon: In der Mitte … Christus … Zu seiner Rechten … die glücklich lächelnden Seligen, zu seiner Linken die Verdammten …“ – Auszug aus: A. Albrecht et al. (o.J.): Der Bamberger Dom – Schatz des Glaubens. Ein meditativer und kunsthistorischer Wegweiser. Erzbischöfliches Ordinariat, Bamberg
10.-11.5.19, Bad Staffelstein mit Banz und Vierzehnheiligen
2019_05_10 Bad Staffelstein Rathaus
Bad Staffelstein, Region „Gottesgarten“ am Obermain
Adam Ries(e), hier geb. 1492
Fachwerk-Rathaus, Stadtturm, historische Altstadt
Banz
Ehemaliges Bendiktinerkloster, heute Bildungsstätte
„Klosterkirche Banz … Erstlingswerk der kurvierten Architektur auf fränkischem Boden… Lösung, bei der sich im Langhaus nicht weniger als acht bzw. zehn Rotunden unterschiedlicher Größe und Wertigkeit gegenseitig überlagern… (Schütz et al. 2018, p.36)
Gemeinde: Bad Staffelstein; Landkreis Lichtenfels (Oberfranken); Erzbistum: Bamberg
Zweiter Sonntag im Mai: 14 hl. Nothelfer
Chronologie: 1445 Erste Vision der Nothelfer; 1738 Erste Baupläne; 1742 Ausführungsplan von Balthasar Neumann; 1743 Grundsteinlegung; 1772 Weihe; 1839 Übergabe der Wallfahrt an die Franziskaner (Auswahl nach Schütz et al. 2018, p.37)
2019_05_11 Vierzehnheiligen
2019_05_11 Vierzehnheiligen: Gnadenaltar
2019_05_11 Vierzehnheiligen: Beichtstuhl
„Die Verehrung von 14 besonderen Nothelfern geht weit ins Mittelalter zurück (p.2) … ein Schäfer der Hofmark Frankenthal im Besitz der Zisterzienserabtei Langheim vier Erscheinungen hatte, welche die berühmte Wallfahrt … begründeten (p.3) … Altar … 1448 eingeweiht … Die Wallfahrt, die durch mehrere Ablässe gefördert wurde, blühte rasch auf (p.4) … Planungs- und Baugeschichte der bestehenden Kirche … Konflikt um die Pläne (p.5) …der Abt und der Fürstbischof … hatten eigene, bisweilen konträre Vorstellungen von richtiger und guter Baukunst … Planänderung … fatale Folge … die Gnadenstätte lag jetzt nicht mehr in der Vierung (p.6) … Endgültiger Plan durch G. Neumann … der Fürstbischof bestand darauf, dass ‚alle gemachten lutherischen nebensprüng … beseitigt werden müssten‘ … Neumann entwickelte aus dem unglücklichen Anfang eine … baukünstlerische Intervention, die vergessen machen lässt, dass sie … eigentlich eine Notlösung war… Das Wundermittel war die Einstellung mehrerer Rotunden (p.9) … erhielt die Kirche im Langhaus ein neues Zentrum, die ‚Gnadenrotunde‘ … Ostapsis … ‚Chorrotunde‘ … Für die beiden Querhausarme … Kreisrotunden … Im Westen die Chorrotunde wiederholt … der Raum, im Gegensatz zum Außenbau, überall kurviert … er hat kein einziges gerade Wandstück und gerät in Schwingung, vergleichbar der Hofkirche in der Würzburger Residenz, wo Neumann eine solche Kurvierung bereits meisterhaft gelungen war… einige neue Probleme …(p.10) … Im Zuge der Säkularisierung Kloster Langheims 1803 wurde die Wallfahrt verboten, dann aber unter König Ludwig I. von Bayern wieder erlaubt und den Franziskanern übergeben, die sie bis heute betreuen (p.11) … Zweiturmfassade, die Neumann genau auf Banz ausrichtete, wofür er die Achse … gegenüber dem Vorgängerbau etwas drehen musste … Lichterfüllte Festräume (p.12) … Die Gesamtzahl der Säulen ist 14 … mit der Dekoration zog hier das Rokoko ein … während Neumanns Architektur … eine strengere Würde verkörpert … Wessobrunner Stuckateure (p.14) … Das theologische Programm der Deckengemälde (p.15) … Die Altäre … Gnadenaltar (p.22) … Hochaltar (p.24) … Die Seitenaltäre der großen Vierung … der kleine Vierung (p.27) … Kanzel … Hauptorgel (p.28) … Das Geläut … Heiligtum der Franken. Wie für Bayern die Wies …so ist für Franken Vierzehnheiligen das Exemplum einer Wallfahrtskirche, ja sogar das Wahrzeichen des ganzen Landes (p.33) (Schütz et al. 2018).
Lit.: B. Schütz et al. (2018): Basilika Vierzehnheiligen. Schnell Kunstführer Nr. 529, Schnell & Steiner, Regensburg, 23. Auflage.
zwischen dem Südrand des Harzes im Norden und der Windleite und dem Kyffhäuser im Süden; zwischen den Orten Nordhausen und Sangerhausen (Grenzbereich von Thüringen und Sachsen-Anhalt); ursprünglich: nur der Bereich zwischen Görsbach und Auleben (12. Jh.)
durchflossen von der (in die Unstrut mündenden) Helme, mit (u.a.) der Leine als Zufluss
naturräumlich zur Gera-Unstrut-Helme-Niederung innerhalb des Thüringer Beckens (mit Randplatten) gerechnet
Gipskarstlandschaft; Natur- und Vogelschutzgebiete; fruchtbarer Ackerboden
war durch aus den Harzflüssen stammende Hochwasser stark überschwemmungsgefährdet; daher 1966 Talsperre Kelbra mit einem vorgeschalteten Hochwasserrückhalt
Arnstadt
Liebfrauenkirche: älteste Arnstädter Kirche; um 1200 Baubeginn; dreischiffige romanische Basilika mit doppeltürmiger Westfront. Gilt neben dem Naumburger Dom als das bedeutendste Baudenkmal Mitteldeutschlands für die Zeit des Übergangs von der Romanik in die Gotik.
Weiterfahrt nach Bad Staffelstein (siehe 11.5.19).