28 Jan 2008ff, Φ Gesundheitsbelange im Regionalen Flächennutzungsplan (RFNP) der Städteregion Ruhr

28 Jan 2008ff, Gesundheitsbelange im Regionalen Flächennutzungsplan (RFNP) der Städteregion Ruhr [Ex-post-Eintrag, 2.2.2024/21.2.2024, auf Basis damaliger Materialien und Notizen]

Dass Gesundheit von vielen (oder sogar allen) gesellschaftlichen Sektoren – positiv und/oder negativ – beeinflusst wird, ist weithin bekannt. Die WHO leitet daraus den Ansatz „Health in all policies“ ab. Die Commission on Social Determinants of Health (CSDH) forderte gründliche Berücksichtigung von Gesundheit in Stadt- und Regionalplanung (WHO 2008). Weithin bestand/besteht der Eindruck einer „Unternutzung“ und reduzierten Praxis, was sich als eine Herausforderung für Praxiseinrichtungen (und Leitstellen) des ÖGD sehen lässt.

Um hier zu einer Verbesserung beizutragen, beteiligte sich das damalige Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit NRW (LIGA.NRW) in Form eines eigenen Initiativprojektes an der Aufstellung eines Regionalen Flächennutzungsplanes für die Region der Ruhrgebiets-Städte Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim/Ruhr und Oberhausen (1.81 Millionen Einwohner). Bei diesem Verfahren sollen im Rahmen der „Frühzeitigen“ und später der „Förmlichen“ Öffentlichkeits- und Trägerbeteiligung ca. 6,000 Anregungen eingegangen sein; 256 Träger Öffentlicher Belange (TÖBs) sollen 115 Beiträge mit ca. 590 Vorschlägen geliefert haben.

Von uns wurden zur Erstellung unseres Beitrags folgende Methoden angewendet: Dokumentenanalyse, Prozessbeteiligung, Expertenurteil. Als fachlicher Hintergrund diente der international entwickelte Ansatz von Health Impact Assessment (HIA).

Im Text der Begründung zum RFNP Städteregion Ruhr werden „Grundsätze und Ziele der Raumordnung“ benannt; hieraus wurden von uns (in autoren-subjektiver Auswahl) solche mit direktem Bezug zum Schutzgut Menschliche Gesundheit ausgewählt:

  • Gesundheit schützen und fördern (Grundsatz 3)
  • Angemessene Versorgung mit Wohnbauflächen sichern, Funktionsmischung stärken / Daseinsvorsorge für die Bevölkerung (Grundsatz 8)
  • Sicherung, Vernetzung und Entwicklung Regionaler Grünzüge (Ziel 14)
  • Funktionsfähigkeit klimaökologischer Ausgleichsräume sichern Luftaustauschgebiete, Luftleitbahnen (Grundsatz 27)
  • Grünflächenvorsorge und öffentliche Zugänglichkeit (Grundsatz 31)
  • Bodenschutz / Schutz der natürlichen Bodenfunktionen als Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen (Ziel 15)
  • Landwirtschaftliche Nutzungsfähigkeit erhalten (Grundsatz 29)
  • Guter Gewässerzustand / insbesondere guter mengenmäßiger und chemischer Zustand des Grundwassers (Ziel 23).

Weitere (umfangreiche) Bezüge zu Gesundheit gab es an folgenden Stellen:

  • Kartenteil des RFNP
  • Textteil des Umweltberichtes
  • Kartenteil des Umweltberichtes.

Das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit NRW (LIGA.NRW) reichte am 28.1.2008 eine TÖB-Stellungnahme ein, welche folgende Vorschlagselemente umfasste:

  • Eigener Abschnitt „Gesundheit“ in RFNP-Textbegründung
  • Eigener Fachbeitrag „Gesundheit“
  • Inhaltlich-thematische Ergänzungen: (i) Bewegungsförderung, (ii) Gender-Aspekte und „Diversität“ (Heterogenität)
  • Gesundheitsstatistiken und -berichte in den RFNP integrieren, insbes.: (i) lokale Gesundheitsberichte nutzen für Status quo und Ableitung von Zielen, (ii) gesundheitlich vorbelastete Stadtteile identifizieren und erforderliche Planungsmaßnahmen formulieren
  • Umweltbericht-Kapitel 5.6 ergänzen, insbes.: (i) exaktere Auskünfte zu den Wirkfaktoren und ihrer gesundheitlichen Bedeutung, d.h. zu den Beiträgen Kap. 5.1 – 5.5, (ii) Erholung und Freiraum – gesundheitsbezogene Textergänzungen, (iii) Lärm: Gesundheitsschutz verbindlicher verankern
  • Planerische Steckbriefe: (i) Abwägungsgewicht der gesundheitsbezogenen Vorbehalte verstärken, (ii) Angaben zum Gesundheitsschutz rechtlich stabilisieren (d.h. explizite Verbindungen zu Gesetzen, Verordnungen etc.).

Folgerungen bzgl. Berücksichtigung von Gesundheitsbelangen im RFNP-Prozess der Städteregion Ruhr:

  • Der RFNP beinhaltet das Thema Menschliche Gesundheit in vielfältiger Weise und insbesondere im zugehörigen Umweltbericht wird ein umfassendes Problemverständnis zum Schutzgut Menschliche Gesundheit deutlich.
  • Die Bestandsanalyse zum Schutzgut Menschliche Gesundheit ist umfangreich und entspricht der Planungsebene der vorbereitenden Bauleitplanung mit strategischer Umweltprüfung.
  • Der Umweltbericht kann in mancher Hinsicht als vorbildlich gelten; so treffen die dort verwendeten Kriterien zur Bestandsbeschreibung und Auswirkungsbewertung zweifellos wichtige Aspekte. Der engere Bereich umweltbezogenen Gesundheitsschutzes scheint damit recht gut abgedeckt.
  • Der RFNP berücksichtigt unzureichend die Ergebnisse der Auswirkungsprognose des Umwelt-berichtes zu den vorgesehenen neuen Flächenausweisungen, da bei zahlreichen Prüfflächen erhebliche Beeinträchtigungen der Schutzgüter (einschließl. Menschl. Gesundheit) prognostiziert werden, ohne dass wesentliche Rücknahmen dieser Flächenausweisungen erfolgen.
  • Die isolierte Betrachtung der einzelnen Prüfflächen vernachlässigt die Berücksichtigung von kumulativen Wirkungen und Wechselwirkungen der Planungen.

Zusätzliche Folgerungen:

  • Dieser RFNP war ein Einzelfall; jedoch sind ähnliche übergreifende Planungen auch künftig vorgesehen
  • „Menschliche Gesundheit“ wurde im RFNP-Prozess partiell berücksichtigt. Generell erscheinen die mit (Stadt-, Regional-)Planung verbundenen Gesundheitschancen in Deutschland bisher unternutzt
  • Aber: eine weitergehende Berücksichtigung ist erforderlich und machbar
  • Die oftmals in Planungsverfahren zu beobachtende Reduktion des Schutzgutes ‘Mensch, einschließlich menschliche Gesundheit‘ auf die Wohn- und Wohnumfeldfunktion sowie auf den Immissionsschutz gegenüber Lärm und Luftschadstoffen ist eindeutig unzureichend
  • Gesamtziel: Gesundheitsbelastende und krankmachende Faktoren zurückdrängen (z.B. auch soziale Exklusion, Süchte, Gewalt, Unfallrisiken), gesundheitsschützende und –fördernde Faktoren stärken (z.B. auch soziale Inklusion, medizinische Versorgung, Bildung und Arbeit)
  • Umwelthygiene: als Teilthema bedeutsam, aber die Gesamtaufgabe geht weit darüber hinaus, einschl. soziostrukturelle Aspekte
  • Beachtliche Herausforderungen für alle Beteiligten: (i) gesundheitsseitig: den Planungsprozess ausreichend zu verstehen; die Anliegen konstruktiv und verwertbar einzubringen, (ii) planungs- und prüfungsseitig: die Vielzahl von Aspekten angemessen zu berücksichtigen.

Quellen & Lit.:

(1) Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA) Nordrhein-Westfalen, Zentrum für Öffentliche Gesundheit (2008_01_28): Stellungnahme des LIGA.NRW zum Vorentwurf zum RFNP Städteregion Ruhr [08-99], 14 Anregungen, bisher nicht-öffentlich; ebenso der Wortlaut der Reaktionen [09-18]


(2) Fehr R, Welteke R (2008): Joint regional land utilization plan (Regionaler Flächennutzungsplan, RFNP) of Ruhr area cities: Rapid Health Impact Assessment. 2. Jahrestagung der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP), Graz (A), 1.-4.10.2008 [08-24]. Abstract: Umweltmed Forsch Prax 2008, vol.13, 5, p.274. Introduction: As indicated by WHO’s strategy “Health in all policies”, population health is being influenced by activities in multiple (if not all) societal sectors. Planning involvement of health professionals is geared towards harvesting the respective opportunities and optimizing health impacts of planning decisions, incl. spatial planning. In many cases, this is also required by Public Health law. LIGA.NRW was recently appointed WHO Collaborating Center for Regional Health Policy and Public Health. The tasks include “to promote the transfer of knowledge and experience of health policy development at regional and local levels within Europe”. To participate in local and regional planning is seen as a crucial component of state-of-the-art health policy development. Methods: In the current planning process of major Ruhr area cities (Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim/Ruhr, Oberhausen), LIGA was asked to support the coverage of health aspects. This paper outlines (i) the planning process, as observed from publicly available planning materials, especially internet sources, and (ii) selected LIGA input into the planning process. The planning materials were assessed from the background of international experiences with planning involvement, including Health Impact Assesment (HIA). Results: The comprehensive and ambitious planning process is reflected in a number of different websites and notifications, including comprehensive participation. Utilizing standard approaches from HIA literature, LIGA derived the following recommendations: (i) existing local health reports should be utilized to describe the status quo, to derive health targets, to identify areas of particular concern, and to develop specific recommendations; (ii) the planning document associated with the new land utilization plan should contain a section which is fully devoted to “human health”; the text should include physical exercise and gender issues; existing text passages on environmental risks (incl. noise, green spaces, etc.) need to be interpreted explicitly with respect to their health implications; (iii) in analogy to other topics, human health should also be discussed in detail in a dedicated subreport; (vi) when balancing different targets and values, legal requirements need to be fully exploited, and health issues need to be given adequate weight. Conclusion: Spatial planning offers a variety of opportunities to promote and protect human health. This applies also to allied planning of a group of cities/counties, which up to now is rarely done in Germany. The opportunities should be used thoroughly and systematically. Such planning involvement for the sake of health protection and promotion constitutes a key element of regional and local health policy development.


(3) Welteke R, Volmer M, Fehr R (2009): Spatial planning and health (Ruhr area cities, North Rhine-Westphalia, D) – not a trivial relationship. “HIA ’09” conference, Rotterdam, 14.-16.10.2009 [09-48]. Abstract: As pointed out by authoritative sources recently (e.g. WHO CSDH, 2008), spatial planning offers unique gateways to health protection and promotion. In a way, the opportunities seem so obvious that the question comes up why spatial planning, up to now, has not evolved to be a major, and universally accepted, approach to health protection and promotion („utilization gap“). Methods: Using the example of joint spatial planning of six cities (pop 1.8 M) in the Ruhr area, formerly characterized by heavy industry, the poster aims to detail some key features of this planning process, in particular the handling of health issues. Methods include document analysis, process participation, and expert judgement. Results: Spatial planning as examined here involves a complex process with a large number of institutions involved, many of them with competing interests. Outputs of the standard planning procedure include a variety of texts as well as maps. The procedure is subject to a Strategic Environmental Impact Assessment, adding another tier of texts and maps. Health issues discussed include physical exposures (air pollutants and other chemicals, noise, vibration, EMF), hazardous incidents, waste disposal, green spaces, etc. Out of 129 areas investigated, 69 areas had been identified as posing major threats to human health. Other topics such as injury risk, psycho-social impacts, mobility promotion, access to health care system, differential impacts on groups, e.g. handicapped and chronically ill persons were found absent in this planning process. Conclusions: Where complex planning procedures meet with the complexity of (physical, social) health determinants, and resources are limited, it proves difficult to adequately cover the whole range of conceivable health-related issues, espec. in the absence of standard procedures and tools. From this perspective, the “utilization gap” is not surprising and may require significant efforts to be overcome, e.g. development of dedicated “health plans”.


(4) Fehr R (2010): „Ruhr“ metropolitan area in Germany – Rapid Health Impact Assessment (HIA) of novel spatial planning. HIA Conference at WHO Geneva, 7 April 2010: HIA in Cities – A Tool for Urban Health Governance and Accountability [10-07]. Abstract: Major Ruhr area cities agreed to coordinate their spatial planning. LIGA.NRW was asked to act as “Institution responsible for public concerns” and to support the coverage of health aspects. On the basis of the draft plan (45 items incl. maps, texts, etc.), we provided a Rapid HIA. Our contribution refers to a variety of substantive and procedural themes. This paper outlines the planning process, describes our input as well as reactions received, and investigates how to strengthen the position of the health sector. Conclusions: The health opportunities in spatial planning are chronically under-used. Fortunately, there is emerging consensus among planners and health professionals to close this gap. A number of restraints is currently worked on. Options pursued at LIGA.NRW include: nurturing comprehensive health-related analyses, establishing closer connections with other governance instruments, developing „health plans“ in analogy to other sectoral plans, studying interrelationships within the “family” of IAs.


(5) Volmer M, Welteke R, Fehr R (2010): Berücksichtigung des Schutzguts „Menschliche Gesundheit“ bei der Aufstellung des Regionalen Flächennutzungsplans der Planungsgemeinschaft Städteregion Ruhr. Consideration of the Environmental Factor “Human Health” in the Preparation of the Joint Preparatory Land-use Plan by the Standing Conference of Local Planning Authorities “Ruhr Area Cities”. UVP-Report 24, Ausgabe 1+2, pp.54-60 [09-18], auf Anfrage verfügbar. Zusammenfassung: Die aus den Ruhrgebietsstädten Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim und Oberhausen bestehende „Planungsgemeinschaft Städteregion Ruhr“ hat zur verbesserten Kooperation auf dem Gebiet der Bauleitplanung einen gemeinsamen regionalen Flächennutzungsplan (RFNP) im Zeitraum von 2006 bis 2009 aufgestellt. Der vorliegende Fachaufsatz befürwortet einen umfassenden, humanökologischen und schutzgutübergreifenden Ansatz zur angemessenen Berücksichtigung des Schutzguts „Menschliche Gesundheit“ und untersucht, inwieweit ein solcher Ansatz bei der Aufstellung des Regionalen Flächennutzungsplans der Planungsgemeinschaft Städteregion Ruhr zur Anwendung kam. Insbesondere der im Rahmen der Strategischen Umweltprüfung (SUP) zum RFNP erstellte Umweltbericht enthält ausführliche Beschreibungen, Bewertungen und Kartendarstellungen zum Schutzgut „Menschliche Gesundheit“ im Ist-Zustand sowie als Folge geplanter Neuausweisungen vor allem von Wohngebieten, Gewerbegebieten und Verkehrsinfrastruktur. Der im Prozess der Aufstellung des RFNP erarbeitete Umweltbericht beurteilte die Auswirkungen der Planungen auf das Schutzgut „Menschliche Gesundheit“ teilweise als kritisch. Die Auswirkungen dieser Einschätzungen auf das Planungsgeschehen blieben jedoch eng begrenzt. Abstract: From 2006 to 2009, the Standing Conference of Local Planning Authorities “Ruhr area cities”, consisting of the cities of Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim and Oberhausen, prepared a Joint Preparatory Land-use Plan (RFNP), in order to improve cooperation concerning urban land-use planning. This paper endorses a comprehensive and integrative approach, based on human ecology, to adequately consider “human health” as a subject of protection. It explores the degree to which such an approach was deployed when the RFNP was being prepared. Especially the environmental report, prepared as part of the SEA, contains comprehensive descriptions, assessments and map-based visualisation concerning “human health”. This relates to both the status quo and the impacts of future designations of residential areas, commercial areas, and transport infrastructure. The environmental report, which was produced while preparing the RFNP, took a partially critical stance concerning the expected impacts on human health. This fact, however, did not strongly influence the planning process. The authors conclude that the consideration of “human health” issues in planning processes continues to need a lot of improvement.


(6) Volmer M, Fehr R (2010): Gesundheitsbelange im RFNP „Städteregion Ruhr”. Präsentation; 10. UVP-Kongress: Neue Energien und Herausforderungen für die Umweltprüfungen, 29.9.-1.10.2010, Schwäbisch Hall [10-59]


(7) Fehr R (2013): The Ruhr metropolitan area in Germany: rapid health impact assessment of novel spatial planning. Ch. 6 (pp.66-75) in: M. O’Mullane (ed.): Integrating Health Impact Assessment with the Policy Process. Lessons and experiences from around the world. Oxford University Press, Oxford, UK [10-81]


Intern: [09-76] Praktikumsergebnisse, [09-110] weiterer Diskurs, [10-89] Notizen.

Nov – Dez 2007, Φ, inkl. Lissabon; GHUP-Tagung; Kunsthalle Bielfeld („1937“)

Nov – Dez 2007, inkl. Lissabon; GHUP-Tagung; Kunsthalle Bielfeld („1937“)


4-6 Nov 2007, Lissabon: Tagung zu HIA/HSIA, im Rahmen der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft

5. und 6.11. 2007, Laufen am Tejo-Ufer

4.11.2007, Oceanário de Lisboa:

  • Atlantik – Antarktis – Pazifik …
  • Stingrays, tunafish, sharks …
  • Movie: Fish maintenance & feeding (many fish being fed individually, incl. by skin divers; intra-uterine cannibalism of sharks; male sea-horses giving birth to their children; fish surgery: anesthesia starts in the water, then via tubes, with skin being kept wet…

15 Nov 2007, Mainz: Lehre

16 Nov 2007, München, Besprechung mit LGL und „tns“ (früher: Infratest)

22-24 Nov 2007, Ausrichtung der Jahrestagung der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Prävention (GHUP) in Bielefeld [07-35 bis 07-41]

26-27 Nov 2007, Düsseldorf, WHO-Regions for Health Network (RHN): “Health and wealth”

4 Dec 2007, Bremen: Workshop der Arbeitsgruppe „Probabilistische Quantitative Risikoanalyse“ (PQRA), im respektablen “Schütting”, abends “Speicher XI”

7 Dec 2007, Magdeburg, Programm „European Master of Public Health, Beitrag zu Health Impact Assessment (HIA)


12 Dec 2007, Kunsthalle Bielefeld: 1937. Perfektion und Zerstörung.

Laiufzeit der Ausstellung: 30.9.2007-13.1.2008

„Im April 1937 wurde Guernica bombardiert, im Juli 37 in München als erster Station die Ausstellung «Entartete Kunst» gezeigt und gleichzeitig fand die als Gegenausstellung konzipierte «Grosse Deutsche Kunstausstellung» im eigens hierfür gebauten Haus der Deutschen Kunst statt. [Es wurden] … in der Ausstellung «Entartete Kunst» Arbeiten u.a. von George Grosz, Ernst Ludwig Kirchner, Max Ernst, Paul Klee, Willi Baumeister, Otto Dix oder Ernst Barlach gezeigt und mit Fotos verkrüppelter Menschen kombiniert, um Abscheu zu provozieren und die «Entartung» deutlich zu machen … 70 Jahre später richtet die Kunsthalle Bielefeld ihren Bick auf das Jahr 1937 und thematisiert es als ein Jahr der «Perfektion und Zerstörung». Die Perfektionsideale des Naziregimes werden mit Arbeiten von Arno Breker, Leni Riefenstahl und faschistischen Malern, die Hitler unterstützte, gezeigt“, www.artlog.net/en/node/3749


26 Dec 2007, Harburg: Wildpark „Schwarze Berge“


28-31 Dec 2007, Berlin

  • 29 Dec 2007, Deutsches Historische Museum: Karl May – Imaginäre Reisen
  • 29 Dec 2007, Studio des Admiralspalastes: „Infinita“ (Pantomime)
  • 30 Dec 2007, Literaturcafé Berlin

22-24 Nov 2007, Φ Bielefeld: 1. Jahrestagung der GHUP und 10. Jahrestagung des lögd NRW

22.-24.11.2007, Bielefeld: 1. Jahrestagung der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) und 10. Jahrestagung des Landesinstituts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (lögd) NRW [06-15]

Tagungsleitung: Prof. Dr. med. Claudia Hornberg, Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Vorstand GHUP; Prof. Dr. med. Rainer Fehr, Ph.D. (USA), lögd NRW, Leiter der Abteilung Umweltmedizin, -hygiene. Tagungsorganisation: Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH, Jena

Pressemitteilung, Auszug: Nach dem Zusammenschluss der Gesellschaft für Hygiene und Umweltmedizin (GHU) und der International Society of Environmental Medicine (ISEM) im Jahr 2005, findet in diesem Jahr erstmalig eine Jahrestagung der neu konstituierten Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) gemeinsam mit der 10. Jahrestagung des Landesinstituts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (lögd) statt … Themen an der Schnittstelle von Umwelt und Gesundheit … Neben aktuellen Fakten, Analysen, Bewertungen und Handlungsperspektiven zu physikalischen (z.B. Lärm), chemischen (z.B. Feinstäube) und biologischen (z.B. multiresistente Erreger) Noxen anthropogenen Ursprungs in diversen Lebensumwelten (z.B. Arbeitsplatz, Wohninnenraum, Wohnumfeld), werden innovative methodische Entwicklungen z.B. der Berechnung der umweltbezogenen Krankheitslast und Ansätze der Weiterentwicklung von Planungsinstrumenten (z.B. Berichterstattung) vorgestellt. Darüber hinaus stehen Themen wie der globale Klimawandel oder Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung im Kontext der wachsenden Urbanisierung auf der Tagungsagenda … Umweltgerechtigkeit … ein Interventionsfeld, das die Environmental und Public Health Sciences vor zahlreiche neue Aufgaben stellt …



Auszug aus dem Grußwort: Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, … Gemeinsam haben wir uns bemüht ein attraktives Programm zusammenzustellen. Die große Anzahl eingereichter Abstracts aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen …zeigt das ausgeprägte Interesse … sowie den Bedarf an kritisch-konstruktiver Auseinandersetzung mit den Themen des präventiven umweltbezogenen Gesundheitsschutzes. Kinder- und Jugendgesundheit, Trinkwasser- und Krankenhaushygiene, Humanbiomonitoring und Prävention berufsbedingter Erkrankungen sind nur einige der Kongressschwerpunkte … Die aktuelle Debatte um den Klimawandel reflektiert die … Bedeutsamkeit der gesamten Umweltthematik für die Bevölkerungsgesundheit. Die Herausforderungen, denen Umwelt- und Präventivmedizin … gegenüberstehen, sind umfangreich und erlauben keinen Verzug … freuen wir uns darauf, mit Ihnen in Bielefeld an den erkenntnisreichen Beispielen aus Forschungsarbeiten und Praxiserfahrungen zu partizipieren. Wir wünschen … einen spannenden Austausch im historischen Ambiente des Ravensberger Parks.

Eigene Beiträge, Beitragsbeteiligungen:

  • Hornberg, C., Fehr, R. (2007): Grußwort der Tagungspräsidentin und des Tagungspräsidenten. 1. Jahrestagung der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP), Bielefeld, 22.-24.11.2007. Abstract: Umweltmed Forsch Praxis (UFP) vol.12, nr. 5, pp.249-250
  • V-EBD-1 [07-39] Hornberg, C., Malsch, A., Mekel, O., Terschüren, C., Samson, R., Claßen, T., Fehr, R. (2007): Environmental Burden of Disease (EBD): Ein Ansatz zur quantitativen Abschätzung umweltbedingter Risiken für die Gesundheit der Bevölkerung. Abstract: Umweltmed Forsch Praxis (UFP) vol.12, nr. 5, p.251
  • V-UBK-2 [07-40] Samson, R., Terschüren, C., Mekel, O., Claßen, T., Fehr, R., Hornberg, C. (2007): Durch Feinstaub verursachte Krankheitslast in Nordrhein-Westfalen: eine erste Abschätzung. Abstract: Umweltmed Forsch Praxis (UMF) 12 (5), p.253
  • V-UBK-4 [07-41] Terschüren, C., Mekel, O., Samson, R., Claßen, T., Hornberg, C., Fehr, R. (2007): Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel auf Morbidität und Mortalität in Nordrhein-Westfalen (NRW)? – Prognostizierte Krankheitslast in NRW als Basis für die Entwicklung von Präventions-und Früherkennungsmaßnahmen. Abstract: Umweltmed Forsch Praxis (UMF) 12 (5), p.254
  • V-INM-1 [07-38] Fehr, R. (2007): Innovation, Gesundheit, Umwelt. Abstract: Umweltmedizin in Forschung und Praxis 12 (5), p.273

  • V-HER-1 [07-37] Schümann, M., Mekel, O., Mosbach-Schulz, O., Okken, P., Peters, C., Bubenheim, M., Hehl, O., Wintermeyer, D., Fehr, R., Timm, J. (2007): Aktualisierung der Referenzwerte für bevölkerungsbezogene Expositionsanalysen. Abstract: Umweltmed Forsch Praxis (UMF) 12 (5), p.276
  • V-SGI-3 [07-36] Nowacki, J., Fehr, R. (2007): Chancen und Risiken finanzieller Bewertungen von Gesundheitsfolgen im Rahmen von Health Impact Assessments (HIA) – Ergebnisse einer E-Mail-Expertenbefragung. Abstract: Umweltmedizin in Forschung und Praxis 12 (5), p.280
  • Poster P-HER-5 [07-35] Mekel, O., Schümann, M., Fehr, R. (2007): Humanbiomonitoring und Expositionsmodellierung – Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Abstract: Umweltmedizin in Forschung und Praxis 12 (5), p.321

5-6 Nov 2007, Φ Lisbon: European Meeting on Health and Health Systems Impact Assessment (HIA/HSIA)

5.-6.11.2007, Φ Lisbon: European Meeting on Health and Health Systems Impact Assessment (HIA/HSIA)

Meeting within the Portuguese Presidency of the EU. Venue: Hotel Tivoli Tejo, Lisbon. Program outline:

5 Nov 2007

  • Opening session
  • Plenary Session 1: Framework of reference for HIA/HSIA (chair: Carlos Dora, co-chair: José Maria Albuquerque)
  • Plenary Session 2: Implementing HSIA (chair: Rainer Fehr, co-chair: Constantino Sakellarides)
  • Plenary Session 3: Panel discussion of HIA implementation
  • Workshop A: The quality of prediction in HIA and organizational constraints (cf. below)
  • Workshop B: Health inequalities and HIA
  • Workshop C: Health issues in different sectors …

6 Nov 2007

  • Plenary Session 4: Feedback and discussion on workshops: Development of an European network of HIA/HSIA
  • Plenary Session 5: Healthy Public Policies
  • Closing Session.

Workshop A: The quality of prediction in HIA and organizational constraints

  • R. Fehr: Building blocks for improving the quality of prediction [Abstract, Presentation] [07-53]
  • F. Hurley: Air pollution or similar HIA
  • O. Mekel: Quality of quantitative prediction.

Sept – Okt 2007, Φ, inkl. Prag, Brüssel

Sept – Okt 2007, inkl. Prag, Brüssel


12-14 Sep, Prag, WHO-Tagung

  • 12 Sep 2007, Hradschin
  • 13 Sep 2007, Dinner im Brauhaus „U Fleků“
  • 14 Sep 2007, Stationen aus Kafkas Leben (wie vor 15 Jahren), inkl. Kleinseite, Hradschin, Getto, Altstädter Ring, Wenzelsplatz


3-6 Oct 2007, Badgastein / Bad Hofgastein: 10thEuropean Health Forum

14-17 Oct 2007, Dublin: HIA-Tagung

18 Oct 2007, Köln: Symposium “Health Technology Assessment” (HTA)


21-24 Oct 2007, Brüssel und Luxembourg

  • 22 Oct 2007, Brüssel: Tagung „The effectiveness of HIA / Book launch”; Mitwirkung als Panelist [07-58]; Bahnfahrt nach Luxembourg
  • 24 Oct 2007, Luxembourg: Tagung „Climate Change“

26 Oct 2007, Schauspielhaus, Lessing: Minna von Barnhelm