25 May 2016, Wallraf Richartz Museum from Human ecology view

Wallraf-Richartz-Museum, Cologne / Köln

www.wallraf.museum/

Spontaneous search for human ecologic, and urbanistic, motifs in the collection of paintings / Spontansuche nach humanökologischen und urbanistischen Motiven in der Gemäldesammlung

Tentative examples, currently on display / Provisorische Auswahl aktuell ausgestellter Beispiele:

  • 1605 Hendrick Averkamp: Landscape in winter / Winterlandschaft. – Der taubstumm geborene Maler präsentiert ein lebhaftes winterliches Eisvergnügen in der Umgebung eines Wasserschlosses (Meteorologie, Bewegung, Wohlbefinden)
  • 1660er Jacob van Ruisdael: Waterfall near a church / Wasserfall bei einer Kirche. – Düster-drohender Himmel, entwurzelter Baum in der Gischt: „Inmitten der Urgewalten erhebt sich auf einer Anhöhe eine Kirche als Zeichen … menschlicher Kultur“ (Budde & Krischel p.146)
  • 1743 Antonio Canaletto: Canal Grande in Venice, looking northwards, from near the Rialto bridge / Canal Grande in Venedig, Blick nach Norden, aus der Nähe der Rialto-Brücke. – Detailreiche, nahezu hyperrealistische Ansicht von Venedis wichtigster Wasser“straße“. Die auch im Zusammenhang mit italienischen Bildungsreisen stehende Rolle von Veduten wurden später von Fotografien übernommen.
  • 1784 Jacob Philipp Hackert: Autumn: Grape harvest and view towards Sorrento, the gulf and the islands / Der Herbst: Weinlese und Blick auf Sorrent, den Golf und die Inseln. – Im Vordergrund zahlreiche Aspekte der Weinlese, im mittelgrund die Stadt Sorrent, in der Ferne die Inseln Ischia und Procida (Saisonaler Rhythmus; Nahrungs- und Genussmittel; ökotone Küstenlage)
  • 1796 Joseph Anton Koch: Mountainous region / Gebirgslandschaft. – Budde & Krischel, p.183: „Der Vedutismus des 18. Jahrhunderts, das heißt die gefällige … Abschilderung schöner Naturgegebenheiten und Stadtansichten war Koch nicht ausreichend. Er … wollte die Bestrebungen eines Poussin, Lorrain oder auch Jacob van Ruisdael … wieder aufnehmen und weiterentwickeln. Für ihn musste die Natur … in ihrem Bezug zur Sphäre des von ihr abhängigen und aus ihr Nutzen ziehenden Menschen in der Landschaftsmalerei zum Ausdruck kommen“
  • 1825 Caspar David Friedrich: River area in the mist / Flussufer im Nebel. – Ein Naturausschnitt mit Wiesenhang, Elbe im Morgennebel, Hügelkette; in der Mitte ein Lastschiff mit kleiner Crew
  • 1867 Camille Pissaro: L‘ Hermitage near Pontoise / L‘ Hermitage bei Pontoise. – Ein Landschaftsausschnitt in L’Hermitage, einem Vorort von Pontoise: dörfliche Nutzgärten, darunter ein Kohlfeld, worin gebückt gearbeitet wird
  • 1882 Max Liebermann: The grass bleach / Die Rasenbleiche. – „In einem Bauerngarten mit alten Apfelbäumen sind zwei Mägde damit beschäftigt, Wäsche zum Bleichen auf dem Rasen auszubreiten“ (Budde & Krischel, p.208)
  • 1886 Arnold Böcklin: Pirates‘ assault / Überfall von Seeräubern. – Düstere Wolken, stark bewegtes Meer; auf einer Felsinsel deutet der rote Widerschein eines Feuers auf das Unheil hin, das die Insel getroffen hat… „Böcklins Absicht, die Dämonie der Naturgewalten und die Abgründe menschlichen Handelns sinnbildhaft zu verschmelzen…“ (Budde & Krischel, p.215)

Budde R, Krischel R (Hg.) (2000): Das Wallraf-Richartz-Museum. Hundert Meisterwerke. DuMont Buchverlag, Köln

24-25 May 2016, Φ GHUP conference, Cologne

9th Annual meeting / 9. Jahrestagung Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Prävention (GHUP)

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The 9th Annual meeting  of GHUP (Hygiene, Environmental & Preventive Medicine) took place in Cologne, 24-25 May 2016 / Die 9. Jahrestagung der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Prävention (GHUP) erfolgte am 24.-25.Mai 2016 in Köln, www.ghup.de/jahrestagung-2016-koeln/.


Sessions:

  • Daylight and artificial light indoors / Tageslicht und künstliche Lichtquellen in Innenräumen
  • Health appraisal of environmental noxious agents: (I) Chemical agents, (II) Physical agents / Gesundheitliche Bewertung von Umweltnoxen: (I) Chemische Noxen, (II) Physikalische Noxen
  • Bioaerosols I & II / Bioaerosole I & II
  • Water hygiene / Wasserhygiene
  • Risk analysis, evaluation, and communication / Risikoanalyse und -bewertung, Risikokommunikation
  • Urban Health / StadtGesundheit
  • Climate change and adaptation / Klimawandel und -anpassung
  • Migration & health / Migration & Gesundheit
  • Multi-drug bacterial resistance / Multiresistente Erreger

Contribution / Beitrag

R. Fehr, C. Hornberg (2016): [Urban Health from a Human Ecology perspective – On establishing Urban Health in Germany] / StadtGesundheit in humanökologischer Sicht – Zur Etablierung von “Urban Health” in Deutschland

Selected slides [in German] / Folienauswahl

Published abstract / Publiziertes Abstract

The GHUP association features a range of sections, e.g. on: Housing & Health; Bioaerosols; Water Hygiene; Climate Change & Health. The presentation suggests that GHUP including sections explore which topics might be of common interest for both the field of Hygiene and the field of Urban Health. The newly formed Urban Health section can facilitate such exploration / Die GHUP hat eine Reihe von Ausschüssen zu Themen wie: Wohnmedizin; Bioaerosole; Wasserhygiene; Klimawandel und Gesundheit. In der Präsentation wird u.a. vorgeschlagen, dass die GHUP und ihre thematischen Ausschüsse thematische Berührungspunkte von Hygiene und StadtGesundheit erkunden. Der neu gebildete Ausschuss Urban Health / StadtGesundheit kann diese Erkundungen unterstützen.

24 May 2016, Φ “StadtGesundheit” abstract published in: J Env Occ Health Sciences

R. Fehr, C. Hornberg (2016): StadtGesundheit in humanökologischer Sicht – Zur Etablierung von “Urban Health” in Deutschland. Umweltmedizin, Hygiene, Arbeitsmedizin = J Env Occ Health Sciences 21, Nr.3, 131-132 (Conference abstract)

Bilingual summary / Zweisprachige Zusammenfassung:

“Urban Health“ equals Public Health applied to urban populations., i.e. systematic societal action towards the protection, promotion and recovery of health in urban environments (cf. 26 Jan 2016) / „StadtGesundheit“ ist die Anwendung von Public Health auf urbane Populationen, also das systematische gesellschaftliche Handeln für Schutz, Förderung und Wiederherstellung der Gesundheit im urbanen Raum (siehe 26 Jan 2016).

Beyond common roots of Urban Planning and Public Health, there are several lines of evolution: (1) the globally increasing role of urban settlements, (2) health-relevant urban features, (3) ongoing urban changes, with city (and regional) planning providing opportunities for health, (4) neat concept, easily understood / Über die gemeinsamen Wurzeln von Stadtplanung und Public Health hinaus lassen sich mehrere Entstehungszusammenhänge unterscheiden: (1) die weltweit wachsende Rolle urbaner Lebenswelten, (2) gesundheitsrelevante städtische Besonderheiten, (3) stete Veränderung urbaner Umwelt, wobei Stadt- (und Umland-)planung Gestaltungschancen bieten, (4) Eingängigkeit des Begriffs.

International examples of Urban Health work include: the Healthy Cities-Netzwerk; the “Global report on urban health”, jointly prepared by WHO und UN Habitat; the International Council for Science (ICSU)’s programme “Health and Wellbeing in the Changing Urban Environment: a Systems Analysis Approach”, with recent topical issue in „Nature“; the International Society for Urban Health (ISUH) / Zu den Arbeitsbeispielen aus dem internationalen Raum gehören das Healthy Cities-Netzwerk; der kürzlich von WHO und UN Habitat gemeinsam publizierte Bericht “Global report on urban health”; das Programm “Health and Wellbeing in the Changing Urban Environment: a Systems Analysis Approach” des International Council for Science (ICSU) samt Schwerpunktheft in „Nature“; die International Society for Urban Health (ISUH).

Work examples from Germany: German Healthy Cities network; the Academy of Spatial Research and Regional Planning (ARL)’s working group “Planning for health-promoting city quarters”; the German Society of Social Medicine and Prevention (DGSMP)’s upcoming “Metroplis” conference; the research program “City of the future – Healthy, sustainable metropolises” (www.urban-health.de), funded by the Fritz und Hildegard Berg-Stiftung in the Deutsches Stiftungszentrum / Arbeitsbeispiele in Deutschland: das „Gesunde Städte“-Netzwerk; der Arbeitskreis „Planung für gesundheitsfördernde Stadtregionen“ der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL); die diesjährige Tagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) zum Thema „Metropolis“; das seit 2011 laufende das Förderprogramm „Stadt der Zukunft – Gesunde, nachhaltige Metropolen“ (www.stadt-und-gesundheit.de) der Fritz und Hildegard Berg-Stiftung beim Deutschen Stiftungszentrum.

The integrative Urban Health approach can supplement existing trends towards differentiation and specialization. A holistiv view of health-related urban structures and processes provides a useful frame for specific issues and may strengthen health in societal discourse / Der Integrationsansatz von StadtGesundheit bildet eine sinnvolle Ergänzung zu den Trends der Ausdifferenzierung und Spezialisierung. Eine Gesamtdarstellung städtischer Gesundheitsstrukturen und –prozesse bietet den Teilthemen einen sinnvollen Bezugsrahmen und kann das Thema Gesundheit im gesellschaftlichen Diskurs stärken.

Urban Health includes a range of topics which are intensively covered by hygiene and/or environmental medicine. Topics and interactions seen as relevant from these perspectives might be introduced into Urban Health discussions, facilitating exchange with relevant actors from the “world of planning” / In das Spektrum von Stadtgesundheit fallen auch zahlreiche von Hygiene und Umweltmedizin vertieft behandelte Themen. Es bietet sich an, aus dieser Sicht wichtige Themen samt ihrer Wechselbezüge verstärkt auch unter der Überschrift „StadtGesundheit“ in die Diskussion einzubringen und auf diese Weise wichtige Akteure aus der „Welt der Planung“ möglicherweise besser zu erreichen.

Meeting 24-25 May 2016 / Tagung 24.-25.5.2016

20 May 2016, Frauenberg

A basalt cone (379 m) of volcanic origin, within the Lahn mountain range, including a nature reserve (since 1985, 9.,8 ha); panoramic view of Ebsdorf Ground and Amöneburg Basin; location mentioned in Caroline von Schelling’s letters / Vulkanische Basaltkuppe (379 m) im Höhenzug Lahnberge (Westhessisches Bergland), mit Naturschutzgebiet (seit 1985, 9.8 ha); Rundblick über Ebsdorfer Grund und Amöneburger Becken; der Frauenberg ist erwähnt in Caroline von Schellings Briefen

On top: ruins of the Frauenberg Castle, established c. 1250 by Duchess Sophie of Brabant, daughter of St. Elisabeth; the castle was meant to counterbalance the Amöneburg Castle which belonged to Mayence-Mainz / Ruine der Burg Frauenberg, errichtet um 1250 durch Herzogin Sophie von Brabant, Tocher der Heiligen Elisabeth, auch als Gegenposition zur mainzischen Burg Amöneburg

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Am Frauenberg

Near the summit: a half-timbered Jugendstil villa / Nahe dem Gipfel: ein Fachwerk-Jugendstil-Haus, http://www.hotel-seebode.de

www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9065 [Landesgschichtliches Informationssystem Hessen], https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenberg_%28Hessen%29https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Frauenberg_%28Hessen%29

19 May 2016, Amöneburg, Rauischholzhausen

Amöneburg

An elevation (365 m) within the Amöneburg Basin: a basalt cone visible over a long distance (towering c. 150 m over the basin); including a nature reserve which is the second oldest in Hesse / Erhebung (365 m) inmitten des Amöneburger Beckens: weithin sichtbarer Basalt-Kegel (überragt das Amöneburger Becken um ca. 150 Meter); mit Naturschutzgebiet Amöneburg als zweitältestes hessisches Naturschutzgebiet, https://de.wikipedia.org/wiki/Am%C3%B6neburg

Town of Amöneburg: first traces of settlement from the 6th millennium a.C.; the convent school St. John dates back to a monastery, founded by Bonifatius in 721 / Stadt Amöneburg: erste Spuren von Besiedlung seit dem 6. Jahrtausend a.C.; die Stiftsschule St. Johann geht auf ein 721 von Bonifatius gegründetes Kloster zurück, https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftsschule_St._Johann

Amöneburg Castle / Burg Amöneburg (auch Mainzische Burg Amöneburg), www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14571 [Landesgschichtliches Informationssystem Hessen], https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Am%C3%B6neburg


Rauischholzhausen

Village of Rauischholzhausen, with a  park and “Rauischholzhausen Castle”, a castle-like manor, established after 1873 by Ferdinand Eduard von Stumm who earned a fortune in the coal and steel industry. The castle is managed by the Justus-Liebig-University Gießen as a venue for meetings and continued education / Dorf Rauischholzhausen mit Schlosspark und „Schloss Rauischholzhausen“, einem schlossartigen Herrensitz, errichtet nach 1873 von Ferdinand Eduard von Stumm, der in der Montanindustrie zu Wohlstand kam. Das Schloss wird seit 1849 durch die Justus-Liebig-Universität Gießen als Tagungs- und Fortbildungsstätte bewirtschaftet, https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Rauischholzhausen