7 Mar 2019, Würzburg: Residenz

Würzburg: Residenz, -platz, Hofgarten

UNESCO-Welterbe seit 1981

www.unesco.de/kultur-und-natur/welterbe/welterbe-deutschland/residenz-wuerzburg-mit-hofgarten-und-residenzplatz: „Inbegriff des europäischen Barocks … außergewöhnliches künstlerisches Meisterwerk und in Struktur und Dekor herausragendes Kunstwerk des europäischen Barock (Aufnahmekriterium i) … Zugleich … ein bedeutendes Zeugnis europäischer Kultur (Aufnahmekriterium iv)“

Zeitschrift „Welterbe“, Nr. 76 (Sonderausgabe „Welterbe in Deutschland“), Juni 2015, https://www.unesco.de/sites/default/files/2018-07/publi_review_76_de.pdf, p.58: „im 18. Jahrhundert von einem internationalen Team aus Architekten, Malern, Bildhauern und Stuckateuren unter der Schirmherrschaft zweier aufeinander folgender Fürstbischöfe … erbaut … Innenausstattung … zwischen 1740 und 1770 … unter Aufsicht des offiziellen Architekten des Fürstbischofs, Balthasar Neumann … Die Bildhauer und Stuckateure kamen aus Italien, Flandern und München. Der venezianische Maler Giovanni Battista Tiepolo malte die Fresken im Treppenhaus und an den Wänden des Kaisersaals. Das Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit … wurde als Würzburger Rokoko, als die italienischste Variation dieser Stilrichtung in Deutschland, bekannt“.

https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrzburger_Residenz:

  • Treppenhaus: „Die gewaltige Anlage von Zufahrt und Treppe wird überwölbt von dem größten zusammenhängenden Deckenfresko der Welt (ca. 580 m²), gemalt … von Giovanni Battista Tiepolo aus Venedig, dem berühmtesten Freskenmaler seiner Zeit, sowie seinen Söhnen … und weiteren Helfern. Thema: Die Verherrlichung des … Fürstbischofs … durch die (damals anerkannten) vier Kontinente …“
  • Audienzzimmer
  • Weißer Saal
  • Kaisersaal
  • Spiegelkabinett: „durchgehend mit Spiegeln ausgestattet … verbunden durch vergoldete Stuckierungen … Diese Spiegel sind im weitesten mit Hinterglasmalereien verziert …. eine Replik des originalen Spiegelkabinetts – dies schmolz beim Brand der Residenz am 16. März 1945 … Die Restaurierung begann 1979 und dauerte acht Jahre, während derer ca. 600 Spiegelscheiben neu verziert … wurden. Die Techniken hierzu mussten vielfach neu erlernt und entdeckt werden …“

6 Mar 2019, Φ Alfeld: Fagus-Werk (UNESCO)

Hannoversche Straße 58, 31061 Alfeld-Hannover

UNESCO-Welterbe seit 2011. Mit Gropius-Café

www.fagus-werk.com/de/: „Als Ursprungsbau der modernen Industriearchitektur ist das 1911 erbaute Fagus-Werk das Erstlingswerk des Architekten und Bauhausgründers Walter Gropius … Das Fagus-Werk repräsentiert eine Architekturauffassung, die in der damaligen Zeit erstmals die Bedürfnisse nach Licht, Luft und Klarheit berücksichtigte … Die Konstruktion aus Glas und Stahl sowie die stützenlosen, vollständig verglasten Ecken verleihen dem Gebäude eine schwerelose Eleganz… Seit Gründung des Unternehmens wird … durchgängig produziert, neben Fagus-Schuhleisten … Mess- und Brandschutzsysteme unter dem Markennamen GreCon“

https://de.wikipedia.org/wiki/Fagus-Werk: „Der Unternehmer Carl Benscheidt … erteilte Walter Gropius 1911 den Auftrag, für seine neue Schuhleistenfabrik ein Fabrikgebäude zu errichten, das modernen Gesichtspunkten entsprechen und direkt an der Eisenbahnlinie Hannover–Alfeld-Kassel/Bebra liegen sollte … konnten Gropius und sein Mitarbeiter Meyer Erfahrungen verarbeiten, die bereits im 19. Jahrhundert im Gewächshaus-, Bahnhofs- und Weltausstellungsbau gewonnen wurden … hat die Alfelder Fabrik einen … lange Zeit verkannten Vorgänger in der … Steiff-Fabrikhalle in Giengen an der Brenz (1903) … in den Gebäuden der Fagus-Werke außer der Schuhleistenfertigung auch ein Schuhmuseum … Fagus … lateinisch … Buche … Buchenholz war der Rohstoff für die seit 1858 in Alfeld ansässige industrielle Schuhleistenherstellung“

Zeitschrift „Welterbe“, Nr. 76 (Sonderausgabe „Welterbe in Deutschland“), Juni 2015, ww.unesco.de/sites/default/files/2018-07/publi_review_76_de.pdf, p.89: „Das … Werk zeichnet sich durch den innovativen Einsatz großer Glaswände aus, die mit schlankeren Stützpfeilern kombiniert wurden … Bruch mit den bisherigen architektonischen und dekorativen Werten der Zeit … führt die fundamentalen Aspekte der modernen, funktionalistischen Architektur des 20. Jahrhunderts ein … stellt einen homogenen, räumlichen Komplex dar, der rational und vollständig seiner industriellen Nutzung unterworfen ist … zeugt von der Entschlossenheit, humanistische Kontrolle über die mit der Industrialisierung verbundenen sozialen und ästhetischen Veränderungen zu erlangen“.

Im ehemaligen Lagerhaus: „Fagus-Gropius-Ausstellung“, inkl.: Carl Benscheidt & Walter Gropius; Firmengeschichte & Welterbe; Baugeschichte & Restaurierung; Menschen bei Fagus; Was Schuhleisten leisten („Fußgesundheit“); Holzwerkstoffe; Hundert Jahre Schuhmode; Der Wald („mehr als lauter Bäume“)

10 Feb 2019, Φ Altonaer Museum, incl. Lauenburger Apotheke 1736 & Altonaer Stadtentwicklung

10.2.2019: Visit to the Altona Museum / Besuch im Altonaer Museum, Museumstraße 23, 22765 Hamburg, https://shmh.de/de/altonaer-museum

“Das 1863 gegründete Altonaer Museum befasst sich als eines der größten deutschen Regionalmuseen mit der Kunst- und Kulturgeschichte des norddeutschen Raumes und präsentiert die kulturhistorische Entwicklung der Elbregion um Altona, von Schleswig-Holstein und der Küstengebiete von Nord- und Ostsee”, https://shmh.de/de/altonaer-museum

“Die Sammlung enthält Grafiken, Gemälde, Textilien, Spielzeuge sowie kulturgeschichtliche Objekte aus den Bereichen Kunsthandwerk, Schifffahrt, Leben und Arbeiten auf dem Land und in der Stadt … verbindet … mit seinen Ausstellungen und Veranstaltungen Themen aus der Geschichte mit den Perspektiven, die sich für die heutigen Bewohner ergeben und die deren Identität innerhalb Hamburgs bestimmen: Stadtentwicklung, Flucht und Migration, Inklusion”, https://shmh.de/de/ueber-das-altonaer-museum


Lauenburger Raths-Apotheke, https://shmh.de/de/die-lauenburger-raths-apotheke: … seit 1997 … im Altonaer Museum. Die letzte Besitzerin, die Apothekerin Margarete Lammers (1915-2008) hatte ihrem Schwiegervater Johann Lammers versprochen, ‘auf die Apotheke gut acht zu geben’. Die Apotheke war 1736 vom Rat der Stadt zur Verbesserung der Einnahmen und zur besseren Kontrolle des Apothekenwesens gegründet … worden … Die Apotheke lag direkt an der Elbe und wurde deshalb auch von Binnenschiffern zum Auffüllen der Bordapotheken frequentiert. Ausgestellt wird fast maßstabsgetreu die Offizin, der Verkaufs- und Arbeitsraum, deren Mobiliar zum Teil bis auf die Gründungszeit zurückgeht … von alters her das zweite wirtschaftliche Standbein des Apothekers …: Gewürze, Farben und Duftstoffe.


Sonderausstellung “Schöner Wohnen in Altona? Stadtentwicklung im 20. und 21. Jahrhundert”, 29.9.2018 bis 24. 6.2019, https://shmh.de/de/schoener-wohnen-in-altona (Guided tour / Führung):

“… setzt sich mit dem vielfältigen Wandel des Stadtteils im 20. Jahrhundert, aber auch mit den aktuellen Veränderungsprozessen auseinander … In Form eines Parcours durch die Geschichte präsentiert die Ausstellung die verschiedenen Wohnungsbauvorhaben der letzten 130 Jahre in Altona und die damit verbundenen wichtigsten Phasen der Stadtentwicklung. Neben der Schaffung von gesundem Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten in den 1920er Jahren, über die Vision einer autogerechten Stadt in den 1950er und 1960er Jahren werden die funktional organisierte Stadt der 1970er Jahre und die selbstbestimmte und von den Bürgern selbst getragene Stadtentwicklung der 1980er Jahre thematisiert.”

Anstehende Planungen zum Holstenareal und zu den Kolbenhöfen … „Gemeinsam mit den Besuchern möchte das Museum … den sich ständig verändernden Charakter des Stadtbezirks erkunden und zu Reflexionen über die Fragen anregen: Inwiefern ist die rasante und vielschichtige Entwicklung Altonas beispielhaft für das urbane Leben im 21. Jahrhundert? Welche Zukunftsvisionen haben Experten und Stadtplaner und welche Wünsche, Hoffnungen und Befürchtungen haben die Bewohner Altonas, wenn sie sich die Zukunft in ihrem Stadtteil vorstellen?”

Ausgewählte Teilthemen:

  • 1892: Die erste Wohnungsbaugenossenschaft (Altonaer Spar- und Bauverein Altoba)
  • 1950er Jahre: Constanze-Wettbewerb für Lurup (damals größter Architekturwettbewerb der Welt)
  • Elbe-Einkaufszentrum (1966 eröffnet)
  • Trabantenstadt am Osdorfer Born (1967-71 entstanden)
  • (neue) Mitte Altona (nach der HafenCity das zweitgrößte Städtebauprojekt in Hamburg).

Rubriken im Spezialstadtplan (A3):

  • 1890 – Wohnen in einer überbevölkerten Industriestadt
  • 1924 – Licht, Luft und Sonne für das „neue Altona“
  • 1933-1945 – Stadtplanung und Wohnen im Nationalsozialsimus
  • 1947 – Ideen für den Wiederaufbau: aufgelockert, durchgrünt und autogerecht
  • 1970 – Wiederentdeckung der Altbauquartiere
  • 1998 – Bauen für eine wachsende Stadt
  • Zukünftig Wohnen in Altona.

Detail: “What would happen if we had no limits how tightly packed constructions could be, no distances between buildings, no minimum … sizes for rooms and apartments?” / “Was wäre, wenn es keine Begrenzung der Dichte, keine Abstandsflächen, keine Mindest- … größen von Zimmern und Wohnungen mehr gäbe?”


Besuch im Rahmen einer finalen Geburtstagsfeier (SB). Vorher: Museumscafé „Schmidt und Schmidtchen“, Braunschweiger Straße; nachher: Café Katelbach, Große Brunnenstr. 60, 22763 Hamburg.

2 Jan 2019, Buckingham Palace: State Rooms, Royal Collection, incl. Claude L.

2 Jan 2019, Buckingham Palace: State Rooms, Royal Collection, incl.Claude L.

The State Rooms, Buckingham Palace: “The Queen’s official London residence and a working royal palace”, www.rct.uk/visit/the-state-rooms-buckingham-palace: The Grand Entrance and Staircase; The Green Drawing Room; The Throne Room; The Ballroom; The White Drawing Room; The Royal Collection.

“The Royal Collection is … a unique and valuable record of the personal tastes of kings and queens over the past 500 years … held in trust by The Queen as Sovereign for her successors and the nation. It is not owned by her as a private individual“, www.rct.uk/collection/about-the-collection

Inquiring about the Claude paintings in the Royal Collection in 1996, the answer implied that viewing the paintings was possible by special permission of the Queen. Today, a State Room tour includes a visit to the gallery.

Claude paintings (MR = Marcel Röthlisberger 1961, The paintings, vol. I, II. LV = Liber veritatis):

  • Harbour Scene at Sunset (1643), www.rct.uk/collection/401382/harbour-scene-at-sunset: “This harbour scene approaches Roman ruins with the same wonderment that Claude approached the Campagna: in reality the Arco degli Argentieri … was in a squalid corner of Rome, but here it is the glorious frame of an idealised harbour with a walled port in the background … The activities of the figures … seem to be calculated to create a mood rather than describe the Italian street: two noble figures contemplate a voyage, while bales of cloth and caskets of treasure are unloaded and a man sleeps …”, MR p. 135-6 (dated 1637; “Differs considerably from the drawing of the Liber”) & fig. 62; LV 19
  • A View of the Campagna from Tivoli (1645), rct.uk/collection/404688/a-view-of-the-campagna-from-tivoli: “The rich intensity of this evening landscape has been revealed by the recent conservation … Unlike the majority of Claude’s works, the picture has no other subject matter than the drama and beauty of the Campagna … This is Claude’s last, and most accurate, topographical composition“, MR p. 245 (“Claude’s most spectacular sunset … This is Claude’s last topographical picture … and the only one of his views of Tivoli … which corresponds to topographical reality, except that the whole scene is somewhat compressed in width… On the horizon, the dome of St. Peter…”) & fig. 169; LV 89
  • Coast scene with the Rape of Europa (1667), www.rct.uk/collection/405357/coast-scene-with-the-rape-of-europa: “The Rape of Europa is recounted in Ovid’s Metamorphoses. Jupiter, who was enamoured with the mortal princess Europa … changed himself into a white bull and mingled with a herd of cattle, while Europa and her attendants were gathering flowers near the seashore. Charmed by the bull’s good nature and fine appearance, Europa hung garlands of flowers over its horns and climbed onto its back. She was carried out to sea, to the island of Crete, where Jupiter resumed his normal shape and ravished her … Five versions of this subject by Claude are known, the earliest was painted in 1634. Of these, the one in the Royal Collection is the last and the most sophisticated…”, MR p. 327-8 (“Compared with the first original [in Pushkin Museum, Moscow], the composition is simplified, in conformity with the serene style of Claude’s works of the years around 1667…”); LV 136.

Context: 3 Jan 2019, Φ Sojourn in London, 27 Dec 2018 – 3 Jan 2019

30 Dec 2018, Φ Freud Museum London

30 Dec 2018, Φ Freud Museum London

20 Maresfield Gardens, London NW3 5SX, www.freud.org.uk/

„This was the final home of Sigmund Freud, the founder of psychoanalysis, and his daughter Anna Freud, a pioneering child psychoanalyst … The Freud family came to England as refugees, having escaped Austria following the Nazi annexation in March 1938. Freud spent the last year of his life here, and it remained the family home until Anna’s death in 1982.”

Context: 3 Jan 2019, Φ Sojourn in London, 27 Dec 2018 – 3 Jan 2019