24-25 Apr 2026, Rustschuk oder Rus(s)e a.d.Donau (BG); Elias Canetti

24.-25. Apr 2026, Rustschuk oder Rus(s)e a.d.Donau; Elias Canetti (BG)

Giurgiu-Russe-Freundschaftsbrücke, https://de.wikipedia.org/wiki/Giurgiu-Russe-Freundschaftsbr%C3%BCcke (3.6.26): … Straßen- und Eisenbahnbrücke über die Donau zwischen den Städten Giurgiu in Rumänien und Russe in Bulgarien … Eröffnet … 1954. Auf zwei übereinanderliegenden und voneinander getrennten Brückenteilen wird der Straßen- und Eisenbahnverkehr über die Donau geführt …

Donau, https://de.wikipedia.org/wiki/Donau (11.4.26): … nach der Wolga der zweitgrößte und zweitlängste Fluss in Europa … entwässert weite Teile Mittel- und Südosteuropas … durchfließt bzw. berührt dabei zehn Länder … – so viele wie kein anderer Fluss auf der Erde. Die Donau führt ihren Namen ab der Vereinigung zweier Quellflüsse, der Brigach und der größeren Breg, die beide im Mittleren Schwarzwald entspringen … durchquert drei große Beckenlandschaften: das nördliche Alpenvorland und das Wiener Becken (Oberlauf), die Pannonische Tiefebene (Mittellauf) und das Walachische Tiefland (Unterlauf) … mündet über das ausgedehnte Donaudelta ins Schwarze Meer … ist eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten und verbindet dabei unterschiedliche Kulturkreise …


Rus(s)e, https://de.wikipedia.org/wiki/Russe_(Stadt) (11.4.26): … deutsch (veraltet): Rustschuk, … an der Donau gelegene Industriestadt … das kulturelle Zentrum Nordbulgariens mit … der bekannten Hochschule … Die Römer gründeten dort Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr. die Hafenstadt Sexaginta Prista (Stadt der 60 Schiffe) … Stützpunkt der Donauflotte der Römer, welche die Aufgabe hatte, die Nordgrenze … des Römischen Reiches gegen Überfälle … zu schützen … Die Stadt wird bis zum 5. Jahrhundert erwähnt, wobei der römische Name auf Pristis und später Pristapolis verändert wurde … Bereits vor der Eroberung der Region durch die Osmanen existierte am Ufer der Donau eine befestigte Ortschaft namens Russe … Die osmanische Grenzstadt und die umliegende Region wurden Angriffsziel und Schlachtfeld für die Völker Mitteleuropas, die sich gegen die Osmanische Vorherrschaft wehrten. So wurde Rustschuk durch die Feldzüge des walachischen Wojwoden Vlad III. Drăculea (1445 und 1462) schwer in Mitleidenschaft gezogen … erlangte das osmanische Rustschuk wegen seiner strategischen Lage auch wirtschaftliche Bedeutung …


Elias Canetti, https://de.wikipedia.org/wiki/Elias_Canetti (3.6.26): … geboren … 1905 in Russe, Fürstentum Bulgarien; gestorben … 1994 in Zürich …) … bulgarisch-britischer Schriftsteller und Aphoristiker deutscher Sprache und Literaturnobelpreisträger 1981 … Sein Werk ist außerordentlich vielseitig, schon was die verwendeten literarischen Gattungen betrifft. Neben dem Roman Die Blendung … unter anderem drei Dramen …, eine anthropologische Studie …, aphoristische Aufzeichnungen und eine mehrbändige Autobiografie …


Bulgarien, https://de.wikipedia.org/wiki/Bulgarien (11.4.26): …Republik in Südosteuropa mit etwa 6,5 Millionen Einwohnern … nimmt den Großteil der östlichen Balkanhalbinsel ein …  ist mit einer demografischen Krise konfrontiert, da seine Bevölkerung seit Beginn der 1990er Jahre stetig abnimmt … seit 1. Januar 2007 Mitglied der Europäischen Union (EU) … ähnlich wie Israel und einige weitere osteuropäische und asiatische Staaten, als ethnische Demokratie beschrieben, in der „die Dominanz einer ethnischen Gruppe institutionalisiert ist“ … Auf dem Gebiet … die bislang frühesten Belege für die Anwesenheit des Menschen (Homo sapiens) in Europa … Im 6. bis 3. Jahrhundert v. Chr. geriet die Region ins Spannungsfeld der Thraker, Perser, Kelten und Griechen. Stabilität kam, als es dem Römischen Reich im Jahr 45 n. Chr. gelang, die Region zu erobern. Mit dem Niedergang und der Aufteilung des Reiches begannen in der Region erneut Invasionen unterschiedlicher Gruppen … Goten … frühen Slawen … Erste Bulgarische Reich … byzantinisch … 1185 … ein Zweites Bulgarisches Reich, … löste sich … 1396 auf und die Region geriet fast fünf Jahrhunderte lang unter osmanische Herrschaft …

Balkangebirge, https://de.wikipedia.org/wiki/Balkangebirge (11.4.26): … tertiäres Faltengebirge in Südosteuropa, dessen Hauptkamm in Bulgarien liegt … Nach dem Gebirge wurde die Balkanhalbinsel benannt … etwa 600 km lang, verläuft am Nordrand der Balkanhalbinsel zu den Ebenen der unteren Donau in westöstlicher Richtung … bildet die natürliche Nordgrenze der Landschaft Thrakien …

Balkanhalbinsel (Balkan), https://de.wikipedia.org/wiki/Balkanhalbinsel (11.4.26): … oft synonym mit Südosteuropa verwendet) ist eine geographisch nicht eindeutig definierte Halbinsel im Südosten Europas. Sie ragt in das Mittelmeer und ist nach dem Balkangebirge benannt. Der größte Staat auf der Halbinsel ist Griechenland, gefolgt von Bulgarien … Dieser Teil Europas ist kulturell und sprachlich stark gegliedert. Im Kern umfasst der Begriff „Balkan“ diejenigen europäischen Staaten, die von der Zugehörigkeit zu Byzanz und später zum Osmanischen Reich geprägt wurden …

Cf.:

11- 16 Oct 2008, Φ Sophia & Varna (BG)

25 Apr 2026, Thrakien – Türkei – “Orient” – “Levante”

25.4.2026, Thrakien – Türkei – Orient – Levante

Thrakien, https://de.wikipedia.org/wiki/Thrakien_(Landschaft) (11.4.26):… (altgriechisch Θρᾴκη ) … Landschaft auf der östlichen Balkanhalbinsel, die heute zu den Staaten Bulgarien, Griechenland und Türkei gehört … Der Volks- und Landesname ist bei Homer in ionischer Form überliefert: das Volk als θρήιχες …, das Land als θρήχη Als Ost- und Südgrenze Thrakiens stehen seit der Antike die Küsten des Schwarzen Meers, Marmarameers und der Ägäis fest. Die Nordgrenze wurde vom Istros (untere Donau) oder aber später wie heute vom Hauptkamm des Haimos (Balkangebirge) gebildet … beträchtliche Schwankung in der Ausdehnung … in nördlicher und westlicher Richtung … Thrakien ist als „das goldene Reich des Orpheus“ (Homer) eine der ältesten Kulturlandschaften Europas …

Türkei, https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkei (11.4.26): … Einheitsstaat im vorderasiatischen Anatolien und südosteuropäischen Ostthrakien … mehr als 85 Millionen Menschen … seit der Gründung der Republik im Jahr 1923 als Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches laizistisch und kemalistisch ausgerichtet … Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk … Die Westküste Anatoliens … wurde bereits seit Mitte des zweiten vorchristlichen Jahrtausends von … Griechen besiedelt … Ab 700 v. Chr. drangen von Osten Meder und Perser ein und eroberten Lydien und Teile der griechischen Siedlungen. Ab 334 v. Chr. eroberte Alexander der Große ganz Kleinasien. Nach dessen Tod zerfiel sein Großreich, es begann der Hellenismus mit mehreren rivalisierenden Herrschern makedonischer Abstammung. Die griechische Vorherrschaft wurde gegen Ende des 3. Jahrhunderts von der Expansion des Römischen Reichs beendet, das … die Macht in Kleinasien übernahm und bis zur Reichsteilung in West- und Ostrom (Byzanz) im 4. Jahrhundert behielt … Um 1299 begründete Osman I. … die nach ihm benannte Osmanendynastie, von der sich der Name des Osmanischen Reichs (auch Türkisches Reich genannt) ableitet …

Orient, https://de.wikipedia.org/wiki/Orient (11.4.26): … von lateinisch sol oriens …, seit Martin Luther auch „Morgenland“ genannt, … ursprünglich eine der vier römischen Weltgegenden. Zwischen Norden (Mitternacht) und Süden (Mittag) liegt der Orient, ihm gegenüber der Okzident (Abendland). Der Begriff unterliegt historischen Veränderungen und wurde … durch unterschiedliche Diskurse geprägt. So spielen geographische, politische, sprachwissenschaftliche und kulturelle Überlegungen eine Rolle bei dem Versuch, genauere Aussagen zu dem Begriff Orient zu treffen … stand das Wort „Morgenland“ im Alten Testament für die Gebiete östlich von Israel bzw. Juda … lagen … im europäischen Hochmittelalter auch die Gebiete der Ostkirchen (Teile Osteuropas, Südosteuropa, Balkan) „im Orient“. Im Griechischen nennt man den Orient heute anatoli (ανατολή, siehe Anatolien) und im Italienischen und Spanischen levante (Partizip Präsens zu levare „aufgehen“) … Im 19. Jahrhundert erlangte der Begriff „Orient“ … ein enormes Bedeutungsspektrum … bezeichnete … zu dieser Zeit ganz Asien … fast durchweg auch der ganze afrikanische Kontinent zum Orient gerechnet. Darüber hinaus galten teilweise sogar Spanien, Süditalien, Kreta und Zypern als orientalisch …

Levante, https://de.wikipedia.org/wiki/Levante (4.6.26): … von lateinisch levare ‚emporheben, aufgehen‘ … historische geografische Bezeichnung für die Länder am östlichen Mittelmeer … Im weiteren Sinn … besonders die griechische Halbinsel und die griechischen Inseln in der Ägäis, die mediterranen Küstengebiete der Türkei, Zypern, der Libanon, die historische Region Palästina, das historische Syrien und Ägypten bezeichnet. Im engeren Sinn beschränkt sich die Bezeichnung auf die Ostküste des Mittelmeeres und ihr Hinterland, also das Gebiet der heutigen Staaten Syrien, Libanon, Israel, Jordanien sowie Palästina und der türkischen Provinz Hatay …

Cf.:

10-15 May 2008, Istanbul

21-24 Apr 2026, ♣ Hermannstadt (rumän.: Sibiu), in Siebenbürgen (RO)

21.-24.4.2026, Hermannstadt (rumän.: Sibiu), in Siebenbürgen (RO)

Hermannstadt (rumänisch: Sibiu),https://de.wikipedia.org/wiki/Hermannstadt (11.4.26):…in der historischen Landschaft Siebenbürgen … eines der Zentren der Siebenbürger Sachsen … nahe den Südkarpaten … Hier trafen die wichtigsten Handelsrouten Siebenbürgens und der Rotenturmpass in Richtung Walachei zusammen … Vermutlich 1147 erreichten die ersten deutschen Siedler die Gegend … 1241 … im Mongolensturm zerstört … 1438 belagerten die Türken die Stadt … das gesamte Umland verwüstet. Als Folge der Bedrohung durch die Türken ließ die Stadt drei Mauerringe … mit 39 Türmen und mehreren großen Toren errichten … Im Kaisertum Österreich unterstand Hermannstadt bis 1867 wie ganz Siebenbürgen der kaiserlich-königlichen (k. k.) Regierung in Wien. Bei der Neugliederung in die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn wurde es zum Königreich Ungarn … gezählt und unterstand … bis 1918 der königlichen Regierung in Budapest. Sie war bestrebt die nichtmagyarischen Nationalitäten des Königreichs … zu magyarisieren … Sehenswürdigkeiten … Casa Luxemburg …


Parcul Astra (Astra-Park), https://www.siebenbuerger.de/portal/service/standorte/standort.php?id=112 (10.6.26): … Schon 1869 überlegte man anstelle der abgerissenen Stadtmauern einen Stadtgarten anzulegen. 1879 wird der Verschönerungsverein gegründet, und der Park ist dessen erstes größeres Unterfangen …

Piatsa Friedrich von Schiller (Friedrich-von-Schiller-Park)


Siebenbürgen, Transsylvanien https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen (11.4.26): … ein historisches und geografisches Gebiet im südöstlichen Karpatenraum mit einer wechselvollen Geschichte. Heute … im Zentrum Rumäniens … Das Gebiet, auf dem das heutige Siebenbürgen liegt, war in der Antike das politische Zentrum des Dakischen Königreichs … 106 n. Chr. wurde dieses vom Römischen Reich unter Trajan in den Dakerkriegen erobert und als Provinz Dacia dem Römischen Reich einverleibt … Nach dem Abzug der römischen Truppen unter Kaiser Aurelian 272 n. Chr. war die Region bis zum 11. Jahrhundert Durchzugs- und auch Siedlungsgebiet verschiedener Ethnien und Stammesverbände … Goten, Hunnen, … Bulgaren, Slawen … Anwerbung deutscher Siedler … Ab etwa 1147 begann die Besiedelung mit deutschen Siedlern … Als das ungarische Heer … 1526 … von Süleyman I. vernichtend geschlagen worden war, begann eine fast 200-jährige Phase ständiger Bedrohungen für das Land. Durch das türkische Vordringen in Ungarn (1526–1686) wurde besonders Zentralungarn verwüstet. Mehr als hunderttausend Gefangene wurden dabei ins Osmanische Reich verschleppt. Ungarn zerbrach schließlich in drei Teile … Fürstentum Siebenbürgen …1541 unter die Oberhoheit des Osmanischen Reiches gestellt … Durch eine Urkunde Maria Theresias … 1775 wurde Siebenbürgen weitgehend autonom und von eigenen Fürsten nach eigenen Gesetzen regiert … … …

Karpaten https://de.wikipedia.org/wiki/Karpaten (11.4.26): … ein Hochgebirge in Mitteleuropa, Osteuropa und Südosteuropa … Sie bilden einen über 1300 km langen … nach Westen offenen Bogen, der – einschließlich seiner Ausläufer – in der nördlichen Umfassung des Wiener Beckens beginnt und … im Osten Zentralserbiens endet … setzen … sich nach Westen in die Alpen und nach Südosten im Balkan- und Rhodopengebirge fort …Neben den Alpen bilden die Karpaten das bestimmende Gebirgssystem in Mitteleuropa. Insgesamt acht Staaten haben Anteil an den Karpaten. Die größten Anteile entfallen auf die Slowakei und Rumänien …

Weiterfahrt:


Cf.:

20-21 Apr 2026, ♣ Szeged, an der Theiß (HU)

20.-21.4.2026, Szeged, an der Theiß (HU)

Szeged, https://de.wikipedia.org/wiki/Szeged (11.4.2026): …[ˈsɛgɛd] … drittgrößte Stadt Ungarns … liegt an der Südgrenze des Landes am Dreiländereck mit Serbien und Rumänien an der Mündung des Flusses Marosch … in die Theiß … im südlichen Teil der Großen Ungarischen Tiefebene … Szeged wurde von den Römern gegründet und trug den Namen Partiscum … Die Ungarn siedelten sich … im 10. Jahrhundert an … 1526 … von den Türken geplündert … Die Türkenherrschaft … endete 1686, als die Stadt und die Burg von den österreichischen kaiserlichen Heeren zurückerobert wurde. Während des Freiheitskampfes gegen die Habsburger (1848/49) fungierte Szeged für kurze Zeit als Hauptstadt des Landes … Ein katastrophales Hochwasser … 1879 … Die Stadt wurde mit internationaler Hilfe wieder aufgebaut, wobei praktisch alles neu geplant und angelegt wurde … mit Ringstraßen und strahlenförmigen Boulevards … Mit seinem einheitlichen Stadtbild im damals modernen eklektizistischen Stil, den Palästen der Innenstadt sowie den großzügigen Parks und Plätzen erhielt Szeged den Charakter einer modernen europäischen Stadt …


Theiß, https://de.wikipedia.org/wiki/Thei%C3%9F (3.6.26): … mitteleuropäischer Fluss … längste Nebenfluss der Donau …, außerdem der zweitgrößte Fluss Ungarns …

Ungarn, https://de.wikipedia.org/wiki/Ungarn (11.4.2026): ein Binnenstaat in Mitteleuropa mit rund 9,6 Millionen Einwohnern … im Pannonischen Becken gelegene und von der Donau durchflossene Land … Als einer der ersten Ostblock-Staaten wurde Ungarn … 1989 zur Demokratie … Seit 2004 … Mitglied der Europäischen Union … Slowaken, Slowenen, Kroaten und Serben, die bis 1918 ganz oder teilweise im multiethnischen Ungarn lebten, unterscheiden … bei der Staats- und Volksbezeichnung zwischen „ungarisch“ und „magyarisch“ … Große Ungarische Tiefebene … Nach 145 Jahren türkischer Besetzung Ungarns … 1686 … die Habsburger eroberten … Ungarn … Spannungen zwischen dem ungarischen Adel und dem Wiener Hof … Revolution von 1848/49 … mit Hilfe Russlands … niedergeschlagen … wurde Ungarn durch den österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867 gleichberechtigter Teil der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn … Vielvölkerstaat Königreich Ungarn durch innere Spannungen (Selbstständigkeitsbestrebungen der nichtmagyarischen Völker, Nationalitätenkonflikte im Zuge der Magyarisierungspolitik) gekennzeichnet … Ungarn erklärte am 31. Oktober 1918 den Austritt aus der Realunion mit Österreich … Damit war die k. u. k. Monarchie aufgelöst …