31 Jul 2020, Φ Coronavirus (XI)

31.7.20, Coronavirus (XI)

Diverse Quellen – Süddeutsche Zeitung (SZ): Titelstories – SZ sonst

Diverse Quellen inkl. Dt. Ärzteblatt

Süddeutsche Zeitung (SZ): Titelstories

  • [1.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [2.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [3.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Cassidy A (SZ, 4.7.20): In Trümmern. Die Corona-Epidemie außer Kontrolle, die Wirtschaft am Boden, die gesellschaftliche Stimmung historisch schlecht: Amerika zahlt den Preis für Trumps Präsidentschaft.
  • [6.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Stegemann J (SZ, 7.7.20): Gericht kippt Corona-Regeln. Die Einschränkungen für den Kreis Gütersloh seien unverhältnismäßig, so die Richter. Forderungen, die Maskenpflicht zu lockern, erteilt die Bundesregierung eine Absage.
  • Finke B, Meiler O (SZ, 8.7.20): Rezession in Europa starker als erwartet. In der EU könnte die Wirtschaftsleistung dieses Jahr um 8,3 Prozent sinken. Italien plant ein gewaltiges Reformpaket, um die Folgen der Pandemie abzufedern und das Land zu modernisieren.
  • Beisel KM et al (SZ, 9.7.20): Merkel mahnt Europa zur Einheit. Demokratische Prinzipien dürften auch aufgrund der Pandemie nicht ausgehebelt werden, sagt die Kanzlerin in Brüssel. Die Krise könne nur durch Zusammenhalt überwunden werden.
  • [10.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Gasser H (SZ, 11.7.2020): Auf nach Deutschland. Für die meisten Länder Europas gilt keine Reisewarnung mehr, doch die Urlaubslust der Bundesbürger hält sich in Grenzen. Viele sind unsicher, was sie am Ferienort erwartet.
  • [13.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [14.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Schneider J, Stegemann J (SZ, 15.7.20): Merkel und Söder für Ausreiseverbote. Bei lokalen Corona-Ausbrüchen könnte Bürgern untersagt werden, ihre Region zu verlassen. Ein Funke reicht, um ein großes Feuer zu entfachen“, sagt der CSU-Chef zur Begründung.
  • [16.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [17.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [18.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Finke B et al. (SZ, 20.7.20): Streit ums Geld entzweit Europa- Auch nach dreitägigen Verhandlungen können sich die Staats- und Regierungschefs der EU zunächst nicht auf einen 750-Milliarden-Fonds für den Kampf gegen die Corona-Krise einigen.
  • Finke B et al. (SZ, 21.7.20): Corona-Hilfen fallen kleiner aus. Klar ist auf dem Sondergipfel in Brüssel zunächst nur eines: Die Zuschüsse der EU zur Linderung der Krise werden viel geringer sein, als Deutschland und Frankreich das anstrebten.
  • Finke B et al. (SZ, 22.7.20): Ein Plan für Europa. Die Erwartungen an den historischen Kompromiss von Brüssel sind immens. Doch nun geht der Streit woanders weiter.
  • [23.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [24.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Deuber L et al. (SZ, 25.7.20): Am Tiefpunkt. Zwischen den USA und China gab es immer Feindschaft, Misstrauen – und gegenseitige Abhängigkeit. Aber so schlecht wie jetzt waren die Beziehungen lange nicht mehr.
  • [27.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Rossbach H et al. (SZ, 28.7.20): Spahn will Testpflicht einführen. Alle Reisenden, die aus Corona-Risikogebieten zurückkehren, sollen auf das Virus getestet werden. Die Verordnung des Gesundheitsministers tritt in der kommenden Woche in Kraft.
  • Berndt C et al. (SZ, 29.7.20): „Die Entwicklung macht große Sorgen“. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts zeigt sich beunruhigt über die steigende Zahl der Corona-Infizierten. Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Nordspanien ab.
  • [30.7.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Hagelüken A (SZ, 31.7.20): Deutsche Wirtschaft bricht ein. Noch nicht einmal in der Finanzkrise ist die Konjunktur hierzulande so stark zurückgegangen wie im letzten Vierteljahr. Auch die Vereinigten Staaten melden historisch schlechte Zahlen.

Süddeutsche Zeitung (SZ): sonst

  • Krass S (SZ, 3.7.20, S. 26 [München – Bayern] – Interview): „Wir sehnen uns nach der sinnlichen Stadt“. Neue Radwege, Biertische auf Parkplätzen und Sommer-Straßen: Stadtplanerin Agnes Förster sieht die Nutzung des öffentlichen Raums in der Corona-Krise als große Chance und wünscht sich noch mehr Experimente. „Es gibt neue temporäre Radwege an fünf Stellen in der Stadt. Überall werden Parkplätze zu Freischankflächen umgewandelt, und es soll bis zu 15 ,Sommerstraßen‘ geben, die vorübergehend für den Verkehr gesperrt werden … Förster erklärt, warum solche Experimente der Stadt gut tun … [Förster:] Ich glaube, dass die Münchner in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen ihre öffentlichen Räume noch mehr schätzen gelernt haben … Die Erfahrung mit so viel digitaler Welt … hat uns vor Augen geführt, wie sehr wir uns nach dem analogen Raum sehnen, wir sehnen uns nach der sinnlichen Stadt … dabei geht es nicht nur um Schönheit, sondern auch um Kommunikation … Die Menschen wollen ihre Stadt hegen und pflegen. Man sieht das ja an den Mini-Beeten … an Straßenrändern … Durch die Corona-Krise haben wir ein besonderes Klima, ein ‚window of opportunity‘. Das sollte man nutzen … [,pocket parks‘] … in den Stadtteil eingeflochtene Miniparks, wie kleine Oasen. In München … gibt es noch viele Flächen, die grün sind … im Duktus des Abstandsgrüns, also flacher Rasen, der keine Lebensqualität vermittelt … ich fände es gut, wenn man einen Plan macht, wie München seine Freiräume zurückerobert …“
  • Klute H (SZ, 4.7.20, S. 51): Abgespeckt. In der Krise entdecken viele Leute, dass man für ein gutes Leben viel weniger braucht, als man bisher dachte. Über den neuen Hedonismus, der den blinden Konsum ersetzt. „… Mit der Corona-Krise begann der große Kassensturz unserer Alltagswerte … der Zweifel am ungezähmten Genuss größer geworden … Zwei Elendsnarrative kamen zueinander in Gütersloh … die jede Ethik verleugnende, das Tier verdinglichende Serienschlachtung … die rücksichtslose Inanspruchnahme von Arbeitern … Gesundheit ist der neue soziale Soßenbinder … Mit fünfzig kann man es sich im Verzicht bequemer machen als mit zwanzig … Wenn wir klug sind, werden wir aus Corona … aus Tönnies und … der herkömmlichen Art, unsere Grillpartys zu veranstalten, Lehren ziehen … könnte ja dazu führen, dass wir bereit sind, wie … Emerson in seinem … Essay über die Natur schreibt, ‚Natur als Erscheinung und nicht als Substanz zu begreifen‘ …“
  • Berndt C et al. (SZ, 11.7.20, S. 35): Das Masken-Drama. Ein Mund-Nasen-Tuch schützt Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2. Belege dafür gab es früh, doch Gesundheitsbehörden ignorierten sie lange. Das dürfte viele Leben gekostet haben.
  • Balser M (SZ, 16.7.20, S. 17): Bitte einsteigen! Nur wenige Menschen fahren wieder Bahn, zu groß ist die Angst vor dem Coronavirus. Nun will der Konzern nachhelfen, bestellt 30 neue ICEs und verspricht bessere Leistung – ja sogar Handyempfang.
  • Fromm T (SZ, 17.7.20, S. 17): Bleibt doch zu Hause. Mit Siemens zieht einer der größten deutschen Konzerne die Lehren aus der Corona-Krise: 140 000 Mitarbeiter dürfen künftig bis zu drei Tage die Woche daheim arbeiten. Das soll nicht die Mietkosten drücken, sondern im Fachkräfte-Wettbewerb mit Google und Apple helfen.
  • Uhlmann B (SZ, 20.7.20, S. 13 – Interview): „Kein Gesundheitssystem war vorbereitet“. WHO-Europa-Direktor Hans Kluge über Fehler und Unsicherheit im Umgang mit dem Corona-Virus und den anfänglichen Reflex vieler Staaten, sich vor allem selbst zu helfen. „Es muss künftig einen Krisenmechanismus geben, in den man sofort umschalten kann … Es sollte keine Debatte um Gesundheit versus Ökonomie geben. Es ist möglich, Covid-19 im Land zu haben und trotzdem Wirtschaft und Bildung aufrechtzuerhalten … Die WHO ist es gewohnt, Empfehlungen auf der Basis von Evidenz zu geben. Die Geschwindigkeit dieser Pandemie macht es jedoch nötig, auf der Grundlage unvollständiger Evidenz Rat zu geben. Das führt dazu, dass manche Empfehlungen mit der Zeit wieder angepasst werden. Die Menschen sagen dann: ‚Jetzt ändert die WHO schon wieder ihre Ansicht.‘“
  • Couzin-Frankel J et al (SZ, 24.7.20, S. 13): Auf oder zu? Überall auf der Welt ringen Schulen mit der Frage, wie man Kinder und Lehrer am besten vor der Pandemie schützt. Allmählich zeichnet sich ab, wie das gelingen kann, ohne auf Präsenzunterricht und soziale Kontakte zu verzichten. „Als sich im Frühjahr weltweit die Schultore schlossen, blieb eine atemberaubende Zahl von 1,5 Milliarden Schülerinnen und Schülern plötzlich zu Hause – als Teil der Beschränkungen, um die Bevölkerung vor dem neuen Coronavirus zu schützen. Vielerorts wirkten die drastischen Maßnahmen … Doch als aus einigen Wochen Monate wurden, äußerten Kinderärzte und Lehrer Bedenken … Fernunterricht ist … oft nur ein blasses Abbild echter Schulstunden. Viele Eltern mussten Jobs und Kinderbetreuung jonglieren. Lehrer und Betreuer konnten nicht mehr auf Anzeichen von Misshandlungen achten: Der Ruf … wurde lauter, die Kinder zurück in die Schule zu bringen. Und viele Länder haben das getan. Es ist ein gewaltiges, unkontrolliertes Experiment … Ob und welche dieser Maßnahmen wirkt, sollen regelmäßig wiederholte Tests in den Schulen zeigen. Drei solcher Studien haben in England, Berlin und in Bayern begonnen … Das Experiment „Schulöffnung“ geht … weiter … sieht es so aus, als ob eine Kombination von kleinen Schülergruppen, Masken und Abstand die Schulen und Gemeinden schützt … Dieser Text erschien im Original im Wissenschaftsmagazin Science. Übersetzung: Kathrin Zinkant -> Couzin-Frankel J, Vogel G, Weiland M (2020): School openings across globe suggest ways to keep coronavirus at bay, despite outbreaks. Science, 7 Jul 2020, sciencemag.org/news/2020/07/school-openings-across-globe-suggest-ways-keep-coronavirus-bay-despite-outbreaks: … The experiment will continue. Yet scientists lament that as before, it may not generate the details they crave about infection patterns and paths of transmission. “There just isn’t really a culture of research” in schools … Gathering data from schoolchildren comes with layers of complexity beyond those of traditional pediatric research. In addition to seeking consent from parents and children, it often requires buy-in from teachers and school administrators who are already overwhelmed by their new reality. Integrating research – the only sure way to gauge the success of their varied strategies – may be too much to ask.
  • Buchwald S (SZ, 24.7.20, S. 28 – München/Bayern – Interview): “Diese Krise beschleunigt viel“. Die Corona-Pandemie hat das Einkaufsverhalten der Menschen stark verändert, die Folgen sind auch in der Münchner Innenstadt zu spüren, wo immer mehr Geschäfte zusperren. Alain Thierstein, Professor für Stadtentwicklung, plädiert deshalb für einen radikalen Wandel … [Frage] Wollen die Kunden noch Parkplätze vor den Läden? [Antwort] Das ist ein Argument aus dem vergangenen Jahrhundert … Man weiß eigentlich: Überall, wo es gemischt genutzte Straßenräume gibt, geht der Umsatz hoch … Die Industrie- und Handelskammer, … Gewerbeverbände sind extrem … verzögernd. Die Transformation der Sendlinger Straße ist so ein Beispiel. Die kommt zehn Jahre zu spät … Das wichtigste Symbol des Neudenkens ist die Tatsache, dass das Oktoberfest ausfällt … wunderbar, weil endlich die alljährliche Selbstbeweihräucherung wegfällt … Das ist das Fanal, um endlich strategisch darüber nachzudenken, wohin man will.“
  • Meier M (SZ, 29.7.20): Ein Gespenst, das alles durcheinanderwirbelte. Vor anderthalb Jahrtausenden suchte eine Pest-Pandemie den Mittelmeerraum heim. Es war ein Stresstest für die soziale Ordnung. „Nur wenige Ereignisse vermögen das Vertraute, die alltäglichen Routinen und geläufigen Orientierungsmuster derart infrage zu stellen wie eine plötzlich ausbrechende Epidemie.“
  • Schulte von Drach MC (SZ, 31.7.20, S. 13): Erwünschte Nebenwirkungen. Wegen der Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus sind die Fälle anderer Infektionskrankheiten stark gesunken. Welche Lehren lassen sich daraus ziehen? „Die Maßnahmen gegen Infektionen mit dem Coronavirus haben nicht nur die Ausbreitung dieses Erregers gebremst … hatten auch einen starken Nebeneffekt: Seit der Einführung von Abstandsregeln und anderen Vorschriften hat das Robert Koch Institut … einen ,extrem ungewöhnlichen‘ Abfall der Häufigkeit von akuten Atemwegserkrankungen beobachte[t]. So war die Influenzasaison 2019/20 etwa zwei Wochen früher vorüber als erwartet … liegt es nahe, darüber nachzudenken, was sich aus der Coronapandemie zum Umgang mit Grippeviren lernen lässt. ,Es wäre zum Beispiel vernünftig, zumindest in der Grippesaison in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen eine Maskenpflicht einzuführen‘, sagt Thomas Mertens, Virologe an der Universität Ulm. Auch Personen, die privat oder beruflich viel mit Senioren zu tun haben, sollten in dieser Zeit im öffentlichen Nah- und Fernverkehr Masken tragen. ‚In vielen Ländern Asiens … gehört das Tragen von Masken in der Influenza-Saison in der Öffentlichkeit zur Gewohnheit und sozialen Pflicht …‘. Wieso sollte das nicht auch in Deutschland funktionieren?“

26-27 Jul 2020, ♣ Bamberg: Gärtnerstadt

26.-27.7.2020, Bamberg: Gärtnerstadt

Gärtner- und Häckermuseum [noch geschlossen], https://gaertner-und-haecker-museum.byseum.de: … dem gewerblichen innerstädtischen Leben der Gemüse- und Weingärtner, ihrer Kultur und Geschichte [ge]widmet. Untergebracht in einem typischen Gärtnerhaus von 1767 … Gärtnerdasein um 1900 … Vielfalt der Gemüse- und Kräuterarten sowie Arbeitsgeräte und religiöse Bräuche dokumentiert … Kulturlandschaft der innerstädtischen Gartenflächen … Die Gärtner haben seit dem Spätmittelalter das Gebiet östlich der Regnitz genutzt. Wegen des milden Klimas konnten sie viele Sorten aus dem Mittelmeerraum anbauen. Europaweit bekannt … machte sie der Verkauf von Süßholzwurzeln (Rohstoff für Heilmittel und Lakritze) sowie des Saatguts von Zwiebel, Kümmel, Lauch … Die Häcker an den Hängen um den Domberg arbeiteten … im Hochmittelalter als Winzer … im 19. Jahrhundert … rentierte sich der Anbau des Bamberger Weins nicht mehr … Man wich auf Hopfen, Obst und Getreide aus … der “Innerstädtische Erwerbsgartenbau in Bamberg” ins Bundesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Heiliggrabstraße (Extrakt aus Infotafel): Unterschiedliche Stadien der baulichen Entwicklung des Gärtnerhauses zum reinen Wohnhaus. Die beiden Häuser links entsprechen noch weitgehend dem ursprünglichen, einstöckigen Gärtnerhaus mit runder Toreinfahrt. Rechts daneben: Ausbau des Daches; weiter rechts daneben: Aufstockung.

Aussichtsplattform (Infotafeln): … Als schützenswerte stadtstrukturelle Elemente sind die Gartenbauflächen … dauerhaft als innerstädtische Freiflächen zu bewahren … Die Freiflächen innerhalb der Stadt sind in ihrer großen Zahl, ihrer Kleinteiligkeit und ihrer Unversehrtheit eine Besonderheit des Welterbes Bamberg … Bamberger Hörnla [Kartoffelsorte] … Bamberger Wirsing … Bamberger Knoblauch … birnenförmige Bamberger Zwiebel …

Zentrum Welterbe Bamberg (Infotafeln): … in Deutschland einzigartiges Areal … Nur hier werden innerstädtische Anbaugebiete seit dem 14. Jahrhundert ununterbrochen genutzt … Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Süßholzwurzel europaweit exportiert und so zur Haupteinnahmequelle der einheimischen Gärtner … Eine Süßholzwurzel kann bis zu acht Meter lang werden. Sie unbeschadet auszugraben galt … als Kernstück der Meisterprüfung …

Siehe auch: https://welterbe.bamberg.de/de/.

26-27 Jul 2020, ♣ Bamberg inkl. Dom, Rosengarten, Hegel, Hoffmann, Marcus

26.-27.7.2020, Bamberg inkl. Dom, Rosengarten, Hegel, Hoffmann, Marcus

Bamberger Dom St. Peter und St. Georg, https://de.wikipedia.org/wiki/Bamberger_Dom: … mit seinen vier Türmen das beherrschende Bauwerk des Weltkulturerbes Bamberger Altstadt … 1004 Grundsteinlegung durch König Heinrich II … Die Kathedra, der Bischofsstuhl … Die 1899 geschaffene Kathedra des Bamberger Doms ist ein neuromanisches Kunstwerk … besteht aus einem hölzernen, mit vergoldetem Kupferblech und geprägtem Leder überzogenen Stuhl, der mit Halbedelsteinen verziert ist. Der Entwurf … lehnt sich eng an frühmittelalterliche Vorbilder an … [Bamberger Reiter] die älteste erhaltene mittelalterliche Plastik eines Reiters … um das Jahr 1230 … hergestellt … zeigt einen unbekannten Herrscher … ursprünglich farbig bemalt … Über die Identität des Dargestellten … bis heute … im Unklaren … Das Kaisergrab … 1499 bis 1513 in der Werkstatt Tilman Riemenschneiders angefertigt. Das marmorne Hochgrab des Kaisers Heinrich II. und der Kaiserin Kunigunde … auf den Seitenwänden Legenden aus dem Leben des Kaiserpaars …

Rosengarten der Neuen Residenz, www.residenz-bamberg.de/deutsch/garten/index.htm; Im 16. Jahrhundert … ein Renaissancegarten … 1733 nach Plänen des … Baumeisters Balthasar Neumann … in eine barocke Anlage umgewandelt … Die heutige Grundstruktur … mit dem zentralen Brunnen geht auf eine Umgestaltung ab … 1755 zurück … Heute wachsen auf den … Beeten rund 4500 Rosen in 50 verschiedenen Sorten …

Altes Rathaus, https://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Rathaus_(Bamberg): … Das an den Brückenturm angebaute Fachwerkhaus, das Rottmeisterhäuschen, diente den Führern der Wachmannschaften als Unterkunft …


Reuß A, Scherbaum M (2018): Stadtphilosophischer Lehrpfad Bamberg (Faltblatt), inkl.:

  • (9) Pfahlplätzchen 1: Hegel … lebte knapp zwei Jahre … im Haus zum Krebs … in Bamberg sein erstes Hauptwerk Phänomenologie des Geistes veröffentlicht … sagt: „Das Ganze ist das Wahre.“
  • (14) … ehemaliges Allgemeines Krankenhaus …: Dr. Marcus, 1753-1816, Leibarzt des Fürstbischofs … mit fortschrittlicher Betrachtung der Krankheit, des Sozialwesens, der Kunst und Kultur: Unter seiner Ägide entstand das seinerzeit fortschrittlichste Krankenhaus, er sorgte sich um das Heimwesen, die Behandlung Geisteskranker … E.T.A. Hoffmann und Schelling gehörten zu seinen Freunden.

Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Adalbert_Friedrich_Marcus: Adalbert Friedrich Marcus … Förderer der Kunst und Wohlfahrt der Stadt Bamberg … In Bamberg sind der Markusplatz, die Markusbrücke und das Markushaus (… heute Teil der Universität Bamberg) sowie die Markusstraße nach ihm benannt …

Vgl. https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Altes_Krankenhaus_(Bamberg).


Zentrum Welterbe Bamberg, www.welterbe.bamberg.de


Siehe auch:


2020_07_27 142220a Bamberg: ETA Hoffmann
2020_07_27 142220a Bamberg: ETA Hoffmann

E.T.A. Hoffmann, siehe:

23-25 Jul 2020, Gernlinden: Vor-, Frühgeschichte und Römerzeit / Pre-, Early History and Roman times

23.-25.7.2020, Gernlinden: Vor-, Frühgeschichte und Römerzeit / Pre-, Early History and Roman times

Museum Fürstenfeldbruck im Kloster Fürstenfeld, Fürstenfeld 6, 82256 Fürstenfeldbruck, www.museumffb.de/ffb-museum/web.nsf/id/pa_de_startseite.html: Dauerausstellung „Kelten, Römer, Bajuwaren“, eingerichtet vom Arbeitskreis Archäologie des Historischen Vereins Fürstenfeldbruck und dem Museum Fürstenfeldbruck / Permanent exhibition „The Celts, Romans and the Bajuwaren (Bavarians of old)“; the ‘Historische Verein’ (Historic Association) of Fürstenfeldbruck set up the archaeological department in collaboration with the museum …

Exponate-Beschriftung: „Gernlinden, auch in der Bronzezeit ein gesuchter Siedlungsplatz … zahlreiche Gräber der früheren (ca. 2200-1600 v.Chr.) und mittleren Bronzezeit (ca. 1600-1300 v. Chr.) … Nekropole … Besonderheit in Südbayern … Halskette aus Mittelmeer-Schnecken … Ruderkopfnadel … Lochhalsnadeln … Bronzedolche … Webgewicht, Henkeltasse, Armreif …“


Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck, ,https://www.buergerstiftung-lkr-ffb.de/: „engagiert sich in den Bereichen Jugend, Senioren, Soziales, Kunst, Kultur und Denkmalpflege sowie Natur- und Umweltschutz“; Projekte inkl. „Willkommen im Leben“, Seniorenhilfe, Ehrenamtsbörse, Praktikumsbörse, NahTourBand …

NahTourBand, https://www.buergerstiftung-lkr-ffb.de/nahtourband/: „Geplant und fertiggestellt haben diese einzigartigen nahTourBänder Vertreter des Bund Naturschutz, vom Landesbund für Vogelschutz, von Gruppen der Agenda 21, vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club sowie interessierte Bürger aus verschiedenen Landkreisgemeinden“.

NahTourBand-Infotafel Gernlinden (Ganghoferstraße): „Die Gegend … ist seit ca. 4.000 Jahren ein beliebtes Siedlungsgebiet. Einer der größten Urnenfelder-Friedhöfe (ca. 1200-750 v.Chr.) mit 185 Bestattungen wurde in der Zeit von 1928 bis 1930 in Gerlinden ausgegraben … Bei Ausgrabungen im Jahr 2001 kamen zahlreiche Gräber aus der Frühbronzezeit (ca. 1800 v.Chr.) zum Vorschein … 2004 kamen bei Ausgrabungen in der Ganghoferstraße Siedlungsspuren aus der Hallstattzeit (ca. 750-500 v. Chr.) und aus der Latène-Zeit (ca. 500-15 v.Chr.) mit mehr als 67 Hausgrundrissen in der zeittypischen 6-Pfostenbausweise zum Vorschein … Außerdem … ein spätantikes (4.-5. Jh. nach Chr.) Gräberfeld …“

Offene Frage: Ist es dieser Feldweg, der als Nachkomme der Römerstraße bei Gernlinden (Landkreis Fürstenfeldbruck) gilt? / Open question: Is this the country lane which is supposed to be the successor of the Roman road near Gernlinden?

Merkur, 22.6.2012, https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/spuren-roemer-2362778.html: Auf den Spuren der Römer. Gernlinden – Von den Römer fehlten bisher nennenswerte Spuren, bis jetzt das Erdreich unter dem künftigen Logistikzentrum … abgetragen wurde … ein kleiner Friedhof … aus der Spätantike wurde freigelegt … Der schnurgerade Feldweg hinter dem Gewerbegebiet verläuft nach Einschätzung von Grabungsleiter … Thannabaur auf einer Länge von mindestens 300 Metern, vermutlich sogar bis Maisach, auf einer alten Römerstraße. Dies lässt sich aus den für die Zeit typischen Seitengräben an der Trasse schließen …

22 Jul 2020, München: Asamkirche

22.7.2020, München: Asamkirche

Asamkirche (offiziell St.-Johann-Nepomuk-Kirche), https://de.wikipedia.org/wiki/Asamkirche_(M%C3%BCnchen): … in der Sendlinger Straße … 1733 bis 1746 von den Brüdern Asam … eines der bedeutendsten Bauwerke .. des süddeutschen Spätbarocks … bereits an der Schwelle zum Rokoko …wurde ohne Auftrag und als Privatkirche … errichtet … mussten die Gebrüder sie nach Protesten der Bevölkerung öffentlich zugänglich machen … barocke Fassade … eingebunden in die Häuserflucht der Sendlinger Straße und schwingt sich nur leicht konvex nach außen … entstand auf engstem Raum, das Grundstück misst nur 22 mal 8 m … gelang, in dem zweistöckigen Innenraum Architektur, Malerei und Plastik harmonisch zu verbinden … Der bayerische Autor und Kabarettist Jörg Maurer beschreibt … wie folgt: Dieses Gebäude ist sozusagen eine Kurzfassung des bayerischen Wesens … Die Gebrüder … haben die Kirche … gestaltet, ohne kirchliche oder weltliche Auftraggeber, lediglich für den Eigenbedarf … Dieses Eigenständige, Eigenbrötlerische führt zu[m] Kern des bayerischen Wesens. Den Brüdern … ging es wohl weniger um … stille Einkehr, sondern um … Pathos … üppige Dekoration … auf engsten Raum… Richtig in sich versinken … kann man hier weniger, eher … staunen und den Kopf schütteln … Nach dem Besuch der Asamkirche versteht man die Einheimischen ein bisschen besser …