22 Jul 2020, München-Harlaching: Claude Lorrain-Denkmal; hiesige Claude-Webeinträge

22.7.2020, München-Harlaching: Claude Lorrain-Denkmal; hiesige Claude-Webeinträge

https://de.wikipedia.org/wiki/Claude-Lorrain-Denkmal: … vor dem St.-Anna-Kircherl am Harlachinger Berg errichtet … 1865 stiftete der … bayerische König Ludwig I. das Denkmal … und ließ … eine als Relief … ausgeführte Büste des Malers … am Ort der abgetragenen Ruine des früheren Schlösschens aufstellen … ist ein Aufenthalt Lorrains in München nicht dokumentiert, auch war das Schloss zu Gellées Lebzeiten … noch gar nicht erbaut …

Haidhauser Nachrichten, 24. Jg., Ausgabe 05 (Mai) 1999, Seite 3 (aktuell nicht online zugreifbar): Claude-Lorrain-Straße (Serie: Straßen der Au). „… Angeblich, und damit kommen wir zum Bezug Claude Lorrains zu München, hat er hier einige Zeit gelebt, insbesondere Harlaching besucht, um dort Lichteffekte zu studieren. Wahr ist wohl, daß er auf seinen Nord-Süd-Reisen in München Station gemacht hat. Für das Jahr 1610 bezeugt eine Stadtchronik die Anwesenheit eines Bruders des Malers … Zudem besaßen Verwandte Lorrains zwei Häuser am Oberen Anger … in einigen seiner Bilder wollen seine … Verehrer die Isarlandschaft wiederentdeckt haben …“


Cf. Hiesige Claude-Web-Einträge / Claude-related posts on this website:

13 Jul 2020, Φ Jenfelder Au, mit Hamburg WaterCycle®

13.7.2020, Jenfelder Au, mit Hamburg WaterCycle®

Jenfelder Au, www.jenfelderau-info.de/: Im Süden des Bezirks Wandsbek … rund um zwei attraktive Wasserflächen … das größte Stadtentwicklungsprojekt östlich der Alster, die Jenfelder Au … Bis 2020 entstehen auf dem … Areal der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne mehrere hundert Wohnungen. Mehr als 2.000 Menschen werden hier leben – in … individuellen Stadthäusern und in Geschosswohnungen.

www.internationale-bauausstellung-hamburg.de/projekte/jenfelder-au/projekt/jenfelder-au.html: … ein Stadtquartier mit 770 Wohneinheiten, davon 630 im Neubau … neue, zentrale Grünachse mit einem neu angelegten Teich … bildet das Rückgrat des Viertels. Zum ersten Mal wird der „Hamburg-Water-Cycle“, ein neuartiges Schmutzwasserkonzept von Hamburg Wasser, im großen Maßstab realisiert … Das neue Quartier … soll sowohl für Familien als auch für verschiedene Generationen, Nationalitäten und Einkommensschichten … erschwinglich sein … Ein Teil der Kasernengebäude aus den Jahren 1934/35 wird unter Denkmalschutz gestellt und gemeinsam mit dem ehemaligen Exerzierplatz als Gesamtensemble erhalten …

HAMBURG WATER Cycle® in der Jenfelder Au, www.hamburgwatercycle.de/das-quartier-jenfelder-au/der-hwc-in-der-jenfelder-au/: In der Jenfelder Au wird der HAMBURG WATER Cycle® zum ersten Mal im großen Maßstab realisiert … 835 Wohneinheiten an den HWC angeschlossen … schaffen damit ein Quartier, das klimaneutrales Wohnen und nachhaltige Entwässerung ermöglicht … ein wertvoller Praxistest, der für die … Stadtentwicklung und -planung Impulse geben wird … ein Pilotprojekt der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ des … BMVBS … sowie des … BBSR … Der HAMBURG WATER Cycle® kann in seiner Umsetzung variieren … Trennung der Abwasserströme und … Energiegewinnung aus Abwasser. In der Jenfelder Au kommt eine Besonderheit hinzu …: Regenwasser wird zum gestalterischen Element der Freiraumgestaltung …


HAMBURG WATER Cycle® (HWC), https://www.hamburgwatercycle.de/hamburg-water-cycler/: … bietet einen ganzheitlichen Ansatz zur Abwasserentsorgung und Energieversorgung im urbanen Raum … die Infrastrukturbereiche Wasser und Energie als ineinandergreifende … Aufgabenfelder … schont die Ressource Trinkwasser … werden Stoffkreisläufe im direkten Wohnumfeld geschlossen … auch im Gut Karlshöhe erfahrbar: Der … Umwelterlebnispark der Hamburger Klimaschutzstiftung dient als Demonstrationsanlage des HWC … zeigt …, wie der HAMBURG WATER Cycle® Kreisläufe schließen kann …

13 Jul 2020, ♣ Wandse, und Hamburger Gewässer-Übersicht

13.7.2020, Wandse, und Hamburger Gewässer-Übersicht

Wandse, https://de.wikipedia.org/wiki/Wandse: Bis Anfang des 19. Jahrhunderts … „Mühlenstrom“ und „Mühlenbek“ genannt, da er zeitweise bis zu acht Wassermühlen antrieb, davon sechs auf Wandsbeker Gebiet … entspringt westlich der Ortschaft Siek im Kreis Stormarn … nimmt … im Höltigbaum die Braaker Au, im Stellmoorer Tunneltal den Stellmoorer Quellfluss, in Rahlstedt die Stellau, in Farmsen die Berner Au und in Tonndorf die Rahlau auf. Ab dem Mühlenteich in Wandsbek wird sie Eilbek genannt … fließt über den Eilbekkanal, den Kuhmühlenteich und den Mundsburger Kanal in Hohenfelde in die Außenalster … Am Nordufer des Eilbekkanals … ab 2009 im Rahmen des Pilotprojekts „Wohnen auf dem Wasser“ zehn Liegeplätze für Hausboote eingerichtet … an Dalben fest gemacht … am Ufer Anschluss an die Kanalisation, Stromversorgung und Müllabfuhr … werden als Büros oder als Wohnungen genutzt …


Hierzu Übersicht der Hamburger Gewässer:

Anm. 1: Rondeelteich und Steinfurths Diek erscheint sowohl unter „See“ als auch unter „Teich“.

Anm. 2: Zusätzlich werden in Wikipedia 12 Hamburger „Gewässer“ ausgewiesen, die sich teilweise mit den Einträgen der o.g. Kategorien überlappen.

8 Jul 2020, Φ Paper on Sustainable Urban Health, published online in Bundesgesundheitsblatt

8.7.2020 Paper on Sustainable Urban Health, published online in Bundesgesundheitsblatt / Beitrag zu Nachhaltiger StadtGesundheit, online publiziert im Bundesgesundheitsblatt

A paper on „Sustainable Urban Health: Conceptual foundations and current initiatives” (A. Trojan, R. Fehr) was published online by Bundesgesundheitsblatt, today (in German) / Ein Beitrag “Nachhaltige StadtGesundheit: konzeptionelle Grundlagen und aktuelle Initiativen“ (A. Trojan, R. Fehr) wurde heute durch das Bundesgesundheitsblatt online veröffentlicht [20-02].

A full-text view-only version of the paper can be found here: / Eine “Read-only” Volltextversion des Beitrags ist hier zu finden: https://rdcu.be/b5v6B.

Self-archiving: The accepted manuscript version can be found here; the final publication is available at link.springer.com / Eigen-Archivierung: Das akzeptierte Manuscript ist hier zu finden; die finale Veröffentlichung ist zugänglich über link.springer.com.

Aufsatz-Struktur:

  • Der umfassende Blick auf urbane Gesundheit in historischen Beispielen
  • Blickfelderweiterung in den Konzepten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und deren Rezeption: (i) Intersektorale Politik: Alma-Ata-Deklaration zur Primären Gesundheitsversorgung 1978, (ii) Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik: Ottawa-Charta 1986, (iii) Gesundheit in allen Politikbereichen: Helsinki Konferenz 2013, (iv) Begriffsvarianten der Strategie “Health in All Policies
  • Das Konzept „Nachhaltige StadtGesundheit“
  • Hamburger Initiative für Nachhaltige Stadtgesundheit
  • Resümee.

The print version of the paper is to be included into an upcoming issue on Urban Health / Die Druckfassung des Beitrags soll in einem Themenheft „Stadt und Gesundheit“ erscheinen.


Cf. 12 May 2020, Φ Paper on Sustainable Urban Health accepted for Bundesgesundheitsblatt, https://rfehr.eu/2020/05/12/12-may-2020-%cf%86-paper-on-sustainable-urban-health-accepted-for-bundesgesundheitsblatt/.

30 Jun 2020, Φ Coronavirus (X)

30.6.20, Coronavirus (X)

Süddeutsche Zeitung (SZ) – Titelstories

  • Brössler D et al. (SZ, 25.5.20): „Eine einzige Provokation“. Vier EU-Mitgliedstaaten wollen den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern nur mit Krediten statt mit Zuschüssen helfen. Sie ernten heftigen Widerspruch.
  • Herrmann B et al. (SZ, 26.5.20): Merkel pocht auf Corona-Regeln. Thüringens Ministerpräsident Ramelow löst mit dem Plan, alle verbindlichen Beschränkungen aufzuheben, breite Kritik aus. Die Bundesregierung hält an Maskenpflicht und Mindestabstand fest.
  • Gammelin C et al (SZ, 27.5.2020): Koalition streitet über Ende des Soli. Teile der Unionsfraktion würden den Zuschlag am liebsten sofort für alle abschaffen, die SPD will Besserverdiener dagegen weiter zahlen lassen. Auch beim Mindestlohn gibt es Ärger. [Soweit erkennbar: Seit geraumer Zeit die erste SZ-Titelstory ohne Corona-Bezug]
  • Finke B (SZ, 28.5.20): 750 Milliarden Euro gegen die Krise. Die EU soll nach dem Willen von Kommissionspräsidentin von der Leyen in großem Stil Schulden aufnehmen, um Staaten in der Pandemie zu helfen. Das gefällt nicht allen.
  • Finke B, Gammelin C (SZ, 29.5.20): Bundestag unterstützt EU-Krisenfonds. Bis auf die AfD befürworten alle Fraktionen die milliardenschwere Wiederaufbauhilfe aus Brüssel. Sie verlangen aber Nachbesserungen, vor allem bei Höhe und Verteilung des Geldes.
  • Braun S et al. (SZ, 30.5.20): Kompliziertes Doppel. Angela Merkel und Ursula von der Leyen verbindet eine wechselvolle Geschichte. In einem für Europa historischen Moment müssen sie gemeinsame Sache machen. Das wird schwierig.
  • Wetzel H (SZ, 2.6.20): Amerika kommt nicht zur Ruhe. Die gewalttätigen Proteste in den USA gehen weiter, einer der Brennpunkte ist Washington. Präsident Donald Trump heizt die Stimmung mit mehreren Tweets an.
  • Hagelüken A, Rossbach H (SZ, 4.6.20): Viel mehr Arbeitslose durch Corona-Krise. Die Zahl der Menschen ohne Job ist in einem Jahr um 600 000 gestiegen. Doch Ökonomen verbreiten Hoffnung: Mit Kurzarbeit und einem Konjunkturpaket könne es bald wieder besser werden.
  • Fried N (SZ, 5.6.20): Für alle etwas dabei. Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände, Opposition: Das Konjunkturpaket der Regierung wird weitgehend wohlwollend aufgenommen. Nur die Autoindustrie ist unzufrieden.
  • Wetzel H (SZ, 6.6.2020): Die unvereinigten Staaten. Die USA befinden sich in Aufruhr. Doch in diesem Jahr hat das Land noch die Chance, sein Schicksal zum Besseren zu wenden.
  • Braun S (SZ, 8.6.20): Neue Sorge nach Großdemonstrationen. Am Wochenende protestieren Zehntausende gegen Rassismus. Spahn lobt das Engagement und mahnt zur Vorsicht wegen Corona. Bayerns Innenminister rechtfertigt das Verhalten der Polizei.
  • SZ (SZ, 9.6.20): USA streiten um Polizeigesetze. Während die Demokraten im Kongress und in den Stadtparlamenten umfassende Reformen wollen, kündigen die Republikaner unter Führung des Präsidenten Widerstand an.
  • [10.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [12.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Fried N (SZ, 13.6.20): Doppelt hält besser. Olaf Scholz und Peter Altmaier haben die Chance, sich als Krisenduo zu beweisen. Wie schnell sich Deutschlands Wirtschaft erholt, hängt aber nicht nur von ihrem Konjunkturpaket ab.
  • [15.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Bauchmüller M, Gammelin C (SZ. 16.6.20): Bund steigt bei Impfstoff-Entwickler ein. Um das Coronavirus zu bekämpfen, beteiligt sich Deutschland an der Tübinger Firma Curevac. Insgesamt plant die Regierung mit neuen Rekord-Schulden in Höhe von 218 Milliarden Euro.
  • [17.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • [19.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Hütten F, Rossbach H (SZ, 20.6.20): Ein Virus spaltet die Gesellschaft. Die Corona-Pandemie trifft die ohnehin benachteiligten Menschen besonders hart: Sie haben ein höheres Risiko, schwer zu erkranken und leiden stärker unter den Einschränkungen.
  • Heidenreich U (SZ, 22.6.20): “Enormes Pandemie-Risiko“. Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies schließt NRW-Ministerpräsident Laschet einen regionalen Lockdown nicht aus. Arbeiter sollen trotz Quarantäne in ihre Heimat abgereist sein.
  • [23.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Stegemann J (SZ, 24.6.20): NRW muss Notbremse ziehen. Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies sieht sich Ministerpräsident Laschet nun doch gezwungen. Das öffentliche Leben in Gütersloh und Warendorf massiv einzuschränken.
  • Ludwig K (SZ, 25.6.20): Streit um Urlauber aus NRW. In einige Bundesländer dürfen Menschen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf nur noch unter strengen Auflagen fahren. Österreich verhängt eine Reisewarnung für ganz Nordrhbein-Westfalen.
  • [26.6.20: Ohne Corona-Bezug]
  • Brössler D, Kornelius S (SZ, 27.6.20): Merkels Masterplan. Die Bundeskanzlerin wurde häufig für ihre Nüchternheit gegenüber Europa kritisiert. Nun kämpft sie für ein nie dagewesenes Rettungspaket. Im Interview erklärt sie, warum.
  • Fuchs F, Rattenhuber E (SZ, 29.6.20): Corona-Tests für alle in Bayern. Der Freistaat will mit dem Ausbau der Prüfkapazitäten die Pandemie weiter eindämmen. Weltweit steigt die Zahl der Infizierten auf mehr als zehn Millionen. Am stärksten betroffen sind die USA.
  • [30.6.20: Ohne Corona-Bezug]

Süddeutsche Zeitung (SZ) – sonst

  • Bartens W (SZ, 26.5.20, S.13): Alarm aus dem Klärwerk. Virenreste im Abwasser könnten auf Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 hinweisen. Die Menge von Erreger-RNA würde das Seuchengeschehen der Umgebung transparent machen. [„ … Im Abwasser von Paris konnten Virologen das Auf und Ab der Infektionen erkennen … Weil auch symptomfreie Infizierte den Erreger ausscheiden, wäre das Bild der Lage vollständig …“]
  • Bullion C von et al (SZ, 27.5.20, S. 2): Immer hinterher. Durch die Lockerungen der Corona-Auflagen kommt auf die Gesundheitsämter noch mehr Arbeit zu, denn jeder Bürger darf sich mit viel mehr Menschen treffen als bisher. Die Behörden sehen sich dafür schlecht gerüstet.
  • Vollmuth H (SZ, 30.5.20, S.13-15): Alles drin. Omas, die mit den Enkeln skypen. Kollegen, die übers Internet zusammenarbeiten. Paare, die sich online lieben – die Corona-Krise hat die Digitalisierung explodieren lassen. Was wird davon bleiben? (S.15:) „Mindestens eine große Offenheit für das Digitale. Aber womöglich sehr viel mehr. Je länger der Ausnahmezustand dauert – das lehrt uns die Sozialpsychologie –, desto unwahrscheinlicher ist es, dass all die Online-Aktivitäten … wieder fallengelassen werden. Gut möglich, dass Geschäftsreisen weniger werden, weil sich kaum jemand mehr vorstellen kann, für einen 90-Minuten-Termin von Berlin nach München zu fahren … Die Digitalisierung der Schulen und Universitäten wird sich weiter beschleunigen. Online auch Lebensmittel einzukaufen, wird wohl bald die Regel sein. Was sich also abzeichnet, ist eine hybride Welt aus Offline und Online-Sphäre … würde … bedeuten, dass das Internet als virtual space, als anderer Ort, langsam … verschwindet … Und dass man dann in immer fließenderen Übergängen hin- und herwechselt – je nachdem, wo etwas gerade praktischer, angenehmer, umweltfreundlicher oder überhaupt möglich ist …“
  • Strittmatter K (SZ, 4.6.20, S. 6): Bröckelnder Burgfrieden. Die Opposition begehrt in Schweden gegen den eigenwilligen Kurs in der Corona-Krise auf – und selbst der Staatsepidemiologe äußert sanfte Selbstkritik.
  • Völklein M (SZ, 6.6.20, S. 46): Boom auf zwei Rädern. Zuerst vermieste die Corona-Pandemie vielen Fahrradhändlern den Saisonstart, doch mittlerweile steigt die Nachfrage. Die Branche dürfte gestärkt aus der Krise hervorgehen. Ein Problem bleibt: Auf den Radwegen geht es extrem eng zu.
  • Meiler O (SZ, 9.6.20, S. 3): Da sind wir wieder. Die schönste Zeit, um nach Venedig zu fahren? Jetzt, weil die anderen Touristen noch nicht da sind. Von Venezianern, die ihre leere Stadt gerade lieben und doch sehnlichst erwarten, dass der Irrsinn wieder anfängt. „Venedig hat schon viele Krisen erlebt in seiner Geschichte, auch Seuchen. Die Pest von 1630 dezimierte die Bevölkerung, danach baute man auf der Punta della Dogana die Kirche Santa Maria della Salute, gleich gegenüber der Piazza San Marco. Die Basilika steht noch immer da wie ein Mahnmal … Doch diese neuzeitliche Krise ist vielleicht noch größer, eine doppelte, eine Wirtschafts- und eine Sinnkrise. Ausgelöst von der schnellen Abfolge zweier Schicksalsschläge, wie man sie nicht für möglich gehalten hätte. Einige Monate vor Corona traf Venedig ein wirklich hohes Hochwasser. Das ,,Acqua alta” in der Nacht zum 13. November 2019 erreichte 1,87 Meter … Auch Monate danach hatte die Welt vor allem diese Bilder im Kopf. Viele stornierten ihre Buchungen … Nach dem ,,Rekordhochwasser” … gerade als man sich wieder etwas gesammelt hatte, kam also Corona … Der Turbotourismus, das Modell Venedigs, er implodierte. Die Massen? Weggesperrt. Von mehr als durchschnittlich 80 000 Besuchern am Tag auf null, fast über Nacht … 30 Millionen Touristen kamen zuletzt jedes Jahr, völlig irrwitzig. Alles über sieben Millionen, ergab eine Studie, ist zu viel … Und dann kam gar niemand mehr …
  • (SZ, 10.6.20, S.1): Ein Mythos am Boden. Die Lufthansa war ein Symbol für Aufschwung und Fortschritt. Nun fliegt sie aus dem Dax und braucht Staatshilfe. Wird der Konzern je wieder abheben? -> Deininger R, Flottau J (SZ, 10.6.20, S.3): Million Euro Baby. So viel Geld verbrennt die Lufthansa gerade in jeder Stunde. Es gab definitiv schon mal bessere Zeiten für die Airline – vor Corona. Von einer deutschen Legende am Boden.
  • Charisiu H (SZ, 10.6.20, S.13): Lockdown nutzlos? Von wegen: Laut einer Studie verhinderten Anti-Corona-Maßnahmen 3,1 Millionen Todesfälle … Forscherteam um Solomon Hsiang von der University of California in Berkeley, dass die Maßnahmen in den sechs von ihnen beobachteten Ländern bis zum 6. April rund 530 Millionen Infektionen verhindert hätten …“
  • Völklein M (SZ, 13.6.20, S. 42): Nahverkehr in Schieflage. Wegen der Corona-Krise sind den Betreibern von Bussen und Bahnen die Einnahmen weggebrochen. Nun springt der Staat zwar mit einem rettungspaket ein. Doch eine bange Frage bleibt: Kommen die Fahrgäste zurück?
  • (SZ, 17.6.20, S.1) Sie ist da. Voller Stolz stellt die Bundesregierung die lang erwartete Corona-Warn-App vor. Was kann das Programm gegen die Pandemie ausrichten? -> Brühl J et al. (SZ, 17.6.20, S.2): Und jetzt alle zusammen. Zur Vorstellung der App präsentiert sich die Bundesregierung harmonisch wie selten. So mancher Initiator aber hadert mit dem Projekt.
  • Matzig G (SZ,17.6.20, S. 11): Shoppen und lieben. „My Home is My Parcel”: Was Online-Konsum und Corona für die Zukunft der Stadt bedeuten.
  • Kunkel C (SZ, 17.6.20, S.16): Was Masken wirklich bringen. Immer mehr Studien belegen, wie das Bedecken von Mund und Nase Corona-Infektionen verhindert.
  • Kirchner T (SZ, 18.6.20, S.6): Der Verdacht. Trotz eines Dementis scheint die niederländische Regierung noch immer der riskanten Theorie der Herdenimmunität anzuhängen. Ihre Äußerungen dazu sind verwirrend. Spät regt sich jetzt Protest.
  • Berndt C (SZ, 19.6.20, S.14): Das Virus fliegt mit. In Flugzeugen ist es kaum möglich, Abstand zu halten. Experten halten das für problematisch.
  • Stegemann J et al. (SZ, 22.6.20, S. 3): Es geht um die Wurst. Mehr als tausend Sars-CoV-2-Infizierte, ganze Wohnviertel abgeriegelt. Erschrocken schauen die Deutschen auf das Gemetzel in den Schlachthöfen von Tönnies. Aber bei einem Kilo Grillrippe für 4,44 Euro – wer würde da Nein sagen.
  • Ludwig K (SZ, 23.6.20, S.5): Schutzlos und ahnungslos. Hunderttausende haben in der Krise keine Krankenversicherung.
  • Müller-Hansen S (SZ, 26.6.20, S.6): Viel hilf viel. Eine Woche nach ihrer Einführung ist die Corona-Warn-App bereits 13 Millionen Mal heruntergeladen worden – und es sind schon die ersten Infektionsmeldungen eingegangen. Drei Faktoren entscheiden nun, ob die Pandemie-Bekämpfung per Handy ein Erfolg wird. „Faktor 1: Zeit. Faktor 2: Anzahl der Nutzer. Faktor 3: Fehleranfälligkeit.“
  • Matzig G (SZ, 26.6.20, S. 12): Odyssee im Stadtraum. Zwischen Demo, Randale, Party und Home-Office: Der Baukulturbericht über den öffentlichen Raum kommt zum richtigen Zeitpunkt. [Vgl. bundesstiftung-baukultur.de/sites/default/files/medien/8349/downloads/bsbk_bkb_2021_0.pdf]