18 Aug 2018, Dornburger Schlösser

Dornburg (Thüringen): Dornburger Schlösser

Auf einem Muschelkalkfelsen oberhalb der Saale, entstanden im 16.-19. Jahrhundert: Altes Schloss, Renaissance-Schloss, Neues Schloss (heute: Rokoko-Schloss, gartenseitig: eingeschossig, talseitig: dreigeschossig), Gartenlandschaft / Schlossgärten; Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, https://de.wikipedia.org/wiki/Dornburger_Schl%C3%B6sser

Goethe: war „begeistert von … [der] Entdeckung dieses großartigen Schloßensembles“ (Burghoff 1982, p.26), „beim Spazierengehen in den ‚architektonisch auf das schicklichste verschränkten‘ Terrassengärten wird er … in den Zustand neuen Lebensmutes versetzt“ (p.29). „ ‚Wer nicht im Dunkel leben will‘, schreibt er, müsse sich von 3 000 Jahren Geschichte jederzeit Rechenschaft ablegen können“ (p.29).

“‚Die Aussicht ist herrlich und fröhlich‘, schrieb Goethe in einem Brief aus Dornburg, ‚die Blumen blühen in den wohlunterhaltenen Gärten, die Traubengelände sind reichlich behangen, und unter meinem Fenster sehe ich einen wohlgediehenen Weinberg, den der Verblichene (gemeint ist Karl August) auf dem ödesten Abhang noch vor drei Jahren anlegen ließ und an dessen Ergrünung er sich die letzten Pfingstfeiertage noch erfreute. Von der anderen Seite sind die Rosenlauben bis zum Feenhaften geschmückt, und die Malven, und was nicht alles, blühend und bunt; und mir erscheint das alles in erhöhten Farben, wie der Regenbogen auf schwargrauem Grunde‘ “ (Brömel & Hege 1956, p.31).

Lit.:

  • Brömel H-J, Hege F (1956): Besuch an Saale und Unstrut. 3. Auflage, Sachsenverlag, Dresden
  • Burghoff I, Burghoff L (1982): Reisen zu Goethe. Wirkungs- und Gedenkstätten. VEB Tourist Verlag, Berlin und Leipzig. Lizenzausgabe für Brockhaus Stuttgart, mit Eintrag „Dornburg“ (pp. 25-32)

31 Jul 2018, Berlin: Natur-Park Schöneberger Südgelände

Berlin: Natur-Park Schöneberger Südgelände, https://gruen-berlin.de/natur-park-suedgelaende

Untertitel: „Kunst – Natur – Technik“

Kunst: zeitgenössische Bildhauerkunst, inkl. Stahlkunstwerke / Stege

Natur: wild gewachsen seit ca. 1952

Technik: Relikte aus der Bahngeschichte Berlins, inkl. Wasserturm, Schienenstränge, Weichen, Drehscheibe, Brückenmeisterei, Lokhalle

Motto im Eingangsbereich: „Kunst ist der nächste Nachbar der Wildnis“ (Karl Ganser)

22 Jul 2018, Eberbach monastery / Kloster Eberbach

“Klösterliche Abgeschiedenheit inmitten urbaner Zentren – Die Geschichte von Kloster Eberbach ist ein Spiegel der wechselvollen Erfahrungen der abendländischen Geschichte. An allen damit verbundenen Epochen, Konflikten und Ideen hat das Kloster teilgenommen. Dank des einzigartigen Glücksfalls, dass die Klosteranlage die Zeitläufe unzerstört überstanden hat, ist die Entwicklung der Abtei bis heute an den Baukörpern abzulesen …“ „Über die weitaus längste Zeit seines Bestehens, von 1136-1803, war Kloster Eberbach eine Abtei des Zisterzienserordens. Erst seit 200 Jahren befindet sich die Anlage in weltlichem Besitz“ … „Die auf Formenstrenge bedachte Orientierung der Zisterzienser äußerte sich zu Beginn der Ordensgeschichte in einem rigiden Verbot künstlerischer Ausstattungen und Ausschmückungen, insbesondere der Klosterkirchen. Dieser Verzicht sollte den Ablenkungen von der kontemplativen Einkehr und Zwiesprache mit dem Schöpfer vorbeugen. In späteren Zeiten und mit zunehmender Aufweichung dieser puristischen Auffassung wurde die Abteikirche nach und nach mit einer reichen Ausstattung versehen, nicht zuletzt mit zahlreichen Altären, die häufig auf Stiftungen Adliger zurückgingen“, https://kloster-eberbach.de/.

Monastery circuit tour / Klosterrundgang:

  • Cloister with cloister garden / Kreuzgang mit Kreuzgarten
  • Chapter house / Kapitelsaal
  • Monastery church / Basilika (Klosterkirche)
  • Monks‘ dining hall / Mönchsrefektorium
  • Cabinet wine cellar / Cabinetkeller
  • Monks‘ dormitory / Mönchsdormitorium
  • Abbey museum / Abteimuseum
  • Night stairs / Nachttreppe
  • Lay brothers‘ building, with lay brothers‘ dining hall / Konversenbau, mit Laienrefektorium
  • Hospital, with Hospital wine cellar, ice cellar, vinothek / Hospital, mit Hospital- und Eiskeller, Vinothek.

Rheingau Musik Festival: “Fahrende Musiker in Weingütern”

Klezmeyers, St. Beaufort, The Speedos, Dizzy Birds Jazz Band.

Kloster Eberbach, Domäne Steinberg.

23 May 2018 Kunsthalle Hamburg: Thomas Gainsborough

2018_05_23 Gainsborough
2018_05_23 Gainsborough

Kunsthalle Hamburg: Thomas Gainsborough – The modern landscape / Die moderne Landschaft.

2 Mar – 27 May 2018

From the exhibition posters / Aus den Ausstellungstexten:

  • 1727-1788
  • TG „lived in a time of radical change. Industrialization, colonialism, and the expansion of trade and the sciences … Painting … was now able to able to develop in particularly innovative directions…” / TG “lebte in einer Umbruchszeit. Industrialisierung, Kolonialismus, eine Expansion des Handels und der Wissenschaften … Die Malerei … konnte .. sich besonders innovativ entfalten“
  • TG practiced both portrait and landscape painting. In landscape painting, he “had more freedom to experiment, and he would eventually be counted among the foremost painters in the genre” / TG betrieb sowohl Portät- als auch Landschaftsmalerei. In der Landschaftsmalerei „konnte er freier experimentieren und wurde zu einem ihrer wichigsten Akteure“
  • „Topography of the Landscape – Gainsborough painted imagined landscapes, but also views of specific, recognisable settings, scenes known as ‘vedute’ “ / „Topographie der Landschaft – Neben erdachten Landschaften malte Gainsborough auch Ansichten konkreter, wiedererkennbarer Orte, sogenannte ‚Veduten‘ “
  • „The social landscape – Cottages, waggons, herds of livestock, and humans … In subtle ways … the pictures also betray the social transformations of the countryside” / “Die soziale Landschaft – Hütten, Wagen, Viehherden und Menschen … Gleichzeitig zeigen die Bilder den sozialen Umbruch auf dem Land …

4 Mar 2018, Museum der Arbeit: Gesundheit

Thema Gesundheit im Ausstellungsbereich “ABC der Arbeit – Vielfalt – Leben – Innovation”


Der Arztberuf

“… In Hamburg fand medizinische Lehre bereits vor der Universitätsgründung in Krankenhäusern und Privatkliniken statt. Ab 1919 war das Studium an der Medizinischen Fakultät möglich. 1934 wurde das Allgemeine Krankenhaus Eppendorf zum Universitätskrankenhaus.“ „Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Frauen aus dem Medizinstudium zunächst wieder verdrängt. Bis in die 1990er Jahre blieben sie im Arztberuf unterrepräsentiert …“

Objekte:

  • Eppendorfer Kittel | 2011
  • Arbeitsgeräte aus dem Nachlass von Dr. med. Hans Julius Georg Mensching | 1891-1966 (Hamburg, Helmstedt …)
  • Arzttasche und Geburtshilfebesteck | um 1921-1966 – Hörrohr, Geburtszange (zweiteilig), Schere für Kraniotomie, Kranioklasten (dreiteilig), Kornzange (zum Anfassen von Wattetupfern), Spekulum
  • Lupenbrille | um 1930
  • Polarimeter (zur Bestimmung des Zucker- und Eiweißgehaltes im Urin)
  • Stethoskop und Reflexhammer – aus der Hausarztpraxis von Elisabeth Heidenhain in Hamburg-Ottensen.

Die Altenpflege

Objekte:

  • Kittel und Schürze einer Altenpflegerin | um 1930 – „… in den 1930er Jahren die Arbeitskleidung der Pflegerinnen im Pflegeheim Oberaltenallee in Hamburg-Uhlenhorst”
  • Wiener Rollstuhl | um 1940 – „Rollstühle waren bis in die 1950er Jahre nur für wenige Menschen erschwinglich … – Dieser Rollstuhl stammt aus der historischen Objektsammlung des Pflegeheims Oberaltenallee in Hamburg”
  • Zwei Esslöffel für Behinderte, einer für Rechts- und einer für Linkshänder | um 1990
  • Schnabelbecher | um 1990
  • Stechbecken/Bettschüssel | um 1930.