1 Apr 2014, Hamburger Kunsthalle: Gego and Eva Hesse

Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall, Hamburg: (1) Gego – Line as object. (2) Eva Hesse: One more than one, 29 Nov 2013 – 2 Mar 2014

  1. Gego – Line as object

“Gertrud Goldschmidt, known as Gego (Hamburg 1912 – 1994 Caracas), was one of the most important women artists in Latin America. Her best-known works are the Reticuláreas – net-like spatial installations she created using thin wire and metal in the late 1960s… numerous works on paper, prints, artist’s books, watercolours and drawings…” / “Gertrud Goldschmidt, genannt Gego (*1912 in Hamburg, †1994 in Caracas) zählt zu den bedeutenden Künstlerinnen Lateinamerikas. Vor allem bekannt wurde Gego für ihre netzartig angelegten Rauminstallationen, den so genannten Reticuláreas, die sie Ende der 1960er Jahre aus feinem Draht und Metall entwickelte… in vielfältigen Arbeiten auf Papier, in Druckgraphiken, Künstlerbüchern, Aquarellen und Handzeichnungen…“

“In 1939 she emigrated to Venezuela after a brief stay in England. Having settled in Caracas, she initially worked as an architect and furniture designer before devoting her full attention to fine art … „Gego’s revolutionary and experimental approach to line, sculpture and ‘drawing in space’ had a significant influence on countless Latin American artists and has left its mark on contemporary art far beyond Venezuela” / „…1939 über England nach Caracas emigriert. Dort arbeitetet sie zunächst als Architektin und Möbeldesignerin, bevor sie … sich der Kunst zuwendet. Gegos revolutionäre und experimentelle Auffassung von Linie, Skulptur und Zeichnung im Raum wurde wegweisend für eine junge Generation von Künstlerinnen und Künstlern in Lateinamerika und prägte die zeitgenössische Kunst weit über Venezuela hinaus.“

  1. Eva Hesse: One More than One

Eva Hesse (Hamburg 1936 – 1970 New York) was one of the foremost women artists of the 20th century. In the mid-1960s she began to experiment with new materials that until then had never been used for sculpture, such as polyester, fibreglass and latex. Influenced by the emerging Minimal Art movement, Hesse developed an interest in serial processes and reduction, but in her own work these were accompanied by sensuous materiality and physicality…” / “Eva Hesse (*1936 in Hamburg, †1970 in New York) gilt als eine der herausragenden Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre experimentierte sie mit neuen Materialien, die in der Objektkunst bis dahin noch keine Verwendung gefunden hatten, wie Polyester, Glasfaser und Latex. Eine von der aufkommenden Minimal Art geprägte Serialität und Reduktion wird in Hesses Werk von sinnlicher Materialität und Körperhaftigkeit bestimmt.“

“When she was just two years old, her parents sent Eva and her older sister Helen to The Hague on a Kindertransport (children’s transport). The family was reunited in 1939 and emigrated to New York City… In the 1950s, Eva Hesse studied painting at New York’s Cooper Union and continued her studies in the master class of Josef Albers at Yale School of Art and Architecture …”  / “Als Zweijährige muss sie zusammen mit ihrer älteren Schwester Helen in einem Kindertransport ohne ihre Eltern ihre Heimatstadt verlassen. 1939 emigriert die Familie … nach New York. Dort studiert Hesse in den 1950er Jahren Malerei an der Cooper Union School und an der Yale School of Art and Architecture als Meisterschülerin von Josef Albers..”

“Eva Hesse’s breakthrough came in 1968, when she had her first solo exhibition as a sculptor at the Fischbach Gallery in New York. Just six months later she was diagnosed with a brain tumour, and she died in 1970 at the age of 34” / “Ihre erste Einzelausstellung als Objektkünstlerin hat sie 1968 in der Fischbach Gallery, New York, mit der ihr der künstlerische Durchbruch gelingt. Ein halbes Jahr später wird ein Hirntumor bei Eva Hesse diagnostiziert, an dem sie 1970 mit nur 34 Jahren stirbt.“

10 Mar 2014, Marseille: MUCEM

img_3794Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée (MUCEM), Marseille

„Suspendu entre ciel et eau, flottant à l’entrée du Vieux-Port de Marseille, le MuCEM déploie de nouvelles passerelles. Ouvert sur le large, ce musée est par sa situation même un grand projet pour la Méditerranée dont il redessine l’horizon, désormais point de rencontr…” / “Suspended between sky and water, floating at the entrance to the Vieux Port in Marseille, the MuCEM is building new bridges. In its very location, facing the open sea, this museum is a major project for the Mediterranean, reshaping its future and forming a meeting point… ”

Jamais aucun musée n’avait été consacré aux cultures de la Méditerranée: la singularité du MuCEM est de retracer, d’analyser et d’éclairer, dans un même élan et un même lieu, les antiques fondations de ce bassin de civilisation si fertile, ainsi que les tensions qui le traversent jusqu’à l’époque contemporaine…“ / “This is the first time that a museum has been devoted to the cultures of the Mediterranean: the MuCEM is unique in that it retraces, analyses and sheds light on, in a single dynamic and a single place, the ancient foundations of this fertile cradle of civilization, as well as the tensions that have been a feature right up to the present day…”


SZ 30.7.2013, Joseph Hanimann: „Der Dampfer vom Mittelmeer.“ „… Marseille, die Anlaufstelle Nordafrikas und die einzige französische Großstadt, die ihre unterpriviligierten Bevölkerungsschichten nicht in die Banlieue auslagert… Völkerkundemuseen sind ein Auslaufmodell aus dem 19. Jahrhundert, das Mucem will einen neuen Typus von Zivilisationsmuseum schaffen.“

14 Dec 2013, Jean Paul: Dintenuniversum – Schreiben ist Wirklichkeit

Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, 10117 Berlin, 12.10.-29.12.2013, www.berlin.de/ausstellungen/archiv/3225626-3238788-jean-paul-dintenuniversum-schreiben-ist-.html

Die erste große Einzelausstellung, die das Gesamtwerk des deutschen Dichters Jean Paul präsentiert; durchgeführt anlässlich seines 250. Geburtstages mit dem Ziel, Werk und Dichter aus Perspektive der heutigen Wissenschaft und Literatur neu zu erschließen und seine besondere Stellung als Wegbereiter der europäischen Moderne sichtbar zu machen.

Zeigt Manuskripte, Arbeitsnotizen, Briefe,  Erstdrucke, Gemälde, Büsten, Stiche, Karten sowie Tonträger, Videos und Nachbauten von Apparaten (z. B. eine Sprechmaschine), für die sich Jean Paul sehr interessiert hat.


Aus dem Info-Flyer: “Jean Paul gehört zu den Schriftstellern, die das Leben nicht be-, sondern erschrieben haben… Jean Paul als Leser …, der besessen das Gelesene festhielt, das Festgehaltene ordnete und eine Ordnung für die Ordnung entwickelte. … Das Deutsche Literaturarchiv Marbach … in einem Exkurs mit Zettelkästen der Moderne vertreten … (u.a. von Arno Schmidt), der dem gigantischen Zettelkasten von Jean Paul zur Seite gestellt wird.”

FAZ 15.11.13, Alfred Brendel: Jean Pauls Sprachkürze. “Dass Sprachkürze Denkweite gibt, hat Jean Paul in einem wunderbar knappen Aphorismus festgehalten. Seinen eigenen Lesern hat er diese Denkweite selten zugetraut. … Wenn er nicht schrieb, dann las er. … Und wenn er beides nicht tat, dann exzerpierte er. … seine Aufzeichnungen … meist fragmentarischer und schnipselhafter als jene Lichtenbergs in den ‘Sudelbüchern’ …”

FAZ 15.11.13, Jürgen Kaube: Existenzgründung mit der Essigfabrik. “… es gab in der ganzen deutschen Literaturgeschichte keinen anderen Dichter, der so wie er dem Papier, dem Auf-, Ab- und Niederschreiben, dem Buch anhing. …Scribomanie … exzerpiert unablässig vom sechzehnten Jahr an … viel zu unruhig dafür war, irgendetwas reifen zu lassen …”

14 Dec 2013, Meret Oppenheim – Retrospektive

Martin-Gropius-Bau, Berlin, 16.8.2013-6.1.2014: Meret Oppenheim – Retrospektive

„Die Ausstellung präsentiert das gesamte Spektrum von Oppenheims … Die Künstlerin beschäftigte sich mit bestimmten Topoi über lange Zeiträume hinweg … Verschlüsselte Selbstdarstellungen, Erotische Objekte, Traumszenen und Mythen, Metamorphosen und Fabelwesen, Dialog mit der Natur, Darstellungen des Unsichtbaren, Spiel als künstlerische Strategie … Oppenheims emanzipatorische Haltung sowie ihre kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Festschreibungen und zugewiesenen Geschlechterrollen machten sie zu einer Identifikationsfigur für nachfolgende Generationen von Künstlerinnen”, www.berlin.de/ausstellungen/archiv/3158700-3238788-meret-oppenheim-retrospektive.html

„Am 6. Oktober dieses Jahres 2013 wäre die berühmte Künstlerin 100 Jahre alt geworden. Der spielerisch-humorvolle Umgang ihrer Werke mit Alltagsmaterialien, die in immer neue Sinnzusammenhänge transferiert werden, ist ein besonderes Charakteristikum ihrer künstlerischen Arbeit. Dies verbindet sie auch mit ihren Künstlerfreunden Max Ernst, Alberto Giacometti, Hans Arp oder Man Ray…“, www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/gropiusbau/archiv_mgb/mgb_archiv_ausstellungen/veranstaltungsdetail_mgb_ausstellungen_55897.php

13 Nov 2013, Paris: Petit Palais & Au Planteur

Short visit / Kurzbesuch: