11 Sep 2021, Ausstellung „Landschaft weiterdenken – Einblicke und Weitblicke in den Kulturlandschaftswandel der Vier- und Marschlande“, Hof Eggers in der Ohe

11.9.2021, Ausstellung „Landschaft weiterdenken – Einblicke und Weitblicke in den Kulturlandschaftswandel der Vier- und Marschlande“, Hof Eggers in der Ohe

Thomas Heyen, Bergedorfer Zeitung, 11.09.2021: HafenCity Universität – Studierende haben das Landgebiet „weitergedacht“. www.abendblatt.de/hamburg/bergedorf/kirchwerder/article233286701/Studierende-haben-das-Landgebiet-weitergedacht.html: … Angehende Architekten und Stadtplaner … setzen sich seit zwei Jahren intensiv mit dem Wandel der Vier- und Marschlande auseinander. Im … Austausch mit … lokalen Kooperationspartnern haben sich die Studenten auf der Basis vergleichender historischer Kartenanalysen, der Auswertung von Fotos sowie Gesprächen und Recherchen vor Ort damit beschäftigt, wie sich die Flächennutzungen seit 1880 verändert haben. Auch wie sich dieser Wandel … auf der Ebene landwirtschaftlicher Betriebe darstellt, haben sie im Blick … Ausstellung … von heute … an auf dem Hof Eggers … Elf unterschiedliche Betriebe mit Zukunftsperspektiven, die laut Professorin Antje Stokman für ein „positives Fortbestehen im Wandel“ stehen, werden näher beleuchtet …

Ausstellung: Landschaft weiterdenken – Einblicke und Weitblicke in den Kulturlandschaftswandel der Vier- und Marschlande, 11.-24.9.2021, Alte Scheune, Hof Eggers. Exponate (lt. Flyer): Interdisziplinäre Entwürfe und Seminarergebnisse von Masterstudierenden der HafenCity Universität aus den Studiengängen Stadtplanung und Architektur.

Hof Eggers, Kirchwerder Mühlendamm 5, 21037 Hamburg. www.hof-eggers.de/: Das Konzept von Hof Eggers … Der Erhalt des denkmalgeschützen und reetgedeckten Gebäudeensembles stellt uns … vor eine große Herausforderung, der wir uns mit einer vielfältigen, offenen, den Menschen zugewandten Ausrichtung stellen möchten … bewirtschaften wir seit 2019 eine Bioland-Gärtnerei in Hamburg-Spadenland und produzieren dort Bio-Blumen, Bio-Kräuter und Bio-Gemüsepflanzen … Trotz allem Wandel steht für uns … das – möglichst ausgewogene – Zusammenspiel von Mensch, Tier und Natur im Zentrum unseres Planens und Schaffens …

6 Sep 2021, Φ♣ Begehung „Mitte Altona” aus StadtGesundheits-Perspektive

6.9.2021, Begehung „Mitte Altona” aus StadtGesundheits-Perspektive

Geführte Begehung durch interessierte Personen, mit folgenden Stationen:

  • Startpunkt: altes Güterbahnhofsgelände neben der Harkortstraße
  • Straße „Lille Torv“ (vgl. gleichnamiger Platz in Aarhus, DK)
  • Recha-Ellern-Weg mit Baustelle der Stadtteilschule Altona (für 1.110 Schüler.innen) und Wohnungsbau u.a. zur Integration von Menschen mit psychischen, geistigen oder körperlichen Einschränkungen sowie Wohnungen für Flüchtlinge
  • Elfriede-Land-Weg; an der Kreuzung mit Felicitas-Kukuck-Str.: taktiles Bodenleitsystem mit Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfeldern / Rillen- und Noppenplatten und abgesenkten Bordsteinkanten (https://de.wikipedia.org/wiki/Bodenleitsystem)
  • Harkortstraße mit Quartiersbüro Mitte Altona (https://mitte-altona.info/kontakt/), betrieben von ProQuartier Hamburg Gesellschaft für Sozialmanagement und Projekte mbH; in der Harkortstraße unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen und entwicklungsfähiges Straßengrün
  • Straße „An der Kleiderkasse“, mit Gleiswiese, Gerüst der Alten Güterhallen, Gebäude der Kleiderkasse
  • Emma-Poel-Straße; Domenica-Niehoff-Twiete; Eva-Rühmkorff-Straße; Mariannruhplatz; Susanne-von-Paczensky-Straße; Eduard-Dukesz-Straße
  • Zielpunkt: in der Glückel-von-Hameln-Straße die Mobilstation Mitte Altona (https://mitte-altona.info/mobilstation-mitte-altona/).

Nach diesem ersten Abschnitt Mitte Altona soll ein weitere Abschnitt entstehen, wenn der Bahnhof nach Diebsteich (https://rfehr.eu/2018/10/06/6-oct-2018-diebsteich-stadtokologie-fernbahnhofsplanung/) verlagert ist.


Lit.: Q8 – Quartiere bewegen (2017): Eine Mitte für Alle. Inklusive Stadtentwicklung in Hamburg-Altona. Q8 Praxis 01. www.q-acht.net/downloads/2017/2017-07-Eine-Mitte-fuer-Alle-inklusive-Stadtentwicklung.pdf

  • p.4 Im Wohnprojekt BliSS entstehen Wohnungen für blinde, sehbehinderte und sehende Menschen … werden Wohnstrukturen entwickelt, die die Erfordernisse von blinden und sehbehinderten Menschen berücksichtigen …
  • p.11 Von einem inklusiven Stadtteil sprechen wir, wenn alle Menschen im Quartier selbstverständlich dazu gehören … Die Bedingungen … sind so gestaltet, dass jeder Mensch am Leben teilnehmen kann, unabhängig von seinen individuellen Fähigkeiten, seiner körperlichen Verfassung, seiner sozialen oder kulturellen Herkunft, von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Alter. Jeder und jede kann alle öffentlichen Angebote uneingeschränkt nutzen, ggfs. mit entsprechender Unterstützung: Schallschutz … VermittlerInnen, wenn Menschen sich nicht verstehen … Ebenerdigkeit oder Fahrstühle … leichte Sprache und leichte Schrift … Berücksichtigung verschiedener kultureller Herkunft, Informationen in mehreren Sprachen …

Zusatz: Ein vor 10 Jahren veröffentlichtes Quartiersprofil Altona-Altstadt behandelte acht Themenbereiche, darunter „Gesundheit und Pflege“. Hierzu wurde im Abschnitt 3 (Quantitative Datenerfassung anhand der Q8 Entwicklungsfaktoren) u.a. resümiert: „Die ärztliche und pflegerische Versorgung … ist gut ausgeprägt. Die Barrierefreiheit und Kultursensibilität der Praxen und Dienste sollte noch überprüft werden. Es existiert keine zentrale Anlaufstelle für PatientInnen bzw. für Gesundheitsfragen allgemein. Im Hinblick auf die hohe Zahl von EinwohnerInnen mit Migrationshintergrund fehlen Angebote, die sich speziell dieser Bevölkerungsgruppe zuwenden und kulturspezifische Bedarfe aufgreifen oder sprachliche Unterstützung bieten …“ Im Abschnitt 4 (Qualitative Analyse und Bewertung auf Basis der Q8 Leitlinien) wurde u.a. wie folgt resümiert: „Es gibt Bedarf an kultursensiblen Beratungsstellen und Unterstützungsnetzwerken für ältere Menschen, Menschen mit Assistenzbedarf und pflegende Angehörige. Es existieren keine erkennbaren Netzwerke im Bereich der Pflegeleistungen … Wohnortnahe Netzwerke zur Unterstützung von Familien, Alleinerziehenden oder pflegenden Angehörigen sind selten“. Quelle: Q8 – Quartiere bewegen (2011): Quartiersprofil Altona-Altstadt, www.q-acht.net/downloads/quartiersprofile/Q8-Quartiersprofil-Altona.pdf.

Eine analoge, aktuelle Analyse für “Mitte Altona” erscheint wünschenswert.

18 Aug 2021, Berlin, Georg Kolbe Museum: Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik

18.8.2021, Berlin, Georg Kolbe Museum: Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik


Ausstellung: Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik, 25.4.-17.10.2021, www.georg-kolbe-museum.de/der-absolute-tanz-taenzerinnnen-der-weimarer-republik/: Mit expressiven Bewegungen, extravaganten Erscheinungsbildern und expliziten Vorstellungen von der eigenen Rolle in einer sich rasant wandelnden Welt sprengten Tänzerinnen … in 1920er-Jahren die gesellschaftlichen Konventionen … ihrer Zeit … Pionierinnen eines radikal neuen Selbstverständnisses … Das neu eingeführte Frauenwahlrecht … führte allgemein zu mehr Souveränität unter den Frauen … wurden … die Tänzerinnen dieser Ära zu Ikonen jenes modernen Körper- und Selbstbewusstseins, das neben der Gesellschaft im … Ganzen auch die bildende Kunst prägen sollte …

Katalog: Brygida Ochaim, Julia Wallner (2021): Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik. Georg Kolbe Museum, Berlin.


Georg Kolbe, 1877-1947, https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Kolbe: ein figürlicher Bildhauer und Medailleur … Er war in allen vier Regierungssystemen, der Weimarer Republik, dem nationalsozialistischen Unrechtssystem, in dem sozialistischen, wie auch kapitalistischen Nachkriegsdeutschland geschätzt … 1928/1929 erbaute Kolbe … ein Atelierhaus in der Sensburger Allee in Berlin-Westend … Auffallend … die Ziegelbauweise, die ineinander übergehenden, von Tageslicht durchfluteten Räume, die Dachterrasse und der Skulpturenhof und -garten inmitten von Kiefern und Laubbäumen …

Im Hamburger Stadtpark: Badende Frauen (1927) [Link]


Georg Kolbe Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin, https://georg-kolbe-museum.de/: … hat Georg Kolbe seinen Nachlass rechtzeitig geregelt. Sein Bildhaueratelier sollte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und sein künstlerisches Erbe dort gepflegt werden … Das Museum … versteht sich als Forschungseinrichtung zur Bildhauereigeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts … widmet sich dem Erbe Georg Kolbes mit Ausstellungen, Forschungsprojekten und Publikationen …

Das Gebäude (samt weiteren, als Ensemble) gehört zum Netzwerk „Iconic Houses“, welches weltweit mehr als 150 Villen und Wohnhäuser der Moderne umfasst, www.iconichouses.org.

18 Aug 2021, ♣ Berlin, Holzmarkt: „Kiez der Zukunft“

18.8.2021, Berlin, Holzmarkt: „Kiez der Zukunft“

www.umweltbank.de/ueber-uns/nachhaltigkeit/finanzierte-projekte/finanzierte-projekte-bauen-wohnen/HolzmarktBerlin: In dem genossenschaftlich organisierten Projekt werden Natur, Wirtschaft und Kultur zusammengedacht. Die UmweltBank finanziert den Mikrokosmos am Spreeufer ... Das 18.000 Quadratmeter große Gelände bietet Unterhaltung und Erholung, Wohnraum und Arbeitsplätze sowie viel Platz für Eigeninitiative und Beteiligung der Nutzer … Herzstück … das sogenannte Dorf … fungiert als Marktplatz des Quartiers und bietet gleichzeitig durch eine Vielzahl kleiner Kreativ- und Gewerbeeinheiten viel Raum für künstlerische Entfaltung … Musik- und Aufnahmestudios … Artistenhalle … Veranstaltungshalle Säälchen … Bäcker und Bioladen … Händler, Frisöre … Handwerker … Kindertagesstätte … Kleinteiligkeit und Vielfalt prägen den Ort, ständiger Wandel wird als Chance verstanden … Gemüse- und Schulgärten … Bildungs- und Wissensvermittlung. Pflanz- und Lehraktionen ermöglichen Einblicke in den ökologischen Anbau von Gemüse und Pflanzen … Das Ensemble wird zukünftig durch ein Hotel abgerundet … Von einfachen Zimmern … über hochwertige Suiten bis zu Apartments für temporäres Wohnen … Gewinn als ganzheitliches Konzept … Ziel ist es, einen Mehrwert für die Stadt und ihre Bürger zu schaffen und nicht nur Geld zu erwirtschaften … am 1. Mai 2017 … feierte der Holzmarkt Eröffnung … „Ein baulicher Endzustand wird … nicht angestrebt – alle Teile sollen einem stetigen Wandel unterliegen…“

Cloud van Daten (lokale Infotafel): „Cloud ist ein Hybridwesen aus dem Digi Tal. Es hat Datenmüll Management an der Dark Data University studiert … Gründer des einflussreichen ‚Don’t Think Tank‘ …“